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Bewertung

http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/artikel/karg-geht-gegen-wiederherstellung-vor/1063710/karg-geht-gegen-wiederherstellung-vor.html

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/876867351/

Hallo, gehts noch?

Schlimm genug, dass sich der ehemalige Ministerpräsident Mappus gegen die Verwendung seiner Daten wandte:

http://archiv.twoday.net/search?q=mappus

Dass nun auch ein Provinzbürgermeister in die gleiche Hysterie (oder ist es Furcht vor Strafverfolgung?) verfällt, kann man nur als Groteske ansprechen.

PRIVATE DATEN HABEN AUF VOM DIENSTHERRN GESTELLTEN DIENSTLICHEN GERÄTEN NICHTS ZU SUCHEN.

Auch sogenannte "Handakten" (ob auf Papier oder auf dem Datenträger) sind dienstliche Unterlagen, die dem jeweiligen Archivgesetz unterliegen. Jede Löschung bedarf der Zustimmung des zuiständigen Archivs. Zuvor sind die Akten dem Archiv anzubieten, siehe auch VG Karlsruhe:

http://openjur.de/u/632130.html

Zur Aktenvernichtung siehe auch
http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/rathaus-burglengenfeld-amtsuebergabe-akten-vernichtet-100.html
http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/artikel/polizei-ermittelt-in-der-akten-affaere/1063993/polizei-ermittelt-in-der-akten-affaere.html

Mit Dankbarkeit ist zu vermelden, dass Robert Kretzschmar seinen wichtigen Beitrag

Die „neue archivische Bewertungsdiskussion“ und ihre Fußnoten. Zur Standortbestimmung einer fast zehnjährigen Kontroverse, in: Archivalische Zeitschrift 82 (1999), S. 7-40

online eingestellt hat unter:

http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/120/56979/Kretzschmar_Archivalische_Zeitschrift_82.pdf

Seine jüngste Stellungnahme

Robert Kretzschmar: Alles neu zu durchdenken? Archivische Bewertung im digitalen Zeitalter, in: Archivpflege in Westfalen-Lippe 80 (2014), S. 9-15

ist z.B. verfügbar unter

http://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1762/files/2014/04/archivpflege-heft-80-01-2014-fuer-webseite.pdf

Kretzschmar nennt in diesem Beitrag Online-Nachweise, unterlässt jedoch einen solchen bei seiner Studie aus dem Jahr 2013:

Quellensicherung im institutionellen Rahmen. Zur Macht und Ohnmacht der Archive bei der Überlieferungsbildung, in: Wie mächtig sind Archive?, 2013, S. 45-63. Online:

http://hup.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2013/133/pdf/HamburgUP_LASH104_HeringSchenk_Archive.pdf

Wer Archivalia liest, weiß, dass das Landesarchiv Schleswig-Holstein mittels Hamburg University Press seine Veröffentlichungen Open Access herausgibt. Der bedeutsame Sammelband "Wie mächtig sind Archive? Perspektiven der Archivwissenschaft" steht also in toto im Netz!

Zur Bewertungsdebatte siehe auch:

http://archiv.twoday.net/stories/714912962/

http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/rathaus-burglengenfeld-amtsuebergabe-akten-vernichtet-100.html

Update:
http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/artikel/burglengenfeld-bedingt-handlungsfaehig/1062237/burglengenfeld-bedingt-handlungsfaehig.html#1062237

http://www.bwg-burglengenfeld.de/fb/140515_bwg_stellungnahme_angebl_aktenvernichtung.pdf

http://archiv.twoday.net/stories/876868425/

Heute stand wieder das Modul Bewertung auf dem Stundenplan unserer PraktikantInnenausbildung.


Nach wie vor lesenswert der Aufsatz von Henke 1993:

http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1993_1_3_henke.pdf

Siehe dazu auch Schockenhoff:

http://forge.fh-potsdam.de/~ABD/scho/schock.htm

"Dem NSU-Trio wird der Mord an zehn Menschen zur Last gelegt. Zudem wird es mit einer Reihe von Raubüberfällen im Chemnitzer Raum in Verbindung gebracht. Akten zu einem möglichen Fall sind schon vor Jahren geschreddert worden. Die Staatsanwaltschaft Görlitz stellte jetzt die Ermittlungen dazu ein. Ein strafbares Verhalten sei nicht feststellbar."

http://www.mdr.de/sachsen/nsu-einstellung100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html

An erster Stelle nenne ich unsere Kategorie:

http://archiv.twoday.net/topics/Bewertung/

Sie vermittelt einen sehr facettenreichen aktuellen Einblick in die Problematik.

Hier wurde auch die "Internationale Bibliographie zur archivischen Bewertung" kritisch gewürdigt:

http://archiv.twoday.net/stories/444868321/

Die Bibliographie ist online unter

http://iw.fh-potsdam.de/iw-lehrende_schwarz_bewertung0.html

Nach wie vor unbrauchbar ist die Bibliographie zum Archivwesen der Archivschule Marburg, soweit es Online-Nachweise angeht. Sie weist über 460 Titel unter der einschlägigen Systematikstelle nach:

http://avanti.uni-marburg.de/cgi-bin/search.php?class=asmr&method=findRecords&lang=de&urA=&ufC=CLA+_2.07.?

[Ohne Online-Nachweise ist auch die deutschsprachige Publikationen breit erfassende tschechische Auswahlbibliographie zum Archivwesen:

http://www.nacr.cz/D-knih/bibl-inf.aspx ]

Schon etwas älter (2004) ist die Zusammenstellung von Jürgen Treffeisen für konventionelle Unterlagen, nützlich durch die Hervorhebung von "Klassikern" am Anfang:

Archivische Überlieferungsbildung bei konventionellen Unterlagen im
deutschsprachigen Raum – Eine Auswahlbibliographie
http://www.boa-bw.de/downloads/redbar/frei/bsz30672684x/0/ueberlieferung_auswahlbibliographie_neu.html.pdf

Leider ist auch von den gemeinfreien Arbeiten nach 1900 zu wenig online, beispielsweise die beiden Arbeiten des 1939 gestorbenen Reichsarchivars Müsebeck.

Ein gutes Hilfsmittel sind die laufenden Besprechungen von Arbeiten zur Bewertung durch den Schweizer Dokumentenmanager Peter Toebak

http://www.toebak.ch/index.php/uebersicht-aller-rezensionen.html

***

Online-Beiträge kann man auch mit der von mir seit vielen Jahren in meinen Veranstaltungen gelehrten Methode der "Zitatsuche"

http://archiv.twoday.net/search?q=zitatsuche
https://www.diigo.com/user/klausgraf/zitatsuche

ermitteln. Das Vorgehen in Rezeptform:

Man nehme

- eines oder besser mehrere gut abgehangene Standardwerke

Standardwerke sind Arbeiten, die so einflussreich sind, dass man sie geradezu zwingend als Zitat in einer jüngeren Arbeit erwarten darf. Fehlen sie, kann man die jüngere Studie hinsichtlich der Literaturerfassung als fehlerhaft einstufen.

Bei entlegenen Themen können existierende ältere Arbeiten, auch wenn man sie nicht als "Standardwerke" bezeichnen würde, genommen werden.

Die Standardwerke sollten nicht zu jung sein. Je jünger sie sind, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Arbeiten zitiert werden.

Tipps zum Ermitteln von Standardwerken zu einem Thema:

- Wikipedia-Artikel, gedruckte Nachschlagewerke

- Literaturempfehlungen für Lehrveranstaltungen

- Auswertung von Google Scholar

http://scholar.google.com/scholar?hl=de&q=archivische+bewertung

Die Standardwerke gut schälen!

Übrigbleiben sollen die Nachnamen der AutorInnen (Vornamen können ja sowohl ausgeschrieben als auch abgekürzt werden) und der Titel oder Teile davon. Dies gilt auch für Aufsätze, die den Vorteil haben, dass die Trefferlisten bei Google von Buchwerbung frei sind.

Meistens dürfte der bloße Titel bei Aufsätzen genügen, siehe etwa

https://www.google.de/search?q="%3A+Appraisal+in+German+archival+history"

[Dass der Beitrag auch online ist, erfährt man so nicht. Man muss über den Titel der Zeitschrift gehen:

http://kvan.courant.nu/index.php?downloadpdf=pdf/kva/00/KVA_7382_REP_001/KVA001000102_01.pdf

EZB und ZDB weisen die Volltextausgabe unter

http://kvan.courant.nu/

noch NICHT nach!]

Bei Büchern kann man die Suche verfeinern, indem man Buchwerbung durch passende Fachbegriffe ausschließt.

Die Trefferliste des Standardwerks von Buchholz "Archivische Überlieferungsbildung" ist zunächst wenig hilfreich:

https://www.google.de/search?q=buchholz+%22Archivische+%C3%9Cberlieferungsbildung%22

Fügt man aber Kassation zur Suche hinzu, ergibt sich eine sehr gute und präzise Trefferliste:

https://www.google.de/search?q=buchholz+%22Archivische+%C3%9Cberlieferungsbildung%22+kassation

Verfeinern kann man die Ergebnisse auch, indem man nach "vgl" (mit Anführungsstrichen) sucht, da diese Abkürzung ein Kennzeichen von Wissenschaftssprache ist.

https://www.google.de/search?q=buchholz+%22Archivische+%C3%9Cberlieferungsbildung%22+%22vgl%22

Man kann aber auch mit filteype:pdf (oder in der erweiterten Suche) gute Ergebnisse erzielen:

https://www.google.de/search?q=buchholz+%22Archivische+%C3%9Cberlieferungsbildung%22+filetype%3Apdf

Wenn man wissen möchte, ob US-amerikanische Uni-Seiten das Buch zitieren, setzt man site:edu hinzu.

https://www.google.de/search?q=buchholz+%22Archivische+%C3%9Cberlieferungsbildung%22+site%3Aedu

Mehrere Titel liefern präzisere Ergebnisse als ein einziger.

Die folgende Zitatsuche sucht nicht nach zwei Arbeiten, sondern nach einem Werk (mit Autorennamen Buchholz) und einem weiteren Autorennamen (Schellenberg), der für einen "Klassiker" der Bewertungsdiskussion steht:

https://www.google.de/search?q=buchholz+"Archivische+Überlieferungsbildung"++schellenberg

Man kann aber auch nach drei einflussreichen Autoren (bzw. einer Autorin) suchen:

buchholz schellenberg menne-haritz

Nun nimmt man passende Volltextsuchmaschinen und rührt - nachdem man die Ergebnisse dem eigenen Relevanzfilter unterzogen hat - die jeweiligen Treffermengen zusammen.

Neben der Google Websuche kommen auch andere Volltextsuchmaschinen in Betracht: Google Scholar, Google Books, HathiTrust, Libreka, Amazon, JSTOR usw.

Zitatsuche Buchholz bei Google Books:

https://www.google.de/search?q=buchholz+%22Archivische+%C3%9Cberlieferungsbildung%22&tbm=bks

Die gleiche Suche liefert auch bei Libreka gute Treffer:

http://www.libreka.de/search

In jedem Fall sollte man sich nicht auf Google Scholar beschränken.

Die Wahrscheinlichkeit für neue richtig gute, d.h. bisher unbekannte Treffer steigt zunächst, wenn man unterschiedlichste Ansätze (unterschiedliche Standardwerke, unterschiedliche Kombinationen von Standardwerken, Verfeinerung mit vgl. oder pdf, unterschiedliche Volltextsuchen) ausprobiert und sinkt dann allmählich. In den meisten Fällen kann man alle oder fast alle relevante Treffer, die von Volltextsuchmaschinen erfasst werden (also nicht im Deep Web sich verstecken), auf diese Weise abfischen.

Ungewünschte Treffer wegschütten.

Guten Appetit!

Das von Robert Kretzschmar überlieferte Zitat eines anonymen baden-württembergischen Ministerialbeamten lautet vollständig:

"Nehmen Sie mein E-Mail-Account. Dort finden Sie alles Wichtige. Die Akten können Sie vernichten. Die sind ohnehin unvollständig."

Präsentation 2013
http://www.lwl.org/waa-download/tagungen/D_NL/Kretzschmar.pdf

Eine viele Genealogen schockierende Geschichte:

http://stumblingintheshadowsofgiants.wordpress.com/2013/12/21/160-year-old-documents-intentionally-destroyed-in-franklin-county-n-c/

http://stumblingintheshadowsofgiants.wordpress.com/2013/12/22/more-details-on-the-franklin-co-nc-records-destruction/

https://stumblingintheshadowsofgiants.wordpress.com/2013/12/23/franklin-county-hot-potato-toss-new-developments/

Auf Facebook hält sich das Verständnis für die Position des Archivs in Grenzen:

https://www.facebook.com/notes/heritage-society-of-franklin-county-nc/timeline-of-the-destruction-of-100-year-old-franklin-county-nc-records/554910501264078


http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Trio-besass-vermutlich-1998-schon-Waffen-Akten-wurden-vernichtet-737122172

"Rechtsanwalt Reinecke sieht die Aktenvernichtung im Gegensatz zum Chemnitzer Oberstaatsanwalt als "unzulässig" an. Er verweist darauf, dass die Bundesanwaltschaft den Überfall wegen der Schüsse unter anderem als "versuchten Mord" bewertet. Dann hätten die Akten nicht vernichtet werden dürfen, weil diese Tat nicht verjährt. Auch bei einem "schweren Raub" hätten die Unterlagen nicht geschreddert werden dürfen. Dann würde die Verjährungsfrist 20 Jahre betragen."

 

twoday.net AGB

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