Bewertung
Astrid Küntzel legt im Rahmen einer Transferarbeit 2009 Vorarbeiten für ein regionales Überlieferungsprofil vor:
http://www.archive.nrw.de/LandesarchivNRW/BilderKartenLogosDateien/K__ntzel___berlieferungspraxis.pdf
http://www.archive.nrw.de/LandesarchivNRW/BilderKartenLogosDateien/K__ntzel___berlieferungspraxis.pdf
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http://www.unesco.de/weltdokumentenerbe.html?&L=0
Ein Vortrag und ein Aufsatz zu dieser UNESCO-Initiative sind dort auf Deutsch abrufbar.
Ein Vortrag und ein Aufsatz zu dieser UNESCO-Initiative sind dort auf Deutsch abrufbar.
Der Ausschuss Überlieferungsbildung der BKK hat eine Empfehlung zur Archivierung der Unterlagen der Standesämter erarbeitet, die die BKK am 27.04.2009 in Plauen beschlossen hat. Die Empfehlung kann auf der Homepage der BKK - http://www.bundeskonferenz-kommunalarchive.de/empfehlungen.html - abgerufen und heruntergeladen werden.
via Marburger Mailingliste!
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Wolf Thomas - am Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:23 - Rubrik: Bewertung
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http://www.ossietzky.net/8-2009&textfile=583
Auszug:
Von November 1959 bis April 1960 war ich an der Verteidigung führender Persönlichkeiten des Friedenskomitees der Bundesrepublik Deutschland beteiligt, denen die Staatsanwaltschaft vorwarf, sich als »Rädelsführer in einer verfassungsfeindlichen Organisation« betätigt zu haben. Daß es sich beim Friedenskomitee um den bundesdeutschen Teil einer über alle Kulturstaaten der Erde verbreiteten Weltfriedensbewegung handelte, die außer bei uns nur im damals faschistisch beherrschten Spanien als angebliche kommunistische Tarnorganisation verfolgt wurde, focht die bundesdeutschen Ankläger und Richter nicht an. Sie gingen von der im herrschenden Zeitgeist der Adenauer-Ära verankerten Bedrohungslegende aus, wonach die Rote Armee der Sowjetunion bereitstehe, die Bundesrepublik zu überfallen, so daß die Friedensbewegung nur den Sinn haben könne, das Abendland wehrlos gegenüber der Welt des Bösen zu machen. Alle Beweisanträge der Verteidigung, mit denen wir die Richter über die wirklichen Bedrohungen des Weltfriedens aufklären wollten, gegen die unsere Mandanten mit publizistischen Mitteln gekämpft hatten, wurden vom Gericht unter Mißachtung der bis dahin gültigen Regeln der Strafprozeßordnung zurückgewiesen. In den Augen der vom Bundesgerichtshof (BGH) bestätigten Düsseldorfer Richter konnten die von uns vorgebrachten Fakten und Beweismittel nur kommunistische Propaganda sein, mit der man sich nicht auseinanderzusetzen brauchte.
Die westdeutsche Öffentlichkeit hat von diesem fünf Monate dauernden Großverfahren, in dem wir Verteidiger dem Gericht zahlreiche prominente Zeugen der Friedensbewegung aus aller Welt durch direkte Ladung aufgezwungen haben, so gut wie nichts erfahren. Das Schweigen der Medien funktionierte auch ohne Anweisung aus einem Propagandaministerium.
Es wurde dafür gesorgt, daß dieses historisch bedeutsame Verfahren auch für nachfolgende Generationen so unbekannt wie möglich blieb. Historisch wertvolle Akten werden in der Regel nach Abschluß der Sache an das Staatsarchiv abgegeben. Mit den Akten des Friedenskomitee-Prozesses ist das nicht geschehen. Sie sind nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet worden. Mit ihnen etwa 600 Dokumente zum neuen Rüstungswettlauf nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die wir dem Gericht mit unseren Beweisanträgen übergeben hatten.
Auszug:
Von November 1959 bis April 1960 war ich an der Verteidigung führender Persönlichkeiten des Friedenskomitees der Bundesrepublik Deutschland beteiligt, denen die Staatsanwaltschaft vorwarf, sich als »Rädelsführer in einer verfassungsfeindlichen Organisation« betätigt zu haben. Daß es sich beim Friedenskomitee um den bundesdeutschen Teil einer über alle Kulturstaaten der Erde verbreiteten Weltfriedensbewegung handelte, die außer bei uns nur im damals faschistisch beherrschten Spanien als angebliche kommunistische Tarnorganisation verfolgt wurde, focht die bundesdeutschen Ankläger und Richter nicht an. Sie gingen von der im herrschenden Zeitgeist der Adenauer-Ära verankerten Bedrohungslegende aus, wonach die Rote Armee der Sowjetunion bereitstehe, die Bundesrepublik zu überfallen, so daß die Friedensbewegung nur den Sinn haben könne, das Abendland wehrlos gegenüber der Welt des Bösen zu machen. Alle Beweisanträge der Verteidigung, mit denen wir die Richter über die wirklichen Bedrohungen des Weltfriedens aufklären wollten, gegen die unsere Mandanten mit publizistischen Mitteln gekämpft hatten, wurden vom Gericht unter Mißachtung der bis dahin gültigen Regeln der Strafprozeßordnung zurückgewiesen. In den Augen der vom Bundesgerichtshof (BGH) bestätigten Düsseldorfer Richter konnten die von uns vorgebrachten Fakten und Beweismittel nur kommunistische Propaganda sein, mit der man sich nicht auseinanderzusetzen brauchte.
Die westdeutsche Öffentlichkeit hat von diesem fünf Monate dauernden Großverfahren, in dem wir Verteidiger dem Gericht zahlreiche prominente Zeugen der Friedensbewegung aus aller Welt durch direkte Ladung aufgezwungen haben, so gut wie nichts erfahren. Das Schweigen der Medien funktionierte auch ohne Anweisung aus einem Propagandaministerium.
Es wurde dafür gesorgt, daß dieses historisch bedeutsame Verfahren auch für nachfolgende Generationen so unbekannt wie möglich blieb. Historisch wertvolle Akten werden in der Regel nach Abschluß der Sache an das Staatsarchiv abgegeben. Mit den Akten des Friedenskomitee-Prozesses ist das nicht geschehen. Sie sind nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet worden. Mit ihnen etwa 600 Dokumente zum neuen Rüstungswettlauf nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die wir dem Gericht mit unseren Beweisanträgen übergeben hatten.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1677017_Akten-aus-der-NS-Zeit-entdeckt.html
Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Friesland in Jever haben rund 800 Akten zu Zwangssterilisationen in der NS-Zeit entdeckt. Die Kranken- und Gerichtsakten in sieben Umzugskisten wurden auf dem Dachboden der Behörde gefunden, wie der Sprecher des Landkreises Friesland, Rainer Graalfs, auf ddp-Anfrage sagte.
Ähnliches Material gebe es bislang nur aus der Wesermarsch. Nach Einschätzung des Niedersächsisches Staatsarchivs in Oldenburg handelt es sich dagegen nicht um einen einzigartigen Fund.
Die Akten des 1939 gegründeten Landkreises Friesland galten bislang als verschollen. Sie dokumentieren Zwangssterilisierungen der Nationalsozialisten in Friesland zwischen 1934 und 1945.
Neben Personendaten findet sich in den Unterlagen auch eine "erbbiologische Bestandsaufnahme" des Jeverlandes. Die Kisten sollen noch in dieser Woche dem Staatsarchiv übergeben werden.
Dessen Leiter Matthias Nistal hält die in Jever gefunden Akten für wenig aufsehenerregend. Im Landesarchiv lagerten bereits 3000 bis 4000 Akten über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit. Neue Erkenntnisse bringe das in Jever gefundene Material vermutlich nicht, sagte Nistal auf ddp-Anfrage.
Die Dokumente sollen nach Eingang im Staatsarchiv zunächst ausgewertet, restauriert und dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Na wenigstens werden sie nicht einfach kassiert ... Wozu archiviert man eigentlich Akten, wenn diese vermutlich keine neuen Erkenntnisse bringen? Sind das Herausarbeiten regionaler Disparitäten - offensichtlich gibt es ja aus dem betroffenen Teil des Sprengels sonst keine Akten - etwa keine neuen Erkenntnisse? Dieser Staatsarchivleiter äußerte sich meines Erachtens unsensibel und zu geringschätzig über die Erforschung der NS-Vergangenheit.
Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Friesland in Jever haben rund 800 Akten zu Zwangssterilisationen in der NS-Zeit entdeckt. Die Kranken- und Gerichtsakten in sieben Umzugskisten wurden auf dem Dachboden der Behörde gefunden, wie der Sprecher des Landkreises Friesland, Rainer Graalfs, auf ddp-Anfrage sagte.
Ähnliches Material gebe es bislang nur aus der Wesermarsch. Nach Einschätzung des Niedersächsisches Staatsarchivs in Oldenburg handelt es sich dagegen nicht um einen einzigartigen Fund.
Die Akten des 1939 gegründeten Landkreises Friesland galten bislang als verschollen. Sie dokumentieren Zwangssterilisierungen der Nationalsozialisten in Friesland zwischen 1934 und 1945.
Neben Personendaten findet sich in den Unterlagen auch eine "erbbiologische Bestandsaufnahme" des Jeverlandes. Die Kisten sollen noch in dieser Woche dem Staatsarchiv übergeben werden.
Dessen Leiter Matthias Nistal hält die in Jever gefunden Akten für wenig aufsehenerregend. Im Landesarchiv lagerten bereits 3000 bis 4000 Akten über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit. Neue Erkenntnisse bringe das in Jever gefundene Material vermutlich nicht, sagte Nistal auf ddp-Anfrage.
Die Dokumente sollen nach Eingang im Staatsarchiv zunächst ausgewertet, restauriert und dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Na wenigstens werden sie nicht einfach kassiert ... Wozu archiviert man eigentlich Akten, wenn diese vermutlich keine neuen Erkenntnisse bringen? Sind das Herausarbeiten regionaler Disparitäten - offensichtlich gibt es ja aus dem betroffenen Teil des Sprengels sonst keine Akten - etwa keine neuen Erkenntnisse? Dieser Staatsarchivleiter äußerte sich meines Erachtens unsensibel und zu geringschätzig über die Erforschung der NS-Vergangenheit.
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http://ballmann.wordpress.com/2009/02/06/schicksale-im-container/
Siehe auch:
http://ballmann.wordpress.com/2009/02/10/akten-fur-das-justizprufungsamt/
Siehe auch:
http://ballmann.wordpress.com/2009/02/10/akten-fur-das-justizprufungsamt/
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Das Wiedererstarken des Protestsinstrument Flashmob ( http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob ) führt zur Frage, ob bzw. wie Archive diese Aktionen dokumentieren. Diese Aktionen finden ja nicht nur in Großstädten statt, sondern werden gerade in kleineren Städten wie Friedberg oder Siegen durchgeführt und medial sehr beachtet.
Ähnliches gilt für Theaterprojekte, die eine starke Verquickung von Realem und Theater beinhalten, wie z. B. die Inszenierungen des "Labor für unkontrollierbare Situationen" ( http://ligna.blogspot.com/ ).
Gibt es da Erfahrungen, Bewertungsideen, etc. .....?
Ähnliches gilt für Theaterprojekte, die eine starke Verquickung von Realem und Theater beinhalten, wie z. B. die Inszenierungen des "Labor für unkontrollierbare Situationen" ( http://ligna.blogspot.com/ ).
Gibt es da Erfahrungen, Bewertungsideen, etc. .....?
Wolf Thomas - am Dienstag, 30. Dezember 2008, 19:07 - Rubrik: Bewertung
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Den Aufsatz von Buchholz gibts nun auch auf dem SSOAR:
http://www.ssoar.info/ssoar/View/?resid=3125
Nachtrag: SSOAR legt Wert darauf, dass die URN als Internetadresse angegeben wird
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-31255
http://www.ssoar.info/ssoar/View/?resid=3125
Nachtrag: SSOAR legt Wert darauf, dass die URN als Internetadresse angegeben wird
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-31255
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Eine deutschsprachige Zusammenfassung der Affäre gibt nunmehr:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28801/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28801/1.html
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" .... Die Ausstellung zum 100. Kurhaus-Jubiläum basierte weitgehend auf ihren Recherchen. Die Mainzerin [Kuratorin Astrid Wegner (47) ], die eng mit dem Stadtarchiv, dem Projektbüro Stadtmuseum und der Stabsstelle Weltkulturerbe zusammenarbeitet, hat in Wiesbaden noch einiges vor.
Astrid Wegner nähert sich auf unkonventionelle Art der Geschichte. Sie schafft es, Alltag mit Außergewöhnlichem zu verbinden, spürt im scheinbar Unscheinbaren Aussagekräftiges auf. So würde sie gerne einmal eine Ausstellung über die Geschichte des Geschwätzes in Wiesbaden machen. ...."
Ist dieses Interesse eine neue Frage an die archivische Überlieferungsbildung ? Wer bewertet Geschwätz als archivwürdig ?
Quelle: Wiesbadener Kurier (Link)
Astrid Wegner nähert sich auf unkonventionelle Art der Geschichte. Sie schafft es, Alltag mit Außergewöhnlichem zu verbinden, spürt im scheinbar Unscheinbaren Aussagekräftiges auf. So würde sie gerne einmal eine Ausstellung über die Geschichte des Geschwätzes in Wiesbaden machen. ...."
Ist dieses Interesse eine neue Frage an die archivische Überlieferungsbildung ? Wer bewertet Geschwätz als archivwürdig ?
Quelle: Wiesbadener Kurier (Link)
Wolf Thomas - am Sonntag, 21. September 2008, 11:22 - Rubrik: Bewertung