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Digitale Bibliotheken

Man kennt es vor allem von Gallica und Google, dass Digitalisate wieder verschwinden. Fischers Schwäbisches Wörterbuch ist samt der Projekt-Ankündigung ieder offline bzw. nur in München einsehbar.

http://archiv.twoday.net/stories/3634748/

Nur die ersten beiden Bände liegen bei bei Google Books (mit US-Proxy) vor:

http://de.wikisource.org/wiki/W%C3%B6rterb%C3%BCcher#Schw.C3.A4bisch

Das MDZ hat bereits eine Handschrift, einen spätmittelalterlichen Sammelband mit eher "archivalischen" Stücken (Ms. lat. 65), digitalisiert.

http://mdz10.bib-bvb.de/~db/0002/bsb00021776/images/index.html


http://digitalscholarship.wordpress.com/2008/05/05/how-many-texts-have-been-digitized/

Es geht um den Anteil der Primär- und Sekundärliteratur einer 2002 veröffentlichten Dissertation zur US-Literaturgeschichte, der inzwischen digitalisiert vorliegt.

To find out, I searched for each of the 296 items in my original bibliography in both free and subscription-based online collections such as Google Books, Open Content Alliance/Internet Archive, JSTOR, Project Muse, Early American Fiction, Making of America, Net Library, and Questia (which requires an individual subscription). I found that 83% of my primary source materials and 37% of my secondary source materials are now available online as full-text.

Der Beitrag enthält auch aufschlußreiche Beobachtungen zu Google Book Search.

As Patrick Leary, Jo Guldi, and others have argued, massive digitization projects promise not only to make the research process more efficient, but also to open up new approaches to research. For example, you can discover important works that would otherwise be invisible to you, trace the use of a phrase across works, and analyze significant patterns in a corpus of texts.

http://www.e-codices.ch/bibliotheken/saa/saa_de.htm

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/0428
Königsfelder Kopialbuch I
Abschriften von Privilegien, Ordnungen, Jahrzeitstiftungen und Urkunden betreffend den Klosterbesitz von Königsfelden. Unter Königin Agnes von Ungarn (ca. 1281-1364) angelegt.
um 1335
Online seit: 14.04.2008

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/4530
Kapiteloffiziumsbuch von Hermetschwil
Nekrolog in der Zeit des Doppelklosters Muri, zwischen 1120 und 1140 angelegt. Enthält unter anderem den Nekrolog von Hermetschwil, Jahrzeitstiftungen und Zinsen, ein Martyrologium (Usuardus Sangermanensis) sowie eine Benediktsregel.
12. Jahrhundert
Online seit: 14.04.2008

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/4947
Acta Murensia
Bericht zur Frühgeschichte der Benediktinerabtei Muri, verfasst um 1160. Nur erhalten in einer Kopie aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert. Enthält ein umfassendes Güterurbar sowie eine genealogische Darstellung der Frühhabsburger.
Ende des 14. Jahrhunderts
Online seit: 14.04.2008

Aarau, Staatsarchiv Aargau, V/4-1985/0001
Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch
Abriss der Habsburgergeschichte in Reimform mit Federzeichnungen der Wappen des habsburgischen Geschlechts inklusive Wappen der Ehepartner; oft als Allianzwappen dargestellt.
1622
Online seit: 14.04.2008


In
http://archiv.twoday.net/stories/4867933/
ging es um die Pläne der University of California, die von Google digitalisierten Bücher im eigenen OPAC zu katalogiseren. Von Googles Partnerbibliotheken praktizieren das bislang UMich, Harvard und die NYPL.

Nun liest man in MELVYL, dem Katalog der UC-Bibliotheken:

http://melvyl.cdlib.org/

"Google Books Beta! You can now find links to books digitized by the University of California and other Google Books partners in the Melvyl Catalog. Depending on the copyright status of the book, Google will return a full text view, a limited preview, a snippet, or a record view."

Der Wert der via API importierten Google-Links ist außerordentlich begrenzt.

Eine Suche nach urkundenbuch erbrachte bis zu ihrem Abbruch keinerlei Volltexte, wohl aber einige fehlerhafte Links, die auf andere Werke verweisen. Meistens handelt es sich um Werke, bei denen bei Google auch nur ein Katalogisat zur Verfügung steht (also noch nicht einmal Schnipsel oder Volltextsuche im Buch). Bei Reprints werden natürlich nicht die Originalausgaben verlinkt, die in Google einsehbar sind, da die Reprints andere Kennzifffern haben.

Bei mehrbändigen Werken ist der Link kaum brauchbar, da auf einen beliebigen Band verlinkt wird.

Eine Filtermöglichkeit für die Google-Books gibt es nicht. Bei bestimmten Darstellungen (z.B. nach Reihe) werden die Google-Links nicht dargestellt.

Armin Schlechter:
Ita Leonardus Vincius facit in omnibus suis picturis.
Leonardo da Vincis Mona Lisa und die Cicero-Philologie von Angelo Poliziano bis Johann Georg Graevius.
In: IASLonline [29.04.2008]
URL: http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=2889

Schlechter legt damit eine eigene wissenschaftliche Publikation zu dem höchst bemerkenswerten Heidelberger Buch vor, wobei er detailliert auf die Marginalienschichten eingeht. Zu beachten ist auch Anm. 6 seines Beitrags:

Im Vorgriff auf die Ergebnisse der hier vorgelegten Abhandlung, an der ich seit der Entdeckung der Marginalie arbeitete, publizierte der Direktor der Universitätsbibliothek Heidelberg, Dr. Veit Probst, im Februar 2008 unter Nutzung der von mir bei der Inkunabelkatalogisierung gemachten Erkenntnisse online einen Beitrag Zur Entstehungsgeschichte der Mona Lisa: Leonardo da Vinci trifft Niccolò Machiavelli und Agostino Vespucci
( http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2008/410/ ),
der kurz darauf auch im Druck erschien. Im November 2007 war auf Weisung von Herrn Dr. Probst die Arbeit am nahezu druckfertigen Heidelberger Inkunabelkatalog eingestellt und mir die Leitung der Handschriftenabteilung entzogen worden
(vgl http://archiv.twoday.net/stories/4733789/ ).
Die von Ludwig Ries und mir erstellten Inkunabelbeschreibungen sind daher nur im Inkunabelkatalog
INKA (wie Anm. 2) zugänglich.

Anders als Probst nützt Schlechter in seiner Online-Publikation konsequent die gegebenen Möglichkeiten zur direkten Verlinkung von Verweisen im Aufsatztext auf einzelne Seiten der von der UB Heidelberg digitalisierten Inkunabel, die er im Detail analysiert.

Zum Schicksal des Heidelberger Inkunabelkatalogs vgl. auch
http://archiv.twoday.net/stories/4783189/


http://diglib.hab.de/drucke/lo-8326/start.htm

Über Zincgref siehe etwa Mertens:

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2791/


Bibliodyssey
http://bibliodyssey.blogspot.com/2008/04/renaissance-era-costumes.html
verwies auf das Weblog
http://mmcnealy.livejournal.com/

Dort wurde auf das Schreibmusterbuch des Gregor Bock aufmerksam gemacht hat, das die Beinecke-Library von Yale online im Rahmen ihrer Bilderdatenbank zugänglich gemacht hat:

http://beinecke.library.yale.edu/dl_crosscollex/buildSRCHXC.asp?WC=N&CN=Ms%20439

Die Beschreibung ist veraltet, wie sich gleich zeigen wird:

http://webtext.library.yale.edu/beinflat/pre1600.MS439.htm

Die Handschrift kam mir irgendwie bekannt vor. Ich hatte sie 1990 in meiner Lorcher Klostergeschichte (Heimatbuch der Stadt Lorch Bd. 1, S. 72) erwähnt, weil das Schreibmusterbüchlein des Lorcher Abts Laurentius Autenrieth von 1520 wahrscheinlich von dem Bockschen Buch inspiriert wurde. Der Lorcher Mönch Friedrich Schreiber, ein Mitarbeiter an den berühmten Lorcher Chorbüchern, hat in dem von dem Ochsenhausener Mönch Bock angelegten Schriftmusterbuch in Yale einen Eintrag hinterlassen.

Leider gerade in einer Umzugskiste ruht die dort angegebene Sekundärliteratur:

James J. John: A Note on the Origin of the Calligraphy Booklet of Laurentius Autenrieth, in: Litterae medii aevi. FS für Johanne Autenrieth, Sigmaringen 1988, S. 309-314


Aus INETBIB:

Seit Montag, 10.3.2008, sind über 17'000 digitalisierte Bilder der Berner Sammlung Ryhiner im Web-OPAC des IDS Basel/Bern verfügbar. Bei der Aufschaltung der Bilder handelte es sich um ein Pilotprojekt zur Kataloganreicherung im Bibliothekskatalog IDS Basel/Bern mit ADAM, dem Aleph Digital Asset Module. Das Vorhaben wurde von der Direktion der Universitätsbibliothek Bern initialisiert und schliesslich genehmigt. In einem Vorprojekt erfolgte eine Zusammenstellung der Arbeitsschritte sowie eine Bestandesanalyse hinsichtlich maschineller Verarbeitung, wozu Metadaten und Bilder auf den Testserver geladen wurden. Nach der manuellen Nachbearbeitung wurden schliesslich beim definitiven Import 17'515 Bilddateien und 17'497 Bib-Sätze eingefügt.
Neu werden in der Titelliste und der Vollanzeige des Web-OPACs Vorschaubilder der gescannten Bilder angezeigt. Die Vollanzeige ist zusätzlich um die Rubrik "Digitales Objekt" erweitert. Eingebunden ist eine mit Wasserzeichen versehene Bilddatei mittlerer Qualität sowie ein zoombares, hochauflösendes Bild, das die Details der Karten, topographischen Ansichten und Pläne erkennbar macht. Zur Bestellung hochauflösender, wasserzeichenfreier Bilder führt ein Link zu einem Bestellformular auf der Website der Universitätsbibliothek Bern.
Die Kartensammlung Ryhiner zählt zu den wertvollsten und bedeutendsten der Welt. Sie umfasst Landkarten, Pläne und Ansichten aus dem 16. bis frühen 19. Jahrhundert, wobei die Bestände den ganzen Erdball abdecken. Als Beispiel soll die Weltkarte von Abraham Ortelius dienen, die 1573 in Antwerpen erschien: http://aleph.unibas.ch/F?func=find-c&ccl_term=SIN=ZB_Ryh_1101_12

Kommentar:

Wissenschaftler brauchen beste Qualität, nicht nur mittlere Qualität, und können auf Copyfraud gern verzichten. Bibliotheken sind Treuhänder, keine Zwingherren des von ihnen verwahrten Kulturguts.



DigiBern http://www.zb.unibe.ch/maps/ryhiner/sammlung/?group=volume

Da das Bildmaterial gemeinfrei ist, kann es jeder nach
Belieben verwenden. Es besteht nach Schweizer Recht kein
Urheberrecht an Digitalisaten. Siehe dazu:

http://www.agaltedrucke.zhbluzern.ch/recht.htm

Das gleiche gilt fuer das deutsche Recht, siehe:
http://archiv.twoday.net/stories/4850312/

NACHTRAG:

Es wurde in meinem Beitrag nicht deutlich, dass die Digitalisierung dieser tollen Kartensammlung eine grossartige Leistung darstellt. Man kann wasserzeichenfrei in den Karten zoomen (und Screenshots ggf. wieder zusammensetzen ...). Auch die Kataloganreicherung ist löblich.

Bis auf den letzten Jahrgang 12, 1872/74 sind alle Bände des MGH-Organs bei Google Book Search für deutsche Leser zugänglich digitalisiert (für Bd. 12 braucht man einen US-Proxy):

http://de.wikisource.org/wiki/Archiv_der_Gesellschaft_f%C3%BCr_%C3%A4ltere_deutsche_Geschichtskunde

 

twoday.net AGB

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