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Wirtschaftsarchive

Das Deutschlandradio sprach mit dem Leiter Karl Peter Ellerbrock aus Anlass des 70jährigen Bestehens seines Archivs:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1623858/


Archivdirektor Dr. Karl-Peter Ellerbrock (links) und Joachim Punge (rechts), Vorsitzender der GWWG, begrüßen Hans-Jörg Hübner als 500. GWWG-Mitglied (Homepage WWA, Foto: Michael Printz)

"Von den Dortmunder Brauereien bis zur Textilindustrie im Münsterland: Die Geschichte der regionalen Wirtschaft nimmt rund zehn Regalkilometer im Westfälischen Wirtschaftsarchiv (WWA) ein. Nun feiert die Einrichtung in Dortmund ihren 70. Geburtstag. Gegründet wurde das Archiv 1941, um historische Unterlagen vor Bombeneinschlägen zu schützen. Seit 1969 besteht es als Stiftung, die unter anderem von den westfälischen Kammern der Wirtschaft, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) sowie dem Sparkassenverband Westfalen-Lippe getragen wird. Heute wirkt das WWA als Archiv der Kammern, aber auch als Auffangstelle für Überlieferungen von Unternehmen, wenn diese in Konkurs gehen oder etwa durch eine Konzernübernahme ihre Eigenständigkeit verlieren. Zudem vertritt es die 300 deutschen Wirtschaftsarchive auf internationaler Ebene. "Das WWA leistet einen wichtigen Beitrag zur Pflege des Kulturguts Wirtschaft und damit auch für die
Identitätsfindung Westfalens", betonte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale im Rahmen einer Feierstunde."
via Mailingliste "Westfäölische Geschichte"

Weitere Informationen:
http://www.archive.nrw.de/Wirtschaftsarchive/WWADortmund/index.html


"Was mal modisch am Fuß getragen wurde, hat seinen Platz im Sockenarchiv der Firma Falke in Schmallenberg. Ging es früher vor allem darum, die Füße warm zu halten, steht heute das Aussehen im Vordergrund."

Link zum Video der WDR-Lokalzeit Südwestfalen v. 19.10.2011

Wikipedia-Artikel zur Fa. Falke



Der neueste Trend in Deutschland lautet: alle Akten raus aus der Firma. Das spart Platz und Kosten. Einige Betriebe haben sich auf diese Dienstleistung spezialisiert und managen das komplette Firmenarchiv von Unternehmen. In geheimen Lagerhäusern lagern sie das kostbare Papier. Ein Hochsicherheitstrakt für Akten.Handelsbücher, Inventarlisten, Buchungsbelege müssen 10 Jahre aufbewahrt werden, ärztliche Gutachten 30 Jahre, Patientenakten 15 Jahre, Konstruktionspläne von Flugzeugen fast 100 Jahre. Einer dieser Spezialanbieter ist Iron Mountain. Schon in den 1950er Jahren lagerte das Unternehmen die ersten Akten ein - damals in einer Eisenerzmine. In Deutschland ist die jährliche Wachstumsrate zweistellig und das künftige Potential ist groß. Made in Germany-Reporter Holger Trzeczak ist dabei, wenn ein komplettes Archiv unter hohen Sicherheitsvorschriften eingelagert wird.



um vierten mal öffnete die KfW Niederlassung in Berlin ihre Pforten für Besucher. Dort bestand die Möglichkeit das über hundert Jahre alte Gebäude zu besichtigen und sich näher mit den Aufgaben der KfW zu beschäftigen.

Weitere Informationen zum Historischen Konzernarchiv der KfW unter: Link

Gebäudefotos finden Sie unter: Link

Bremer Archive: Kraft 4Führung 14Bremer Archive: Kraft

Wirtschaftsarchive stellen in ihrer Herangehensweise immer eine gewisse Herausforderung für öffentlich-rechliche Archivierende dar. Der tägliche "Überlebenskampf" erfodert eine konsequente, erfolgsorientierte, evaluierte Öffentlichkeitsarbeit.
Eine der Messgrößen ist dabei die Generierung von PR-Wert; darunter sind Gelder zu verstehen, die die Marketing-Abteilung nicht für Anzeigen etc. aufbringen muss. Dieser Wert ermittelt sich aus der Berichterstattung in den Medien, deren lokale bis hin zur globalen Verbreitung mit einer Geldwert beziffert wird. So gelang es dem Kraft-Archiv bspw. 2008 durch eine Ausstellung mit Publikation zum 100-jährigen Bestehen von Toblerone einen PR-Wert von 25 Millionen € zu erwirtschaften.
Wobei das history marketing im Genussmittelbereich mit dem sehr emotionalen Faktor "Das war eben mmmhhhhh!" agieren kann.
Dennoch könnte dieser Ansatz bei den Kostenberechnung für entsprechende Projekte in allen anderen Archivsparten die Diskussionen bereichern.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/schwarzenbach-archiv_zentralbibliothek_snm_zuerich_1.12625088.html

Die Industriellenfamilie Schwarzenbach schenkt der Zentralbibliothek Zürich (ZB) und dem Schweizerischen Nationalmuseum (SNM) das Archiv der Seidenfirma Robert Schwarzenbach & Co. In einem zweijährigen Projekt wird die Schenkung nun gesichtet, konserviert und katalogisiert.

Damit würden wertvolle Informationen zur Wirtschafts-, Sozial- und Textilgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts gesichert, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der ZB und des SNM vom Freitag. Das Archiv in Thalwil berge umfangreiche Geschäftskorrespondenz und persönliche Nachlässe der Familie Schwarzenbach. Zudem enthalte das Archiv auch besondere Einzelstücke wie beispielsweise die einzige erhaltene Mitschrift einer Rede, die Adolf Hitler im August 1923 in Zürich hielt.

Ich finde es einfach nur erbärmlich, dass zwar Augias vorab das Inhaltsverzeichnis von "Archiv und Wirtschaft" bekam http://augias.net/art_7378.html, Archivalia aber nicht. Letztmals 2008 hat der Verantwortliche ein Inhaltsverzeichnis eingestellt: http://archiv.twoday.net/stories/4831778/.

Zeitschrift: Archiv und Wirtschaft. Zeitschrift für das Archivwesen der Wirtschaft
Herausgeber: Vereinigung Deutscher Wirtschaftsarchivare e.V.
ISSN: 0342-6270
Verlag,
Erscheinungsort: Selbstverlag des Herausgebers,
Frankfurt am Main
Preis: Jahresabo € 26,00; Einzelheft € 8,00
Weitere Angaben: vierteljährlich
Ausgabe: 44 (2011), 2

Aufsätze

Manfred Rasch: Vom Werksarchiv zum archivischen Dienstleister. 50 Jahre ThyssenKrupp Konzernarchiv (56-66)

Janet Dilger: Bibliothekarische und archivische Nachlasserschließung: der historische „Kompetenzstreitfall“ (67-74)

Ina Müller: Sportgeschichte – Das Archiv des Deutschen Fußball-Bunds e.V. (75-77)

Diskussionsforum

Peter Toebak: Records Management und Dokumentenmanagement. Brückenschlag statt Kriegsgraben (78-83)

Berichte

Andreas Knura: Unternehmer – Erfinder – Ingenieure. Bericht zur Arbeitstagung der Vereinigung deutscher Wirtschaftsarchivare e.V. (VdW) vom 1. bis 3. Mai 2011 in Stuttgart (84-87)

Björn Berghausen: Zweiter Abend zur Industriekultur in Berlin. Schering in Berlin – Ein Markenname ist Geschichte (88-89)

Rezensionen

Winfried Bullinger, Markus Bretzel und Jörg Schmalfuß (Hrsg.): Urheberrechte in Museen und Archiven (Michael Klein) (90-91)

Andreas Engwert und Susanne Kill: Sonderzüge in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn. Eine Dokumentation der Deutschen Bahn AG (Christoph Kopke) (91-92)

David Gilgen, Christopher Kopper und Andreas Leutzsch (Hrsg.): Deutschland als Modell? Rheinischer Kapitalismus und Globalisierung seit dem 19. Jahrhundert (Niklas Hellmich) (92-93)

Edgar Lersch und Peter Müller (Hrsg.): Archive und Medien. Vorträge des 69. Südwestdeutschen Archivtages am 20. Juni 2009 in Münsigen (Brigitta Hafiz) (94-95)

Gregor Schöllgen: Gustav Schickedanz. Biographie eines Revolutionärs (Beate Schreiber) (95-97)

Peter Toebak: Records Management. Gestaltung und Umsetzung (Christoph Popp) (97-98)

Karin Wenzel und Jan Jäckel (Hrsg.): Retrokonversion, Austauschformate und Archivgutdigitalisierung. Beiträge zum Kolloquium aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Archivschule Marburg. Zugleich 14. Archivwissenschaftliches Kolloquium der Archivschule Marburg (Brigitta Hafiz) (98-99)

Nachruf Johanna Gisler (Irene Amstutz, Daniel Nerlich und Anita Ulrich) (100)

Rezensionsliste

Impressum
Kontakt:

Redaktion:
Dr. Helen Müller und Dr. Martin Münzel
Bertelsmann AG
Corporate History
Carl-Bertelsmann-Straße 270
33311 Gütersloh

Telefon: (05241) 80-89992 / 81-81109
Telefax: (05241) 80-6-89992

E-Mail: Helen.Mueller@Bertelsmann.de / Martin.Muenzel@Bertelsmann-Stiftung.de
URL: http://www.wirtschaftsarchive.de/veroeffentlichungen/zeitschrift
URL zur Zitation dieses Beitrageshttp://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/ausgabe=6241



Homepage des Levi Strauss & Co. Archives

Unter den Beiträgen ist auch Archivisches: ein Aufsatz zur Festschriftensammlung im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg, eine Vorstellung dieses Archivs und ein Überblick zum Schriftgut des Kernforschungszentrums Karlsruhe im GLAK.

Die populärwissenschaftliche Zeitschrift hat einen Internetauftritt, der nur als ekelhaft zu bezeichnen ist:

http://www.staatsanzeiger.de/kultur-und-geschichte/momente/

Aus dem aktuellen Heft gibt es nur einen kleinen Auszug online, in den älteren kompletten Ausgaben kommt man bei der Vergrößerung (getestet mit 2 Browsern) der Seiten nur zu einer nicht lesbaren, da bewusst unscharfen Ansicht.

(D)

 

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