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Museumswesen

Die Museumsnacht ist in vielen Großstädten ein gut laufendes, kommerziell durchorganisiertes Event, das zahlreiche Besucher in die Kulturinstitutionen lockt. An der gestrigen Nacht der Museen in Frankfurt am Main nahmen 38.000 Menschen teil, wie eine dürre dpa-Meldung weiß:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=5986&key=standard_document_55227121

Meine eigenen Eindrücke finden sich mit vielen Bildern auf Twitter:

https://twitter.com/Archivalia_kg



Hier möchte ich mich auf wenige Aspekte beschränken.

In einem Anfall von Größenwahn hat die Stadt Frankfurt schon vor längerem ihr Stadtarchiv in Institut für Stadtgeschichte umbenannt. Der muntere Twitter-Auftritt vermag nicht darüber hinweg zu täuschen, dass dieses bedeutende Archiv der digitalen Entwicklung hinterherhinkt. Digitalisate von Archivgut: Nur intern, wenn überhaupt! Kein Blog, kein Auftritt auf Facebook. Verschnarcht war auch das Angebot in der Museumsnacht.

http://www.nacht-der-museen.de/frankfurt/index3.php?&l=d&class=mus&site=16&size=1

Kostümführungen zu den Ratgeb-Fresken im Kreuzgang des ehemaligen Karmeliterklosters mögen 1970 originell gewesen sein. Die beiden Fotoausstellungen - zu einer gab es eine späte Kuratorführung (das Archivwesen kennt übrigens keine Kuratoren!) - habe ich nicht gesehen, da ich keinen Zugang dazu gefunden habe. Vielleicht war ich aber auch zu verärgert über das Fotoverbot. In allen anderen Institutionen habe ich ohne Beanstandung Fotos machen dürfen.

Eine Führung mit Archivalien gab es anders als in Düsseldorf nicht:

http://archiv.twoday.net/stories/97008097/
http://archiv.twoday.net/stories/16552707/

Das Stadtarchiv Düsseldorf, das bei der Museumsnacht 2015 nicht mehr dabei war, hat jeweils ein originelles Programm auf die Beine gestellt. Kurz: Das Frankfurter Stadtarchiv war eine einzige Entäuschung.



Freies WLAN habe ich nirgends zu Gesicht bekommen. Auch das Städel und die Tschirn hatten ihr freies WLAN für die Museumsnacht abgeschaltet. Ein Unding!

Wieso ausgerechnet im Römer in der Museumsnacht Besucher abgewiesen werden mussten, erschließt sich mir nicht. Im Programmheft stand, dass von 23 bis 23:30 kein Zutritt möglich sei, aber bereits um 22:30 wurden die Interessenten auf 23:30 vertröstet! Die Stadtverwaltung sollte sich schämen.

Inhaltlich am spannendsten fand ich die Spinner-Ausstellung in der Schirn, zu der es natürlich online nur magerste Informationen gibt:

http://www.schirn.de/KUENSTLER_PROPHETEN.html

Causa Schavan hat mein Städel-Selfie bereits veredelt:
https://twitter.com/CausaSchavan/status/592225575298818048

https://www.googlewatchblog.de/2015/04/google-art-project-d/

Im März im ehemaligen erzbischöflichen Palast von Rouen. In der Stadt in der Normandie wurde die Freiheitskämpferin 1431 zum Tode verurteilt.

http://www.historial-jeannedarc.fr/

http://artdaily.com/news/76675/Rouen-to-open-new-museum-dedicated-to-tracing-the-history-of-French-heroine-Joan-of-Arc-#.VSwda_msXHt

https://fr.wikipedia.org/wiki/Historial_Jeanne_d%27Arc

http://museumswelt.blog.de/2015/03/21/rouen-historial-jeanne-d-arc-eroeffnet-20197037/


http://schmalenstroer.net/blog/2015/04/wirklich-wichtige-museen/

http://ottawa.minisisinc.com/

Wieso nicht auch Bibliotheken?

Auflösung brauchbar, alberne Lupenfunktion. Permalinks vorhanden. Keine Nachnutzung.

http://ottawa.minisisinc.com/scripts/mwimain.dll/144/DESCRIPTION/WEB_DETAIL_DESC/SISN%20163200?SESSIONSEARCH
ist eines von unzähligten Beispielen, wie ein Permalink nicht aussehen sollte. Für Permalinks gilt auch Grafs Rasiermesser: Alles raus, was nicht zwingend reingehört. Also scripts, .dll usw.

Via
http://www.club-innovation-culture.fr/ottawa-rassemble-les-images-des-collections-des-musees-et-archives-dans-un-catalogue-numerique-commune/


http://www.museumsportal-berlin.de/de/magazin/blickfange/

Nicht sehr reichhaltig, ohne Literaturangaben, nicht nachnutzbare Bilder.

http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Kulturszene/Stiftung-Historische-Museen-kauft-verschollen-geglaubten-Lukaspokal

"Bei dem 69 Zentimeter hohen reich verzierten Trinkgefäß handelt es sich um das Werk des Mitbegründers des Hamburger Künstlervereins Martin Gensler aus dem Jahr 1857. "

http://www.prweb.com/releases/2015/03/prweb12616903.htm

"The new online collection offers a visually rich platform with over 33,000 high-quality images available for viewing and high-res zooming capabilities to provide detailed views of assorted works. A hallmark of the new website is the 21,000 images now available for high-res download, providing open access to imagery for any personal, scholarly or commercial use. Multiple views of many three-dimensional works are also available to provide a unique online viewing experience for the site user. "

http://collection.imamuseum.org/

Wie wenig leistet dagegen das neue Städel-Angebot!
http://archiv.twoday.net/stories/1022407250/






http://www.swissinfo.ch/ger/fondation-beyeler_gauguin--die-stars--die-show-und-die-masse/41343174

"Es ist eine Veranstaltung der Superlative: Mit "Paul Gauguin", bis am 28. Juni geöffnet, strebt die Fondation Beyeler nichts weniger als "die schönste Ausstellung" aller Zeiten über den Künstler an, dessen Radikalismus auch heute noch fasziniert.

Viele Werke sind erstmals seit langem wieder einem Publikum zugänglich. Dazu hat das Privatmuseum mehrere Innovationen umgesetzt. Dazu gehören Vorträge, Lesungen und Konzerte von Stars aus Film und Showbiz, etwa der Schauspieler Keanu Reeves und der Sänger Marc Almond, oder interaktive Multimedia-Präsentationen im Internet.

Lenkt aber dieses Star-Aufgebot nicht allzu sehr vom eigentlichen Inhalt ab – der Kunst des Franzosen Gauguin (1848–1903)? Diese und andere Fragen gehen an den Kultursoziologen Olivier Moeschler von der Universität Lausanne."

Transparenzhinweis:
http://archiv.twoday.net/stories/1022400445/




Hinweise von Maike Schwaffertz:

http://frueheneuzeit.hypotheses.org/1982


 

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