Frauenarchive
"PRESSEKONFERENZ: 31. Januar, 11 Uhr, Heine-Institut, Düsseldorf, Bilker Str. 12-14
TeilnehmerInnen:
Alice Schwarzer, Vorstandsvorsitzende des FrauenMediaTurm
Barbara Schneider-Kempf, Vorstandsmitglied und Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Dr. Friedrich Bode, Ministerialrat i.R. des Wissenschaftsministeriums NRW (und bis 2010 fachlich zuständig für den FMT im Auftrag der Landesregierung NRW)
Im Jahr 2008 sagte der NRW-Ministerpräsident die Förderung über 210.000 € im Jahr des im Kölner Bayenturm angesiedelten FrauenMediaTurm für die nächsten zehn Jahre zu, also bis 2017. Im März 2011 erfuhr der Vorstand der gemeinnützigen Stiftung überraschend, dass die NRW-Frauenministerin ihren Anteil von 70.000 € rückwirkend zum 1.1.2011 gestrichen hatte. Im Dezember 2011 ließen die Ministerinnen für Wissenschaft und Kultur mitteilen, dass sie ihren Anteil von je 70.000 € für 2012 auf die Hälfte kürzen. Es bleiben also nur noch 70.000 € - diese Summe deckt gerade mal die Betriebskosten.
Gefragt nach dem Warum, gab es keine oder unwahre Antworten – wie die Behauptung, die Kürzung hätte Budgetgründe. Nachweisbar jedoch wurden die für den FMT im Haushalt reservierten Gelder einem anderen Frauenprojekt angewiesen.
Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum war 1984 auf Initiative von Alice Schwarzer gegründet worden, und konnte dank einer großzügigen Anschubfinanzierung von Jan Philipp Reemtsma über 20 Jahre nach modernsten wissenschaftlichen Standards aufgebaut werden. Seit seinem Einzug 1994 in den Kölner Bayenturm – den die gemeinnützige Stiftung auf eigene Kosten komplett ausbaute – nennt das Archiv sich FrauenMediaTurm. Alles in allem wurden bis 2008 von privaten Kräften rund acht Millionen Euro in das Projekt investiert.
Dank seiner frühen Gründung, privaten Förderungen und des ehrenamtlichen Engagements eines hochqualifizierten Vorstands und Beirates ist der FMT heute weit über die Grenzen Deutschlands hinaus eine einmalige Einrichtung. Seit 2008 kooperiert der FMT mit dem Hochschulbibliothekszentrum in Köln (Online-Datenbank und Fernleihe). Die Kürzung würde auch diese von der Fachwelt sehr geschätzte Kooperation mit der Wissenschaft gefährden.
Nimmt NRW die Kürzung der Förderung nicht zurück, ist die Existenz des in dieser Form weltweit einmaligen Frauenarchivs bedroht. Alle Versuche des FMT-Vorstandes sowie seiner wissenschaftlichen Kooperationspartner, die Ministerpräsidentin und die Ministerinnen über die Bedeutung des FMT für die Geschichte der Frauen und die Zukunft zu informieren, stießen auf taube Ohren.
Übrigens: Im gleichen Jahr, in dem die rotgrüne „Frauenregierung“ von NRW das bedeutendste Frauenarchiv seines Landes zu Tode kürzt, erhöht die schwarzgelbe Regierung von Hessen die Förderung des in Kassel ansässigen „Archiv der deutschen Frauenbewegung“ auf 202.000 € im Jahr."
Quelle: Pressemitteilung des FMT
Kommentar: Auszug aus einer Pressemitteilung des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare, 8.10.2010:
" .... Nahezu alle Archive, die sich der Aufgabe gestellt haben, die Unterlagen der Neuen Sozialen Bewegungen zu sichern, sind in mehr oder weniger bedrohlichen Situationen. Sie archivieren seit Jahrzehnten Dokumente, Plakate, Ton- und Bildaufzeichnungen der Frauenbewegung, von Umweltschutz- und Friedensbewegung, von Bürgerrechtsbewegung und Stadtteilinitiativen oder von Dritte-Welt-Gruppen. Einige haben sich geradezu als Kompetenzzentren für diese Archivsparte profiliert. Diese Archive werden im Wesentlichen durch privates Engagement unterhalten, durch Spendensammlungen, Stiftungsgründungen oder Fundraising. Nur wenige dieser Archive werden durch einzelne Bundesländer oder Kommunen gefördert. Um diesen Archive dauerhaft zu sichern und damit kulturelle Identität für kommende Generationen zu bewahren, ist dringend eine zuverlässige und dauerhafte Förderung durch die öffentliche Hand auf kommunaler, Landes- und Bundesebene vonnöten. Der VdA weist daher auf diese drohende Überlieferungslücke hin, die entstehen wird, wenn Bewegungsarchive .... ihre Arbeit einstellen müssen.
Der Verband selber hat den Kontakt seit einigen Jahren ausgebaut und wirkt z.B. durch einen Arbeitskreis für die Überlieferungen der Neuen Sozialen Bewegungen, aber auch durch Fortbildungen und Fachaustausch auf Tagungen auf eine weitere Professionalisierung dieser Archive hin. Das kann allerdings nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen politischen Stellen und durch Bereitstellung entsprechender Mittel erfolgreich sein. Der VdA bietet den politisch Verantwortlichen Gespräche an."
Link zur vollständigen Pressemitteilung des VdA
TeilnehmerInnen:
Alice Schwarzer, Vorstandsvorsitzende des FrauenMediaTurm
Barbara Schneider-Kempf, Vorstandsmitglied und Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Dr. Friedrich Bode, Ministerialrat i.R. des Wissenschaftsministeriums NRW (und bis 2010 fachlich zuständig für den FMT im Auftrag der Landesregierung NRW)
Im Jahr 2008 sagte der NRW-Ministerpräsident die Förderung über 210.000 € im Jahr des im Kölner Bayenturm angesiedelten FrauenMediaTurm für die nächsten zehn Jahre zu, also bis 2017. Im März 2011 erfuhr der Vorstand der gemeinnützigen Stiftung überraschend, dass die NRW-Frauenministerin ihren Anteil von 70.000 € rückwirkend zum 1.1.2011 gestrichen hatte. Im Dezember 2011 ließen die Ministerinnen für Wissenschaft und Kultur mitteilen, dass sie ihren Anteil von je 70.000 € für 2012 auf die Hälfte kürzen. Es bleiben also nur noch 70.000 € - diese Summe deckt gerade mal die Betriebskosten.
Gefragt nach dem Warum, gab es keine oder unwahre Antworten – wie die Behauptung, die Kürzung hätte Budgetgründe. Nachweisbar jedoch wurden die für den FMT im Haushalt reservierten Gelder einem anderen Frauenprojekt angewiesen.
Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum war 1984 auf Initiative von Alice Schwarzer gegründet worden, und konnte dank einer großzügigen Anschubfinanzierung von Jan Philipp Reemtsma über 20 Jahre nach modernsten wissenschaftlichen Standards aufgebaut werden. Seit seinem Einzug 1994 in den Kölner Bayenturm – den die gemeinnützige Stiftung auf eigene Kosten komplett ausbaute – nennt das Archiv sich FrauenMediaTurm. Alles in allem wurden bis 2008 von privaten Kräften rund acht Millionen Euro in das Projekt investiert.
Dank seiner frühen Gründung, privaten Förderungen und des ehrenamtlichen Engagements eines hochqualifizierten Vorstands und Beirates ist der FMT heute weit über die Grenzen Deutschlands hinaus eine einmalige Einrichtung. Seit 2008 kooperiert der FMT mit dem Hochschulbibliothekszentrum in Köln (Online-Datenbank und Fernleihe). Die Kürzung würde auch diese von der Fachwelt sehr geschätzte Kooperation mit der Wissenschaft gefährden.
Nimmt NRW die Kürzung der Förderung nicht zurück, ist die Existenz des in dieser Form weltweit einmaligen Frauenarchivs bedroht. Alle Versuche des FMT-Vorstandes sowie seiner wissenschaftlichen Kooperationspartner, die Ministerpräsidentin und die Ministerinnen über die Bedeutung des FMT für die Geschichte der Frauen und die Zukunft zu informieren, stießen auf taube Ohren.
Übrigens: Im gleichen Jahr, in dem die rotgrüne „Frauenregierung“ von NRW das bedeutendste Frauenarchiv seines Landes zu Tode kürzt, erhöht die schwarzgelbe Regierung von Hessen die Förderung des in Kassel ansässigen „Archiv der deutschen Frauenbewegung“ auf 202.000 € im Jahr."
Quelle: Pressemitteilung des FMT
Kommentar: Auszug aus einer Pressemitteilung des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare, 8.10.2010:
" .... Nahezu alle Archive, die sich der Aufgabe gestellt haben, die Unterlagen der Neuen Sozialen Bewegungen zu sichern, sind in mehr oder weniger bedrohlichen Situationen. Sie archivieren seit Jahrzehnten Dokumente, Plakate, Ton- und Bildaufzeichnungen der Frauenbewegung, von Umweltschutz- und Friedensbewegung, von Bürgerrechtsbewegung und Stadtteilinitiativen oder von Dritte-Welt-Gruppen. Einige haben sich geradezu als Kompetenzzentren für diese Archivsparte profiliert. Diese Archive werden im Wesentlichen durch privates Engagement unterhalten, durch Spendensammlungen, Stiftungsgründungen oder Fundraising. Nur wenige dieser Archive werden durch einzelne Bundesländer oder Kommunen gefördert. Um diesen Archive dauerhaft zu sichern und damit kulturelle Identität für kommende Generationen zu bewahren, ist dringend eine zuverlässige und dauerhafte Förderung durch die öffentliche Hand auf kommunaler, Landes- und Bundesebene vonnöten. Der VdA weist daher auf diese drohende Überlieferungslücke hin, die entstehen wird, wenn Bewegungsarchive .... ihre Arbeit einstellen müssen.
Der Verband selber hat den Kontakt seit einigen Jahren ausgebaut und wirkt z.B. durch einen Arbeitskreis für die Überlieferungen der Neuen Sozialen Bewegungen, aber auch durch Fortbildungen und Fachaustausch auf Tagungen auf eine weitere Professionalisierung dieser Archive hin. Das kann allerdings nur in Zusammenarbeit mit den zuständigen politischen Stellen und durch Bereitstellung entsprechender Mittel erfolgreich sein. Der VdA bietet den politisch Verantwortlichen Gespräche an."
Link zur vollständigen Pressemitteilung des VdA
Wolf Thomas - am Sonntag, 29. Januar 2012, 18:06 - Rubrik: Frauenarchive
"Aus Mini- wird Null-Förderung: Geldhahn für unabhängige Bibliotheken wird zugedreht, Einrichtungen fürchten um Weiterbestehen
Bei den Kleinen wird zuerst gespart. Das stimmt auch im Fall der außeruniversitären Bibliotheken in Österreich, speziell der sieben unabhängigen Frauenbibliotheken*. Für die gab es bereits bisher kaum Gelder aus dem Wissenschaftsministerium: 2010 32.690 Euro, 2011 nur mehr 23.800 Euro ergab eine Anfrage der Grünen. Und 2012 gibt es gar nichts mehr. ...." - weiter im Standard, 8.9.11
Bei den Kleinen wird zuerst gespart. Das stimmt auch im Fall der außeruniversitären Bibliotheken in Österreich, speziell der sieben unabhängigen Frauenbibliotheken*. Für die gab es bereits bisher kaum Gelder aus dem Wissenschaftsministerium: 2010 32.690 Euro, 2011 nur mehr 23.800 Euro ergab eine Anfrage der Grünen. Und 2012 gibt es gar nichts mehr. ...." - weiter im Standard, 8.9.11
Wolf Thomas - am Montag, 12. September 2011, 21:50 - Rubrik: Frauenarchive
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"Superlative vermutet gewiss kaum jemand hinter der Fassade eines Altbremer Hauses. Nun gut, die hohen Räume mit Stuckdecken und knarrenden Holzböden mögen sich für Ausstellungen eignen, für Vorträge vielleicht. Dass die Sonnenstraße acht Schätze auf Papier beherbergt, die ihresgleichen suchen, wissen indes nur die Mitarbeiterinnen des Kultur-, Kommunikations- und Bildungszentrums für Frauen sowie all jene, die auf der Suche nach Informationen im Belladonna-Archiv gestöbert haben. Das übergeordnete Thema liegt auf der Hand: Frauen. ....". Frauke Fischer stellte am 18.7.2011 dieses FRauenarchiv im Weserkurier vor.
Homepage Belladonna: http://www.belladonna-bremen.de/
Homepage Belladonna: http://www.belladonna-bremen.de/
Wolf Thomas - am Mittwoch, 20. Juli 2011, 21:05 - Rubrik: Frauenarchive
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empfehlen wir die Lektüre der leider nur sehr wenigen Einträge unserer Rubrik Frauenarchive:
http://archiv.twoday.net/topics/Frauenarchive/
Siehe auch
http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2011/03/08/8-maerz-internationale-frauentag/
http://archiv.twoday.net/topics/Frauenarchive/
Siehe auch
http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2011/03/08/8-maerz-internationale-frauentag/
KlausGraf - am Dienstag, 8. März 2011, 19:35 - Rubrik: Frauenarchive
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Het Digitaal Vrouwenlexicon van Nederland (DVN) biedt informatie over de opmerkelijkste vrouwen uit de geschiedenis van Nederland en zijn overzeese gebiedsdelen van de vroegste tijden tot circa 1850.
http://www.inghist.nl/Onderzoek/Projecten/DVN
http://www.inghist.nl/Onderzoek/Projecten/DVN
KlausGraf - am Mittwoch, 26. Januar 2011, 16:16 - Rubrik: Frauenarchive
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http://www.damals.de/de/4/news.html?aid=190174&action=showDetails
http://www.archiv-frau-musik.de
Siehe schon hier
http://archiv.twoday.net/stories/5852616/
http://www.archiv-frau-musik.de
Siehe schon hier
http://archiv.twoday.net/stories/5852616/
KlausGraf - am Mittwoch, 26. Januar 2011, 07:29 - Rubrik: Frauenarchive
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KlausGraf - am Freitag, 16. Juli 2010, 03:19 - Rubrik: Frauenarchive
Gesa Cordes stellt in der FR das letzte feministische Frauenarchiv Deutschlands vor: " .... Noch ist es das letzte feministische Archiv Deutschlands, das keinen Mann über die Schwelle lässt. Aber vielleicht fällt das Tabu bald auch an der Marburger Philipps-Universität. Zumindest ein bisschen. Aktuell debattieren die Mitarbeiterinnen kontrovers darüber, ob es zumindest eine Öffnungszeit geben soll, während derer auch Männer im Feministischen Archiv stöbern dürfen. .... 20 Jahre lang wurde das Gebot strikt eingehalten. So strikt, das selbst während der Asbest-Sanierung des Asta-Trakts der Philipps-Universität händeringend nach weiblichen Handwerkerinnen gesucht wurde. "So lange die Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist, so lange haben auch Frauenräume ihre Berechtigung", erklärt Mitarbeiterin Eva Georg. .....Auf der anderen Seite komme es - unabhängig vom Geschlecht - auch darauf an, warum jemand ins Archiv komme. "Es gibt ja auch Männer, die an einer feministischen Auseinandersetzung interessiert sind", sagt Soziologiestudentin Laura Fix. Bislang ist ihr Schnauzermischling Homer das einzige männliche Wesen, das über die Schwelle tapsen darf. ...."
Wolf Thomas - am Freitag, 2. April 2010, 10:24 - Rubrik: Frauenarchive
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"Erstmals seit vielen Jahren setzt die Landesregierung auch im Bildungsbereich den Rotstift an. Universitäten und Fachhochschulen rechnen mit drastischen Folgen. Der Unmut ist groß - allen voran in Gießen. .... Auch konkrete Sparmaßnahmen schlägt die Junge Union vor: So müssten das Archiv der Deutschen Frauenbewegung an der Uni Kassel oder das Institut für sozialökologische Forschung in Frankfurt nicht "zwingend weiterhin mit Landesmitteln" gefördert werden...."
Quelle: hr-online
Quelle: hr-online
Wolf Thomas - am Freitag, 2. April 2010, 09:51 - Rubrik: Frauenarchive
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"Frischauf – frisch gestrichen!
Patrizia Zoller-Frischauf, die zuständige Landesrätin für Frauenförderung, entzieht kritisch-feministischen Einrichtungen die finanzielle Existenzgrundlage.
Wie bereits 2009 – nach fast 20 Jahren Förderung – wurde auch heuer wieder dem Autonomen FrauenLesbenZentrum von ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die beantragte Subvention gestrichen.
Die Politik der Subventionsstreichungen der ÖVP weitet sich aus. Aktuell davon betroffen sind nun auch das ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation (ein feministisches Archiv und Frauenbildungsprojekt) sowie kinovi[sie]on (eine feministische Kulturinitiative, die monatlich Filme von Regisseurinnen zeigt).
Mit der Zerschlagung dieser drei langjährig engagierten, ohnehin unterfinanzierten Einrichtungen und Initiativen „erspart“ sich das Land Tirol die Summe von insgesamt 14.500 Euro. Begründet werden die Streichungen der Förderungen für kritische, feministische Initiativen mit Sparzwang und „erheblichen Budgetkürzungen“. Das ganze weitere Ausmaß der Streichungen bzw. Kürzungen für die wenigen noch verbleibenden feministischen Einrichtungen und Initiativen in Tirol ist uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Eine moderne Gesellschaft ist nicht homogen. 1,3 Millionen für einen Landesfestumzug – keine 14.500 Euro für Frauenprojekte!
Der jahre- und jahrzehntelange Einsatz (FrauenLesbenZentrum: 26 Jahre; ArchFem: 17 Jahre; kinovi[sie]on: 5 Jahre) für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung jenseits eines traditionellen Frauenbildes hat offensichtlich in Tirol keinen Platz mehr. Damit haben Zoller-Frischauf und die ÖVP ihr Demokratieverständnis deutlich dargelegt.
Das Land Tirol hat sich zwar zur Frauenförderung bekannt, es ist auch aufgrund internationaler Verträge (siehe z.B. die Frauenrechtskonvention CEDAW) und der Bundesverfassung dazu verpflichtet. Offen bleibt aber, welche „Frauenförderung“ das Land Tirol überhaupt durchführt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welche Projekte nach welchen Prinzipien gefördert werden.
Autonomes FrauenLesbenZentrum, ArchFem, kinovi[sie]on und zahlreiche UnterstützerInnen
WAS FOLGTE:
Die öffentlich getätigten Aussagen von ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf haben uns mittlerweile dazu veranlasst, uns nun auch mit einem Offenen Brief an die österreichische Frauenministerin zu wenden.
Gleichzeitig ersuchen wir alle österreichischen Medien, sich der frauenpolitischen Zustände in Tirol zu widmen.
„dummer Ideologieverdacht" (Z.F.)
hat sich noch mehr bestätigt:
Zoller-Frischauf streicht und kürzt
kritische feministische Organisationen
Seit heute bekannt:
Der Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft - AEP ist der jetzt bekannt gewordene 4. feministische Verein, der zwar nicht gestrichen, aber um 20% gekürzt wurde - und dies in einem Jahr, in dem der AEP eindrücklich dargelegt hat, dass die im Zuge der notwendigen Umstrukturierung bislang ehrenamtlich geleistete Aufrechterhaltungs- und Bildungsarbeit (im Umfang von ca. 20 Wochenstunden) zumindest teilweise auf bezahlte Arbeit umgestellt werden müsste, um das Fortbestehen zu sichern!
Von 5 Streichungen bzw. Kürzungen wissen wir jetzt definitiv, dass 4 explizit feministische Einrichtungen betroffen sind!!!
ZWISCHENERGEBNISSE:
1) Innsbrucker Stadtpolitik:
Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und Neo-Stadträtin Moser werden aufgefordert, beim Land Tirol und insbesondere bei ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die Streichungen der Subventionen zu verhindern (Appelationsantrag der Innsbrucker Grünen wurde vom Gemeinderat EINSTIMMIG dem Stadtsenat zugewiesen!)
2) Freitag, 26.3.2010, 15:00-16:00 Uhr Live Sondersendung auf Radio Freirad 105,9
3)Facebook-Gruppe: „ZF gegen ZF" (Zornige Frauen gegen Zoller-Frischauf) - demnächst aktiviert
Quelle: Homepage ArchFem
Dank an library mistress!
Patrizia Zoller-Frischauf, die zuständige Landesrätin für Frauenförderung, entzieht kritisch-feministischen Einrichtungen die finanzielle Existenzgrundlage.
Wie bereits 2009 – nach fast 20 Jahren Förderung – wurde auch heuer wieder dem Autonomen FrauenLesbenZentrum von ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die beantragte Subvention gestrichen.
Die Politik der Subventionsstreichungen der ÖVP weitet sich aus. Aktuell davon betroffen sind nun auch das ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation (ein feministisches Archiv und Frauenbildungsprojekt) sowie kinovi[sie]on (eine feministische Kulturinitiative, die monatlich Filme von Regisseurinnen zeigt).
Mit der Zerschlagung dieser drei langjährig engagierten, ohnehin unterfinanzierten Einrichtungen und Initiativen „erspart“ sich das Land Tirol die Summe von insgesamt 14.500 Euro. Begründet werden die Streichungen der Förderungen für kritische, feministische Initiativen mit Sparzwang und „erheblichen Budgetkürzungen“. Das ganze weitere Ausmaß der Streichungen bzw. Kürzungen für die wenigen noch verbleibenden feministischen Einrichtungen und Initiativen in Tirol ist uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Eine moderne Gesellschaft ist nicht homogen. 1,3 Millionen für einen Landesfestumzug – keine 14.500 Euro für Frauenprojekte!
Der jahre- und jahrzehntelange Einsatz (FrauenLesbenZentrum: 26 Jahre; ArchFem: 17 Jahre; kinovi[sie]on: 5 Jahre) für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung jenseits eines traditionellen Frauenbildes hat offensichtlich in Tirol keinen Platz mehr. Damit haben Zoller-Frischauf und die ÖVP ihr Demokratieverständnis deutlich dargelegt.
Das Land Tirol hat sich zwar zur Frauenförderung bekannt, es ist auch aufgrund internationaler Verträge (siehe z.B. die Frauenrechtskonvention CEDAW) und der Bundesverfassung dazu verpflichtet. Offen bleibt aber, welche „Frauenförderung“ das Land Tirol überhaupt durchführt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welche Projekte nach welchen Prinzipien gefördert werden.
Autonomes FrauenLesbenZentrum, ArchFem, kinovi[sie]on und zahlreiche UnterstützerInnen
WAS FOLGTE:
Die öffentlich getätigten Aussagen von ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf haben uns mittlerweile dazu veranlasst, uns nun auch mit einem Offenen Brief an die österreichische Frauenministerin zu wenden.
Gleichzeitig ersuchen wir alle österreichischen Medien, sich der frauenpolitischen Zustände in Tirol zu widmen.
„dummer Ideologieverdacht" (Z.F.)
hat sich noch mehr bestätigt:
Zoller-Frischauf streicht und kürzt
kritische feministische Organisationen
Seit heute bekannt:
Der Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft - AEP ist der jetzt bekannt gewordene 4. feministische Verein, der zwar nicht gestrichen, aber um 20% gekürzt wurde - und dies in einem Jahr, in dem der AEP eindrücklich dargelegt hat, dass die im Zuge der notwendigen Umstrukturierung bislang ehrenamtlich geleistete Aufrechterhaltungs- und Bildungsarbeit (im Umfang von ca. 20 Wochenstunden) zumindest teilweise auf bezahlte Arbeit umgestellt werden müsste, um das Fortbestehen zu sichern!
Von 5 Streichungen bzw. Kürzungen wissen wir jetzt definitiv, dass 4 explizit feministische Einrichtungen betroffen sind!!!
ZWISCHENERGEBNISSE:
1) Innsbrucker Stadtpolitik:
Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und Neo-Stadträtin Moser werden aufgefordert, beim Land Tirol und insbesondere bei ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die Streichungen der Subventionen zu verhindern (Appelationsantrag der Innsbrucker Grünen wurde vom Gemeinderat EINSTIMMIG dem Stadtsenat zugewiesen!)
2) Freitag, 26.3.2010, 15:00-16:00 Uhr Live Sondersendung auf Radio Freirad 105,9
3)Facebook-Gruppe: „ZF gegen ZF" (Zornige Frauen gegen Zoller-Frischauf) - demnächst aktiviert
Quelle: Homepage ArchFem
Dank an library mistress!
Wolf Thomas - am Montag, 29. März 2010, 22:29 - Rubrik: Frauenarchive
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