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Herrschaftsarchive

Dass nach über 50 Jahren der Flugzeugabsturz untersucht werden soll bei dem der damalige UN-Generalsekretär Hammarskjoeld ums Leben kam fand meine Aufmerksamkeit.

Dass die National Security Agency über Unterlagen verfügt bewog mich dazu, eine Anfrage (FOIA request, Freedom of Information Act )an die NSA zu richten.

Mehr dazu:

http://www.vierprinzen.com/2015/03/anfrage-nsa-verschickt.html

"Dank eines im Juni 2014 mit der Erbengemeinschaft der letzten Eigentümerfamilie Bartels abgeschlossenen Depositalvertrags bleibt der fast 64 laufende Meter umfassende Archivbestand langfristig für die Öffentlichkeit zugänglich", teilte das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt mit.

http://www.lha.sachsen-anhalt.de/aktuelles/gutsarchiv-walbeck-bleibt-oeffentlich-zugaenglich/

Vierprinzen prüfen, ob das Tagebuch des Prinzen Heinrich zu Schaumburg-lippe auszugsweise ediert werden sollte.

http://www.vierprinzen.com/2015/03/tagebuch-heinrich-prinz-zu-schaumburg.html

12.11.1938

"In der Nacht am 10.11. wurde hier die Synagoge angesteckt. Sonst geschah nichts. Die Juden sind noch verhaftet; wo ist unbekannt. Ich glaube nicht dass sie sich von diesem Schlag wirtschaftlich werden erholen können. Ein Gesetz für sie ist angekündigt, jedoch noch nicht veröffentlicht. Eine Existenzmöglichkeit für sie zu finden ist schwer, ebenso wie das Auswandern, denn wer wird sie aufnehmen. Allerdings hat dieses Volk Routine darin, solche Schicksalschläge zu überstehen. Es scheint mir sicher und ich habe das voraussehend schon früher betont, dass das Ausland dem deutschen Juden nicht zu Hilfe kommen wird, da darin kein Geschäft liegt und es dem Ausland praktisch unmöglich ist, sich in innerdeutsche Verhältnisse zu mischen."

Ob die Akte aus dem Jahr 1936 von Interesse sein wird, kann ich noch nicht sagen. Es hat den Anschein, als handle es sich um eine Untersuchung zur Absturzursache. Sobald ich neue Erkenntnisse habe, werde ich diese im vierprinzen blog veröffentlichen.

Im Übrigen konnte ich in Erfahrung bringen, dass im Staatsarchiv Bückeburg eine umfangreiche Akte zum Absturz lagert.

Einsichtnahme wird - von wem wohl ?- natürlich verweigert.

http://www.vierprinzen.com/2015/02/wer-war-der-pilot-der-ford-tri-motor-am.html

update 4. März 2015:
Antwort des Special Collections department at the University of Miami Libraries.

"Attached to this email are two PDF scans, both featuring newspaper clippings. These two scans represent the entirety of the folder."

Special Collections
University of Miami Libraries
1300 Memorial Drive, 8th Floor
Coral Gables, FL 33124-0320
305-284-3247

Es handelt sich um das Archiv der Fluggesellschaft Pan American Airways. Die Beschreibung der "Akte" lautet:
Folder 1 120a 57: Ford Tri-Motored Airline: South of Mexico City, Captain Freciado J. Acosta, 1936.
Thematik: Disasters
Unverständlich, dass sich die Akte der Pan American aus zwei Zeitungsausschnitten zusammensetzt.

http://archivamt.hypotheses.org/1078

http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-bad-berleburg-bad-laasphe-und-erndtebrueck/wittgensteins-geschichte-fuer-jeden-nachlesbar-id9825789.html

Mit den unscharfen Digitalisaten zu arbeiten macht keine Freude.

http://rhad.hypotheses.org/480

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=ehreshoven

http://archivamt.hypotheses.org/217

"Das Lagerbuchverzeichnis beginnt oft mit einem Gebet oder ähnlichem." Habe aber noch nie ein Gebet am Anfang eines Lagerbuchs gesehen!

Update: Teil 2
http://archivamt.hypotheses.org/734

Adelsarchive in der historischen Forschung. Hrsg. von Christoph Franke (= Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg 26). Marburg: Hessisches Staatsarchiv 2014. 131 S. mit SW-Abbildungen. 18 Euro.
Inhaltsverzeichnis unter http://d-nb.info/105180339x/04 noch nicht abrufbar.

Bürgerliche Studien in Adelsarchiven haben meistens der Not gehorchend etwas Speichelleckerisches. Man will es ja mit den Quellenherren nicht verderben. Daher wird im Vorwort artig "S. K. H. dem Herzog Carl von Württemberg" gedankt, und Holger Th. Gräf beschwört S. 45 Anm. 1 ein "Verhältnis großen gegenseitigen Vertrauens und Respekts". Das Zugangsproblem zu Adelsarchiven wird in diesem schmalen, registerlosen Band, Ertrag der Frühjahrstagung der Fachgruppe 4 im VdA am 22./23. März 2011 in Marburg, gar nicht thematisiert.

Über Archivbestände und Forschungsmöglichkeiten in der Dokumentensammlung des Herder-Instituts zum Adel im Baltikum informiert Dorothee M. Goetze. Christine Klössel stellt die Stiftung der Landgrafen von Hessen vor, die auf Schloss Fasanerie bei Fulda Museum, Bibliothek und Archiv betreibt. Sie ist aus dem Privatfideikommiss des kurhessischen Hauses hervorgegangen. Die Stiftungsverwaltung liegt in den Händen der Familie. Seit Anfang 2013 ist der Träger die 2012 gegründete Kulturstiftung des Hauses Hessen. Harald Winkel legt zum DFG-Projekt zur Erschließung des Adelsarchivs Schenk zu Schweinsberg einen Bericht vor, siehe auch

http://archiv.twoday.net/stories/129657169/

Holger Th. Gräf behandelt Zimelien im Familien- und Gutsarchiv von und zu Gilsa, das sich teils im Staatsarchiv Marburg, teils in Gilsa befindet: das Tagebuch des Georg Ernst von Gilsa (1740-1798) und Briefe aus Amerika 1772/84, beides unter Beteiligung des Autors 2010 ediert.

Wie im 19. Jahrhundert der am 22. September 1575 in Mainz hingerichtete Barthold von Wintzigerode aus Eichsfelder Adelsfamilie aus konfessionsideologischen Gründen zum protestantischen Märtyrer stilisiert wurde, zeigt der spannende Beitrag von Alexander Jendorff (S. 63-102).

Aus den Gotha'schen Genealogischen Taschenbüchern und einigen bayerischen Familiengeschichten hat der Herausgeber Franke eine MS-Access-Datenbank angelegt, aus der er einige Auswertungen präsentiert. Die Datenbank steht natürlich nicht als Open Data zur Kontrolle und Nutzung bereit.

An eigene Studien zu württembergischen Hofbediensteten im 19. und 20. Jahrhundert anknüpfend, plädiert Eberhard Fritz vom Archiv des Hauses Württemberg Altshausen "den Grundfragen adeliger Lebenswelt und Kultur von zwei Seiten her nachzugehen" (S. 131), also auch "von unten".

Fazit: Anders als der Band von 2009 (Adelsarchive - zentrale Quellenbestände oder Curiosa?), siehe

http://archiv.twoday.net/stories/133336582/

ein konturloser, überflüssiger Sammelband.


Der Archivar des Hauses Württemberg in Altshausen, Eberhard Fritz, betreibt diese Rarität:

http://archiv-altshausen.de.tl

http://archivamt.hypotheses.org/518

"Ludwig Graf von Sayn zu Wittgenstein (* 7.- Dezember 1532 auf Schloss Wittgenstein; † 2. Juli 1605) [...] Seine erhaltenen Tagebücher in sieben Bänden, in deutscher und lateinischer Sprache verfasst, decken die Jahre von 1559 bis 1605 ab und zeugen von Graf Ludwigs weit gespannten Interessen und enthalten Briefexzerpte und -abschriften seiner illustren Korrespondenzpartner.

Die im Fürstlichen Archiv Bad Berleburg aufbewahrten Originale wurden im LWL-Archivamt für Westfalen digitalisiert und werden über das nordrhein-westfälische Archivportal online zur Verfügung gestellt"

 

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