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– Die dubiose Millionen-Affäre um das Landesarchiv"
WDR, die story, 8.4.22 - 22:45
Ein Film von Joachim Vollenschier

"Der Berliner Willy Brandt Flughafen, die Hamburger Elbphilharmonie, das Landesarchiv Duisburg: Drei Renommierprojekte, bei denen sich die Kosten während der Bauzeit vervielfacht haben. Warum ist das so? Warum werden öffentliche Bauprojekte so häufig zu Millionengräbern?
die story erzählt die skandalumwitterte Geschichte des Duisburger Landesarchivs. Sie folgt den Spuren eines Finanzfiaskos, bei dem die Baukosten von 50 Millionen Euro auf fast 200 Millionen Euro gestiegen sind. Verantwortlich dafür: politische Maßlosigkeit, Missmanagement, möglicherweise aber auch Vorteilsnahme und Vetternwirtschaft. Die Geschichte um das Landesarchiv ist ein echter Wirtschaftskrimi.
Redaktion: Barbara Schmitz"

Quelle und Link zum Online-Video
FeliNo (Gast) meinte am 2013/04/10 00:09:
Vermutlich leider kein "Wirtschaftskrimi", sondern teure Regel. Im neuen SPIEGEL (Nr. 15/8.4.2013, S. 36f.: "Im Zustand des Dilettantismus") werden aus dem (nicht veröffentlichten) Buch des BER-Architekten Meinhard von Gerkan vier "generelle Fehlerquellen" genannt, dabei eine wenig beachtete: "Politiker seien in der Regel höchstens einmal im Leben mit einem Großprojekt befasst, verhandelten jedoch mit Unternehmen, die nichts anderes tun; diesen gegenüber befänden sie sich [Zitat Gerkan:]im Zustand der Ahnungslosigkeit und des Dilentantismus [Zitat Ende]."

Dem ist nichts hinzuzufügen außer, dass dies für behördliche Entscheidungsträger nun mal leider durchweg auch gilt. Korruptive Mechanismen scheinen ohnehin erst zu verzeichnen zu sein, wenn nichts mehr zu ändern ist und du bereits in der finanziellen Falle sitzt, als eine Art gelegentliches "Schmerzensgeld" sozusagen für die Erkenntnis, dumm gehandelt zu haben... 
KonradMüller (Gast) antwortete am 2013/04/11 09:12:
Behörden und Projekte
Gerade Behörden decken kurzfristige Aufgaben über Projekte ab. Das Behördenleiter nur einmal in ihrer Karriere mit größeren Projekten beschäftigt sind ist ein Wunschtraum aber fernab jeglicher Realität. Speziell im Bau- und IT-Umfeld ist Projektarbeit der Regelfall! Das Problem ist m.E. im Behördenumfeld weniger die Kompetenz als vielmehr politische Interessen, die häufig Sachargumente ignorieren, was letztlich zu solch "perfekten Entwicklung" wie in BER, Stuttgart 21 & Co. führte. 
Andreas (Gast) antwortete am 2013/04/11 17:40:
Volumen entscheidet
Leider ist es so, dass die "Projektleitung" abhängig vom Bauvolumen (sprich Euro) gemacht wird.
Den erfahrenen Bearbeitern werden bei Großprojekten politische Entscheidungsträger vor die Nase gesetzt, die dann auch noch nicht projektkonform sondern politisch agieren.
Diese "Teilzeit-Projektleiter" kümmern sich dann neben Film- oder Musikfestivals oder sonstigen Events eben auch "mal gerade so" um ein 200-Millionen-Projekt. 
 

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