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Geschichtswissenschaft

Dass in Lienerts Dietrich-Testimonien, mit denen ich mich nun schon oft auseinandergesetzt habe

http://archiv.twoday.net/stories/156272722/

der Aufsatz von Vetter zu Bern nicht ausgewertet wurde, habe ich bereits in meinem Beitrag

http://archiv.twoday.net/stories/931535686/

festgestellt. Weit schwerer wiegt eine andere Lücke, das Übergehen von Viktor Schlumpf: Die frumen edlen puren. Untersuchung zum Stilzusammenhang zwischen den historischen Volksliedern der Alten Eidgenossenschaft und der deutschen Heldenepik. Diss. Zürich 1969. Schlumpf hat ja alle ihm bekannten Schweizer Heldensagen-Testimonien in seinem Kapitel "Die deutsche Heldensage in der Eidgenossenschaft des 14.-16. Jahrhunderts" (S. 94-134) katalogartig aufgelistet und hätte daher in jedem Fall zitiert werden müssen.

Bei Lienert fehlt die bei Schlumpf S. 101-103 überzeugend belegte Gleichsetzung von Dr. Johannes Eck mit dem Riesen Ecke in Quellen zum Badener Religionsdisput 1526. Am schlagendsten die Stelle aus dem Rollengedicht "Concilium" von Utz Eckstein:

"Doch Eck vor zyten was ein Riss
als ich im Berner Dietrich lies"

Google Books findet die Stelle in Ecksteins Druck sofort:

http://books.google.de/books?id=OX1TAAAAcAAJ&pg=PT22

Siehe auch
http://retro.seals.ch/digbib/view?pid=szg-002:1882:7::262
und Vetter
http://retro.seals.ch/digbib/view?pid=bbg-001:1908:4::19

Neecke 2008 verweist auf eine Studie von Horst Brunner 1991 (Verkürztes Denken, wieder in Derselbe: Annäherungen, 2008, S. 272-290), die auf diese Quellen eingegangen ist:

http://books.google.de/books?id=Sv1_45nvKpAC&pg=PA282 (Brunner)
http://books.google.de/books?id=Z7Rj4MnljvIC&pg=PA70 (Neecke)

Ebenfalls zu berücksichtigen gewesen wäre die Stelle aus dem Gyrenrupfen 1523 (Schlumpf S. 105): "der Berner Dietrich"
http://retro.seals.ch/digbib/view?pid=bbg-001:1908:4::19
https://archive.org/stream/niklausmanuel00baecgoog#page/n180/mode/2up

Aus Hans Rudolf Manuels "Freundlicher Warnung" (1557) ed. Bächtold zitiert Schlumpf S. 105 die Erwähnung des "ris Signot":

https://archive.org/stream/niklausmanuel00baecgoog#page/n608/mode/2up

Zu Lienert Nr. 287, siehe
http://archiv.twoday.net/stories/931537561/
hätte die von Schlumpf S. 106 angeführte Stelle aus einem Berner Druck (ca. 1561/74) zitiert werden müssen.


http://frueheneuzeit.hypotheses.org/1782

Meine Forschungsmiszelle geht von der Überlieferung des Spruchs

http://archiv.twoday.net/stories/948987942/

aus, den ich zuerst in einer Basler Handschrift von 1591 belegen kann. Obwohl es denkbar ist, dass er älter ist, gehört er wohl nicht schon in die Zeit um 1500, wie Steiff/Mehring annahmen.


http://www.renaissance-port.de/

Via
http://www.hr-lavater.ch/2014/07/16/portraets-der-renaissance-whos-who/

Soll Argula von Grumbach sein.

Walter Cupperi / Martin Hirsch / Annette Kranz (Hg.)
Wettstreit in Erz. Porträtmedaillen der deutschen Renaissance
Berlin/München 2013, Deutscher Kunstverlag, 376 Seiten, zahlr. Abbildungen
Rezensiert von Alois Schmid (München)
http://www.kbl.badw.de/zblg-online/rezension_2636.html

Auszug: "In seinem epochemachenden Buch über "Die Kultur der Renaissance in Italien" (1860) hat Jacob Burckhardt über ein zentrales Kapitel die gekonnte Überrschrift gesetzt: "Der moderne Ruhm". Darin deckte er ein neues Verständnis der "memoria" auf: War diese im Mittelalter ausschließlich auf Kirche und Religion konzentriert, so wurde sie nun auf das ehrenvolle Gedenken der Mitmenschen und der Nachwelt ausgerichtet. Sie wurde aus dem Jenseits ins Diesseits verlagert. Als entscheidendes Hilfsmittel zur Erlangung der angrestrebten Erinnerung wurden die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst eingesetzt. In erster Linie wurde Nachruhm aber als verschriftlichter Nachruhm verstanden. In diesem Sinne erfuhren Historiographie, Biographie und auch Hagiogrphie im 16. Jahrhundert einen bemerkenswerten Aufschwung: Wer schreibt, der bleibt! Dementsprechend faßte Burckhardt seine Sicht des "modernen Ruhmes" in folgender Feststellung zusammen: "Der Poet-Philolog in Italien hat (...) das stärkste Bewußtsein davon, daß er der Austeiler des Ruhmes, ja der Unsterblichkeit sei; und ebenso der Vergessenheit". In der Nachfolge von Burckhardt konzentrierte die historische Forschung bei der Beschreibung des Kulturschaffens der Renaissance den Blick stark auf die Historiographie, die als der aussagekräftigste Schlüssel zum Verständnis der Epoche betrachtet wird."

Zum Thema Nachruhm siehe auch
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/527/
Das Medium Medaille erwähnte ich in
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00044739/image_21

"Der anzuzeigende Band ist das Begleitwerk zu dieser hochspezialisierten Ausstellung. In ihm bieten hochrangige Fachvertreter der Numismatik einerseits kompetente Einführungen in die Gesamtthematik und andererseits kompakte Beschreibungen der Exponate. Ihre Darlegungen müssen Anlaß sein, diese Quellengattung neben den unbestreitbar im Vordergrund stehenden Texten vor allem für die Renaissanceepoche keinesfalls aus dem Auge zu verlieren. Freilich sind zur sachgerechten Auswertung Spezialkenntnisse erforderlich, zu denen der anzuzeigende Band anhand herausragender Objekte vorzüglich verhilft. Er besticht außer durch die hochkompetenten Erläuterungen vor allem durch die hervorragenden Illustrationen. Er macht von einer sehr speziellen Seite her wesentliche Grundzüge der Epoche deutlich, die außer von Kommunikationsfreude auch von Rivalität und Konkurrenz geprägt war. Der Titel "Wettstreit in Erz" kennzeichnet dieses Leitthema kurz und sicherlich treffend. Das rundum bestens gestaltete Hochwertbuch macht einmal mehr eindrucksvoll die Bedeutung der historischen Grundwissenschaft der Numismatik deutlich, die bedauerlicherweise aus dem Fächerkanon der Universitäten fast völlig hinausgedrängt worden ist."

Weitere Rezension:

http://www.sehepunkte.de/2014/04/24612.html


Leider ist von der in Tartu erschienenen Festschrift für Ulrich Kopp, siehe

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=32843

nur der Beitrag des Herausgebers Beyer online.

http://lepo.it.da.ut.ee/~jbeyer/Undeutsche%20Bibeldrucke.pdf

http://mittelalter.hypotheses.org/4043

Ein eigenartiges Zeugnis.


http://www.aera-magazin.de/

Via
http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/content.php?nav_id=5088

Im folgenden sammle ich Korrekturen und kleinere Ergänzungen zu den von mir mehrfach behandelten Dietrich-Testimonien (2009):

http://archiv.twoday.net/stories/156272722/ (mit weiteren Nachweisen)

Grimm, Deutsche Heldensage Nr. 122

http://books.google.de/books?id=SI46AAAAcAAJ&pg=PA285 (2. Aufl.)

In den Testimonien nicht identifiziert, wohl aber von Nedoma (PBB 2011, S. 131 als Nr. 260a). Ich greife das Zeugnis hier nochmals auf, weil man für die Identifizierung mit mäßigem Geschick keine 10 Minuten braucht. Angegeben ist bei Grimm die Wolfenbütteler Handschriftensignatur, die man im Handschriftencensus nachschlägt:

http://www.handschriftencensus.de/7024

Es handelt sich um die Wolfenbütteler Priamelhandschrift, die Euling edierte. Die Seitenzahl 92 liefert sogar eine Google-Suche

https://www.google.de/search?q="fater+hilleprant"&tbm=bks (unter Deutsche Texte des Mittelalters)

In Wikimedia Commons findet man dann das Digitalisat der Seite:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deutsche_Texte_des_Mittelalters_Bd_XIV_092.jpg

Lienert Nr. 193: Zug nach Feldkirch
Es fehlt der Artikel von Frieder Schanze, 'Spottgedicht auf Kaiser Ludwig den Bayern', ²VL 9, Sp. 147f. Die dort angegebene Edition von Müller 1972 fehlt, desgleichen eine Angabe zur Überlieferung, die man nur aus dem Druckort implizit übernehmen kann, die ehemals Donaueschinger Liedersaalhandschrift.

http://www.handschriftencensus.de/werke/3168
http://www.handschriftencensus.de/4209

Im Handschriftendigitalisat die Stelle Bl. 195vb Zeile 16:

http://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/content/pageview/36503

Lienert Nr. 201: Fritsche Closener
Die bei Twinger (Nr. 218) angeführte Arbeit von Kirchert 1993
http://swbplus.bsz-bw.de/bsz013784323rez.htm
hätte auch hier genannt werden müssen. Zum Chronisten siehe jetzt
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118669567
Zum Werk:
http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_01232.html
Überlieferung:
http://www.handschriftencensus.de/9420
http://ccfr.bnf.fr/portailccfr/jsp/index_view_direct_anonymous.jsp?record=eadbam:EADC:NE002266873
Das Verfasserlexikon schreibt Klosener.

Während die Geschichtsquellen zum Todesdatum (wie die Testimonien) noch die veraltete Angabe "† zwischen 1372 und 1396" haben, weiß man seit Kirchert 1993, S. 3, dass Klosener noch 1390 lebte.

Lienert Nr. 211
"König Wenzel IV. Urkunde" und dann in der Zusammenfassung "König Wenzel [II] von Böhmen". Ja wer denn nun? Kein Wort, dass die Urkunde offenkundig ein Scherz ist! Hätten die Testimonien den ganzen Satz zitiert, wäre die Anspielung weniger unklar:

http://books.google.de/books?id=AxNKAAAAcAAJ&pg=PA155

Natürlich ist das Zeugnis durch die Zuordnung an Wenzel IV. (= der dt. König Wenzel, Sohn Karls IV.) mit dem Anfang des 15. Jahrhunderts völlig falsch angesetzt. Autor der Urkundenformulare war der nach 1278 verstorbene Heinrich von Isernia, der möglicherweise mit dem bis 1301 fassbaren Notar Henricus Italicus identisch ist, siehe
http://www.geschichtsquellen.de/repPers_101924348.html
und Worstbrock im ²VL 11, Sp. 625-631

Lienert Nr. 214f.: Dietrich von Nieheim/Niem
Vergessen wurde das in ZE XXI,1
http://books.google.de/books?id=yp8-AQAAMAAJ&pg=PA320
genannte Zeugnis zur Engelsburg als "carcer Theodorici" in Nemus unionis (1408)
http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_04397.html
Der Text liegt bisher nur in dem alten Druck von Schard 1566 vor:
http://www.e-rara.ch/bau_1/content/pageview/74961
Zu Dietrich:
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118525549

Wieso hat man die beiden Rothe-Zeugnisse Nr. 217 und 221 voneinander getrennt? Was in Nr. 217 über Pistoriana und Eccardiana steht, ist einfach nur peinlich. Siehe etwa
http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_01205.html
http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_02832.html
http://archiv.twoday.net/stories/5655972/
http://www.aedph-old.uni-bayreuth.de/2004/0198.html

Übergangen ist das wichtige Heldensagen-Zeugnis in der Weltchronik. Es gehört zwar nicht zur Dietrich-Epik hätte aber eine anmerkungsweise Erwähnung verdient.

http://books.google.de/books?id=eMpWAAAAMAAJ&pg=PA38

Zur Quelle in den nach wie vor maßgeblichen eindringlichen Studien Baltzers:

http://zs.thulb.uni-jena.de/servlets/MCRIviewClient?x1=-2581.9070904645478&x2=2581.9070904645478&y1=-1650&y2=1650.0000000000005&rotation=0&page=THG-008_1897_NF10_0051.tif&derivate=jportal_derivate_00193423

Lienert Nr. 229: Klingenberger Chronik
Stettlers Ausgabe 2007
http://archiv.twoday.net/stories/219045895/
war offenbar zu jung für Lienert 2009, aber dass die Klingenberger Chronik nach Ettmüller 1844 statt nach Henne von Sargans 1861

http://books.google.de/books?id=ucAGAAAAYAAJ&pg=PA2

zitiert wird, ist nicht hinzunehmen. Drei weitere Stellen, die Dietrich von Bern nennen (ed. Stettler S. 173, 174 [fehlt in Stettlers Register!], 220; ed. Henne S. 190, 225 Anm. f) kommen in den Testimonien nicht vor.

Lienert Nr. 238 Basler Zusatz zur 'Sächsischen Weltchronik'
Das Buch von Jürgen Wolf zur SW hätte nicht übergangen werden dürfen
http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00050027/image_41
Siehe auch
http://www.handschriftencensus.de/7373
Es wäre durchaus zumutbar gewesen, sich die Handschriftenseite zu beschaffen, um danach das Zeugnis zu zitieren.

Lienert Nr. 250: Niedersächsische Chronik
Die Halberstädter Handschrift, nach der Abel 1729 den Text herausgab

http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10015141_00527.html

ist keineswegs verschollen, sondern befindet sich im Stadtarchiv Braunschweig. Es ist Hermann Botes Weltchronik um 1500:

http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_00699.html

Bestätigung für die Stelle durch
http://books.google.de/books?id=9yNeAAAAIAAJ&q=%22bur+van%22+singhet

Abels Ausgabe 1732 ist außer in Wien online
http://vd18.de/de-bsb-vd18/content/titleinfo/23766474

Lienert Nr. 287
Ärgerlich ist die Kürzung des Meisterlieds, bei dem zwei (!) Verse zum (nicht aufgenommenen) Nibelungenpersonal eigens weggekürzt werden, was man nicht mit Platzsorgen begründen kann. Durch die üble Praxis der Testimonien, nur Dietrich-Zeugnisse aus den Heldensagen-Zeugnissen zu berücksichtigen, wird die Überlieferung verstümmelt. Eine Auswertung, welche Heldensagenfiguren gemeinsam erwähnt werden, ist nicht möglich.

Edition Wackernagel
http://books.google.de/books?id=tXsNAAAAQAAJ&pg=PA475

Der Hergotin-Druck
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000B6D000000000

Lienert Nr. N40
Die Engelsburg-Stelle bei [Pseudo-]Walram von Naumburg: De unitate ecclesiae conservanda (1520) wird nur nach ZE Nr. LXIX angeführt:

http://books.google.de/books?id=UxBKAAAAYAAJ&pg=PA314

Autorenname und Datierung sind irreführend. Die Ausgabe von 1520 (VD16 U 173), S. 52:

http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10990809_00065.html

Es handelt sich um die - nicht von Walram verfasste! - Streitschrift "Liber de unitate ecclesiae conservanda" (ca. 1080/1100)

http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_03263.html

Maßgebliche MGH-Edition der Stelle:

http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_Ldl_2_S._218

Unbrauchbar ist das Register des Buchs (anders als das Register zu Grimms Heldensage), das Eigennamen nur in willkürlicher Auswahl berücksichtigt. Zu Worms gibt es keinen Eintrag, und bei "Turnier in Worms" werden keineswegs alle Nennungen des Wormser Rosengartens berücksichtigt. Auch die Stellen zur Engelsburg (Haus Dietrichs) findet man nicht.

***

#forschung

http://idw-online.de/pages/de/news595959

Ein Gastbeitrag von Kristian Knaack auf der Website von Rainer Karlsch

http://www.rainer-karlsch.de/#!hans-kammler/c1s6u

Via
http://www.vierprinzen.com/2014/07/weiterer-artikel-mit-zitaten-der-vier.html

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=kammler

 

twoday.net AGB

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