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Ein Update zu http://archiv.twoday.net/stories/4919679/:

Inzwischen ist der erste Teil der ältesten Bibel, Codex Sinaiticus, online. Die Seite verwendet zwar immer noch M$-Technologie, ist aber jetzt auch ohne Silverlight anschaubar. (Hinweis aus einem FAZ-Artikel, dort steht aber vom Partner M$ auch nichts mehr drin?! Auch nicht unter „Beteiligte”...)

2004 erschien der Kriminalroman "Schnee in Venedig" von Nicolas Remin. Commissario ermittelt im Venedig des 19. Jahrhunderts und erhält Hilfe von der österreichischen Kaiserin Elisabeth. Für uns interessant ist folgende Schilderung (S. 237-238):
" .... Elisabeth sieht Königsegg an. "Wo kann ich etwas über Armeeangehörige erfahren, ohne dass es auffällt, Herr Generalleutnant?"
"In Verona, Kaiserliche Hoheit. Im Militärarchiv. Es gibtdort über jeden kaiserlichen Offizier, der hier in Italien stationiert ist oder stationiert war, eine Akte. Aber die Herren vom Archiv hüten ihre Bestände wie die Kronjuwelen."
"Was ist normalerweise notwendig, um Akten aus dem Militärarchiv anzufordern?"
"Das hängt davon ab, wie die Akte klassifiziert wurde." Königsegg denkt kurz nach. "Wenn es sich um Bestände handelt, die keiner Geheimhaltung unterliegen, reicht eine Eingabe beim Leiter des Archivs. Das hat selbstverständlich schriftlich und unter Angaben von Gründen zu geschehen. Dann macht der Leiter des Archivs einen Vermerk auf der Aktenanforderung reicht sie an einen der Unteroffiziere weiter. Der holt dann die Akten aus dem Archiv und fertigt eine Entnahmeprotokoll aus."
Königsegg lockert den obersten Knopf seiner Uniformjacke und trinkt einen Schluck Wasser. "Auf diesem Entnahmeprotokoll", fährt er fort, " ist der Umfang der Entnahme festgehalten - also um wie viele Blatt es sich handelt -, der voraussichtliche Entnahmezeitraum und die Klassifizierungsstufe. Dieses Entnahmeprotokoll geht dann an die anfordenernde Dienststelle, die nach Kenntnisnahme des Protokolls einen endgültigen Anforderungsantrag stellt, den sogenannten Zweitantrag. Wenn die vorgesetzte Behörde den Anforderungsantrag billigt und einen entsprechenden Aktenvermerk ausfertigt, kann der Zweitantrag gestellt werden, dem in der Regel innerhalb einer Frist von vier bis Monaten entsprochen wird. Es sei denn, Sie kennen jemand im Militärarchiv."
Elisabeth runzelt die Stirn "Es reicht vielleicht, wenn ich jemanden kennen, der jemanden kennt. Wie ist es mit Ihnen?"
"Ein Vetter von mir leitet die Hauptregistratur."
"Wann geht der nächste Zug nach Verona, Herr Generalleutnant?" ......"

Dank an meine Kollegin !

Ingolf Kern berichtete in der August-Ausgabe der Zeitschrift Cicero ( http://www.cicero.de ) über das "Archiv des Unrechts". Er geht der Frage nach, was von der Zentralen Erfassungsstelle Salzgitter, die bis 1989 an der Chronik der ostdeutschen Diktaturgeschichte schrieb, geblieben ist ?

Link zum Wikipedia-Artikel

Das Archiv der Berliner Kunstbibliothek enthält Sammlungen von Plakaten, künstlerischen Fotos und kunstgewerblichen Gebrauchsmustern. Wesentlich dazu beigetragen hat Peter Jessen (1858-1926) übernahm 1886 die Leitung des Kunstgewerbemuseums, zu der eine Unterrichtsanstalt mit Bibliothek gehörte. Er erwarb wichtige Nachlässe (Lipperheide, [Mode] Grisebach [Architektur]), begründete die Sammlung zur Gebrauchsgrafik, Plakatkunst und zur künstlerischen Fotografie.
Im Foyer des Kulturforums am Potsdamer Platz zeichnet eine Ausstellung das Porträt des Sammlers.
Quelle:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/top-bmlive/article714292/Ein_leidenschaftlicher_Sammler.html

Die Städtische Galerie widmet der Grafikwerkstatt Dresden, die 1958 junge Künstler gründeten, um auch nach ihrem Studium selbstständig drucken zu können, eine Sonderausstellung.
Dort arbeiteten mehr als 600 Künstler, die einen Belegdruck im Archiv hinterließen . Unter den inzwischen 20.000 Drucken sind Grafiken von Werner Wittig, dem ersten Leiter der Werkstatt, Max Uhlig und Angela Hampel.
Quelle:
http://www.dresden-fernsehen.de/default.aspx?ID=1988&showNews=254723

Gaby Weber berichtet in Ossietzky 10/2008 über ihre Odyssee zu Akten in bundesrepublikanischen Archiven
über den Aufenthalt Eichmanns in Argentinien
Quelle:
http://www.sopos.org/aufsaetze/488761f5d9add/1.phtml

Genealogie ist staubtrocken und schnarchlangweilig, ein Familienforscher einer, der die Toten verwechselt und die Lebenden verwirrt? Der Autor meint nein und legt 70 Originalbelege vor, Trouvaillen und Miniaturen aus Kirchen- oder Gerichtsbüchern, Chroniken, alten Urkunden und anderen Quellen der letzten fünf Jahrhunderte. Viele sind heiter, einige ernst und nachdenklich stimmend. Alle künden von Leidenschaften und Fehltritten, Lebensfreude und Leid, Verstiegenheiten und Größe, Pflichterfüllung und Korruption, kurz von Menschen vergangener Zeiten, von unseren Ahnen.

Aus dem Inhalt: Von Schuldienern, Schankwirten und Streithähnen, Von moralischen Ebern, Von galantem Rendevous, Vom Verfall der Sitten, Von feingeistigen theologischen Disputen, Von Kampfliedern, Politikern und Gicht, Von Pfarrern, Dichtern und Gartenzäunen, Von Literaturkritik und dem rohen Gehirn eines Bereuters, ...


Bernhard Pabst (Hrsg.). Schatzkästelein Heiterer und Ernster Zitate auch verborum allatorum / welchselbige aus den besten Schriften, documentis und / tabulis mit großem Fleiß gesammelt / und Freunden, Gönnern und Verwandten zu Erbauung und amusement / ehrerbietigst unterbreitet. 2. vermehrte Aufl. Bonn: Bernhard Pabst 2003, 40 S. [1. Aufl. 2002]

http://www.familienforschung-pabst.de/Veroeffentlichungen/Schriftenreihe/Bd_13.htm

Der Band liegt vollständig als PDF vor.

Der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. vermeldet gestern auf seiner Homepage ( http://vda.archiv.net ) folgendes:
"Die aktuelle Erinnerung an die Entwicklungen und Phänomene, die mit dem Jahr 1968 verbunden sind, hat erneut in das Bewusstsein gerufen, welche Bedeutung den Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen zukommt. Im gesellschaftlichen Engagement, wie es sich z.B. auch in der Anti-AKW-Bewegung, der Frauenbewegung, der Friedensbewegung und oppositionellen Gruppierungen in Ost und West entwickelt hat, spiegeln sich wichtige politische und soziale Prozesse, die für die Geschichte der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik prägend waren und sind. Die Strategien einer Institutionen übergreifenden Überlieferungsbildung, die das Ziel verfolgt, die Gesellschaft möglichst breit und vielfältig zu dokumentieren, müssen darauf ausgerichtet sein, die Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen dauerhaft zu sichern und zugänglich zu machen.
Der Vorstand des VdA hat es daher in seiner letzten Sitzung begrüßt, dass ein Arbeitskreis in Gründung ist, der sich mit diesen Überlieferungen befassen wird. Das übergeordnete Ziel dieses Arbeitskreises, der derzeit von Archivarinnen und Archivaren aus den Archiven der neuen sozialen Bewegungen und Mitgliedern des Vorstands des VdA vorbereitet wird, soll darin bestehen, die Sicherung und Zugänglichmachung von Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen nachhaltig zu fördern."

Die kontroverse Diskussion des Mannheimer Archivtags noch im Ohr darf man dem neuen Arbeitskreis eine ähnliche fruchtbringende Tätigkeit wünschen, wie die des nun schon etablierten Kreises der Archivpädagogen.

Als am 4.5.1474 Peter von Hagenbach in Breisach hingerichtet wurde, sei das nur möglich gewesen, weil er seinen Schutzherrn Herzog Karl von Burgund in der Schlacht von Nancy verloren habe, schreibt Frank Neubacher in seinen Kriminologischen Grundlagen einer internationalen Strafgerichtsbarkeit (2005), S. 274. Die Schlacht von Nancy war 1477, und die Hinrichtung Hagenbachs löste die Burgunderkriege erst aus.


 

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