Steffen Haubner macht sich dazu Gedanken im Hamburger Abendblatt
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1882382/Wohin-steuert-Wikipedia.html
Auszug:
Rund 300 "Admins" wurden von der Wikipedia-Gemeinschaft mit weiter gehenden Rechten ausgestattet, als sie normale Nutzer haben. Einige haben recht rustikale Umgangsformen. Wer die Relevanz seines Artikels nicht nachweisen kann, muss mit der Löschung des Beitrags rechnen. Wer dagegen Einspruch erhebt, wird barsch abgebügelt. Ganz Uneinsichtige müssen mit dauerhafter Sperrung rechnen.
"Das allgemeine Arbeitsklima und die Art und Weise, wie hier mit Leuten umgesprungen wird, ist absolut beklagenswert", sagt Dr. Klaus Graf, Historiker und Archivar an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und seit 2004 aktiver Mitarbeiter der Online-Enzyklopädie. Viele Admins beherrschten die einfachsten Grundregeln im Umgang mit Menschen nicht. "Diese Leute leben bei Wikipedia ihre Allmachtsfantasien aus und glauben, sich alles herausnehmen zu können." Und das Schiedsgericht, das man als letzte Instanz anrufen kann, sei nicht neutral, sondern stehe fast immer geschlossen hinter den Admins.
"Wir mischen uns grundsätzlich nicht in redaktionelle Vorgänge ein", kommentiert Catrin Schoneville vom Förderverein Wikimedia Deutschland Klagen enttäuschter Mitarbeiter.
(W)
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1882382/Wohin-steuert-Wikipedia.html
Auszug:
Rund 300 "Admins" wurden von der Wikipedia-Gemeinschaft mit weiter gehenden Rechten ausgestattet, als sie normale Nutzer haben. Einige haben recht rustikale Umgangsformen. Wer die Relevanz seines Artikels nicht nachweisen kann, muss mit der Löschung des Beitrags rechnen. Wer dagegen Einspruch erhebt, wird barsch abgebügelt. Ganz Uneinsichtige müssen mit dauerhafter Sperrung rechnen.
"Das allgemeine Arbeitsklima und die Art und Weise, wie hier mit Leuten umgesprungen wird, ist absolut beklagenswert", sagt Dr. Klaus Graf, Historiker und Archivar an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und seit 2004 aktiver Mitarbeiter der Online-Enzyklopädie. Viele Admins beherrschten die einfachsten Grundregeln im Umgang mit Menschen nicht. "Diese Leute leben bei Wikipedia ihre Allmachtsfantasien aus und glauben, sich alles herausnehmen zu können." Und das Schiedsgericht, das man als letzte Instanz anrufen kann, sei nicht neutral, sondern stehe fast immer geschlossen hinter den Admins.
"Wir mischen uns grundsätzlich nicht in redaktionelle Vorgänge ein", kommentiert Catrin Schoneville vom Förderverein Wikimedia Deutschland Klagen enttäuschter Mitarbeiter.
(W)