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glaubt man zumindestens diesem Bericht der Südwestpresse vom 27.05.2011:

Quelle: Homepge Stadt Crailsheim
"Er ist so etwas wie ein Märchenprinz. Er hat das Crailsheimer Stadtarchiv, das bis zu seinem Dienstantritt im Dornröschenschlaf lag, wachgeküsst. Seit Folker Förtsch Leiter des Stadtarchivs ist, ist es ein lebendiger, ein manchmal geradezu quirliger Ort der Forschung und Begegnung.

Wie viel sich seit 1997, also seit dem Dienstantritt des 1963 in Bamberg geborenen Historikers, der Geschichte und Germanistik in Erlangen-Nürnberg, Bamberg und Stuttgart studiert hat und seit 1989 mit seiner Familie in Schwäbisch Hall lebt, verändert hat, lässt sich mit Zahlen belegen. Waren es 1997 gerade mal um die 100 Menschen, die das Stadtarchiv nutzten, sind es inzwischen mehr als 1000 im Jahr.

Aber es sind gar nicht so sehr die Zahlen, die den Wert der Arbeit von Folker Förtsch belegen, es ist vielmehr das lebendige Miteinander von Archiv und Bürgerschaft. Archiv - da fallen einem immer noch solche Bilder ein: ein mürrisch dreinblickender, in riesige Stapel verstaubter Archivalien "eingemauerter" Archivar mit Ärmelschonern, der jeden Anruf, jeden Besuch als Störung empfindet.

Ganz anders Folker Förtsch. Den kann man immer besuchen, jederzeit was fragen. Auch wenn er noch so viel Arbeit hat, nimmt er sich Zeit, sucht nach der gewünschten Information. Wie hoch ist der Crailsheimer Rathausturm, wie hieß nochmal der erste Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg, wie lange schon gibt es das Fränkische Volksfest? Eine schnelle Antwort bleibt er selten schuldig.

Was diesen Stadtarchivar zu einem bewundernswerten Phänomen macht, ist die Tatsache, dass er bis heute Einzelkämpfer ist. Keine Sekretärin, keinen Mitarbeiter, keine Hilfskraft, niemand. Auf dem Rathaus sollte eigentlich inzwischen bekannt sein, wie wichtig dieser Mann für die Stadt ist, deren Geschichte bis zu seinem Amtsantritt nicht systematisch und auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügend erforscht worden ist. Mit dem Umbau des Rathaus-Querbaus bekommt das Stadtarchiv ein neues Domizil. Das Geld sollte eigentlich schon auch noch zur Aufstockung des Archiv-Stellenplans reichen.

Folker Förtsch forscht und publiziert, gibt Bücher heraus, hält Vorträge, leitet Führungen, organisiert Tagungen und Exkursionen, macht Filme und Ausstellungen. Er ist ein Macher und Beweger, ein Kümmerer und Motivator, ein Historiker und Archivar, von dessen Arbeit die Allgemeinheit ungemein profitiert. "Prinz" Förtsch ist ein Glücksfall für die Stadt Crailsheim. Weiß sie das überhaupt? Andreas Harthan"


(T)
 

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