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Andreas Frings kommentiert:

http://geschichtsadmin.hypotheses.org/94

Mein Kommentar:

Ich möchte die PlagiatorInnen nicht in Schutz nehmen, aber die Tendenz des Beitrags gefällt mir nicht. Wir haben ein eklatantes Problem der Qualitätssicherung an den Hochschulen und ein gesellschaftliches Problem (in Deutschland genießt der Doktortitel unverdientes Prestige im Karrierekontext). Bei der Lösung beider Probleme muss man an den Hochschulen ansetzen und das Promotionswesen tiefgreifend reformieren. Das Herrschaftsverhältnis Doktorvater - Doktorand muss zugunsten einer gemeinschaftlichen Betreuung aufgelöst werden. Durch frühzeitige Einreichung von Arbeitsproben und wiederholtes Thematisieren der Plagiatsproblematik muss die Möglichkeit des Plagiats so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Auch die fertige Arbeit muss gründlich geprüft werden. Bei allen Plagiatsfällen sehe ich eine erhebliche Mitschuld der Betreuer, die gehalten gewesen wären, wenigstens stichprobenartig den Umgang mit der bisherigen Forschung zu kontrollieren. Das hat zunächst einmal gar nichts mit Plagiaten zu tun, sondern dient dazu, die Leistung des Kandidaten im Vergleich zur bisherigen Forschung zu konturieren - Voraussetzung jeden verlässlichen Promotionsgutachtens. Auch wenn der Doktorand sein Thema immer besser kennt als der Doktorvater, hat der Betreuer die Aufgabe, die Selbständigkeit der Arbeitsleistung zu überprüfen. Wenn dabei dreiste Plagiate unentdeckt bleiben, stimmt etwas nicht. Alle Abschlussarbeiten, nicht nur Dissertationen, sind Open Access im Internet zu veröffentlichen. Dann kann die Crowd ggf. als öffentliche Kontrollinstanz eingreifen.
 

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