Ulrich Herb polemisiert:
http://www.scinoptica.com/pages/posts/planwirtschaft-wissenschaft-bei-spon-37.php
Eine Qual ist es, dass der SPON-Text kein Wort über die Dysfunktionalitäten verliert, die die wissenschaftliche Publikationsflut (deren Gründe sind vielfältig und haben wenig mit gestiegener Qualität zu tun) hervorbringt. Keine Silbe widmet man der Publikationsstrategie der Verwertung jeder noch so kleinen least publishing unit, die Publikationslisten streckt, Reviewer und Herausgeber blockiert und Leser mit fünf bis fünfzehn, nur Minimalerkenntnisse beinhaltenden Kurzartikeln langweilt. Über diese Strategie freuen sich eigentlich nur Verlage: Sie können noch zig neue Journale auflegen und den Bibliotheken in den big deals andrehen. Journals, die keiner lesen will, die aber nötig sind, weil publiziert werden muss - schließlich wird man ja bewertet und evaluiert. Schweigen bei SPON auch über Ehrenautorenschaften, bei denen Wissenschaftlicher sich gegenseitig mit Ko-Autorenschaften beschenken und deren Folge Artikel mit bis zu dreistelligen Autorenzahlen sind.
Der kritisierte Spon-Artikel:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,783650,00.html
http://www.scinoptica.com/pages/posts/planwirtschaft-wissenschaft-bei-spon-37.php
Eine Qual ist es, dass der SPON-Text kein Wort über die Dysfunktionalitäten verliert, die die wissenschaftliche Publikationsflut (deren Gründe sind vielfältig und haben wenig mit gestiegener Qualität zu tun) hervorbringt. Keine Silbe widmet man der Publikationsstrategie der Verwertung jeder noch so kleinen least publishing unit, die Publikationslisten streckt, Reviewer und Herausgeber blockiert und Leser mit fünf bis fünfzehn, nur Minimalerkenntnisse beinhaltenden Kurzartikeln langweilt. Über diese Strategie freuen sich eigentlich nur Verlage: Sie können noch zig neue Journale auflegen und den Bibliotheken in den big deals andrehen. Journals, die keiner lesen will, die aber nötig sind, weil publiziert werden muss - schließlich wird man ja bewertet und evaluiert. Schweigen bei SPON auch über Ehrenautorenschaften, bei denen Wissenschaftlicher sich gegenseitig mit Ko-Autorenschaften beschenken und deren Folge Artikel mit bis zu dreistelligen Autorenzahlen sind.
Der kritisierte Spon-Artikel:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,783650,00.html
KlausGraf - am Dienstag, 6. September 2011, 22:36 - Rubrik: Wissenschaftsbetrieb