Schillers Jenaer Antrittsrede "Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?" stellt Brotgelehrte und philosophische Köpfe einander gegenüber.
Kein gerechterer Beurteiler fremden Verdiensts als der philosophische Kopf. Scharfsichtig und erfinderisch genug, um jede Tätigkeit zu nutzen, ist er auch billig genug, den Urheber auch der kleinsten zu ehren. Für ihn arbeiten alle Köpfe – alle Köpfe arbeiten gegen den Brotgelehrten. Jener weiß alles, was um ihn geschiehet und gedacht wird, in sein Eigentum zu verwandeln – zwischen denkenden Köpfen gilt eine innige Gemeinschaft aller Güter des Geistes; was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er allen erworben – Der Brotgelehrte verzäunet sich gegen alle seine Nachbarn, denen er neidisch Licht und Sonne mißgönnt, und bewacht mit Sorge die baufällige Schranke, die ihn nur schwach gegen die siegende Vernunft verteidigt.
http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Theoretische+Schriften/Was+heißt+und+zu+welchem+Ende+studiert+man+Universalgeschichte?hl=reformatoren+haufe
http://de.wikisource.org/wiki/Was_heißt_und_zu_welchem_Ende_studiert_man_Universalgeschichte%3F
Der philosophische Kopf erkennt also die Leistungen seiner Vorarbeiter, auch wenn es geringfügige sind, an: CC-BY. Er kann sie sich zu eigen machen, doch nicht in Form eines eifersüchtigen Besitzanspruchs. Es geht um intellektuelle Gütergemeinschaft im Bereich des Erkenntnisstrebens, um eine wissenschaftliche Allmende also. Der Brotgelehrte dagegen neidet anderen Forschern "Licht und Sonne", also ihre Erkenntnisse. Er pocht auf sein geistiges Eigentum, doch der von ihm errichtete Zaun kann dem "free flow of information" nicht widerstehen.
Via
http://archiv.twoday.net/stories/5608491/#5608767
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,487313,00.html

Kein gerechterer Beurteiler fremden Verdiensts als der philosophische Kopf. Scharfsichtig und erfinderisch genug, um jede Tätigkeit zu nutzen, ist er auch billig genug, den Urheber auch der kleinsten zu ehren. Für ihn arbeiten alle Köpfe – alle Köpfe arbeiten gegen den Brotgelehrten. Jener weiß alles, was um ihn geschiehet und gedacht wird, in sein Eigentum zu verwandeln – zwischen denkenden Köpfen gilt eine innige Gemeinschaft aller Güter des Geistes; was einer im Reiche der Wahrheit erwirbt, hat er allen erworben – Der Brotgelehrte verzäunet sich gegen alle seine Nachbarn, denen er neidisch Licht und Sonne mißgönnt, und bewacht mit Sorge die baufällige Schranke, die ihn nur schwach gegen die siegende Vernunft verteidigt.
http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Theoretische+Schriften/Was+heißt+und+zu+welchem+Ende+studiert+man+Universalgeschichte?hl=reformatoren+haufe
http://de.wikisource.org/wiki/Was_heißt_und_zu_welchem_Ende_studiert_man_Universalgeschichte%3F
Der philosophische Kopf erkennt also die Leistungen seiner Vorarbeiter, auch wenn es geringfügige sind, an: CC-BY. Er kann sie sich zu eigen machen, doch nicht in Form eines eifersüchtigen Besitzanspruchs. Es geht um intellektuelle Gütergemeinschaft im Bereich des Erkenntnisstrebens, um eine wissenschaftliche Allmende also. Der Brotgelehrte dagegen neidet anderen Forschern "Licht und Sonne", also ihre Erkenntnisse. Er pocht auf sein geistiges Eigentum, doch der von ihm errichtete Zaun kann dem "free flow of information" nicht widerstehen.
Via
http://archiv.twoday.net/stories/5608491/#5608767
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,487313,00.html

KlausGraf - am Donnerstag, 26. März 2009, 21:12 - Rubrik: Open Access
KlausGraf meinte am 2009/03/26 21:39:
English
among thinking minds an intimate community of all goods of the mind is in effect; what is obtained in the kingdom of truth by one is won for allhttp://www.schillerinstitute.org/transl/Schiller_essays/universal_history.html