Josef Pauser hat einen Sammelbeitrag für seine diversen ungemein verdienstvollen Einträge zur Vereinbarung, dass Google die urheberrechtsfreien Werke der ÖNB Wien digitalisieren darf (auf Googles Kosten), spendiert:
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6165
Seinem Kommentar zum Brief der IG Autoren, die sich gegen die Kooperation wenden, ist zuzustimmen:
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6187
Allerdings ist die Forderung nach Offenlegung des Vertrags nur zu berechtigt. Dazu sagt der Jurist Pauser leider nichts. Es ist schändlich, dass diverse US-Verträge Googles und der mit Lyon im Netz zugänglich sind, der Münchner aber nicht. Nach unendlich langer Wartezeit hat vor wenigen Monaten der bayerische Landtag meine Petition, den Vertrag offenzulegen, zurückgewiesen. Wenn Pauser sich zur Offenlegungs-Forderung nicht äußert, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, gegen die im Staatswesen dringend nötige Transparenz und das Konzept der Informationsfreiheitsgesetze zu stehen.
Wenn die Bibliothekspartner den Vertrag z.B. aufgrund gesetzlicher Vorgaben offenlegen, stellt Google sich dem nicht entgegen.
Grundsätzlich gilt bei Public-Private-Partnerships, dass es nicht angehen kann, diesen Bereich den Transparenzvorschriften und der presserechtlichen Auskunftspflicht (die es so natürlich im benachbarten Alpenland nicht gibt, das ja in vielem extrem verknöchert noch auf dem Stand der KuK-Monarchie verharrt) zu entziehen. Wenn der Staat mit Privatunternehmen paktiert, ist dies ein staatliches Tätigkeitsfeld, das in besonderem Maß der Transparenz bedarf, damit Steuergelder nicht verschwendet und Bürgerrechte nicht mit Füßen getreten werden.
Zum Lyon-Vertrag:
http://archiv.twoday.net/stories/6069908/
http://scinfolex.wordpress.com/2009/12/13/contrat-googlebibliotheque-de-lyon-lombre-dun-doute/
Münchner Vertrag geheim:
http://archiv.twoday.net/stories/3484352/
Meine Klage gegen die ThULB Jena muss erst abgeschlossen sein, bevor ich kostenträchtige weitere Klagen erwägen kann ;-)
http://archiv.twoday.net/stories/5755033/
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6165
Seinem Kommentar zum Brief der IG Autoren, die sich gegen die Kooperation wenden, ist zuzustimmen:
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6187
Allerdings ist die Forderung nach Offenlegung des Vertrags nur zu berechtigt. Dazu sagt der Jurist Pauser leider nichts. Es ist schändlich, dass diverse US-Verträge Googles und der mit Lyon im Netz zugänglich sind, der Münchner aber nicht. Nach unendlich langer Wartezeit hat vor wenigen Monaten der bayerische Landtag meine Petition, den Vertrag offenzulegen, zurückgewiesen. Wenn Pauser sich zur Offenlegungs-Forderung nicht äußert, muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, gegen die im Staatswesen dringend nötige Transparenz und das Konzept der Informationsfreiheitsgesetze zu stehen.
Wenn die Bibliothekspartner den Vertrag z.B. aufgrund gesetzlicher Vorgaben offenlegen, stellt Google sich dem nicht entgegen.
Grundsätzlich gilt bei Public-Private-Partnerships, dass es nicht angehen kann, diesen Bereich den Transparenzvorschriften und der presserechtlichen Auskunftspflicht (die es so natürlich im benachbarten Alpenland nicht gibt, das ja in vielem extrem verknöchert noch auf dem Stand der KuK-Monarchie verharrt) zu entziehen. Wenn der Staat mit Privatunternehmen paktiert, ist dies ein staatliches Tätigkeitsfeld, das in besonderem Maß der Transparenz bedarf, damit Steuergelder nicht verschwendet und Bürgerrechte nicht mit Füßen getreten werden.
Zum Lyon-Vertrag:
http://archiv.twoday.net/stories/6069908/
http://scinfolex.wordpress.com/2009/12/13/contrat-googlebibliotheque-de-lyon-lombre-dun-doute/
Münchner Vertrag geheim:
http://archiv.twoday.net/stories/3484352/
Meine Klage gegen die ThULB Jena muss erst abgeschlossen sein, bevor ich kostenträchtige weitere Klagen erwägen kann ;-)
http://archiv.twoday.net/stories/5755033/
KlausGraf - am Donnerstag, 17. Juni 2010, 14:55 - Rubrik: Archivrecht
Josef Pauser (Gast) meinte am 2010/06/17 16:00:
Offenlegung
Ich habe rein gar nichts gegen die Offenlegung des Vertrags, habe mich in meinem kurzen (vielleicht zu kurzen?) Beitrag dazu aber nicht geäußert. Inhaltlich habe ich mich dezidiert gegen unsachliche Ausdrucksweisen und Verquickungen gewandt, die miteinander nichts zu tun haben. Das war mir wichtig. Dass ich zur "Offenlegung" geschwiegen habe, ist nicht automatisch als Gegnerschaft zu dieser Position zu deuten. Du lieber Klaus hättest allerdings mir vorab ja eine Mail schreiben können und nachfragen, dann hätte ich es gleich präzisieren können, aber nein, du formulierst zuerst einen "Frontalangriff" (so deine Eigendefinition; da bin ich dann gleich ein "Jurist") und mailst mir dann. Na ja, auch gut. Kommunikation unter Abwesenden sollte eigentlich anders funktionieren. Aber pro futuro: ich bin erreichbar! Und bitte baue keine Gegnerschaft auf, wo es keine gibt.
Weiters: Ein Schnitzel wartete gerade darauf, von mir verspeist zu werden, das war mir dann doch wichtiger, als die teilweise unsachlichen Äußerungen der IG Autoren. Man muss halt Prioritäten setzen!
KlausGraf antwortete am 2010/06/17 16:10:
Frontalangriff war natürlich ironisch gemeint
Es wäre schön, wenn wir (nach Erledigung vordringlicher Verrichtungen deinerseits) aus der Sicht des österreichischen Rechts erfahren könnten, welche juristischen Möglichkeiten theoretisch bestünden, eine Offenlegung des Vertrags zu bewirken.
Josef Pauser (Gast) antwortete am 2010/06/17 16:34:
Man könnte ...
ja mal höflich bei den Vertragspartnern anfragen ... bevor man sich anderes überlegt.
KlausGraf antwortete am 2010/06/17 16:36:
Danke im voraus
für deine diesbezüglichen Bemühungen. Bei dir wäre die minimale Chance auf eine positive Antwort minimal größer als bei mir ;-)
wolfi (Gast) meinte am 2010/06/17 18:27:
mittels einer parlamentarischen Anfrage ließe sich der Vertragstext relativ zügig beschaffen...
KlausGraf antwortete am 2010/06/17 18:39:
Ach ja?
Das Bayerische Parlament sieht das anders:http://archiv.twoday.net/stories/3484352/#6385468
wolfi (Gast) antwortete am 2010/06/19 10:57:
eine parlamentarische anfrage wird von abgeordneten gestellt und muss beantwortet werden.ich bin mir sicher, dass da schon gebastelt wird.
KlausGraf antwortete am 2010/06/19 14:43:
ich bin mir sicher
dass daraus ebenso wenig etwas wird wie in deutschland.ah ja: ich weiß, was eine parlamentarische anfrage ist.