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Partituren aus dem Internierungslager im Hessischen Hauptstaatsarchiv entdeckt
Das Gelände der Trabrennbahn in Ruhleben (Berlin) diente im Ersten Weltkrieg als Internierungslager für v. a. britische Zivilisten, die sich in Deutschland aufgehalten hatten und in Gewahrsam genommen waren. Darunter befanden sich zahlreiche professionelle Musiker, so dass im Lager regelmäßig ambitionierte musikalische Aufführungen stattfanden. In der so genannten Weltkriegssammlung des Hessischen Hauptstaatsarchivs (Abt. 3037) sind bei Ordnungsarbeiten mehrere Partituren ans Tageslicht gekommen, die für Aufführungen im Lager angefertigt worden waren und z. T. Dirigierzeichen enthalten:

1) Roland Bocquet (* 1878–nach 1941): „Ballade Nr. 1 in C“, für großes Orchester gesetzt von dem renommierten Dirigenten Frederick Charles Adler (1889–1959).

2) Charles Villiers Stanford (1852–1924): „Te Deum Laudamus“ für Chor und Orchester

3) A. G. Claypole: „Overture on National Airs“ für Streichorchester, zwei Flöten und Klavier

Hinzu kommen Orchesterfassungen der englischen Nationalhymne, von „Rule Britannia“, „Red, White and Blue“ und „It’s a long way to Tipperary“.
Als Ergänzung der Zeitungen und Programme aus dem „Ruhleben Camp“ sind die Noten von außerordentlichem Wert für die Geschichte des Lagers und die (englische) Musikgeschichte.
Kontakt: poststelle@hhstaw.hessen.de
Homepage: www.hauptstaatsarchiv.hessen.de
Dietmar Bartz meinte am 2014/03/11 17:20:
Überlieferungsgeschichte?
Wie ist das Konvolut nach Wiesbaden gekommen?

Hier ein Bericht über das Camp:
//www.centenarynews.com/article?id=1446

Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Ruhleben_internment_camp 
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Gast) antwortete am 2014/03/12 11:43:
Überlieferungsgeschichte unklar
Die Noten stammen aus einer Sammlung zum Ersten Weltkrieg, die als geschlossenes Corpus ans Hessische Hauptstaatsarchiv gelangte, vgl. dazu den Artikel in den Archivnachrichten aus Hessen 13/1 (2013): //www.hauptstaatsarchiv.hessen.de/irj/HHStAW_Internet?cid=80b5b2e9619bace1a92e73efa0501ba9 (bzw. auf der Seite des Hessischen Hauptstaatsarchivs unter Veranstaltungen und Publikationen "Archivnachrichten". 
Dietmar Bartz antwortete am 2014/03/12 21:53:
Ja, danke,
keinerlei Informationen. Dass nicht einmal die DIenstregistratur etwas hergibt, das Akzessions-Tagebuch, eine Bestandsanalyse... schönes Thema für einen Bachelor-Arbeit, eigentlich. 
KlausGraf antwortete am 2014/03/12 22:06:
Vielleicht einfach mal lesen?
Der Artikel in den Archivnachrichten gibt doch am Schluss eine substantielle Information: Dass die Sammlung möglicherweise in Hamburg zusammengetragen wurde.

"Zwischen 1914 und 1918 legten Bibliotheken, Archive, Museen und Privatpersonen überall im Deutschen Reich Weltkriegssammlungen an, in denen der Erste Weltkrieg als "große Zeitenwende" akribisch dokumentiert wurde."
https://www.kriegssammlungen.de/

Die Wiesbadener Sammlung fehlt in der dortigen Datenbank.

Es leuchtet ein, dass in solche Pertinenz-Sammlungen neben öffentlich zugänglicher grauer Literatur nicht selten auch handschriftliche Materialien bzw. Archivgut Eingang fanden. Von daher sind die Möglichkeiten, etwas über den Weg von dem Camp nach Wiesbaden herauszufinden, aus meiner Sicht außerordentlich begrenzt. 
 

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