Digitale Bibliotheken
Man braucht nur einmal goethe einmal bei der unsäglichen Europeana und bei http://www.songza.com einzugeben, um zu begreifen, dass der Zug für solche anmaßenden Projekte wie Europeana abgefahren ist. Was auf Europeana an kurzen Ton- und Videoschnipseln zu Goethe vorhanden ist, ist lächerlich. Via Songzaa aber hat man Zugriff z.B. auf zwei Erlkönig-Videos, eine gute Konzertaufnahme und ein witziges Schulprojekt, oder den Eingangsmonolog des Faust.
Und im Original selbst ist noch eine ganze Menge mehr zum Erlkönig vorhanden:
http://www.youtube.com/results?search_query=erlkönig&search_type=&aq=f
Glaubt irgendjemand ernsthaft, jemand würde Europeana statt YouTube konsultieren oder auch nur ergänzend? Die Qualität von YouTube übertrifft die kargen Europeana-Inhalte bei weitem.
Und im Original selbst ist noch eine ganze Menge mehr zum Erlkönig vorhanden:
http://www.youtube.com/results?search_query=erlkönig&search_type=&aq=f
Glaubt irgendjemand ernsthaft, jemand würde Europeana statt YouTube konsultieren oder auch nur ergänzend? Die Qualität von YouTube übertrifft die kargen Europeana-Inhalte bei weitem.
KlausGraf - am Samstag, 15. November 2008, 02:46 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=faecher_index&l=de
Im Bereich Rechtswissenschaft gibt es gut 1000 Titel.
Im Bereich Rechtswissenschaft gibt es gut 1000 Titel.
KlausGraf - am Freitag, 14. November 2008, 23:42 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://www.europeana.eu/
Wenn ich das recht sehe, kommt man bereits jetzt nach kostenloser Registrierung rein.
Wie die meisten europäischen Projekte ist das (noch! BETA) eine Sammlung heißer Luft, eine fehlerbehaftete Meta-Suche zu den digitalen Inhalten diverser Anbieter.
Die Metadaten sind teilweise völlig unzulänglich. Man sieht mitunter in der Übersicht mehr Inhalte als in den in Europeana selbst und muss zum Originalkontext wechseln, wenn man einigermaßen korrekte Metadaten sucht.
Aber was, wenn Europeana der Originalkontext ist?
"Hello Friend,
Here is a link to a Europeana cultural treasure:
http://www.europeana.eu/resolve/record/05002/407C70F50ED68154FF31E62AA8460FF7BAB4FB9D "
Wenn der entsprechende Server offline ist, kommt man nicht weiter ...
Das übliche Copyfraud bei 2-D-Abbildungen gibts als Dreingabe, obwohl die EU eigentlich Wert darauf legt, dass bei der Digitalisierung kein neues Schutzrecht bei gemeinfreien Vorlagen entsteht.
Immerhin kann man die Bilder aus dem ÖNB-Bildarchiv ohne hässliches Wasserzeichen größer als im ÖNB-Webangebot sehen.
Nett ist auch, wenn es bei einem Bild aus einer Gutenberg-Bibel heisst:
"Diffusion uniquement sur le territoire français. (C) BPK, Berlin, Dist RMN"
Viele Bilder sind einfach zu klein, in vielen Fällen fehlen Bilder ganz (z.B. Suche nach baldung). Hier ist ein Beispiel für die Unverschämtheit, dass Europeana den Nutzer mit einem kostenlosen Thumbnail für ein kostenpflichtiges Angebot (SCRAN) abspeist:

Zum Suchwort nider gibt es ganze 3 Treffer, davon 2 Gallica-Bücher (Sprache ist fr statt richtig Latein). Was in Europa an Werken von Johannes Nider digitalisiert ist, ersieht man aus:
http://www.philological.bham.ac.uk/bibliography/n.html
Ergänzend: OAIster
Gallica2 hat zu Nider 148 Treffer. Sollte nicht eigentlich Europeana als Volltextsuche eine Konkurrenz zu Google Book Search sein?
Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass der Berg einmal mehr kreißte, aber nicht einmal ein Mäuslein dabei herauskam. Eher etwas von Milbengröße.
UPDATE:
Fortsetzung des Beitrags und der Kritik
http://archiv.twoday.net/stories/5335447/
Wenn ich das recht sehe, kommt man bereits jetzt nach kostenloser Registrierung rein.
Wie die meisten europäischen Projekte ist das (noch! BETA) eine Sammlung heißer Luft, eine fehlerbehaftete Meta-Suche zu den digitalen Inhalten diverser Anbieter.
Die Metadaten sind teilweise völlig unzulänglich. Man sieht mitunter in der Übersicht mehr Inhalte als in den in Europeana selbst und muss zum Originalkontext wechseln, wenn man einigermaßen korrekte Metadaten sucht.
Aber was, wenn Europeana der Originalkontext ist?
"Hello Friend,
Here is a link to a Europeana cultural treasure:
http://www.europeana.eu/resolve/record/05002/407C70F50ED68154FF31E62AA8460FF7BAB4FB9D "
Wenn der entsprechende Server offline ist, kommt man nicht weiter ...
Das übliche Copyfraud bei 2-D-Abbildungen gibts als Dreingabe, obwohl die EU eigentlich Wert darauf legt, dass bei der Digitalisierung kein neues Schutzrecht bei gemeinfreien Vorlagen entsteht.
Immerhin kann man die Bilder aus dem ÖNB-Bildarchiv ohne hässliches Wasserzeichen größer als im ÖNB-Webangebot sehen.
Nett ist auch, wenn es bei einem Bild aus einer Gutenberg-Bibel heisst:
"Diffusion uniquement sur le territoire français. (C) BPK, Berlin, Dist RMN"
Viele Bilder sind einfach zu klein, in vielen Fällen fehlen Bilder ganz (z.B. Suche nach baldung). Hier ist ein Beispiel für die Unverschämtheit, dass Europeana den Nutzer mit einem kostenlosen Thumbnail für ein kostenpflichtiges Angebot (SCRAN) abspeist:
Zum Suchwort nider gibt es ganze 3 Treffer, davon 2 Gallica-Bücher (Sprache ist fr statt richtig Latein). Was in Europa an Werken von Johannes Nider digitalisiert ist, ersieht man aus:
http://www.philological.bham.ac.uk/bibliography/n.html
Ergänzend: OAIster
Gallica2 hat zu Nider 148 Treffer. Sollte nicht eigentlich Europeana als Volltextsuche eine Konkurrenz zu Google Book Search sein?
Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass der Berg einmal mehr kreißte, aber nicht einmal ein Mäuslein dabei herauskam. Eher etwas von Milbengröße.
UPDATE:
Fortsetzung des Beitrags und der Kritik
http://archiv.twoday.net/stories/5335447/
KlausGraf - am Freitag, 14. November 2008, 23:05 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
http://www.arl.org/bm~doc/google-settlement-13nov08.pdf
Eine Zusammenfassung für US-Bibliotheken.
Hilfreich ist auch:
http://newsbreaks.infotoday.com/nbReader.asp?ArticleId=51429
Einige Notizen dazu (ergänzend zu:
http://archiv.twoday.net/stories/5288869/
http://archiv.twoday.net/stories/5284996/ )
Die Schnipsel-Anzeige für nicht-vergriffene Bücher entfällt.
Die Sicherheitsbestimmungen für die digitalen Kopien der teilnehmenden Bibliotheken muten sehr übertrieben an. Es gibt durchaus weit offene Einfallstore für von Google nicht erwünschte Nutzungen.
Wenn Google mit seinem DRM nicht nachrüstet, wird man an den Bibliotheksgeräten der Public Libraries natürlich auch die derzeitige Umgehungsmöglichkeit praktizieren können:
http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Google_Book_Search#Umgehen_von_Googles_Digital_Rights_Management
Beispiel einer "geschützten" Seite
Hacker können aber am einfachsten da ansetzen, wo auch bisher nicht ganz legale Zugriffe auf Wissen möglich waren, nämlich bei dem Remote Access für Uni-Angehörige, der bei den institutionellen Subskriptionen möglich sein soll. Sofern die unzähligen US-Unis und Colleges ihr Sicherheits-Management nicht völlig umstellen, ist ein Remote-Access mit Benutzername und Passwort alles andere als sicher.
Bereits jetzt werden insbesondere in China ezproxy-Passwörter verbreitet (Beispiel). Es gibt auch eigene Foren, die solche, oft nur wenige Stunden gültigen Passwörter mitteilen. Ein Hase-Igel-Spiel, an dem heute als Wissens-Nutzer jeder teilnehmen kann, insbesondere, wenn er sich durch einen Anonymizer gegen Strafverfolgung abgesichert hat.
Eine Zusammenfassung für US-Bibliotheken.
Hilfreich ist auch:
http://newsbreaks.infotoday.com/nbReader.asp?ArticleId=51429
Einige Notizen dazu (ergänzend zu:
http://archiv.twoday.net/stories/5288869/
http://archiv.twoday.net/stories/5284996/ )
Die Schnipsel-Anzeige für nicht-vergriffene Bücher entfällt.
Die Sicherheitsbestimmungen für die digitalen Kopien der teilnehmenden Bibliotheken muten sehr übertrieben an. Es gibt durchaus weit offene Einfallstore für von Google nicht erwünschte Nutzungen.
Wenn Google mit seinem DRM nicht nachrüstet, wird man an den Bibliotheksgeräten der Public Libraries natürlich auch die derzeitige Umgehungsmöglichkeit praktizieren können:
http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Google_Book_Search#Umgehen_von_Googles_Digital_Rights_Management
Beispiel einer "geschützten" Seite
Hacker können aber am einfachsten da ansetzen, wo auch bisher nicht ganz legale Zugriffe auf Wissen möglich waren, nämlich bei dem Remote Access für Uni-Angehörige, der bei den institutionellen Subskriptionen möglich sein soll. Sofern die unzähligen US-Unis und Colleges ihr Sicherheits-Management nicht völlig umstellen, ist ein Remote-Access mit Benutzername und Passwort alles andere als sicher.
Bereits jetzt werden insbesondere in China ezproxy-Passwörter verbreitet (Beispiel). Es gibt auch eigene Foren, die solche, oft nur wenige Stunden gültigen Passwörter mitteilen. Ein Hase-Igel-Spiel, an dem heute als Wissens-Nutzer jeder teilnehmen kann, insbesondere, wenn er sich durch einen Anonymizer gegen Strafverfolgung abgesichert hat.
KlausGraf - am Freitag, 14. November 2008, 21:57 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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Etliche der kulturgeschichtlichen Monographien liegen in Köln digitalisiert vor:
http://www.digitalis.uni-koeln.de/digitaletexte.html
http://www.digitalis.uni-koeln.de/digitaletexte.html
KlausGraf - am Freitag, 14. November 2008, 01:05 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Donnerstag, 13. November 2008, 13:01 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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http://openlibrary.org/
Großartig, denkt man, denn die BPL hat natürlich auch ganz viele deutsche Bücher. Bereitgestellt werden die Bücher nach 5-7 Werktagen, so das Versprechen, im Internetarchiv (also meist gute Scanqualität).
Die Pferdefüße:
Man muss die Login-Hürde bewältigen (zum englischen Interface, in dem man allein einen neuen Account anlegen kann, kommt man mit Cookies ggf. löschen und einem US-Proxy)
Die Auswahl deutschsprachiger Bücher aus der BPL, die schon in der Open Library sind, ist sehr klein.
Der Server ist unendlich langsam und alles sehr beta.
Und wie die Scan-Schlange zeigt, dauert es wohl noch ein paar Jahre, bis die Verheißung 5-7 Werktage realisiert werden kann :-(
http://openlibrary.org/scan_queue
Update 17.11.: Der erste Wunsch-Scan ist fertig:
http://archiv.twoday.net/stories/5328191/
Großartig, denkt man, denn die BPL hat natürlich auch ganz viele deutsche Bücher. Bereitgestellt werden die Bücher nach 5-7 Werktagen, so das Versprechen, im Internetarchiv (also meist gute Scanqualität).
Die Pferdefüße:
Man muss die Login-Hürde bewältigen (zum englischen Interface, in dem man allein einen neuen Account anlegen kann, kommt man mit Cookies ggf. löschen und einem US-Proxy)
Die Auswahl deutschsprachiger Bücher aus der BPL, die schon in der Open Library sind, ist sehr klein.
Der Server ist unendlich langsam und alles sehr beta.
Und wie die Scan-Schlange zeigt, dauert es wohl noch ein paar Jahre, bis die Verheißung 5-7 Werktage realisiert werden kann :-(
http://openlibrary.org/scan_queue
Update 17.11.: Der erste Wunsch-Scan ist fertig:
http://archiv.twoday.net/stories/5328191/
KlausGraf - am Dienstag, 11. November 2008, 21:06 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Dienstag, 11. November 2008, 02:53 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
http://beinecke.library.yale.edu/digitallibrary/
Via
http://beineckepoetry.wordpress.com/2008/11/10/beinecke-image-guides/
Neu ist, dass bestimmte Sammlungsgruppen der reichen Digital Library der renommierten Yale-Bibliothek nunmehr als einzelne digitale Sammlungen durchstöbert werden können.

Via
http://beineckepoetry.wordpress.com/2008/11/10/beinecke-image-guides/
Neu ist, dass bestimmte Sammlungsgruppen der reichen Digital Library der renommierten Yale-Bibliothek nunmehr als einzelne digitale Sammlungen durchstöbert werden können.

KlausGraf - am Montag, 10. November 2008, 21:42 - Rubrik: Digitale Bibliotheken
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KlausGraf - am Donnerstag, 6. November 2008, 22:20 - Rubrik: Digitale Bibliotheken