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Der Kunstberater Christoph Graf Douglas, Mitglied im Verwaltungsrat der Zähringer Stiftung ("Bock als Gärtner") und verantwortlich für den skandalösen Ausverkauf des Baden-Kulturguts 1995 (ebenso wie für die Welfen-Auktion 2005) wurde auf Schloss Langenstein im Hegau geboren. Seine genealogischen Beziehungen zur Familie der Markgrafen von Baden entbehren nicht einer pikanten Note.

http://www.angelfire.com/in/heinbruins/Ludwig1.html (im Google-Cache) ergibt:

Count Christoph Douglas (*1948), m.1948 Bergit Oetker (*1946) ist der Sohn von Graf Ludwig Douglas (1909-79) und der Edith Straehl. Graf Ludwig war der Sohn von Graf Robert, Sohn des Ludvig. Dieser Ludvig war der Sohn von Carl Israel Graf Douglas (1824-1891), der mit Gräfin Louise von Langenstein und Gondelsheim verheiratet war. Diese war ein uneheliches Kind von Großherzog Ludwig I. von Baden aus der Verbindung mit der jungen Tänzerin Katharina Werner, später geadelte Gräfin von Langenstein und Gondelsheim.

Zu den schwedischen Grafen Douglas:
http://books.google.com/books?&id=ucgEAAAAIAAJ&pg=PA560

Zur Liäson http://www.an-netz.de/home/fam-kramer/buch_6.htm

Zitat:
"In einer liebenswürdigen Harmonie von Verstand und Herz sorgte Großherzog Ludwig für seine beiden Kinder und deren Mutter. Er ließ sich dabei Zeit und war bedachtsam planend. 1823 war’s, als er seinen Sohn Ludwig zum Grafen von Gondelsheim und dessen Mutter zur Gräfin von Gondelsheim ernannte. Am 13. August des gleichen Jahres stellte er seinen "natürlichen Sohn", wie es in den Urkunden heißt, "einem in standesmäßiger Ehe erzeugten Sohn gleich", allerdings "nur in dem Maße und zu dem Ende, daß er wie ein ehelicher Sohn in sein Privatvermögen zu succedieren berechtigt sein soll". Von Thronfolge wohlweislich keine Rede. Drei Jahre später kaufte Großherzog Ludwig mit Urkunde vom 24. Juni 1826 die Herrschaft Langenstein im Hegau mit allen Dörfern, Liegenschaften und Rechten, die dazugehörten. [...]

Nicht ganz ein Jahr nach dem Kauf der Herrschaft Langenstein, am 9. April 1827, verlieh Ludwig, Großherzog von Baden, seinem gleichnamigen Sohn, Grafen von Gondelsheim, den Titel und die Würde eines Grafen von Langenstein, seiner Tochter, der Gräfin Louise von Gondelsheim, den Titel und die Würde einer Gräfin von Langenstein, denselben Titel und dieselbe Würde der Mutter seiner Kinder, der Gräfin Katharina von Gondelsheim.

Gleichzeitig mit dieser Rangerhöhung bekam Ludwigs Familie ein eigenes Wappen. Als Großherzog Ludwig am 30. März 1830 im Alter von 67 Jahren starb, erbte die "Langensteiner Verwandtschaft" sein gesamtes Privatvermögen von 3 199 525 Gulden."

***

Nach http://archiv.twoday.net/stories/2836746/ erschien Graf Douglas in Konstanz als Vertreter des Markgrafen von Baden. Angesichts des eklatanten Interessenkonflikts ist seine Abberufung aus dem Verwaltungsrat der vom Haus Baden beherrschten Stiftung zwingend geboten.

Da Prof. Siebenmorgen, der von Amts wegen als Direktor des Landesmuseums im Verwaltungsrat der Zähringer Stiftung sitzt, ein Studienfreund von Graf Douglas ist, dürfte es bei den Sitzungen recht familiär zugehen ...
KlausGraf meinte am 2006/11/06 04:21:
Bezeichnender Rückblick auf die Auktion 1995
http://www.tu-cottbus.de/lookingforwards/pdf/24douglas.pdf (Englisch)

Ein Schlüsseltext!

Einerseits:
"In my job as director of Sotheby’s Germany from 1987 until Dezember 1995, I
have experienced time and again how entire castles, houses and documents – where
the life of generations or the passion for collection of a whole lifetime had been
wonderfully preserved - were broken up in no time and scattered to the winds. I,
personally, found the destruction awful and the breaking up like a murder of history."

Andererseits:

"I was responsible for this sale and maybe I could have stopped it -
what then?
If the state would have bought the complete contents of the castle then all the
objects would have disappeared behind showcases and in tidy warehouses. That,
what made this house so special was the history one felt when walking through it
and it is this, that would have been destroyed by the state.
The private and personal charm would have been gone forever. Isn’t it
reasonable that people have the possibility today to acquire pieces of history - to
admire them and to use them in their daily life. Isn’t it joyful to see the great
interest of local citizens in buying a piece of national heritage and in preserving it
in their own homes. Nothing can be stopped. Time is running and we are running
behind. Everything else is false sentimentality."

Graf Douglas will Geschäfte machen, dass geschlossene Ensembles dabei vernichtet werden ist für ihn bedauerlich, aber nicht zu vermeiden. Es wäre an der Zeit, diesen selbsternannten Kulturgutschützer als den üblen Patron darzustellen, der er ist. 
KlausGraf antwortete am 2006/12/01 05:30:
Douglasiana
"Als Rogasch jetzt im Haus der Kunst mit illustrer Runde das Thema "Bestandsicherung von national wertvollem Kulturgut in Privatbesitz" diskutierte, prallte der vehemente Appell des Kunsthändlers Graf Douglas gegen die "Nationalisierung von Kunst" auf die Meinung des Direktors des deutschen Historischen Museums Hans Ottomeyer, daß viele Objekte - von Auftraggeber und Künstler gewollt als integraler Bestandteil einem Standort verbunden - nach Kräften an ihrem historischen Platz zu halten seien." (FAZ 26.1.2005)

Zur Welfenauktion siehe
http://log.netbib.de/index.php?s=welfen

Zum Engagement bei Kulturgutverlusten in Donaueschingen:
""Die Leute tun immer so, als würden die Tannen nicht Zapfen, sondern Gold
abwerfen." Das sagt nicht Fürst Jocki, sondern Christoph Graf Douglas. Er,
einer der einflussreichsten Kunsthändler Deutschlands, hat schon manch
adeligen Besitz eindrucksvoll verhökert und berät die fürstliche Familie in
Sachen Kunst und Kultur. Ob ein Händler da ganz unvoreingenommen ist, sei
dahingestellt. Gute Fürsten-PR macht der Graf, ganz deutsch-schottisches
Understatement in Samtcordhosen, in jedem Fall. Dann erzählt er, selbst ein
Sprössling aus altem Adel, dass sich die Familie doch immer selbstlos als
eine Art freiwilliges Kultusministerium der Baar verstanden habe, Schlösser
und Parks für jedermann offen und in Ordnung halte, was eine unvorstellbare
Aufgabe sei - "pflegen Sie mal vier Hektar Dach!". "
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/siemes.htm

Am 9.12.2003 brachte die FAZ ein ziemlich unkritisches Kurzporträt des Kunstberaters (*1948), der von 1980 bis Nov. 1995 für Sotheby's tätig war

Am 19.4.2001 berichtete Capital über einen spektakulären Coup von Douglas, der mit einem anderen Ex-Sotheby's-Mitarbeiter eine hochkarätige Expressionisten-Sammlung (von Ahlers) kaufte, um sie im Einzelverkauf zu verticken.

BUNTE 9.12.1999 berichtete von "992 Stuecken aus europaeischen Fuerstenhaeusern, die am 8. und 9. 12. bei Sotheby's in Muenchen versteigert werden. Groesstenteils zusammengetragen von Kunstberater Christoph Graf Douglas, 51. "Ich wusste, dass eine Reihe meiner Kunden noch Dinge im Tresor haben, die sie nie benutzen", sagt der Graf. "Und die habe ich ihnen sozusagen fuer die Auktion abgeschwatzt."" 
KlausGraf meinte am 2007/01/29 00:59:
Geschichte von Schloss Langenstein
http://www.fasnachtsmuseum.de/Schloss/hauptteil_schloss.html

"Im Jahre 1826 entschloss sich Graf Karl von Welsperg die stark verschuldete Herrschaft Langenstein samt den Orten Eigeltingen und Orsingen zu verkaufen. Mit dem Fürsten Karl Egon zu Fürstenberg, dem er den Besitz zunächst offerierte; wurde der Graf nicht handelseinig. Schließlich übernahm Großherzog Ludwig von Baden die angebotenen Objekte um 190000 Gulden. Noch im selben Jahr kaufte dieser auch die Dörfer Volkertshausen und Beuren an der Aach, die bereits 1814 durch die Welsperger veräußert worden waren, zurück. Der kapitalkräftige Landesherr konnte den Langensteiner Besitz außerdem durch die Erwerbung des Hofgutes Dauenberg (1827) und der Herrschaft Heilsberg mit Gottmadingen und Ebringen (1829) noch erheblich vergrößern.

Alle diese Besitzungen, dazu das meiste seines sonstigen umfangreichen privaten Grundvermögens mit den darauf ruhenden Rechten im Hegau, Linzgau, im Donautal und im badischen Unterland wurden nach seinem Willen im »Gräflich Langensteinischen Stammgut« zusammengefaßt. Dies erbte nach dem Tod des Großherzogs 1830 sein Sohn Graf Ludwig von Langenstein. Dank der beträchtlichen Hinterlassenschaft des Großherzogs und einer guten Finanzverwaltung gelangen Ludwig und seiner Mutter in den folgenden Jahren noch einige weitere vorteilhafte Erwerbungen." 
 

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