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Nachdem am Vormittag einmal mehr das Digitale Archiv NRW Thema war, ohne dass man irgendetwas Konkretes erfuhr, standen am Nachmittag Vorstandswahlen an. Für den Stellvertreterposten hatte ich mich per Rundmail mit folgendem Wahlprogramm in Sachen Web 2.0 zur Wahl gestellt: "mit der Anmeldung zu unserem Treffen möchte ich zugleich meinen Hut in den Ring werfen. Ich möchte für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden kandidieren und damit eine programmatische Ausrichtung in Sachen Web 2.0 zum Ausdruck bringen. Meines Erachtens ist es überfällig, dass unsere Arbeitsgemeinschaft sich angemessen im Internet und auch den sozialen Netzwerken präsentiert. Ich würde also im Fall meiner Wahl einen Internetauftritt mit Weblog, das Neuigkeiten aus den einzelnen Archiven mitteilen sollte, aufsetzen und Seiten auf Facebook, Google+ und Twitter einrichten. Wie Sie vermutlich wissen, vertrete ich die Ansicht, dass im Archivwesen in Sachen Web 2.0 zu wenig passiert. Wenn Sie mir Ihre Stimme geben, sollten Sie auch bereit sein, aktiv an diesen Auftritten mitzuarbeiten, da die Bereitstellung der entsprechenden Informationen (Meldungen, Bilder) nicht im Alleingang zu bewältigen ist. Auch wenn einzelne Archive schon die ersten Schritte in Sachen Web 2.0 gegangen sind, bietet ein gemeinsamer Auftritt Chancen für gemeinsames Lernen und Erproben." Jörg Lorenz wurde als 1. Vorsitzender wiedergewählt, als sein Stellvertreter Dr. Unger (Düsseldorf). Mein Ergebnis ist mit krachende Niederlage noch recht dezent beschrieben: 15 stimmberechtigte Archive gab es, und keine Ja-Stimme für mich. Neben persönlichen Vorbehalten und der Abneigung gegen Web 2.0 dürfte die entscheidende Rolle gespielt haben, dass Lorenz massiv und äußerst unfair Werbung für den von ihm vorgesehenen Kandidaten gemacht hatte, sowohl in seinen Ausführungen als Vorsitzender als auch in seiner Vorstellung. Und damit es auch die weniger Hellen mitbekommen, vergaß er nicht zu erwähnen, dass er es "nicht gut" finde, dass ich mit einem Programm in Sachen Web 2.0 angetreten sei. das sei vorher nicht ausdiskutiert worden.

Das Problem ist nicht Dr. Unger, dem ich die Wahl gönne und der ja mit seinem Facebook-Auftritt durchaus zeigt, dass er im Web 2.0 angekommen ist. Das Problem ist Lorenz, ein Seiteneinsteiger ohne Laufbahnvoraussetzungen, der die AG uninspiriert leitet.
Claudia (Gast) meinte am 2013/02/27 09:39:
ein Seiteneinsteiger ohne Laufbahnvoraussetzungen
Der Dünkel ist nicht tot zu kriegen. Kein Wunder, dass es dem dt. Archivwesen an Nachwuchs mangelt - in dem Fall ist das auch gut so! 
Stefan (Gast) antwortete am 2013/02/27 10:56:
Seiteneinsteiger
Ohne den konkreten Fall bewerten zu wollen: Es geht unabhängig von fehlenden oder vorliegenden Laufbahnvoraussetzungen m.E. doch eher um das Engagement des einzelnen Archivars, sowohl archivfachlich als auch in Bezug auf Entwicklungen wie Web 2.0.
Der Vorwurf ist insofern schief, als demnach ein Archivar ohne Laufbahnvoraussetzung bei bestem Engagement nie höher anzusiedeln wäre als der faulste/konservativste/schlechteste Archivar mit vorliegender Laufbahnvoraussetzung.
Mit der obigen Aussage ist nun wirklich niemandem geholfen. 
Claudia (Gast) antwortete am 2013/02/27 12:29:
Genau diesen Dünkel
"als demnach ein Archivar ohne Laufbahnvoraussetzung bei bestem Engagement nie höher anzusiedeln wäre als der faulste/konservativste/schlechteste Archivar mit vorliegender Laufbahnvoraussetzung."

Jeder engagierte Quereinsteiger ist besser als jeder in seinen Dünkeln lebende, faule und schlechte Archivar(in)! 
Stefan (Gast) antwortete am 2013/02/27 12:52:
Dünkel hat nichts mit Arbeitsqualität zu tun.
Wir sollten Dünkel von Arbeitsqualität trennen. Sind 2 Paar Schuhe. Engagierte Quereinsteiger sind auch nicht per se gute Archivare, können es aber sein. Pauschalisierungen verbieten sich in jede Richtung. 
Martin Löning (Gast) meinte am 2013/02/27 14:38:
Kritik und Selbstkritik
Um noch einmal auf den Ausgangspunkt der Diskussion um Dünkel und Laufbahnvoraussetzungen zu kommen: Als ein Teilnehmer des Treffens möchte ich einige Aspekte im Bericht von Klaus Graf nicht unkommentiert stehen lassen.
Vorab bemerkt: Es ist angenehm, dass in der 15jährigen Geschichte der Arbeitsgemeinschaft der NRW-Hochschularchive bisher "Laufbahnvoraussetzungen" nicht das entscheidende Kriterium für Beurteilung einer wie auch immer gearteten Leistung einer Kollegin/eines Kollegen waren. Es macht Spaß, in der AG mit erfahrenen/unerfahrenen, jungen/alten, Marburgern/Seiteneinsteigern, aber fast immer engagierten Kolleginnen und Kollegen in einen Erfahrungsaustausch zu treten.
Gegen sachliche Kritik an der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft oder des Vorsitzenden von Klaus Graf wäre nichts einzuwenden. Wenn diese aber vor Ort unterbleibt (vor und bei der Wahl einstimmig wiedergewählten und des m.E. zu Unrecht gescholtenen Vorsitzenden), um dann wenig später im Blog "Archivalia" - in unfairer Weise und mit einem persönlichen Angriff versehen - nachgeholt zu werden, finde ich das zumindest einen schlechten Stil.
Darüber hinaus wäre angesichts des Abstimmungsergebnisses vielleicht auch ein wenig Selbstkritik von Herrn Graf angebracht. Es auf die "massive und äußerst unfaire Werbung" allein zurückzuführen, ist mir persönlich ein bisschen zu dünn und blendet die Wirklichkeit aus.
Und schließlich wäre es schön, wenn die Kolleginnen und Kollegen von den enormen Kenntnissen von Herrn Graf profitieren könnten, insbesondere denke ich da an die Bereiche Recht und Web 2.0, und persönliche Animositäten im Blog keinen Platz hätten.
P.S.: Ja, auch ich bin ein "Seiteneinsteiger ohne Laufbahnvoraussetzungen". 
KlausGraf antwortete am 2013/02/27 16:51:
Wozu braucht es eine Archivausbildung, wenn es ohne genausogut geht?
was ist das für ein Signal, wenn die Hochschularchivare in NRW an die Spitze ihrer Arbeitsgemeinschaft keinen Facharchivar setzen?

Ich frag ja nur.

Unfair war das Vorgehen von Lorenz, der sich nicht an die Spielregeln der demokratischen Fairness gehalten hat. Er hat es noch nicht einmal im Vorfeld der Wahl z.B. in der Mittagspause für nötig erachtet, einige Worte mit mir wegen meiner Kandidatur zu wechseln.

Wieso sollte ich selbstkritisch sein? Ich habe einen konstruktiven Vorschlag gemacht und jede Menge freiwillige Arbeit angeboten, um die AG mit Web 2.0 vertraut zu machen. Was soll daran falsch sein?

Es gab zu meiner Person keine Aussprache, also ist es einfach nur infam, jetzt ohne irgendwelche Andeutungen Selbstkritik zu fordern.

Dass ich nachträglich Kritik an Lorenz übe, den ich wiedergewählt habe, statt in der Veranstaltung, sollte doch im Interesse eines gedeihlichen Miteinanders sein. Ich war auch erst einmal sprachlos über das unfaire Vorgehen von Lorenz und mein Ergebnis.

Ich habe nichts zurückzunehmen. 
Stefan (Gast) antwortete am 2013/02/27 17:40:
Das verstehe wer will...
Herr Graf, Sie wünschen sich einen Facharchivar an der Spitze der AG, haben selbst aber für Herrn Lorenz (den von Ihnen als Seiteneinsteiger "geouteten" Kollegen) gestimmt? Verstehe ich nicht. Dann hätten Sie sich bei der Wahl auch enthalten können, wenn Sie sich nicht selbst wählen wollten.
Ich kenne den Hintergrund nicht, ob die AG mehrheitlich aus Seiteneinsteigern oder Facharchivaren besteht. Je nach Besetzung ist Ihre fachliche Position dann möglicherweise schwerer durchzusetzen. Mir scheint, auch wenn Sie nichts zurücknehmen wollen, dass es ohne Kommunikation innerhalb der AG wohl nicht gehen wird. Aber daran müssten Sie sich ebenfalls messen lassen. Zum Gedeihlichen Miteinander gehört sicher das Gespräch, aber nachträglich hier in Archivalia? Fragt sich verwundert ein Kollege aus einer anderen Archivsparte. 
Dr. Murke (Gast) meinte am 2013/02/27 18:00:
Außendarstellung
Nach längerem Durchstöbern des Weblogs tendiert man schon als externer Beobachter dazu, die AG zur Nicht-Wahl Herrn Dr. Grafs zu beglückwünschen. Es scheint wenig erstrebenswert, sich unter Federführung des sich durch die (virtuelle) Öffentlichkeit pöbelnden Herrn Dr. Grafs durch ein Weblog vertreten zu lassen.
Auch offensichtlich vorliegende Laufbahnvoraussetzungen machen noch keine professionelle und/oder qualifizierte und/oder wünschenswerte Außenwirkung.
Man kann nun natürlich mit (Medien-)Wirksamkeit argumentieren. Wer am lautesten schrei(b)t, wird am ehesten gehört. Ob das aber immer zielführend ist, sei dahingestellt.
Sie tragen hier viele interessante und wertvolle Informationen zusammen. Bedauerlich ist, dass die stetigen Anfeindungen und Abwertungen der Arbeit anderer den Leser dennoch häufig mit Erstaunen, Entsetzen aber auch kopfschüttelnder Belustigung zurücklässt. 
Beobacher (Gast) antwortete am 2013/02/27 18:10:
Sobald Graf nicht im eigenen Blog und unter deutlich ganz persönlicher privater Verantwortung tätig ist, ob bei der AG Frühe Neuzeit, bei Ordensgeschichte, selbst bei Netbib, waren seine Beiträge im Ton durchaus gemäßigter. Eine Zunft, die sich wie die deutschen Historiker und Archivare jegliche Kritik von vornherein verbittet, kann man schon wissenschaftlich ohnehin nicht ernstnehmen. Einmal wurde er sogar gerichtlich verklagt, weil ein Trottel sich als "Koryphäe" beleidigt sah... Wenn man die Möglichkeit hat, Web 2.0 mit einem online bestens vernetzten Kenner wie Graf zu machen, und dann sogar die Äußerung bereits vorhandener Web-2.0-Ideen als illoyal wertet, dann ist einem nicht mehr zu helfen. 
 

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