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http://www.historischer-verein-donauwoerth.de/images/pdf/ZELZER-BIOGRAPHIE.pdf

Auszug: "Ab 1961 lebte Maria Zelzer mit ihrer Mutter in Stuttgart, wo sie bis 1968 Mitarbeiterin des Stadtarchivs war. Zu
jener Zeit hatte sich die Stadt Stuttgart unter Leitung des 1. Bürgermeisters Josef Hirn um Kontakte mit den in
aller Welt verstreuten ehemaligen jüdischen Mitbürgern bemüht. Maria Zelzer erhielt nun unter Josef Hirn, den
sie sehr zu schätzen begann, den Auftrag zur Fortführung der bereits begonnenen Kommunikation und der
Ausarbeitung einer Publikation zur Geschichte der Stuttgarter Juden. [...]

Recht bald musste Maria Zelzer erfahren, dass sie wegen ihrer Recherche zum jüdischen Gedenkbuch immer
stärker angefeindet wurde, zumal sie gleichzeitig mit der Materialsammlung für eine Chronik der Stadt Stuttgart
für die Jahre 1933 bis 1945 beauftragt worden war und sich damit ganz zwangsläufig mit Biographien einflussreicher, mitunter vorbelasteter Persönlichkeiten befassen musste. Deren Verhalten im Dritten Reich sollte nun
aber möglichst nicht allzu bekannt gemacht werden. Bereits im Februar 1962 erwähnte Professor Guggenheimer
Schwierigkeiten, denen Maria Zelzer durch "hoffnungslos unbelehrbare Individuen mit unbewältigter Vergangenheit" ausgesetzt war. Er riet ihr damals noch zu stillschweigendem Übergehen. Allerdings sieht 1965 seine
Einschätzung der Verhältnisse dann ganz anders aus. Nach all den schlimmen Erfahrungen der vergangenen
Jahre empfahl er Maria Zelzer zu dringend benötigtem Urlaub und möglichst schnellem Wegzug von Stuttgart."
 

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