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Immer wieder kommt es auf dem Gebiet des Freistaats Bayern zu Kulturgutverlusten, weil historische Sammlungen undokumentiert zerschlagen werden.

Hier eine - lückenhafte - Chronik von Fällen, die mir bekannt geworden sind.

Eichstätt (siehe http://archiv.twoday.net/stories/3534122/#3534125 ) ist also leider kein Einzelfall.

Warum in denkmalpflegerischen Sonntagsreden jedes oberbayerische Martl am Wegesrand als schützenswertes Kulturdenkmal gesehen wird, hochrangige Geschichtsquellen aber durch Zerstückelung der Vernichtung preisgegeben werden, erschließt sich mir nicht.

1987 oder früher [vgl. Kommentar]
Die Bibliothek der Franziska von Hohenheim auf Schloss Bächingen (Lkr. Dillingen) wird verkauft (wann?)
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4chingen_an_der_Brenz
(Derzeit mehrere Titel aus Bächingen im ZVAB)

1994 [s. Kommentar!]
wurde die in Waal befindliche Bibliothek derer von der Leyen (unter Einschluß der Bibliothek des Mainzer Erzbischofs Damian Hartard von der Leyen) versteigert:
http://archiv.twoday.net/stories/2947594/#2948180
[Nachtrag: http://archiv.twoday.net/stories/3588418/]

1993 und 1995
wurde Ausstattung des Thurn- und Taxis'schen Schlosses zu Regensburg bei Sotheby's versteigert.

1995
wurde die angebliche Schlossbibliothek Triefenstein versteigert, in Wirklichkeit Bücher der Freudenberger Linie der Fürsten Löwenstein
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/wertheim.htm
1985 war bei Sotheby's in München die Hofbibliothek der Rosenberger mit wichtigen alten Beständen aus den Abteien Neustadt und Bronnbach, eine Säkularisationsbeute der Fürsten, zum Verkauf gekommen, http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/privbib.htm

1999
"Graf Joachim von Ortenburg (1530-1600), der sein niederbayerisches Territorium 1563 dem Protestantismus anschloss, gilt als einer der bedeutendsten Fuehrer des Luthertums in Bayern im 16. Jahrhundert. Seine Bibliothek kann daher als wichtige konfessions- und kulturgeschichtliche Quelle gelten. Nachdem die Handschriften der Graeflich Ortenburg'schen Bibliothek im oberfraenkischen Schloss Tambach bereits in den 1980er Jahren ohne Aufsehen in den Antiquariatshandel gewandert waren - einige mittelalterliche Stuecke erwarb 1993 die Staatsbibliothek Berlin - und mehrere Tausend Drucke aus dem 18. bis 20. Jahrhundert 1699 als Dauerleihgabe der Universitaetsbibliothek Regensburg zugewendet worden waren (die Ortenburger Bibel kaufte das Deutsche Historische Museum), sind nunmehr auch zahlreiche Stuecke aus dem Besitz Graf Joachims versteigert worden. Auf der Auktion Nr. 79 am 20./21.9.1999 bei Venator & Hanstein KG in Koeln enthielt das Eigentuemerverzeichnis Nr. 8 130 Baende aus der Schlossbibliothek der Ortenburger. Die Katalogbeschreibungen machen deutlich, dass viele der alten Drucke aus dem 16. Jahrhundert laengere Eintragungen Graf Joachims und seiner Erben enthalten, die fuer die Kenntnis ihrer geistigen Interessen und der Adelskultur herangezogen werden koennten - wenn sie denn nicht in alle Welt verstreut worden waeren."
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg13332.html
Weiteres zur Tambacher Bibliothek:
http://log.netbib.de/archives/2006/01/10/ortenburg-druck-bei-wenner/
Siehe auch das kleine Dossier zu bayerischen Adelsbibliotheken:
http://www.ub.uni-dortmund.de/Listenarchive/LIB-L/200009/20000902.html#0

2000
schrieb der Antiquar Konrad Meuschel einen Aufsatz über eine wertvolle Graphikmappe des Bischofs und Kunstsammlers Johann Georg Zobel von Giebelstadt. Meuschel zerlegte das wichtige Zeugnis und verkaufte die Teile einzeln:
http://log.netbib.de/archives/2002/09/12/zobel-von-giebelstadt-als-kunstsammler/

2001
wurde die Freiherrlich Schrottenberg'sche Bibliothek (Bamberg) bei Reiss versteigert:
http://archiv.twoday.net/stories/1077078/

2004
Am 8.1.2004 berichtete die Mainpost: "Das legendäre Richtschwert, mit dem angeblich der Rimparer Ritter Wilhelm von Grumbach 1567 in Gotha geköpft und gevierteilt wurde, ist Bestandteil des Giebelstadter Zobel-Schlosses und darf nicht verkauft werden. Damit zog das Verwaltungsgericht Würzburg
einen vorläufigen Schlussstrich unter die umstrittene Schlossauktion in Giebelstadt (Lkr. Würzburg). Gegen das Urteil kann beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München Berufung eingelegt werden. Die Versteigerung im Schloss hatte im Herbst 2002 bundesweit Aufsehen
erregt. Damals sollte das Zobel’sche Tafelsilber und mehr aufwändig
versteigert werden. Für die Denkmalpflege war das ein Ausverkauf
fränkischer Geschichte. Das Landratsamt Würzburg schritt ein und setzte per Bescheid 64 Gegenstände auf eine Verbotsliste, darunter viele Familienporträts der alten fränkischen Adelsfamilie. Aber auch
Möbelstücke mit dem Wappen der Zobels durften nicht versteigert werden. Stefan Freiherr von Zobel, der die Versteigerung veranlasst hatte, wollte die Verbotsliste nicht hinnehmen und zog vor Gericht. Das Richtschwert wollte ein Rimparer für das dortige Schlossmuseum haben. […] Zur Zeit lagern die Gegenstände aus Sicherheitsgründen auf der Festung Marienberg in Würzburg."
Zur Versteigerung von 2002:
http://log.netbib.de/archives/2002/09/24/giebelstadt-nachlese-zur-versteigerung/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/24/giebelstadt-versteigerung-erfolgt/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/23/kunstkrimi-in-giebelstadt/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/19/giebelstadt-landratsamt-sichert-64-werke/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/19/schlo-giebelstadt/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/17/giebelstadt-starkes-stck/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/17/richtschwert-in-giebelstadt/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/17/portrts-in-giebelstadt/
http://log.netbib.de/archives/2002/09/11/groe-schloss-auktion/

2004
wurde Ausstattung aus dem Schloss Darstadt der Zobel von Giebelstadt versteigert:
http://log.netbib.de/archives/2004/06/19/wieder-adelsauktion-zobel-von-giebelstadt-zu-darstadt/

2005
wurde ein wertvolles Gebetbuch aus der Sammlung Oettingen-Wallerstein (Familienbibliothek, nicht in der UB Augsburg) bei J. Guenther angeboten
http://log.netbib.de/archives/2005/08/28/mehr-zum-kotzen-ausverkauf-in-harburg/
Zur Schlossibliothek Seyfriedsberg
http://archiv.twoday.net/stories/3560461/

2005/06
wurde die Adelsbibliothek derer von Fechenbach, also im Kern die Sammlung des letzten Fürstbischofs von Würzburg, bei Hartung & Hartung zerstückelt. Der UB Würzburg gelang es noch nicht einmal, den Bibliothekskatalog der Sammlung zu erwerben:
http://archiv.twoday.net/stories/1091758/ (Teil 1)
http://archiv.twoday.net/stories/2539169/ (Teil 2)
http://archiv.twoday.net/stories/2864195/ (Teil 3)

Bischofswappen Fechenbach

2006
wurde nicht nur das Inventar des Schlosses Neidstein (von Brand) versteigert, sondern auch die Adelsbibliothek:
http://archiv.twoday.net/stories/2864195/
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Neidstein
BCK meinte am 2007/04/15 20:20:
Zur Fürstenbibliothek von der Leyen
Kataloge:
Auktion / Arco-&-Flotow-Buch- und Kunstauktionen KG : wertvolle Bücher, Handschriften, Aquarelle. - München, 1.1991 - 7.1996[?]. (Anm.: Zusatz wechselt). ZDB-ID: 1112760-0.

Die letzte Auktion war Nr. 7 von 1996 und beinhalte u.a. Teile der Bibliothek des Franz Wilhelm von Asbeck, vgl. Einzelaufnahme der UB Würzburg, BV014889771

Ein Band aus der Arco & Flotow Auktion 4 (Reisewerke aus einer dt. Fürstenbibliothek, 6. Mai 1994) kam kürzlich wieder auf den Markt (Quelle: ILAB-LILA, via Google Cache, angeboten vom Antiquariat Inlibris GmbH (AUSTRIA) für 18,000 EUR). Hier der Originaleintrag:

Kaiser, Joseph Franz.
Lithographirte Ansichten der Steyermärkischen Staedte, Maerkte und Schloesser [...].

[Graz, 1825-35]. 128 kolorierte und montierte Lithographien (jeweils 150:95 mm bei einer Blattgrößevon 280:210 mm). Lose in 2 roten Maroquin-Kassetten der Zeit. Eine Kassette mit floraler Goldbordüre auf Rücken und Deckeln, kl. verg. Ornamenten und schmaler Stahlauflage als Mittelstück, ornament. Steh- u. Innenkantenvergoldung. Die andere Kassette mit goldgeprägtem Rückentitel und Zusatz "2. Abtheil.", reichster ornamentaler Rückenvergoldung, breiten verg. Deckelbord. u. -fileten, Eckfleurons, Steh- u. breiter Innenkantenvergoldung; Mittelschloß (Schließband fehlt). Innen jeweils mit grüner Moireeseide bezogen. 4to. Wunderschöne Auswahl aus der sogenannten "Alten Kaiser'schen Suite" in zwei eigens hierfür angefertigten Maroquinkassetten, zusammengestellt für den Fürsten Erwin von der Leyen. Jede der in meisterhaftem Altkolorit ausgeführten Lithographien auf sämischfarbene Albumblätter montiert und mit sauber lavierten bzw. schraffierten Rahmen versehen, diese zweifach in aufgelegtes Goldbrokatpapier gefaßt; die vielfach heraldisch gezierten Bezeichnungen in die getuschte Rahmung eingefügt. Durch das außergewöhnlich schöne Kolorit bekommen die romantischen, mit figürlichen Staffagen belebten Ansichten dichte Atmosphäre und Stimmung. Die Leuchtkraft der zahlreichen Farbnuancen läßt das nachempfinden, was bereits Wurzbach zum Werk von Kaisers Zeitgenossen Josef Kuwasseg (1799-1859) bemerkte, der ab 1830 für die Vorlagen der Lithographien verantwortlich zeichnete: meinte er doch, daß man dessen "herrliche" Arbeiten "mit dem wunderschönen schwellendkräftigen, warmbeseelten Grün, von goldenem Sonnenschein übergossen, so viel Leben und Poesie athmend, mit eigenen Augen gesehen haben [müssse], um sich die noch immer nicht zu hoch gegriffenen Preise zu erklären" (Wurzbach XIII, 435). - Beide Kassetten mit leichteren Schab- und Kratzspuren; Ecken leicht bestoßen. Die inliegenden Blätter tadellos. - Kaiser verlegte über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 354 Ansichten unter obigem Titel; die aus den durchwegs unnumerierten Blätter gebildeten Alben sind auch unkoloriert "von allergrößter Seltenheit" (Nebehay/W.): so umfaßt das Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek um 20 Blätter weniger als das vorliegende aus der Fürstlich von der Leyenschen Bibliothek in Waal (Schwaben); auch im Grazer Joanneum existiert kein vollständiges Exemplar. - Außergewöhnlich umfangreiche Folge mit den gesuchten Ansichten von Fürstenfeld, Graz (mehrfach), Maria Grün, Leibnitz, Maria Zell, Murau, Mureck, Oberradkersburg, St. Peter, Strass, Stainz, Vordernberg, Wildon etc. in prachtvollem Kolorit und aus fürstlichem Besitz. Nebehay/Wagner 286. Thieme/B. XXII, 145. Arco & Flotow Auktion 4 (Reisewerke aus einer dt. Fürstenbibliothek, 6. V. 1994), lot 445 (inkl. Aufgeld DM 34.500, dieses Exemplar).
EUR 18,000.00, ordernr.: 12472, Antiquariat Inlibris GmbH (AUSTRIA)

Weitere derzeit bei ILAB nachgewiesene Titel aus gleicher Quelle:

GOULON.
Memoires pour l'Attaque et pour la Défense d'une Place.
The Hague, Henry van Bulderen, 1706 ...Charming copy from the Library of the German Von Leyen family: with the coat-of-arms of Karl Kaspar IV, Lord of Leyen and made Count of the Empire and Count of Leyen and Hohengeroldseck by the Emperor Karel VI in 1711 and 1716 (died in 1739). (Antiquariaat Forum BV, NETHERLANDS)

Dauxion Lavaysse, J. J.
Reise nach den Inseln Trinidad, Tabago und Margaretha, so wie in verschiedene Theile von Venezuela in Süd-America. Ins Teutsche übersetzt und mit Noten begleitet von E. A. W. v. Zimmermann.
Weimar, Verlag des Landes-Industrie-Comptoirs 1816. ... Titelblatt mit kl. Stempel der "Fürstlichen von der Leyen Bibliothek". Dekoratives Exemplar! (mit Abb. des Bd.) (Antiquariat Turszynski, GERMANY)

JAMME, A. - A.
Plaidoyer pour le Sieur Arnaud Lamaure, Esclave racheté en 1785, sous le nom de François DASTUGUE, revenu dans sa Patrie, après 40 ans d'absence, & auquel on conteste son véritable nom, son état, & les biens de ses père & mère, qu'il réclame. B.u.w. 2) IDEM, Second Plaidoyer Pour le Sieur Arnaud Lamaure, ...
Toulouse, De l'imprimerie de N. Etienne Sens, 1788.
(Bookplate 'Bibliotheque de M. le Cte de la Leyen' on upper paste down.) (B.M. Israël, Boekhandel & Antiquariaat B.V., NETHERLANDS)

KAPPLER, A.
Sechs Jahre in Surinam oder Bilder aus dem Militärischen Leben dieser Colonie, und Skizzen zur Kenntniss seiner Socialen und Naturwissenschaftlichen Verhältnisse.
Stuttgart, E. Schweizerbart, 1854.
... From the library of the Princess Von der Leyen, with her library-stamp on title. (Antiquariaat Forum BV, NETHERLANDS)

 
BCK meinte am 2007/04/15 22:50:
Zur Bibliothek der Franziska von Hohenheim (Schloss Bächingen)

In der Festschrift zum 425 jährigen Jubiläum der evangelischen Kirchengemeinde Bächingen (2001), Volltext unter
http://www.baechingen-evangelisch.de/index.php?action=geschb
wird die Bibliothek im historischen Abriß erwähnt, ohne Hinweis darauf, daß sie verkauft sei. Gegenteiliges ist daraus allerdings auch nicht zu entnehmen. Über die Schlossbesitzer heißt es dort: "Seit 1972 besitzt und bewohnt Albrecht Freiherr von Süßkind-Schwendi mit seiner Frau Christine, Prinzessin zu Schaumburg-Lippe das Schlossgut in Bächingen." In der Erstfassung des Wikipedia-Artikels von Dez. 2005 heißt es dagegen "1790 kaufte die Herzogin Franziska von Württemberg, besser bekannt als Franziska von Hohenheim, Schloss Bächingen und richtete ihren Musensitz mit ihrer äußerst umfangreichen Bibliothek darin ein, die heute allerdings verkauft ist". Das Schloß war damals noch im Besitz der Familie Süßkind-Schwendi.

Inzwischen steht Schloss Bächingen zum Verkauf, vgl.
http://www.immonet.de/expose.do?object_id=4718749

Die FAZ vom 15.05.1993, Nr. 112, S. 34 (Rubrik "Kunstmarkt") berichtete in einem Rückblick auf die "Antiquaria" in Ludwigsburg, daß eine Sammlung von Bänden aus der Bibliothek der Franziska von Hohenheim, die das Freiburger Antiquariat Kolb beisteuerte (Taxe 35,000 Mark), in den Regalen blieb.

Laut FAZ vom 25.04.1998, Nr. 96, S. 42 kam Heinrich von Sachsens "Fürstlicher Bau-Lust" im Einband der Bibliothek der Franziska von Hohenheim (30000 DM) in einer Auktion von Zisska & Kistner vom 5.-8. Mai 1998 unter den Hammer.

In einem Dia-Vortrag anläßlich der Göttinger Ausstellung "Gutenberg und seine Wirkung" vom 24.7. - 29.10. 2000 („Bücher sind mehr als Texte - Illustrationen, Typographie, Einband”, pdf, 41 kb, vgl. auch das gleichnamige Kapitel in seiner "Bücherlust: Vom Sammeln" (Köln: Dumont, 2000) betitelten Kulturgeschichte des Büchersammelns) ging der Verleger Dr. Wulf D. von Lucius auch auf die Bibliothek der Franziska von Hohenheim ein:

"Was wir heute für die wichtige Literatur einer Epoche halten, muß das keineswegs für die Zeitgenossen gewesen sein. Nur ein Beispiel: in der liebevoll aufgebauten, ziemlich umfangreichen Bibliothek der Franziska von Hohenheim fanden sich wenige Autoren, die in unserem Verständnis die Literatur der 2. Hälfte des 18. Jhdts. prägten. Die Zusammensetzung war aber nicht untypisch für Adelsbibliotheken der Zeit. Die Bücher eines geschlossenen Bestandes vermitteln also auch darin eine Botschaft über den jeweiligen Text hinaus, als sie in einem Kontext stehen, der Geisteshaltungen, Gesellschaftsschichten u. a. sichtbar werden läßt."

Das Herrschaftsarchiv Bächingen a.d. Brenz ist vermutlich 1990 vom Staatsarchiv Augsburg übernommen worden (Schlossarchiv Bächingen a.d.Brenz, in: „Nachrichten aus den Staatlichen Archiven Bayerns“ 33 (1990), S. 8) und http://www.gda.bayern.de/augsburg/105.html .

Lit.: Reinhard H. Seitz: Die Urkunden des Schlossarchivs Bächingen a.d. Brenz 1360-1814, Augsburg 1981 (=Schwäbische Forschungsgemeinschaft bei der Kommission für Bayerische Landesgeschichte / 2.a Urkunden und Regesten 12).

Aufgrund dieser Indizien vermute ich, dass die Bibliothek ebenso wie das Archiv vermutlich schon Anfang der 90er Jahre aufgelöst und verkauft wurde. Da Lucius sie offenbar aus eigener Anschauung kennt, werde ich ihn gelegentlich fragen.

 
BCK antwortete am 2007/04/15 23:20:
Weitere Nachweise
Gefunden in der Landesbibliographie Baden-Württemberg. Hiernach wurde die Bibliothek bereits in den 80er Jahren aufgelöst. Die folgenden Arbeiten wurden von uns noch nicht eingesehen.

Zwink, Eberhard: Die Bibeln Karl Eugens und Franziskas Diamanten : eine Miszelle zum bibliothekarischen Reisen. - In: Bücher, Menschen und Kulturen. - München, 1999. - S. 102 - 110
Signatur der WLB Stuttgart: 49/2574
Signatur der BLB Karlsruhe: 99 A 1683

Roth-Wölfle, Lotte: Der "Musenhof" der Franziska von Hohenheim : Anmerkungen zur Person und Bibliothek der Herzogin von Württemberg. - In: Imprimatur. - N.F. 14. 1990/91. - S. 177 - 189
Signatur der WLB Stuttgart: Za 6093

Buch- und Kunstantiquariat Robert Wölfle : 100 Titel aus der Bibliothek Franziska von Hohenheim : 1748-1811, seit 1786 Herzogin von Württemberg ; 26. Stuttgarter Antiquariatsmesse 1987. - München, 1987. - [16] S. : Ill.
Signatur der WLB Stuttgart: 37 C/273

Weitere Literatur zu Franziska von Hohenheim in der Landesbibliographie Baden-Württemberg
 

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