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Wieder etwas zu Schreibkalendern:
Im Begleitband (Bd. 2: Aufsätze, Ulm 2003) zur Wanderausstellung Schwabenspiegel schreibt Frank Kuhn über "Tiberius Mangoldt. Der Schussenrieder Abt und sein Tagebuch" (S. 243-253). Der Prämonstratenser regierte von 1683 bis 1710. Im Repertorium B 505 des HauptstaatsA Stuttgart seien "aus den Jahren 1621bis 1777 Tage- oder Notizbücher von insgesamt sechs Äbten sowie chronikalische Tagebücher von weiteren Chorherren" verzeichnet (S. 243). Im Literaturverzeichnis S. 516 erscheint davon u.a.: Unterschiedliche Merkwürdigkeiten aus dem Rapular oder Schreibkalender des Abts Magnus Kleber 1750/54.
In Weingarten hat höchstwahrscheinlich der berühmte Abt Gerwig Blarer (zu ihm das Biogramm Schwabenspiegel Bd. 1, Ulm 2003, S. 400f.) in den 1560er Jahren Eintragungen in Schreibkalendern vorgenommen, wie sich aus den "Ephemerides" des späteren Abts Raittner ergibt (siehe meine Besprechung der Edition von Hölz).
Nicht gesehen habe ich die in der Bayerischen Bibliographie registrierte Miszelle:
Bacchanalien und Pontifikalien : aus dem Schreibkalender des Abtes Eugen Schmid von Waldsassen / Georg Schrott. - 2000. - Ill
In: Heimat Landkreis Tirschenreuth. - Pressath. - 12 (2000), S. 82 - 89 Eugen Schmid, 1688 in Fürstenfeldbruck geboren, wurde 1724 Abt in Waldsassen

In vielen frühneuzeitlichen Klöstern dürfte die Nutzung von Schreibkalendern für persönliche oder chronistische Eintragungen gang und gäbe gewesen sein - die Archivmaterialien (wenn sie denn erhalten blieben) harren noch einer Aufarbeitung.
 

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