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Hilfswissenschaften

http://www.burgerbib.ch/bongarsianazuwachs_1875_2006_numerisch.pdf

Martin Germann: Supplement Hagen [elektronischer Katalog]. Enthält die Beschreibungen der Codices Nummern 723-863 der als Bongarsiana bezeichneten Handschriftensammlung und mittelalterliche Bestände aus dem Bereich Privatarchive.

http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/ausgaben/uni_ausgabe.html?projekt=1246008071&recherche=ja&ordnung=sig


http://www.tlulib.ee/incunabula/

Sehr behindert wird die Benutzbarkeit der Datenbank durch die tatsache, dass nur eine estnische Suchoberfläche vorliegt. Angegeben werden auch Provenienzen, und es sind vielfach Schlüsselseiten digitalisiert. Eine Schedelchronik ohne solche Schlüsselseiten wurde offenbar von der UB Freiburg als Dublette vertickt: "Puulõikeinitsiaalid; ehisinitsiaalid; ostetud 1830. a. Freiburgist Breisgaus sealse ülikooli raamatukogu dublettide oksjonilt; sisaldab käsikirjalisi märkusi; puukaantega, maarjasparknahast köide; dekoor pimetrükitehnikas; sulgurite plaatvastused".


http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/

Endlich auch ohne Citrix-Klient benutzbar! Aber immer noch ärgerlich: Es ist keine Eingabe von Suchbegriffen in Kleinbuchstaben möglich.

http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A2=ind0910&L=incunabula-l&T=0&P=306

Niklot Klüßendorf: Münzkunde. Basiswissen (Hahnsche Historische Hilfswissenschaften Bd. 5). Hannover: Verlag Hahnsche Buchhandlung 2009. 128 S., 39 Schwarzweißabbildungen. 14,80 Euro.

Inhaltsverzeichnis (PDF)

Vor mir liegt ein ein schmaler, aber gehaltvoller Band, verfasst von dem Marburger Numismatiker und langjährigen Archivschul-Dozenten Niklot Klüßendorf, eine komprimierte Einführung in die Numismatik, die nicht zuletzt durch das Plädoyer gegen die Verdrängung der Historischen Hilfswissenschaften und die Betonung der Archivpraxis für sich einnimmt. Gerade der Archivar wird von dieser bündigen Zusammenfassung profitieren, denn die archivischen Quellen sind breit berücksichtigt.

Kapitel I skizziert vor allem die Wissenschaftsgeschichte der Numismatik. Kapitel II hat einen quellenkundlichen Schwerpunkt: Vorgestellt werden die Münzen und Geldzeichen, Münzfunde als Quellengattung und die schriftlichen Quellen, in denen numismatische Sachverhalte erscheinen. Vergleichsweise knapp wird die Geldgeschichte gewürdigt. Besonders verdienstvoll erscheint mir die in Kapitel IV vorgenommene Verzahnung mit den anderen Hilfswissenschaften: mit Diplomatik, Aktenkunde, Paläographie, Chronologie, Heraldik, Phaleristik (Ordenskunde), Sphragistik (Siegelkunde), Genealogie, Onomastik (Namenskunde), Metrologie (Kunde des Maßwesens), Historische Bildkunde. Institutionen, die sich mit Numismatik beschäftigen, stellt Kapitel V vor (zu den Archiven S. 71). Ein "Schnelldurchlauf" durch die Münzgeschichte von den karolingischen Münzreformen bis zum Euro in 12 knappen Abschnitten beschließt den Darstellungsteil.

Das empfehlenswerte Bändchen verzichtet auf Einzelnachweise, gibt aber kapitelweise bibliografische Hinweise, mitunter mit nützlichen Kommentaren versehen. Ein Index erschließt Namen und Sachbegriffe.

Zwei kleine Monita: 1. Was Klüßendorf S. 9 über die Anfänge der Beschäftigung mit Münzen in der Renaissance schreibt, befriedigt nicht. Ergänzend sei auf Francis Haskell, Die Geschichte und ihre Bilder, München 1995, S. 23-36: Die frühen Numismatiker verwiesen. Klüßendorf erwähnt eine "Reimchronik des Matthias von Neidenburg", die gar nicht existiert. Gemeint ist offenbar eine Bemerkung in Grunaus preußischer Chronik über den Kulmer Bischof Stephan Matthias von Neidenburg. 2. Zwar ist die Digitalisierung der Numismatik im Vergleich etwa zur Handschriftenforschung stark im Hintertreffen, aber dass die bibliografischen Angaben keine einzige Internetquelle nennen, ist nicht hinzunehmen. Man kann das Internet nicht dadurch aus der Welt schaffen, dass man es ignoriert.

Update: Prof. Klüßendorf war so freundlich, auf seine sehr instruktive Internetseite zur Numismatik aufmerksam zu machen:

http://www.hlgl.de/numismatik_inhalt.html


Als die Lettern laufen lernten. Medienwandel im 15. Jahrhundert. Inkunabeln aus der Bayerischen Staatsbibliothek München (Bayerische Staatsbibliothek, Ausstellungskataloge Nr.81). Wiesbaden: Dr. Ludwig Reichert Verlag 2009. 240 S., zahlreiche Farbabbildungen. 19,90 Euro.

Der vorliegende opulente und recht preisgünstige Ausstellungskatalog feiert den Beginn des Buchdrucks. Nach einer kenntnisreichen Einführung von Bettina Wagner werden in 85 Katalognummern schöne oder interessante Inkunabeln und einige Holztafeldrucke bzw. Handschriften präsentiert. Den informativen Texten diverser Experten - der ganze Band ist konsequent deutsch-englisch gehalten - sind großformatige Abbildungen beigegeben. Am Ende findet sich ein nützliches Glossar. Wer sich für Inkunabeln interessiert, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Ist es ein Zufall, dass der von dem Antiquariat Tenschert gesponsorte Band den Medienwandel des 21. Jahrhunderts nur ganz am Rande reflektiert? Liegt womöglich ein Abgesang auf die traditionelle Druckkultur vor, der die angebliche Bedrohung ausblendet? Wieso fehlt bei den Exponatbeschreibungen jeglicher Hinweis auf die inzwischen stattliche Zahl der Münchner Inkunabeldigitalisate? Wieso werden auch sonst Internetquellen (z.B. der Handschriftencensus, an dem Frau Wagner an sich beteiligt ist) ignoriert? Wieso ist der Band nicht auch als Volltext im Internet vorhanden? Das Internet wird die Bibliophilie nicht erwürgen, davon bin ich fest überzeugt. Falk Eisermann vom GW stellt in Nr. 37 die Reste einer verlorenen Ausgabe der Visio Tnugdali, deutsch vor, die bei der Analyse eines Münchner Inkunabeldigitalisats entdeckt wurden. Das Internet hilft der Inkunabelforschung ungemein - wieso muss man dann so tun, als sei es nicht existent?

Eine kleine Bemerkung zu Nr. 5, Lirers Chronik und Gmünder Kaiserchronik. Elisabeth Wunderle schreibt dort: "Ob es sich bei Thomas Lirer, der sich am Schluss als Verfasser nennt, um einen wirklichen Namen oder um ein Pseudonym handelt, ist nicht geklärt" (S. 33). Richtig ist: Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass es sich um einen wirklichen Namen handelt.




http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/bdm/bdm0909.htm
http://www.handschriftencensus.de/10279


http://bibliothekarisch.de/blog/2009/09/02/die-tinte-der-franckeschen-stiftungen/

Aus der Liste diskus:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der Amploniana befindet sich eine Gruppe gleichartiger Einbände, die wohl im ersten Viertel des 15. Jhs. im Großraum Mainz (eventuell auch in Mainz selbst) gebunden wurden. Es handelt sich um Halbbände aus Schweinsleder, mit signifikanter roter Lederbordüre als Abschluss und (neben anderen) einem sehr auffälligen S-Stempel im Quadrat mit einer Art Perlbordüre.
In den einschlägigen Repertorien finde ich diese Werkstatt bisher nicht. Daher habe ich die signifikantesten Stempel dieser Einbandgruppe (S, Löwe oder Panther (2 Bilder der Deutlichkeit halber), Adler) nun auf unsere Homepage hochgeladen

http://www.uni-erfurt.de/amploniana/bilderschauen/bilderoffline/

und bitte Sie, vielleicht einmal einen Blick darauf zu werfen. - Möglicherweise sind gleichartige Einbände ja noch in anderen Sammlungen erhalten.

Der S-Stempel ist offenbar 'Leitstempel', da er nur auf dem Einband einer Oktavhandschrift fehlt. - Dieser Stempel bzw. ein sehr ähnlicher war wohl auch noch am Ende des 15. Jhs. im Gebrauch. Doch stimmen die begleitenden Stempel hier ebensowenig mit denen meiner Gruppe überein wie der Einband insgesamt, der in diesem Fall komplett mit dunkelbraunem Rindleder bezogen ist.

Danke und Grüße
Brigitte Pfeil

--
Dr. Brigitte Pfeil
___________________________________________________

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DFG-Projekt 'Erschließung der Codices Amploniani'
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Nordhäuser Straße 63
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Tel: +49 (0)361 737-5884 /-5880: Lesesaal
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Mail: brigitte.pfeil@uni-erfurt.de
Web: http://www.uni-erfurt.de/amploniana


 

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