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http://www.hab.de/bibliothek/sammlungen/hzdfg/Handschriftenbearbeitertagung_2011/Eisermann-2011.pdf

Für mich steht fest, dass von Usability keine Rede sein kann, solange die SB zu Berlin an der unsinnigen Unterscheidung von Gross- und
Kleinbuchstaben bei der Suche festhält. Keine
Suchmaschine, kein OPAC, keine andere von mir häufig
benützte Datenbank verfährt so.

Zu lesen, dass die Hauptaufgabe des GW die Erstellung
gedruckter Bände ist, hat mich befremdet. Die Hauptaufgabe
sollte sein, strukturiertes Wissen über Inkunabeln
öffentlich zugänglich zu machen. In welcher Form das am
besten erfolgt, ist cura posterior.

Interessant ist folgende Aussage von Eisermann:

Derzeit weist die Datenbank über
9.700 Einträge mit einem oder mehreren Digitalisaten auf, an der Spitze die
lateinische Ausgabe der Schedelschen Weltchronik – ohnehin die
meistüberlieferte Inkunabel, über 1.000 erhaltene bzw. bezeugte Exemplare –
mit derzeit 18 Volldigitalisaten
( http://gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/M40784.htm ). Da wir davon
ausgehen, daß es weltweit etwa 30.000 echte Inkunabelausgaben gibt, von denen
wenigstens ein Exemplar erhalten ist, nähern wir uns also einer Quote von
einem Drittel des Gesamtbestandes, das bereits im Internet abrufbar ist.


Natürlich ist Eisermanns Vortrag auch sonst lesenswert und mitunter spannend, zumal Ladislaus Sunthaim
http://archiv.twoday.net/search?q=suntha
und Florian Waldauf
http://archiv.twoday.net/search?q=waldauf
darin vorkommen.
Falk Eisermann (Gast) meinte am 2011/12/05 16:58:
Und wie recht er daran tut...
... zeigt wieder mal die verständnislose Reaktion des Power-Users kg, der (obwohl habituell die GW-Datenbank benutzend) immer noch nicht verstanden hat (oder vielmehr: einsehen will), daß die Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung - implementiert von der GW-Redaktion, das hat nichts mit Vorgaben der SBB-PK zu tun - einer möglichst vielfältigen und vor allem exakten Suche Das ist nun so und wird auch nicht geändert.
Freut mich aber, als "lesenswert und mitunter spannend" charakterisiert zu werden.
Gruß FE 
KlausGraf antwortete am 2011/12/05 17:11:
In der Tat kein Verständnis
Da die Ansetzungsformen eines Drucks durch den GW für Nicht-Berufsinkunabelbetreuer undurchschaubar sind, habe ich bisher so gut wie nie einen Druck bei der Volltextsuche nach Titelteilen gefunden. Woher soll ich wissen, ob etwas in einer Inkunabelbeschreibung groß oder klein geschrieben wird. Ich habe weder Zeit noch Lust, mich da einzuarbeiten und nur für den GW vom Google/OPAC-Modus abzuweichen.

Du darfst gern deinen Unsinn weiterbetreiben, aber ich fürchte, ich spreche für die überwiegende Mehrheit der Nutzer.

Es wurde nach folgenden Kriterien gesucht:
Volltext enthält 'A definitione autem logicae instituto ciceronis'
0 Treffer
Es wurden keine Treffer gefunden.


Fehler: Der Nutzer muss wissen, dass Ciceronis großgeschrieben wird.

Und natürlich ist die Rechtschreibreform so nett, für weitere Verwirrung zu sorgen.

Volltext enthält 'Ablassbrief zum Besten'
26 Treffer
Volltext enthält 'Ablassbrief zum besten'
338 Treffer 
Falk Eisermann (Gast) antwortete am 2011/12/05 17:33:
Na also...
... Du hast es ja doch verstanden. Wer vom Google-Modus abweichen muss, der tut es wohl auch dann, wenn er keine Lust hat. Du sprichst übrigens nicht für die überwiegende Mehrheit der Nutzer, von denen kenne ich nämlich ziemlich viele, und die beklagen sich nicht (wissen wohl alle, wie man Ciceronis schreibt - wer käme auch auf einen Großbuchstaben am Namensanfang?).
Auch die Rechtschreibreform ist nicht schuld, das hat einfach mit der bisher noch nicht überall durchgeführten Vereinheitlichung gewisser Schreibweisen zu tun.
Nun bist Du also in allen Punkten widerlegt und wir können beide unseren Unsinn weiterbetreiben.
Gruß F 
FeliNo (Gast) antwortete am 2011/12/15 22:41:
Naja, ganz einfach ist die Suche im GW wirklich nicht, ISTC ist da schon übersichtlicher, mein ich. Das Groß/kleinschreibproblem merkt man ja manchmal nach kürzerer Zeit der Erfolglosigkeit und macht trial&error, aber der Rest ist zuweilen etwas umständlich und dauert. Titel hab' ich auch nie gefunden; ich versuch's immer bei den Druckern (wobei mir da die alphabetische Ort/Namensortierung durch den Bildschirmausschnitt gelegentlich undurchsichtig ist) oder bei den Personen, aber da ward für mich zuletzt Eneas Sylvius eine kleines Reiseabenteuer: sucht mal Pius...:-) 
ladislaus (Gast) antwortete am 2011/12/15 23:51:
Ich habe bei allen Versuchen, im GW irgendetwas zu finden, entnervt aufgegeben. Dieser Katalog ist wirklich völlig unbrauchbar. Wenn Falk Eisermann ein Inkunabel-Nerd ist, der den Katalog eh auswendig weiß, dann soll er sich so eine doofe case-sensitive Suche doch irgendwo in seinem Computer installieren, aber diesen Schrott bitte nicht auf den Rest der Menschheit loslassen. Das ganze Projekt ist m. E. Steuergeldverschwendung vom feinsten und gehört zusammen mit hochgelobten DFG-Viewer zu den größten Peinlichkeiten des deutschen Bibliothekswesens. Wieso können die ach so bösen Nichtskönner von Google das alles aus dem Stand viel besser? Weil sie vom Nutzer ausgehen und nicht von sich selbst. 
FeliNo (Gast) antwortete am 2011/12/16 00:38:
Gnaz so hart sehe ich das nicht, aber eins ist wirklich bedauerlich & ärgerlich (und sollte unbedingt geändert werden!): Wenn man schon mal die GW-Nummer hat, MUSS man sie auch eingeben dürfen! Statt dessen unter dem Menuepunkt "GW-Nummer" eine Auswahlliste nach alphabetischen Namensblöcken zu kriegen, bei denen man ohnehin falsch liegt, weil sie unerwartet ist - das ist schon ein starkes Stück, finde ich. 
 

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