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Kodikologie

http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/all/LastUpdate/

Darunter auch die Zürcher Wappenrolle.

http://www.dilibri.de/id/1333575

Der Handschriftencensus

http://www.handschriftencensus.de/4167

ignoriert, dass der Aufsatz von Bärmann 2001 online ist:

http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schauinsland2001/0013


Der Leipziger Handschriftenexperte Christoph M. macht auf eine Neuerscheinung aufmerksam:

Marek Wejwoda, Dietrich von Bocksdorf und seine Bücher. Rekonstruktion, Entwicklung und inhaltliche Schwerpunkte einer spätmittelalterlichen Gelehrtenbibliothek (Schriften aus der Universitätsbibliothek 31), Leipzig 2014.
Preis: 29,50 Euro

Er schreibt: "Die Publikation wird mit einem moving wall von zwei Jahren in open access bereitgestellt werden."

Zum Geschlecht von Anglizismen ist lesenswert:

http://www.duden.de/sites/default/files/downloads/Duden_Das_Fremdwort_Lesenswertes_und_Interessantes.pdf (S. 21)

Es trifft zu, dass sich das weibliche Geschlecht (von der Vorstellung DIE Wand, Mauer statt DER Wall) im Deutschen durchgesetzt hat, wie

https://de.wikipedia.org/wiki/Moving_Wall

angibt.

Sinnlos ist es allerdings bei einer Einzelpublikation statt von Embargofrist/Sperrfrist von einer "moving wall" zu sprechen, da sich bei einem einzelnen Buch nichts bewegen kann. Nur auf eine Schriftenreihe könnte man Moving Wall sinnvoll anwenden. Davon kann aber, wie eine Recherche zu den älteren Bänden der "Schriften" ergibt, leider auch keine Rede sein:

http://univerlag-leipzig.de/catalog/category/74-Schriften_aus_der_Universitaetsbibliothek

Bibliotheken sollten sich nicht auf Universitätsverlage einlassen, die Open Access nur mit zu langem Embargo unterstützen. Es gibt viele Universitätsverlage, die auf sofortigen Open Access setzen.

http://aurelia.orleans.fr/archives-et-manuscrit

Vorgesehen ist die Digitalisierung der Manuskripte von Fleury.

"Robert Klugseder unter Mitarbeit von Alexander Rausch, Ana ?izmi?, Vera Maria Charvat, Oscar Verhaar, Eva Veselovská und Hanna Zühlke:

Katalog der mittelalterlichen Musikhandschriften der Österreichischen Nationalbibliothek Wien, Purkersdorf: Verlag Brüder Hollinek 2014

(Codices Manuscripti & Impressi. Supplementum 10)

ISBN: ISSN 0379-3621 (Reihe)

Der Katalog ist auch open access über das FWF-Repositorium als E-Book zugänglich:

http://e-book.fwf.ac.at/o:599

Die Quellen zur älteren Musikgeschichte Österreichs und insbesondere Wiens waren bis vor kurzem von der Forschung nicht hinreichend aufgearbeitet. Trotz verdienstvoller Detailstudien bedarf es einer systematischen Erschließung der musikalischen Überlieferung in österreichischen Bibliotheken vom 9. bis zum frühen 16. Jahrhundert. Dabei zeigte sich, dass die Desiderata bei der größten Sammlung unseres Landes, der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB), am deutlichsten waren. Das dringendste Forschungsanliegen bestand in der Erfassung und Auswertung sämtlicher Quellen mit musikalischer Notation, die sich in der Sammlung von Handschriften und alten Drucken sowie teilweise in der Musiksammlung der ÖNB befinden. Dieses klar definierte Kriterium (Vorhandensein von schriftlich fixierter Musik) scheint wesentlich praktikabler als eine Einengung auf bestimmte musikalische Repertoires, Gattungen oder Epochen, und es bietet aufgrund seiner leichten Erkennbarkeit die meisten Chancen für eine Zusammenarbeit mit verwandten Disziplinen. Aus historischen Gründen handelt es sich um einen äußerst inhomogenen Bestand, dennoch stammen die meisten Handschriften aus den Gebieten des heutigen Österreich, Tschechiens und der Slowakei (Böhmen und Mähren). Naturgemäß überwiegen hier die lateinischen Codices, doch es werden auch deutsche, niederländische und tschechische Texte berücksichtigt.

Eine aktuelle Liste der aus Katalogen und anderer wissenschaftlicher Literatur bekannten sowie der bei Projektbeginn noch unbekannten Quellen umfasst insgesamt 365 Signaturen. Dieser relativ umfangreiche Bestand wird in dem hier vorliegenden musikwissenschaftlich ausgerichteten Gesamtkatalog inventarisiert. Der Hauptkatalog mit 108 ausführlichen Beschreibungen zu voll- und einigen wenigen teilnotierten Handschriften ist monographisch angelegt: Die Informationen über das Äußere der Codices werden unter Einbeziehung der Forschungsgeschichte ergänzt durch einen musikwissenschaftlichen Kommentar, der die jeweilige Quelle in ihren historischen Kontext stellt. Neben den kodikologischen Angaben und der Präsentation des Inhalts (bei Liturgica mit dem Verweis auf Standardtexte) wird auf die Beschreibung der musikalischen Notationen großer Wert gelegt. Letztere wurden in Kooperation mit der ÖNB durch digitalisierte Aufnahmen (meist mehrere für jede Handschrift, teilweise auch Volldigitalisate) unterstützt, die auf der Projektwebsite www.cantusplanus.at zur Verfügung stehen (aktuell etwa 22.000 Abbildungen)." (Diskus)

Der Katalog meiner viel zu früh verewigten lieben Münsteraner Kollegin Irene Stahl von 2001 ist online:

http://diglib.hab.de/drucke/51-4231/start.htm

Viele Jahre lang war das mit Benutzergebühren finanzierte Projekt ein Ärgernis. Inzwischen kann man die High-Resolution-Scans der Handschriften aus dem Reale Collegio di Spagna in Bologna ohne Registrierung (aber mit vorheriger Anerkenntnis der Nutzungsbedingungen) kostenlos einsehen.

http://irnerio.cirsfid.unibo.it/

Im Rahmen von CALAMES, dessen Online-Filter sie aber nicht findet, wenn man nach allen digitalen Dokumenten sucht.

http://www.calames.abes.fr/pub/imagesmazarine.htm

Veraltet:

http://www.calames.abes.fr/pub/calamesimages_en.htm


Das Getty-Museum hat das kostbare Stück ins Netz gestellt:

http://hdl.handle.net/10020/2012m8

Eine ausführliche Beschreibung von Inlibris, die die 1574 von einem Kölner Briefmaler angelegte faszinierende Handschrift als herausragende Quelle zur Kunstgeschichte würdigt, ist im Netz:

http://issuu.com/inlibris/docs/hanberg/1

Desgleichen ein englischer Artikel (von David Brafman) aus dem Getty Research Journal 2014:

https://www.academia.edu/6544643/Diary_of_an_Obscure_German_Artist_with_Almost_No_Friends

#fnzhss


Eine aus meiner Sicht ziemlich ungeheuerliche Mail, die dem Interesse der wissenschaftlichen Öffentlichkeiten an den Katalogisaten der offenbar hochgefährdeten Pommersfeldener Handschriften-Sammlung - eine willkürliche Auswahl wurde dieses Jahr vorläufig als national wertvolles Kulturgut eingetragen (alles andere darf demnach auch ins Ausland verkauft werden) -

http://archiv.twoday.net/stories/948995578/

ins Gesicht schlägt, konnten die Bezieher der Liste Diskus lesen:

Sehr geehrter Herr Göhler,
ob es klug von Ihnen ist, mich auf einem öffentlichen Forum zu einer Antwort zu zwingen, lasse ich dahingestellt. Ich beschränke mich im Folgenden auf die Dinge, die in einem solchen Forum besprochen werden können.

a) Das Haus Schönborn hat 1945 die Momumenta Germaniae Historica und ihre Bibliothek in ihren dunkelsten Stunden in der Orangerie des Schlosses aufgenommen und für etliche Jahre kollegial beherbergt. Der Katalog der Pommersfeldener Handschriftensammlung ist Ausdruck dieser besonderen historischen Beziehung. Sein von Wilhelm Schonath erstelltes Manuskript ist unveröffentlichtes Nachlassmaterial, das den heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen an einen Handschriftenkatalog in keiner Weise genügt. Seine Benutzung muß den Bestimmungen der besitzenden Einrichtungen und dem Bundesarchivgesetz folgen. Es existieren zwei Exemplare: eines bei der Gräflich-Schönborn'schen Bibliothek und eines bei den MGH. Diese sind nur hinsichtlich des Typoskripts Schonath identisch. Das MGH-Exemplar ist durch Walther Holtzmann und Irene Ott (seinerzeit MGH-Mitarbeiter) in erheblichem Umfang erweitert worden. Zumindest diese beiden Personen handelten während ihrer bezahlten Arbeitszeit im Auftrag der MGH, so daß den MGH für diesen Teil das Verwertungsrecht zusteht. Im übrigen sind mir Kinder von Frau Ott - also Erben - namentlich bekannt. Schonath stand seinerseits m.W. im Dienstverhältnis zur Gräfin Schönborn. Es ist mir nicht bekannt, ob er den Katalog privat oder als Auftragsarbeit anfertigte, das wäre nur durch eine Recherche in den Akten des Grafen Schönborn zu klären. Zu klären wäre auch, ob hier Ansprüche von Erben bestehen. Ohne diesen Prüfung ist es fahrlässig, den Katalog als "verwaistes Werk" zu titulieren; die Anteile Holtzmann/Ott sind sicher nicht verwaist.

b) Bei der Erstellung des Katalogs wurde zwischen Pommersfelden und den MGH vereinbart, daß es keine Verbreitung des Gesamtwerkes geben solle, daß aber die Beschreibungen einzelner Handschriften reproduziert werden dürften. Der Charakter dieser Vereinbarung spricht dafür, dass beide Seiten den Katalog als ein Auftragswerk ansahen, an dem ihnen das Verwertungsrecht zusteht. Diese Sichtweise wurde bislang nicht bestritten. Die Vereinbarung ist seit dem Umzug der MGH nach München im Jahr 1968 die gängige Praxis. Ich war naturgemäß nicht an der Vereinbarung beteiligt und habe nur ihre Umsetzung zu überwachen.

c) Aus konservatorischen Gründen wurde für den internen Gebrauch der MGH ein Digitalisat angefertigt, das im Hause über den OPAC erreichbar war. Es war nie für eine Veröffentlichung im Web bestimmt. Durch einen datentechnischen Fehler wurden für einen rückblickend nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkt sämtliche Sperren im MGH-OPAC wirkungslos. Dadurch kam u.a. der Katalog Pommersfelden in eine öffentliche Anzeige. Diese war niemals beabsichtigt. Für den Benutzer war das zwar nicht erkennbar, dennoch aber kann nicht von einer Publikation bzw. "Depublikation" gesprochen werden, sondern nur von einer Lücke im Sicherungssystem. Diese Lücke ist mittlerweile geschlossen. Bei der Entdeckung der Panne war unklar, welche Folge die temporäre Öffnung unserer gesperrten Dateien hatte, so daß keine umfangreicheren Recherchen möglich warne, welche Links o.ä. zwischenzeitlich angelegt wurden.

c) Es waren die in gutem Glauben angelegten Links des "Handschriftencensus", die die Schönborn'schen Sammlungen auf das Digitalisat aufmerksam machten. Auf ausdrücklichen Wunsch der Sammlungen wurde die URL des Digitalisats des Schonath-Kataloges aufgehoben und der "Handschriftencensus" gebeten, die Links zu entfernen. Für die verständnisvolle Zusammenarbeit möchte ich hier danken. Das Ergebnis entspricht wieder zum einen der immer noch gültigen Absprache zwischen dem Grafenhaus und den MGH hinsichtlich der Nicht-Verbreitung des Werkes, und zum anderen der besonderen Verpflichtung der MGH gegenüber der Schönborn'schen Bibliothek.

d) Aus dem Voranstehenden ergibt sich, daß die Weiterverbreitung des Katalogs in gleich welcher Form nicht zulässig ist und ggf. juristische Folgen haben könnte. Ich versichere aber, daß Anfragen von der MGH-Bibliothek nach bestem Wissen beantwortet werden.

e) Es ist zu hoffen, dass durch eine zügige wissenschaftliche Neukatalogisierung des großartigen Bestandes die gesamte Problematik aus der Welt geschaffen wird.

Mit herzlichen Grüßen
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters

--
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters
- Leitung Archiv und Bibliothek der Monumenta Germaniae Historica -
- 1. Vorsitzender der Hist. Komm. für Ost- und Westpreußische Landesforschung -

MGH
Ludwigstr. 16
D-80539 München
Postanschrift:

MGH
Postfach 34 02 23
D-80099 München

email: arno.mentzel-reuters@mgh.de


Die Neukatalogisierung wird wohl durch ein Auktionshaus erfolgen - wetten?

PS: Leider hab ich kein PDF abbekommen. Hat mir jemand eins?

 

twoday.net AGB

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