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Wilhelm Schum, Erfurter Handschriften in auswärtigen Bibliotheken, in: Mittheilungen des Vereins für die Geschichte und Alterthumskunde von Erfurt 6 (1873), S. 253-279

Diesen Aufsatz möchte ich gern einsehen, notfalls auch mit US-Proxy.

Erster Schritt: Ich rufe

http://de.wikisource.org/wiki/ZS#M

auf und stelle enttäuscht fest, dass eine Auflistung der Jahrgänge in Wikisource nicht vorliegt (EZB hat keinen Treffer).

Zweiter Schritt:

Ich bemühe meinen derzeitigen US-Proxy der Wahl

http://www.widesurf.info/

und gebe die Zeitschrift ein.

Mit etwas Glück finde ich die Auflistung

editions:0aHy5GPjbgXBU04u

Nach unendlich vielen Digitalisaten des Jahrgangs 1902 sieht es sehr stark danach aus, als ob der Jahrgang 1873 bzw. vol. 6 fehlt. Außerdem sind da noch jede Menge anderer Zeitschriften, die Mitteilungen heißen, eingemengt. Die Antiquaschrift lässt hoffen. Da ich keine Lust habe, endlos Jahrgänge aufzurufen und zu sichten, wähle ich eine andere Strategie.

Von der Sucheingrenzung auf das Jahr 1873 verspreche ich mir nichts, da erfahrungsgemäß oft Bände zusammengebunden sind.

Dritter Schritt:

Die Antiqua der stichprobenweise angeschauten Jahrgänge ermutigt mich, "Erfurter Handschriften" als Phrasensuche einzugeben. Es wrid nichts passendes gefunde, auch nicht mit

boxberger miscelle erfurt

(Nach einem Inhaltsverzeichnis Titelwörter aus dem gleichen Jahrgang.)

Also ist der Jahrgang wirklich nicht digitalisiert von Google?

http://books.google.com/books?lr=&num=100&as_brr=3&q=schum+%22erfurter+handschriften%22

enthält nur einen Hinweis auf den Aufsatz im Jg. 1901. Spätestens hier hätten die meisten aufgegeben.

Aber mit der Eingrenzung 1865-1875 werde ich doch noch fündig:

Link

Nun ist es nur noch eine Geduldsfrage, ob man in dem Jahrgang durch Manipulieren der Seitenzahl fündig wird (der US-Proxy erlaubt keine Suche im Buch!) oder ob man sich den Band herunterlädt.

Mit der Suche nach ApYEAAAAQAAJ erfährt man sofort, dass der Band im Internetarchiv gespiegelt ist, und um anderen Nutzern die Sucherei im Band zu ersparen verlinkt man am besten den Aufsatz im Viewer:

http://www.archive.org/stream/mittheilungen01reicgoog#page/n703/mode/2up

Wieso fand die Suche nach "Erfurter Handschriften" zunächst nichts? Google wirft in der Regel zu einer Zeitschrift/Serie nur einen Treffer aus, nicht alle. Da Google den unbrauchbaren Treffer von 1901 als relevant ansah, unterdrückte es den "richtigen" Treffer in der Trefferliste. Anders als in der Websuche gibt es in der Buchsuche kein Feature, mit der man übersprungene Treffer anfordern kann.

Soweit man etwas in einer Zeitschrift des 19. Jahrhunderts sucht, ist man, wenn man nicht sofort fündig wird, gut beraten, mit der Zeiteingrenzung zu experimentieren!

PS: Da auf dem Titelblatt 1869 steht, war der Proxy unnötig. Der Aufsatz ist unter
http://books.google.com/books?id=ApYEAAAAQAAJ&pg=PA253
einsehbar!
Fg68at (Gast) meinte am 2010/01/19 04:42:
Ähnliche Erfahrungen
Ich versuche gerade die Editionsgeschichte von Psychopathia Sexualis zu recherchieren. Da gibt es 15 deutsche Ausgaben unter 3 Herausgebern. Drei ausgaben wurden auf Englisch übersetzt. Eine davon von 3 verschiedenen Autoren. Und von einer Übersetzung gibt es noch eine "revised edition". Und dann gibt es noch 6 andere Sprachen.

Werke einsehen wäre schön, ist aber für meinen ersten Schritt nicht notwendig. Mir genügen einmal der Bibliothekseintrag.

Alles über intitle:"Psychopathia Sexualis" oder inautor:krafft-ebing und die anderen Autoren zu bekommen ist unmöglich. Man muss dann dort einerseits die Links zu den anderen Ausgaben anklicken. Sowohl unten als auch rechts oben. Aber manchmal verstecken sich auch welche unter "Ähnliche Bücher" welche, die einen manchmal zu einer neuen Ergebnisserie führen. Und zu einigem kommt man nur, wenn man den Serienname anklickt oder den Autor. Dabei ändert sich die URL der Links und man sieht nicht ob man einen Eintrag schon von einer anderen Seite her angeschaut hat. Also, ich habe sicher die meisten Einträge 5 mal angeschaut.

Manchmal komme ich auch über archive.org auf Google-IDs, die mir dort sonst nie unter kommen. Auch wenn bei der Suche nur 3 Treffer angezeigt werden. Und auch wenn auch über Proxy keiner der 3 Treffer voll einsehbar ist. Die bei archive.org vorhandenen bekomme ich nur, wenn ich unter anderen Versionen mich durchhangle.

Ich bin inzwischen auch einer der "verrückten" Helferlein, die ganze Jahrgänge oder Autoren auf Wikisource verlinken. Angefangen hat es mit dem Österreichischen Mitlitärschematismus, wo entweder kein Jahr oder ein Jahr daneben angegeben ist. Und wo es manchmal für Biographien interessant ist, ob die Person im nächsten Jahr auch noch in der Position ist. Und dabei klick ich mich dann inzwischen beinhart durch. Manchmal kenne ich die IDs einzelner Jahrgänge dann schon auswendig, weil mir die dauernd über den Weg laufen. :-) Andere bekomme ich nur ein oder zwei mal zu Gesicht bei etwa 50 angeklickten Links.

Manchmal kommt es anscheinend auch darauf an bei welchem der unzähligen Frontend-Server man landet. Bei der normalen Google-Suche ebenso. Aber das habe ich noch nicht genau eruieren können. Halt! Jetzt soeben haben ich so gut wie einen Beweis. letzte Woche habe ich Karl Heinrich Ulrichs durchgeackert. Nur über Proxy einsehbare Werke habe ich selbst heruntergeladen und auf archive.org hochgeladen. Das mache ich bei ganz besonderen Personen und Werken. Eben etwa bei den drei wichtigen Pionieren: Hössli, Ulrichs und Hirschfeld. Und jetzt suche ich erneut und bekomme beim ersten Treffer (Memnon 1. Teil) unter "Andere Ausgaben" eine auch für uns frei einsehbare ID geliefert, die dort vorher nie stand. Nämlich gerade seine allererste Schrift "Vindex" zum Thema der mannmännlichen Liebe und das in der Originalausgabe von 1864! Die weltweit erste Schrift zur Straffreiheit und homosexuellen Gleichberechtigung, ein aus historischer Sicht bedeutendes Werk. Oft erwähnt, selten gelesen. :-) Bisher kannte ich nur über US-Proxy die Wiederauflage von Hirschfeld aus 1898, die ich dann auf archive.org gespiegelt habe. Grr. 2 Seiten fehlen, sind überblättert worden beim Scan. 
 

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