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Für digitale Sammlungen von Archiven, Bibliotheken, Museen usw. und virtuelle Ausstellungen sind die folgenden Grundregeln gedacht, die ich zur Diskussion stelle.

1. NICHT AN DER AUFLÖSUNG SPAREN! Jede Bildseite muss in hoher Auflösung vorliegen, denn nur diese garantiert die wissenschaftliche Nutzbarkeit.

2. PERMANENT-LINKS! Jede einzelne Bildseite muss mit einem deutlich angebrachten KURZEN dauerhaften Link versehen werden.

3. META-DATEN ZU JEDEM DIGITALEN OBJEKT! Zu jedem digitalen Objekt (auch zu separat nutzbaren Einzelseiten wie Druckgrafik, Zeichnungen) muss es entsprechende Metadaten geben, die professionellen Ansprüchen genügen müssen.

4. OAI-PMH NUTZEN! Alle Meta-Daten müssen für OAI-Harvester zur Verfügung stehen.

5. KEIN COPYFRAUD! Die Rechtslage ist in den Metadaten möglichst objektiv und auf jeden Fall ohne Copyfraud zu beschreiben. Was gemeinfrei ist, muss auch als Digitalisat gemeinfrei bleiben! Wenn das Projekt über Urheberrechte verfügt, ist eine Nachnutzbarkeit über eine möglichst liberale CC-Lizenz vorzusehen.

6. WEB 2.0! Nutzer sollten die Möglichkeit haben, Ergänzungen und Korrekturen anzubringen (Tags, Transkriptionen usw.)

7. LANGZEITARCHIVIERUNG! Die dauerhafte öffentliche Verfügbarkeit ist ggf. durch Kooperation mit Bibliotheken sicherzustellen.

Diskussion gern in den Kommentaren!

Hinweis: das sind Grundregeln, die spezifisch für digitale Sammlungen gelten sollten. Allgemeine Grundsätze wie einfache Nutzbarkeit (geräte- und browserunabhängig, keine exotischen Plugins, Barrierefreiheit usw.) wurden bewusst ausgeklammert, da diese für alle Internetseiten gelten sollten.
Ladislaus meinte am 2010/04/29 20:37:
Dem ist vollumfänglich zuzustimmen.

Zur Grundregel 3 würde ich ausgestaltend ergänzen, dass
a) die Metadaten die Qualität haben müssen, die die Bibliothek auch sonst an Ihre Arbeit anlegt. Oft sind unzumutbare OCR-Fehler, Verständnisfehler, Kurztitel, etc. in den Metadaten, für die sich jeder professionelle Bibiothekar ansonsten schämen würde.
b) der Katalogeintrag des Originals durch Link einfach erreichbar sein muss

Mir fallen spontan noch einige Dinge zur Usability ein, die selbstverständlich sein müssten, es aber leider überhaupt nicht sind und daher viele Projekte zum unbrauchbaren Albtraum werden lasen:

a) Zumindest eine Roh-OCR muss bei Scans (von geeigneten Quellen) vorhanden, durchsuchbar und kopierbar sein.

b) Umgekehrt muss jeder E-Text und jede Datenbank mit Scans der Quelle versehen sein.

c) einfache Möglichkeit des Downloads ganzer Werke

d ) eine gute, intuitiv nutzbare, komfortable Online-Blätter-Funktion, zusätzlich optional die Darstellung von Thumbnails aller Seiten (beides hat Google, aber keines der Bibliotheksprojekte)

e) keine bevormundenden Techniken (Rechtsklick und Abspeichern muss überall erlaubt sein; Zoomify u. ä. bevormundende Viewer höchstens als Zusatzangebot)

f) um die Nutzungsmöglichkeiten der Originale bestmöglich zu imitieren, muss ALLES gescannt werden (auch etwa der Buchrücken, die Rückseite von Postkarten, vorhandene Briefumschläge zu Briefen etc.)

g) GUTE SERVER EINSETZEN, SOFTWARE OPTIMIEREN! Viele Digitalisierungstprojekte und Bibliothekskataloge sind so langsam, dass eine Nutzung zur unwillkommene Erinnerung an alte C-64-Zeiten wird (Spiel laden, Kaffee trinken, Spiel spielen). Beispiele: bildindex.de, das neue Schweizer Projekte e-rara oder das DNB-Portal. 
KlausGraf antwortete am 2010/04/29 20:53:
Danke, wichtige Anregungen
Qualität der Metadaten habe ich nachgetragen.

Usability: siehe Klarstellung.

Download ganzer Werke: sollte wohl rein

Thumbnails in Bibliotheksprojekten von Semantecs:

http://judaica-frankfurt.de/content/thumbview/844234 (jeweils Reiter "Übersicht") 
Ladislaus antwortete am 2010/04/29 21:13:
Semantecs: aber wieder nur 10 Seiten auf einmal (und recht langsam!), da findet man wieder nicht schnell Titelseiten, Überschriften (falls Metadaten mangelhaft) und vor allem Illustrationen! 
Ladislaus antwortete am 2010/04/29 21:16:
Ich korrigiere mich: unter "Übersicht" kommen da immerhin 40 Seiten. Das ist akzeptabel. 
KlausGraf antwortete am 2010/04/29 21:17:
Ich seh nicht 10, sondern 32
http://judaica-frankfurt.de/content/thumbview/844234 
dirk (Gast) antwortete am 2010/04/29 21:53:
Es kommen soviele Seiten/Thumbs wie in das Browser-Fenster passen. Beim allerersten Request ist diese Information für den Server noch nicht verfügbar.

Wenn man Cookies abschaltet - ist diese Information nie verfügbar. 
viola (Gast) meinte am 2010/04/29 20:50:
wenn alles andere gegeben ist, könnte ich auch mit langen permanent-links leben. :) 
C. Künzel (Gast) meinte am 2010/05/09 20:19:
Farbechtheit
Ich finde, ein sehr wichtiges Thema bei der Digitalisierung ist die Farbechtheit. Die Werke werden meistens unter dem Aspekt gescannt, dass man sie nicht mehr anfassen muss. Aber was passiert, wenn die Farben nicht passen? Für dieses Problem gibt es Farbtargets. Die benutzten Farbtargets sind teilweise. aber nicht annähernd Farbecht oder sogar selbstgedruckt. Ich finde. es sollte ein Farbtarget geben, das diese Probleme löst. Aus diesem Grunde setzen wir bei unserer Digitalisierung ein ausgemessenes Farbtarget ein bei dem die Werte im LAB Farbraum unter den Farbfeldern stehen. Ich hoffe, dass dieses Target bald Interesse in diesem Sektor findet und solche Probleme der Vergangenheit angehören. 
Ladislaus (Gast) meinte am 2013/11/01 19:28:
Noch eins:

BROWSEN muss möglich sein, nicht nur Suchen.

Den Vogel schießt allerdings das Germanische Nationalmuseum ab, in dessen "Digitaler Bibliothek" man weder Browsen noch Suchen kann... http://dlib.gnm.de/ 
KlausGraf antwortete am 2013/11/01 19:41:
Naja
Das Suchen geht problemlos im OPAC, der bei jedem Medium verlinkt ist. Zur Strafe trägst du bitte die ausstehenden Schembartbücher in Wikisource ein ...

Gesucht wurde mit: "Titel= schembart*; Schlagwort= online*". Treffer: 1-12 von 12 
KlausGraf antwortete am 2015/03/16 00:58:
Nutzung von Normdaten
zB GND
http://archiv.twoday.net/stories/572462396/

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/1022407250/ 
 

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