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Das liest man (evtl. von Rieble) auf:

http://www.zaar.uni-muenchen.de/studium/wiss_arbeiten/zitieren/index.html

Amüsant formuliert ist ebd.:

"Vermeiden Sie ein ständiges „vgl.“ am Beginn jeder Fußnote; das drückt nur distanzsuchende Ängstlichkeit aus. Wenn Sie ein Gericht oder einen Autoren mit einer Aussage zitieren, muß die Belegstelle das Behauptete ergeben – auch ohne besonderen Vergleich. Überflüssiger noch ist das vielverbreitete „siehe“ oder „s.“. Da Hörbücher nicht zitiert werden, liegt die Auswahl des maßgeblichen Sinnesorgans nahe. "
GastF (Gast) meinte am 2014/05/30 22:09:
Immer wieder vergessen wird, dass bei Paraphrasen von Aussagen eines anderen (also nicht bei "Zitaten", sondern bei der Wiedergabe von etwas Gesagtem mit eigenen Worten) der Konjunktiv I ungemein weiterhilft; dann ziemt sich ein "vgl." durchaus, denn es wäre logisch. Bei wörtlichen Zitaten braucht man's nicht, denn die mit "..." kegennzeichneten Belegstellen müssen im Wortlaut übereinstimmen. Da ist der Verfasser des o.g. Links mMn etwas ungenau... 
KlausGraf antwortete am 2014/05/30 22:20:
Genau diese Ansicht bekämpfe ich als akademischer Lehrer
Sie wird in unzähligen Anleitungen empfohlen, ist aber mit Blick auf die Plagiate-Problematik ("Bauernopfer"-Problematik, die Rieble ja behandelt hat und gut kennt) viel zu gefährlich. Wenn man alles Mögliche (Paraphrasen, weiterführende Angaben, Parallelen bzw. Vergleiche mit anderen Kontexten, womöglich auch andere Ansichten usw.) mit Vgl. referenziert, kann mans auch ganz lassen.

Ähnlich wie hier
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Forum:Grundsatzproblem_Verschleierung:_wie_zitiere_ich_richtig%3F 
KlausGraf antwortete am 2014/05/30 22:32:
Vgl. auch
http://w-wie-wissenschaft.blogspot.de/2011/07/vgl-eine-seltsame-zitiermarotte.html

So sehe ich das auch. 
GastF (Gast) antwortete am 2014/05/30 22:39:
Verstehe ich nicht wirklich. Klaus Graf sagt, er bekämpfe diese Ansicht, weil sie gefährlich sei. Dann ist das mMn eindeutig. Ich persönlich würde die hochgestellte Fußnotennummer hinter "sagt" einfügen, ohne "vgl.". Wenn ich indes länger fortfahre, zum Beispiel dass diese Ansicht die Bauernopfermethode unterstütze und auf diese Weise vielerlei, sogar auch andere Ansichten ebenso wie wiederum mit eigenen Worten Wiedergegebens herbeigeholt werde, dann wäre ein "vgl." durchaus logisch; allerdings nur, wenn wenn nicht ich nicht den x-ten Aufguss präsentierte. Das hat aber nichts mit Zitierregeln zu tun, sondern mit strukturierendem Verfahren. Eine Quelle z. B., die ich nicht auffinden/prüfen kann, muss ich ja auch als eine da&da zitierte ausweisen und kann nicht die in der von mir in der Fußnote einer Darstellung gefundene Quelle als eine solche angeben; dann fände in der Tat irgendwann niemand mehr durch. 
KlausGraf antwortete am 2014/05/30 22:50:
Kommentar ist unverständlich
Ich hab ihn zumindest nicht verstanden. Einfach nochmal neu schreiben, klar & strukturiert. 
GastF (Gast) antwortete am 2014/05/30 23:10:
Den Ansatz, auf das "vgl." zu verzichten, finde ich gut, weil er eine Entscheidung erfordert (und z. B. das völlig bescheuerte Auffüllen einer Literaturliste bei gleichzeitiger Verunklarung der Belegsituation zumindest verunsichert). Ob er indes das Plagiieren verhindert, käme auf den Versuch an; und hieße, das "vgl." dann tatsächlich zu verbieten anstatt lediglich davon abzuraten, oder? 
KlausGraf antwortete am 2014/05/30 23:20:
Also nochmal
Belege (wörtliche Zitate, Paraphrasen usw.) werden ohne Vgl. gegeben.

Vgl. wird verwendet, wenn es um Parallelen, Weiterführendes geht. Aus stilistischen Gründen auch üblich in Wendungen wie "Vgl. für einen konzisen und gedankenklaren Überblick Noeske a.a.O."

Für Studierende ist diese Anweisung sicher hilfreich, da sie das Risiko bestimmter Plagiatformen (Verschleierung) mutmaßlich vermindert.

Verbieten kann man in der Wissenschaft eigentlich nichts. Wenn ein Dozent ausdrücklich abrät, sind viele Studierende aber so klug dem zu folgen, wenn sie es einsehen, zumal ein Verstoß gegen die übliche Anweisung "Vgl. bei indirekten Zitaten verwenden" auch bei anderen Dozenten, die das anders sehen, wohl nicht sanktioniert wird. 
GastF (Gast) antwortete am 2014/05/31 00:44:
Danke. Ich werde das im akademischen "Vorfeld" zu berücksichtigen versuchen. Habe, angeregt durch die kliene Belehrung, gerade mal in meinem antiquierten seinerzeitigen Handbüchlein nachgesehen. Darin geht's in erster Linie um's Prinzip; die Form erschien seinerzeit noch als Übereinkunft, nicht als Ausdruck einer beliebig zu "vgl."n Literaturliste oder einer Vermeidung von Misstrauens an Redlichkeit. 
 

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