Miscellanea
In der DLF-Sendung "Forschung aktuell" (Link) ging es um die "Archivierung" archäologischer Fundstücke:
" ..... Um riesige archäologische Archive zu inventarisieren braucht es vor allem eins: Ausdauer. Zeit brauchen Archäologen aber nicht nur beim Archivieren von oft hunderttausenden Scherben aus Keramik, Ton, Terrakotta oder Steingut, sondern auch beim späteren Wiederfinden, da viele alte Sammlungen selten vollständige Kataloge ihrer Bestände besitzen. Und wenn ja, sind diese oft handschriftlich verfasst. Hierzulande muss ein Archivar daher auch bestens mit der Sütterlinschrift vertraut sein, für viele Archäologen eine nicht mehr ganz zeitgemäße Archivierungsmethode. Abhilfe könnte ein Projekt aus Pisa schaffen. Dort arbeiten Marina Buzzi und ihre Kollegen vom nationalen Forschungsrat in Pisa daran, mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen - so genannten RFID-Funkchips - zukünftig auch archäologische Sammlungen zu inventarisieren. Ein Chip auf eine Tonscherbe geklebt und sie ist jederzeit schnell auffindbar. ....
Die RFID-Chips selbst enthalten nur wenige Daten oder meist nur eine Identifizierungsnummer, mit der Archivare die Informationen über das Objekt in einer Datenbank nachlesen können: Größe, Form, Alter, Fundstätte, wann und wo veröffentlicht et cetera. Der erste Praxistest soll in wenigen Wochen erfolgen, sagt Marina Buzzi. .....
Einziger Knackpunkt sind wie immer die Kosten für solche Investitionen. Noch liegt der finanzielle Aufwand bei rund 15 Euro-Cent pro RFID-Chip, bei großen Sammlungen kommen da schnell mehrere hunderttausende Euro zusammen. Damit werden sich wohl nur wenige archäologische Sammlungen den Luxus eines automatisierten Inventars leisten können. ...."
" ..... Um riesige archäologische Archive zu inventarisieren braucht es vor allem eins: Ausdauer. Zeit brauchen Archäologen aber nicht nur beim Archivieren von oft hunderttausenden Scherben aus Keramik, Ton, Terrakotta oder Steingut, sondern auch beim späteren Wiederfinden, da viele alte Sammlungen selten vollständige Kataloge ihrer Bestände besitzen. Und wenn ja, sind diese oft handschriftlich verfasst. Hierzulande muss ein Archivar daher auch bestens mit der Sütterlinschrift vertraut sein, für viele Archäologen eine nicht mehr ganz zeitgemäße Archivierungsmethode. Abhilfe könnte ein Projekt aus Pisa schaffen. Dort arbeiten Marina Buzzi und ihre Kollegen vom nationalen Forschungsrat in Pisa daran, mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen - so genannten RFID-Funkchips - zukünftig auch archäologische Sammlungen zu inventarisieren. Ein Chip auf eine Tonscherbe geklebt und sie ist jederzeit schnell auffindbar. ....
Die RFID-Chips selbst enthalten nur wenige Daten oder meist nur eine Identifizierungsnummer, mit der Archivare die Informationen über das Objekt in einer Datenbank nachlesen können: Größe, Form, Alter, Fundstätte, wann und wo veröffentlicht et cetera. Der erste Praxistest soll in wenigen Wochen erfolgen, sagt Marina Buzzi. .....
Einziger Knackpunkt sind wie immer die Kosten für solche Investitionen. Noch liegt der finanzielle Aufwand bei rund 15 Euro-Cent pro RFID-Chip, bei großen Sammlungen kommen da schnell mehrere hunderttausende Euro zusammen. Damit werden sich wohl nur wenige archäologische Sammlungen den Luxus eines automatisierten Inventars leisten können. ...."
Wolf Thomas - am Samstag, 5. Juli 2008, 18:28 - Rubrik: Miscellanea
"Vor 88 Jahren wurde im Schweinfurter Stadtteil Oberndorf der Künstler Gustl Kirchner geboren. Tiere, Landschaften und das eigene Leben - so vielseitig wie Kirchners Bilder ist auch die neue Ausstellung zu seinen Ehren im Oberndorfer Künstlerhof. Dicht aneinander gereiht hängen hier Kirchners Werke. Vom eigenen Lebenslauf wandert der Blick über die von ihm so geliebten Tierbilder. Zwischen Landschaftsgemälden und Glasfenstern sticht immer wieder ein Motiv ins Auge: das Pferd, ihm galt seit seiner Zeit als Kavallerist Kirchners ganze Leidenschaft. So bildet der Guss "Streitende Hengste" auch den Mittelpunkt der Ausstellung. Ab dem 4. Juli ist sie nach telefonischer Rücksprache für Besucher geöffnet."
Quelle:
http://www.tvtouring.de/default.aspx?ID=1566&showNews=245702
mit Video
Quelle:
http://www.tvtouring.de/default.aspx?ID=1566&showNews=245702
mit Video
Wolf Thomas - am Donnerstag, 3. Juli 2008, 19:24 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Das Archiv für Strahlungsdaten wird vom Alfred - Wegener - Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz - Gemeinschaft weiterbetreut.
Quelle:
http://www.startblatt.net/news/de/20080703145626314
Quelle:
http://www.startblatt.net/news/de/20080703145626314
Wolf Thomas - am Donnerstag, 3. Juli 2008, 19:19 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Der Spiegel (Link) weist daraufhin, dass im " Archiv .... unbearbeitete Bänder mit Vorträgen von 1953 bis heute, erst Tonaufnahmen, später Videos [liegen]. Die Stimmen von Werner Heisenberg und Otto Hahn sind dabei, Debatten vom Atom-Streit bis zur Genom-Entschlüsselung. ...."
s. a. http://www.lindau-nobel.de/
s. a. http://www.lindau-nobel.de/
Wolf Thomas - am Donnerstag, 3. Juli 2008, 19:17 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
„In unserem dreidimensionalen Archiv lagern Stücke, die es im Original gar nicht mehr gibt”,
Berthold Just, der Leiter der Werkstatt der Gipsformerei der Staatlichen Museen Berlin
Quelle:
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/7/1/news-59349761/detail.html
Link:
http://www.smb.museum/smb/sammlungen/institut.php?lang=de&objID=16308&p=0
Berthold Just, der Leiter der Werkstatt der Gipsformerei der Staatlichen Museen Berlin
Quelle:
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/7/1/news-59349761/detail.html
Link:
http://www.smb.museum/smb/sammlungen/institut.php?lang=de&objID=16308&p=0
Wolf Thomas - am Dienstag, 1. Juli 2008, 18:46 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
" .... Das Klingspor-Museum in Offenbach hat einen weltweiten Ruf in Sachen Schriftkunst und Buchdruck. Es ist zugleich Ausstellungsort für Kunst, beherbergt eine umfangreiche Bibliothek und ein Archiv, das durch Nachlässe beständig anwächst. ..."
Quelle:
http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Kultur/Ueber-Schoenheit-von-Schrift-und-Druck-_arid,45649_regid,1_puid,1_pageid,14.html
s. weiter: http://www.klingspor-museum.de
Quelle:
http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Kultur/Ueber-Schoenheit-von-Schrift-und-Druck-_arid,45649_regid,1_puid,1_pageid,14.html
s. weiter: http://www.klingspor-museum.de
Wolf Thomas - am Sonntag, 29. Juni 2008, 17:52 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Die Kommission um den ehemaligen Bahn-Chef Heinz Dürr durfte "große Träumen träumen". 3 Vorschläge bzw. Empfehlungen betreffen auch archivische Belange:
1) " ..... Pina-Bausch-Archiv und Studiobühne einrichten. Es wird immer wieder festgestellt, dass die Kultureinrichtung in NRW, die über die größte internationale Ausstrahlung verfügt, das Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal ist. Es sollte ein Pina-Bausch-Archiv eingerichtet werden,welches die großen Leistungen dieser Choreographin dokumentiert, archiviert, der Wissenschaft zugänglich macht. Es sollte aber auch eine Studiobühne errichtet werden, auf der die Tänzer der Compagnie ihre eigenen Arbeiten entwickeln und ihre bei und mit Pina Bausch gemachten Erfahrungen weitertragen können.Man sollte der Tatsache Rechnung tragen, dass die Tanzszene in NRW ihre Vielfalt und Dynamik wesentlich der Arbeit von Pina Bausch verdankt. Für die Aufgabe der Dokumentation des OEuvres von Pina Bausch sollte man eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv in Köln anstreben. ...."
2) " ..... . Beuys-Zentrum von Schloss Moyland nach Düsseldorf verlegen. Es wird empfohlen, dass sich die Landesregierung von NRW dafür einsetzt, das Joseph Beuys-Zentrum (Joseph-Beuys-Archiv) von Schloss Moyland nach Düsseldorf zu verlegen.Düsseldorf ist der Ort,an dem Beuys maßgeblich gewirkt hat und der auch bei ausländischen Besuchern die angemessene Aufmerksamkeit finden wird. Es ist bekannt, dass NRW stiftungsrechtlich an Moyland gebunden und zu ganz erheblichen jährlichen Zuschüssen verpflichtet ist. Es ist in der Öffentlichkeit weiter bekannt, dass es innerhalb der Stiftung wiederholt zu Querelen gekommen und die Bestandsaufnahme der Werke immer noch nicht abgeschlossen ist. Entscheidend bleibt die Standortfrage.Das Werk des vielleicht wichtigsten Künstlers aus NRW gehört in die Landeshauptstadt....."
Dr. Bettina Paust, komm. Leiterin Museum Schloss Moyland, wies den Vorschlag in einem Interview mit der Rheinischen Post unmittelbar energisch zurück.
3) " ..... Landesfilmarchiv: Bestände systematisieren. Das audiovisuelle Erbe zu sichern ist eine Forderung innerhalb des Mediaprogramms, aber auch der kulturpolitischen Agenda der Europäischen Kommission. Der Aufbau einer Landesfilmsammlung, der mit den Mitteln der digitalen Speicherung auch die Zugriffsmöglichkeiten auf die Archivmaterialien vergrößert und erleichtert, trägt zur Verbreitung und Identifizierung mit der eigenen filmischen Vergangenheit bei. Die vorhandenen Filmbestände in Landeseinrichtungen und kommunalen Archiven wurden bereits umfassend recherchiert und schriftlich erfasst. Eine Vernetzung und Zentralisierung der Quellen zur Nutzung durch private, wissenschaftliche und professionelle Interessenten ist eine längerfristige Aufgabe, die aber in vielen Ländern bereits vollzogen wird. Darüber hinaus ist die Erfassung und Archivierung, aber auch die Präsentation von Filmkunst notwendig.Sie wird zwar in Düsseldorf in der Black Box noch betrieben, wurde aber auch in der Kinemathek in Köln, die vormals im Museum Ludwig integriert war, eingestellt.Durch Erfassung und Archivierung können in NRW zentrale Orte für die intensive Auseinandersetzung mit der Siebten Kunst geschaffen werden. Kosten für Filmsammlung des Landes: jährlich ca.300.000 Euro ...."
Der Volltext liegt als pdf-Datei vor (Link).
Medienecho (Auswahl):
http://www.muensterschezeitung.de/nachrichten/kultur/art2551,294270
http://www.ksta.de/html/artikel/1213962205141.shtml
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1213977715763.shtml
http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/art1541,294049
1) " ..... Pina-Bausch-Archiv und Studiobühne einrichten. Es wird immer wieder festgestellt, dass die Kultureinrichtung in NRW, die über die größte internationale Ausstrahlung verfügt, das Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal ist. Es sollte ein Pina-Bausch-Archiv eingerichtet werden,welches die großen Leistungen dieser Choreographin dokumentiert, archiviert, der Wissenschaft zugänglich macht. Es sollte aber auch eine Studiobühne errichtet werden, auf der die Tänzer der Compagnie ihre eigenen Arbeiten entwickeln und ihre bei und mit Pina Bausch gemachten Erfahrungen weitertragen können.Man sollte der Tatsache Rechnung tragen, dass die Tanzszene in NRW ihre Vielfalt und Dynamik wesentlich der Arbeit von Pina Bausch verdankt. Für die Aufgabe der Dokumentation des OEuvres von Pina Bausch sollte man eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tanzarchiv in Köln anstreben. ...."
2) " ..... . Beuys-Zentrum von Schloss Moyland nach Düsseldorf verlegen. Es wird empfohlen, dass sich die Landesregierung von NRW dafür einsetzt, das Joseph Beuys-Zentrum (Joseph-Beuys-Archiv) von Schloss Moyland nach Düsseldorf zu verlegen.Düsseldorf ist der Ort,an dem Beuys maßgeblich gewirkt hat und der auch bei ausländischen Besuchern die angemessene Aufmerksamkeit finden wird. Es ist bekannt, dass NRW stiftungsrechtlich an Moyland gebunden und zu ganz erheblichen jährlichen Zuschüssen verpflichtet ist. Es ist in der Öffentlichkeit weiter bekannt, dass es innerhalb der Stiftung wiederholt zu Querelen gekommen und die Bestandsaufnahme der Werke immer noch nicht abgeschlossen ist. Entscheidend bleibt die Standortfrage.Das Werk des vielleicht wichtigsten Künstlers aus NRW gehört in die Landeshauptstadt....."
Dr. Bettina Paust, komm. Leiterin Museum Schloss Moyland, wies den Vorschlag in einem Interview mit der Rheinischen Post unmittelbar energisch zurück.
3) " ..... Landesfilmarchiv: Bestände systematisieren. Das audiovisuelle Erbe zu sichern ist eine Forderung innerhalb des Mediaprogramms, aber auch der kulturpolitischen Agenda der Europäischen Kommission. Der Aufbau einer Landesfilmsammlung, der mit den Mitteln der digitalen Speicherung auch die Zugriffsmöglichkeiten auf die Archivmaterialien vergrößert und erleichtert, trägt zur Verbreitung und Identifizierung mit der eigenen filmischen Vergangenheit bei. Die vorhandenen Filmbestände in Landeseinrichtungen und kommunalen Archiven wurden bereits umfassend recherchiert und schriftlich erfasst. Eine Vernetzung und Zentralisierung der Quellen zur Nutzung durch private, wissenschaftliche und professionelle Interessenten ist eine längerfristige Aufgabe, die aber in vielen Ländern bereits vollzogen wird. Darüber hinaus ist die Erfassung und Archivierung, aber auch die Präsentation von Filmkunst notwendig.Sie wird zwar in Düsseldorf in der Black Box noch betrieben, wurde aber auch in der Kinemathek in Köln, die vormals im Museum Ludwig integriert war, eingestellt.Durch Erfassung und Archivierung können in NRW zentrale Orte für die intensive Auseinandersetzung mit der Siebten Kunst geschaffen werden. Kosten für Filmsammlung des Landes: jährlich ca.300.000 Euro ...."
Der Volltext liegt als pdf-Datei vor (Link).
Medienecho (Auswahl):
http://www.muensterschezeitung.de/nachrichten/kultur/art2551,294270
http://www.ksta.de/html/artikel/1213962205141.shtml
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1213977715763.shtml
http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/art1541,294049
Wolf Thomas - am Donnerstag, 26. Juni 2008, 19:27 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
" ..... Neumann möchte erneut „prüfen“ lassen, ob „Personenkreise … künftig ein Recht auf Löschung der über sie gespeicherten Stasi-Daten erhalten sollen.“ Diese Debatte ist bereits im Jahr 1999 geführt und durch Löschung eines entsprechenden Paragraphen aus dem Stasiunterlagengesetz erledigt worden. Gerade der jüngste Gysi-Vorgang müsste jedem deutlich vor Augen führen, welche Gefahren damit verbunden sind. Jedem Archivar stehen die Haare zu Berge, wenn Originale vernichtet werden sollen. Man stelle sich diesen Vorschlag für die Gestapo-Archive vor. Traut Neumann den deutschen und internationalen Historikern so wenig quellenkritische Kompetenz zu? Auf wen hört der Minister hier? Wer berät ihn mit welchen Interessen?
Die Bildungsaufgaben sind auch so groß genug. Und sie sind vordringlich bei der Verteidigung der Demokratie in Deutschland und dem vereinten Europa. "
Hildigund Neubert, Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Quelle:
http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/seite2thueringenstz/art2478,808179
Die Bildungsaufgaben sind auch so groß genug. Und sie sind vordringlich bei der Verteidigung der Demokratie in Deutschland und dem vereinten Europa. "
Hildigund Neubert, Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Quelle:
http://www.stz-online.de/nachrichten/thueringen/seite2thueringenstz/art2478,808179
Wolf Thomas - am Mittwoch, 25. Juni 2008, 17:01 - Rubrik: Miscellanea
Nach wie vor befindet sich die Zitierpraxis von Internetquellen in einem eher embryonalem Stadium. Es gibt zwar etliche, überwiegend angejahrte Leitfäden, aber die konkrete Praxis etwa in Online-Journalen weicht erheblich ab.
Man kann sich sicher darüber streiten, ob es Aufgabe der Redaktion eines Online-Journals ist, eine einheitliche Zitierweise von Internetquellen in Anlehnung an die eigenen Zitierempfehlungen durchzusetzen.
Werfen wir einen Blick auf die "Zeitenblicke", das renommierteste geschichtswissenschaftliche E-Journal in deutscher Sprache.
Empfohlene Zitierweise:
Alfred P. Hagemann : Ein Preußenschloss für den Arbeiter- und Bauernstaat – Schloss Schönhausen 1945-1990 , in: zeitenblicke 7 (2008), Nr. 1, [05.06.2008], URL: http://www.zeitenblicke.de/2008/1/hagemann/index_html, URN: urn:nbn:de:0009-9-13178
Bemerkenswert ist, dass hier die URN (und zwar ohne Resolver) zusätzlich angegeben wird.
Wie sieht es in diesem Beitrag mit den Zitaten von Online-Quellen aus?
Zunächst einmal konstatieren wir, dass über ein halbes Jahr zwischen dem Zugriff auf die Online-Quellen am 19.11.2007 und der Publikation des Beitrags am 5.6.2008 vergangen ist. Wenn man Schnelligkeit des Publizierens als positive Eigenschaft von E-Journals nimmt - hier ist sie nicht verwirklicht. Da meines Wissens die Zeitenblicke kein Peer Review praktizieren, sondern eine Herausgeber-Begutachtung, kann man den Verzug nicht aufs Peer Review schieben.
Anm. 1 markiert den Verweis auf die Stiftungssatzung zwar als Link, aber der Verweis führt ins Leere, da die Markierung nicht korrekt erfolgt ist.
Merke: Wenn man schon Links markiert (was bei HTML-Texten sinnvoll ist), sollte man überprüfen, dass sie korrekt sind.
Anm. 14 lautet:
Vergl. Uwe Schwartz: Nachkriegsarchitektur am Schloss Schönhausen in Berlin. in: www.kunsttexte.de/zusamm.php?artaus=8 (19.11.2007)
Auch dieser Link führt nicht zu der gewünschten Quelle, und da die Suchfunktion der Kunsttexte nicht funktioniert, muss man zu Google Zuflucht nehmen. Der Beitrag liegt auch im Edoc-Server der HU vor:
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-10073316
Das PDF weist am Schluss eine Art Zitierempfehlung auf:
Uwe Schwartz, «Nachkriegsarchitektur im Schloss
Schönhausen», in: kunsttexte.de, Sektion Denkmalpflege,
Nr.1, 2001 (6 Seiten). www.kunsttexte.de
Die Edoc-Metadaten geben als Erscheinungsdatum den 22.10.2001 an.
Ob man
in: kunsttexte.de, Sektion Denkmalpflege,
Nr.1, 2001
oder
in: kunsttexte.de, Sektion Denkmalpflege,
Nr.1, 2001 [22.10.2001]
schreibt, das "Erscheinungsjahr" 2001 hätte auf jeden Fall zu einer korrekten Zitatangabe gehört.
Der Aufsatz von Schwartz wird nochmals in Anm. 34 mit Internetadresse, aber ohne Link zitiert, obwohl es nahegelegen hätte, einfach Schwartz (wie Anm. 14) zu schreiben.
Schauen wir in einen anderen Beitrag:
http://www.zeitenblicke.de/2008/1/windt
Die Internetquellen in Anm. 30 und 41 sind nicht als Links markiert, sie weisen unterschiedliche Überprüfungsdaten auf. Der Verweis in Anm. 30 führt ins Leere, ein Bild ist nicht auffindbar:
http://www.zi.fotothek.org/obj/obj19004191/8450_0001
Anm. 3 von http://www.zeitenblicke.de/2008/1/fuchs :
Nicht als Link markiert, kein Veröffentlichungsdatum, kein Datum des Zugriffs!
Schauen wir nun in die nächstältere Ausgabe:
http://www.zeitenblicke.de/2007/2/haslinger
Anm. 19, 25: kein Veröffentlichungsdatum, nicht als Link markiert
In Anm. 30 ist das doppelte "in:" nicht glücklich:
Christoph Mick: "Den Vorvätern zum Ruhm – den Brüdern zur Ermutigung". Variationen zum Thema Grunwald/Tannenberg, in: zeitenblicke 3 (2004) 1, in: http://www.zeitenblicke.de/2004/01/mick/index.html <10.5.2007>. (nicht als Link markiert)
Anm. 39 ist die Quelle als Link markiert, es fehlt aber das Veröffentlichungsdatum, obwohl im verlinkten PDF "Stand: Juni 2004" explizit angegeben wurde.
Schlussfolgerungen
* E-Journals sollten nicht nur Zitierempfehlungen beim einzelnen Aufsatz gemäß den Gepflogenheiten der jeweiligen Disziplin vorgeben, sie sollten auch die Zitate von Online-Quellen redaktionell überprüfen.
* Links sollten sowohl in HTML- als auch in PDF-Versionen anklickbar gestaltet werden.
* Das Funktionieren der Links muss redaktionell überprüft werden.
* Es ist das Veröffentlichungsdatum der Internetquelle in jedem Fall anzugeben, gegebenenfalls mit dem Zusatz "erschlossen".
* Es empfiehlt sich zur Vermeidung von Missverständnissen (Veröffentlichungsdatum vs. Zugriffsdatum) das Zugriffsdatum mit einem entsprechenden Vermerk (z.B. "Zugriff am", "abgerufen" usw.) zu kennzeichnen.
Man kann sich sicher darüber streiten, ob es Aufgabe der Redaktion eines Online-Journals ist, eine einheitliche Zitierweise von Internetquellen in Anlehnung an die eigenen Zitierempfehlungen durchzusetzen.
Werfen wir einen Blick auf die "Zeitenblicke", das renommierteste geschichtswissenschaftliche E-Journal in deutscher Sprache.
Empfohlene Zitierweise:
Alfred P. Hagemann : Ein Preußenschloss für den Arbeiter- und Bauernstaat – Schloss Schönhausen 1945-1990 , in: zeitenblicke 7 (2008), Nr. 1, [05.06.2008], URL: http://www.zeitenblicke.de/2008/1/hagemann/index_html, URN: urn:nbn:de:0009-9-13178
Bemerkenswert ist, dass hier die URN (und zwar ohne Resolver) zusätzlich angegeben wird.
Wie sieht es in diesem Beitrag mit den Zitaten von Online-Quellen aus?
Zunächst einmal konstatieren wir, dass über ein halbes Jahr zwischen dem Zugriff auf die Online-Quellen am 19.11.2007 und der Publikation des Beitrags am 5.6.2008 vergangen ist. Wenn man Schnelligkeit des Publizierens als positive Eigenschaft von E-Journals nimmt - hier ist sie nicht verwirklicht. Da meines Wissens die Zeitenblicke kein Peer Review praktizieren, sondern eine Herausgeber-Begutachtung, kann man den Verzug nicht aufs Peer Review schieben.
Anm. 1 markiert den Verweis auf die Stiftungssatzung zwar als Link, aber der Verweis führt ins Leere, da die Markierung nicht korrekt erfolgt ist.
Merke: Wenn man schon Links markiert (was bei HTML-Texten sinnvoll ist), sollte man überprüfen, dass sie korrekt sind.
Anm. 14 lautet:
Vergl. Uwe Schwartz: Nachkriegsarchitektur am Schloss Schönhausen in Berlin. in: www.kunsttexte.de/zusamm.php?artaus=8 (19.11.2007)
Auch dieser Link führt nicht zu der gewünschten Quelle, und da die Suchfunktion der Kunsttexte nicht funktioniert, muss man zu Google Zuflucht nehmen. Der Beitrag liegt auch im Edoc-Server der HU vor:
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-10073316
Das PDF weist am Schluss eine Art Zitierempfehlung auf:
Uwe Schwartz, «Nachkriegsarchitektur im Schloss
Schönhausen», in: kunsttexte.de, Sektion Denkmalpflege,
Nr.1, 2001 (6 Seiten). www.kunsttexte.de
Die Edoc-Metadaten geben als Erscheinungsdatum den 22.10.2001 an.
Ob man
in: kunsttexte.de, Sektion Denkmalpflege,
Nr.1, 2001
oder
in: kunsttexte.de, Sektion Denkmalpflege,
Nr.1, 2001 [22.10.2001]
schreibt, das "Erscheinungsjahr" 2001 hätte auf jeden Fall zu einer korrekten Zitatangabe gehört.
Der Aufsatz von Schwartz wird nochmals in Anm. 34 mit Internetadresse, aber ohne Link zitiert, obwohl es nahegelegen hätte, einfach Schwartz (wie Anm. 14) zu schreiben.
Schauen wir in einen anderen Beitrag:
http://www.zeitenblicke.de/2008/1/windt
Die Internetquellen in Anm. 30 und 41 sind nicht als Links markiert, sie weisen unterschiedliche Überprüfungsdaten auf. Der Verweis in Anm. 30 führt ins Leere, ein Bild ist nicht auffindbar:
http://www.zi.fotothek.org/obj/obj19004191/8450_0001
Anm. 3 von http://www.zeitenblicke.de/2008/1/fuchs :
Nicht als Link markiert, kein Veröffentlichungsdatum, kein Datum des Zugriffs!
Schauen wir nun in die nächstältere Ausgabe:
http://www.zeitenblicke.de/2007/2/haslinger
Anm. 19, 25: kein Veröffentlichungsdatum, nicht als Link markiert
In Anm. 30 ist das doppelte "in:" nicht glücklich:
Christoph Mick: "Den Vorvätern zum Ruhm – den Brüdern zur Ermutigung". Variationen zum Thema Grunwald/Tannenberg, in: zeitenblicke 3 (2004) 1, in: http://www.zeitenblicke.de/2004/01/mick/index.html <10.5.2007>. (nicht als Link markiert)
Anm. 39 ist die Quelle als Link markiert, es fehlt aber das Veröffentlichungsdatum, obwohl im verlinkten PDF "Stand: Juni 2004" explizit angegeben wurde.
Schlussfolgerungen
* E-Journals sollten nicht nur Zitierempfehlungen beim einzelnen Aufsatz gemäß den Gepflogenheiten der jeweiligen Disziplin vorgeben, sie sollten auch die Zitate von Online-Quellen redaktionell überprüfen.
* Links sollten sowohl in HTML- als auch in PDF-Versionen anklickbar gestaltet werden.
* Das Funktionieren der Links muss redaktionell überprüft werden.
* Es ist das Veröffentlichungsdatum der Internetquelle in jedem Fall anzugeben, gegebenenfalls mit dem Zusatz "erschlossen".
* Es empfiehlt sich zur Vermeidung von Missverständnissen (Veröffentlichungsdatum vs. Zugriffsdatum) das Zugriffsdatum mit einem entsprechenden Vermerk (z.B. "Zugriff am", "abgerufen" usw.) zu kennzeichnen.
KlausGraf - am Sonntag, 22. Juni 2008, 20:48 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
" ..... Eine Landkarte aus dem Jahre 1874, die der amerikanische Kartograf Paolo Greer im Archiv der peruanischen Nationalbibliothek in Lima gefunden hatte, brachten ihn und ein internationales Forscherteam auf die Spuren eines abenteuerlichen Unternehmens. ....."
Quelle:
Welt
Quelle:
Welt
Wolf Thomas - am Dienstag, 10. Juni 2008, 17:39 - Rubrik: Miscellanea
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen