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Museumswesen

Das Listenmuseum (Freud ließ grüßen: muss natürlich Listenarchiv heißen) ist seit einiger Zeit leider nur für Mitglieder zugänglich:

http://www.dhm.de/mailman/private/demuseum/2012-May/date.html

Einstellung der E-Mail-Liste „Demuseum zum 30. Juni 2012

Wegen des hohen Pflegeaufwands der Diskussions-Mailingliste "demuseum" der deutschsprachigen Museumsszene und der Entwicklung anderer Kommunikationsmittel und -wege wird diese Liste mit Ablauf des 30. Juni 2012 geschlossen. Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahme.

Mail-Nutzerinnen und -Nutzer, die am Geschehen des Deutschen Historischen Museums (DHM) interessiert sind, können sich auf der Seite
http://www.dhm.de/newsletter
für den monatlichen Bezug des DHM-Newsletters anmelden.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Burmeister
(DHM-Verwaltungsleiter)


In der seit Oktober 1995 bestehenden Liste regt sich Unmut und man fordert, dass z.B. der Museumsbund das Forum weiterführt.

Auch wenn in demuseum einige wenige Platzhirsche, an allen voran Dr. Müller-Straten das große Wort führen, so existiert doch in der deutschsprachigen Museumswelt keine andere Liste für Anfragen und Diskussionen (die H-Net-Liste von Blank/Marra versendet nur Ankündigungen). demuseum war unmoderiert und wurde durchaus rege genutzt. Man wüsste gern, welche anderen Kommunikationsmittel an die Stelle dieses Forums treten können, zumal einige Listenmitglieder ihre Ablehnung von Facebook und Twitter explizit zum Ausdruck gebracht haben.

Das Listenarchiv wäre eine wichtige historische Quelle für das Eindringen des Internets in die deutsche Museumswelt, aber ich fürchte, es wird sich niemand darum kümmern!

" .... In der zweiten Projektphase ist geplant, das bestehende Netzwerk weiter auszubauen, die gemeinsam genutzte Infrastruktur weiterzuentwickeln und das Archiv inhaltlich wesentlich zu bereichern, um in dieser Weise ein innovatives Forschungsinstrument zu entwickeln und eine umfassende Forschungsressource zu Lucas Cranach zu generieren. Das Projekt soll die interdisziplinäre und interinstitutionelle Forschung sowie die Entwicklung eines internationalen und nachhaltigen Forschungsnetzwerkes befördern.

Die zweite Projektphase verfolgt zwei primäre Ziele:

Die Weiterentwicklung der internetbasierten gemeinschaftlichen Forschungsinstrumente und Arbeitsprozesse, die Archivierung, Austausch und Vermittlung von kunsthistorischen, technologischen, naturwissenschaftlichen und restaurierungswissenschaftlichen Informationen zu unterstützen und damit Wissenschaft und Lehre zu befördern.
Zusammenführung und Generierung kunsthistorischer, technologischer sowie restaurierungs- und naturwissenschaftlicher Dokumentationen zu über 1000 Gemälden von Lucas Cranach und seiner Werkstatt sowie die Digitalisierung und Transkription erhaltener Quellenschriften zum Ausbau eines nachhaltigen Wissensspeichers zu Lucas Cranach, um ein tieferes Verständnis für dessen Kunst zu ermöglichen.

In der zweiten Projektphase werden sich über 30 Partnermuseen, fünf Archive und viele weitere Mitwirkende am Cranach Digital Archive beteiligen. Wir sehen einem erfolgreichen Projektverlauf entgegen, der unseres Erachtens eine Antwort auf die zahlreichen Ansätze offeriert, welche uns neue digitale Technologien ermöglichen.

Bis Dezember 2014 beabsichtigt das cda folgende Projektergebnisse zu erreichen:

Generierung der primären, umfassenden und interinstitutionellen Ressource zu Lucas Cranach, die neue Formen der kunstwissenschaftlichen Forschung befördert
Schaffung einer Plattform, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Kunsthistorikern, Historikern, Restaurierungswissenschaftlern, Naturwissenschaftlern und der Öffentlichkeit anregt und unterstützt
Aufbau einer Ressource, die Erwartungen verschiedener Nutzer erfüllt und sich durch einen hohen Standard wissenschaftlicher Datenpflege auszeichnet
Entwicklung einer Plattform, die den Zugang sowohl zu historischen Dokumentationen als auch zu neuesten Forschungsergebnissen ermöglicht
Schaffung einer Quelle des Wissens über Lucas Cranach den Älteren, seine Söhne und die Werkstatt, welche sich signifikant von dem traditionellen Modell eines auf Fragen der Zuschreibung fokussierten Werkkataloges abhebt
Aufbau einer Ressource, die sich von einem Projekt zu einem nachhaltigem Online-Archiv entwickelt
Generierung eines Modells für weitere Künstler-Archive und interinstitutionelle Netzwerke ....."

Quelle: http://www.lucascranach.org/index_de.html

s. a. http://archiv.twoday.net/stories/6091010/ und http://archiv.twoday.net/stories/6284287/

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Deutsches Filmuseum
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"Archive & Bibliothek
Produktionsunterlagen, Fotografien, Filmplakate und viele andere filmhistorisch relevante Materialien werden in den Archiven des Deutschen Filminstituts verwahrt und systematisch erfasst. Es gibt ein Filmarchiv, ein Bildarchiv, ein Gerätearchiv, ein Plakatarchiv, ein Musikarchiv, sowie eine Bibliothek mit Textarchiv. Darüber hinaus verwahrt das Haus eine Reihe von Sammlungen und Nachlässen deutscher Filmschaffender wie Volker Schlöndorff, Curd Jürgens und Maria Schell oder den Produzenten Luggi Waldleitner und Artur Brauner.

Ziel der Archivierung ist es, Belegstücke und Primärquellen zur Geschichte des Films zu sichern und für die Wissenschaft zu verwahren. In den Sonderausstellungen des Deutschen Filmmuseums wird immer wieder auf eigenes Material zurückgegriffen, das so auch der breiteren Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Zu den Schwerpunkten unserer Sammlungstätigkeit gehören der Avantgardefilm, der Werbe- und Animationsfilm und der Neue Deutsche Film, sowie der deutsche Film vor 1945. Zu vielen anderen Feldern sind ebenfalls bedeutende Bestände vorhanden."

Link zur Archivseite des Deutschen Filminstituts

Deutsches Architekturmuseum
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"Ausgestattet mit einem beachtlichen Etat legte Heinrich Klotz in den 80er Jahren den Grundstein für eine Sammlung, die heute ca. 200.000 Architekturpläne, Zeichnungen und Skizzen, 1240 Modelle sowie Bilder und Möbel umfasst. Seit 1989 ist das Archiv in der Hedderichstraße, nahe dem Museum gelegen, untergebracht.

Zum Bestand des DAM gehören zwar auch einige wenige Blätter, die in das 18. und 19. Jahrhundert zu datieren sind, der Sammlungsschwerpunkt liegt aber bei der nationalen und internationalen Architektur des 20. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart. Giambattista Piranesi und Gottfried Semper, Louis I. Kahn, und Ludwig Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Hans Poelzig und Ernst May, aber auch bedeutende Vertreter der aktuellen Architekturszene wie Aldo Rossi, Rem Koolhaas, Frank O. Gehry oder Norman Foster können als Beispiel aufgeführt werden. Auch Arbeiten von Künstlern wie Ben Willikens, Martin Kippenberger oder Christo, die sich mit dem Thema Architektur auseinandersetzen, sind zu finden und zeigen Bedeutung und Bandbreite der Sammlung. Das DAM verfügt derzeit über 51 Werkarchive u.a. von Hannes Meyer, Mart Stam, Heinz Bienefeld und Gottfried Böhm. Die Direktion bemüht sich um ständige Ergänzung und Aktualisierung.

Exponate aus der Sammlung werden bei vielen Ausstellungen des Hauses präsentiert. Leihanfragen erreichen das Deutsche Architekturmuseum aus dem In- und Ausland.

Das Archiv in der Hedderichstraße ist nicht allgemein zugänglich, doch erhalten interessierte Laien, Studenten und Wissenschaftler auf Anfrage Einblick in Bereiche der Sammlung."

Archivseite des DAM

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Kabinett-der-blitzenden-Degen-1832909503

Das sanierte Zeughaus auf der Schwarzburg ist gerade einmal sechs Monate "alt", schon gibt es einen neuen Etappensieg: Die historische Waffensammlung der Schwarzburger Fürsten ist restauriert. Rund 3500 Prunkwaffen und Rüstungsgegenstände aus der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert seien nun ausstellungsfähig, sagte gestern Lutz Unbehaun, Direktor des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg, das als Eigentümer der Sammlung deren museale Aufbereitung verantwortet.

"Eine bundesweit einmalige Sammlung von Dokumenten und medizinischen Instrumenten zur Behandlung von Tuberkulose bekommt eine neue Heimat.
Das Deutsche Tuberkulose-Archiv, das der pensionierte Lungenfacharzt Robert Kropp (80) seit 1996 aufgebaut hatte, zieht nach Heidelberg. Das neue Museum an der dortigen Universität wird an diesem Donnerstag eröffnet.
In Osthessen hatte Kropp nach eigenen Angaben keine Stelle gefunden, die die Stücke übernimmt. Diese bleiben im Besitz des Fuldaer Fördervereins und werden nur als Dauerleihgabe abgegeben."
.
Quelle: hr-text, S. 151, 30.11.11
".... Zu der Sammlung gehören Fotografien und Filme, Grafiken und Poster, Mikroskope, pathologisch-anatomische Lungenpräparate und andere medizinische Instrumente. Auch präparierte Lungen, die mit Tuberkulose infiziert waren, werden gezeigt. ..."
Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 30.11.11

"..... Ein neues Museum über Tuberkulose wird am 1.12.2011 um 17 Uhr in der Thoraxklinik Heidelberg eingeweiht. „Ziel des neuen Tuberkulose-Museums ist es, das Wissen um die großen wissenschaftlichen und ärztlichen Leistungen zu erhalten, die bisher im Kampf gegen diese Erkrankung erbracht worden sind“, erläutert Prof. Dr. Herth, Chefarzt der Pneumologie und Beatmungsmedizin „Wir wollen außerdem bewusst machen, dass die bei uns fast vergessene Krankheit global betrachtet nach wie vor unbesiegt ist und jährlich Millionen Menschen in Afrika und Asien daran versterben. Die WHO ordnet ihrer Bekämpfung deswegen die höchste Priorität zu.“

Bereits im Jahr 1996 wurde von Dr. Robert Kropp ein Deutsches Tuberkulose-Archiv in Fulda gegründet. „Das Archiv umfasst mittlerweile über 6000 Monographien und Periodika, die sich mit der Erkrankung Tuberkulose beschäftigen“, berichtet Kropp. „Diese stammen vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als der Tuberkulose eine große medizinisch-ärztliche, wissenschaftliche und gesundheitspolitische Bedeutung zukam. Das Archiv ist insofern eine echte Fundgrube für die medizinhistorische Forschung und kann zu diesem Zweck auch genutzt werden.“ Neben der Akquisition von Büchern, die sämtliche Aspekte der Tuberkulose behandeln, begann Kropp damals auch weitere Materialien zu sammeln, die diese – früher alle Lebensbereiche durchdringende, jetzt aber in den Industrieländern immer seltenere – Erkrankung quasi wieder aufleben lassen.

Im Jahr 2010 beschloss Kropp dann, das Deutsche Tuberkulose-Archiv zusammen mit den zusätzlich gesammelten Materialien der Thoraxklinik Heidelberg als neuer Heimstätte zu überstellen. Daraufhin haben zwei ehemalige Chefärzte der Thoraxklinik – Prof. Dr. Werner Ebert und Prof. Dr. Volker Schulz – sowie der jetzige Chefarzt der Abteilung Pneumologie und Beatmungsmedizin der Thoraxklinik, Prof. Dr. Felix Herth, das Archiv neu aufgestellt. „Viele der Memorabilia, die uns von ehemaligen Tuberkulose-Heilstätten, Tuberkulose-Fürsorgestellen, Lungenärzten, aber auch von der Pharmaindustrie überlassen wurden, vermitteln einen recht guten Einblick in eine Krankheitswelt, die bei uns längst der Vergangenheit angehört“, erläutert Schulz. Dazu wurden mehrere Räume des Rohrbacher Schlösschens, einem frühklassizistischen Bau im Park der Thoraxklinik, als Museum eingerichtet, um zahlreiche alte und neue Aspekte der Tuberkulose zu dokumentieren.

Im Einzelnen werden die folgenden Aspekte im Museum dargestellt:
• Epidemiologie gestern und heute
• Soziale Aspekte gestern und heute
• Robert Koch, der Entdecker des Tuberkulose-Erregers
• Wilhelm Conrad Röntgen und die Entdeckung der Röntgenstrahlen als Diagnostikum für die Tuberkulose
• Ansteckungsmöglichkeiten und Erscheinungsformen der Lungentuberkulose
• Erscheinungsformen der Tuberkulose weiterer Organe
• Heilstätten in verschiedenen Facetten
• Verschiedene Therapieformen, insbesondere die Heliotherapie und die chirurgische Therapie (Pneumothorax, weitere Kollapsverfahren)
• Tuberkulose-Fürsorgestellen
• Volksaufklärung
• Schutzimpfung
• Antibiotische Therapie
• Resistenzentwicklung der Erreger
• Tuberkulose und Kunst.

„Diese Themen werden veranschaulicht durch zahlreiche, teilweise historische Fotografien und Grafiken sowie neu gestaltete Poster. Sie zeigen unter anderem Mikroskope zur Betrachtung des Tuberkulose-Erregers, pathologisch-anatomische Lungenpräparate, chirurgische Instrumente, verschiedene Pneumothoraxgeräte, originäre Liegen der Freiluft-Kur, Schirmbilduntersuchungsgeräte sowie Materialien der Tuberkulose-Fürsorgestellen“, schildert Ebert. „Zudem können über dreißig alte und neuere Filme, die als DVD vorliegen und die Tuberkulose in vielfältiger Weise behandeln, in einem eigens dafür vorgesehenen Saal abgespielt werden. Darüber hinaus werden künftig auch noch eine große Zahl radiologischer Aufnahmen und Diapositive hinzukommen, die uns von Kliniken und Heilstätten überlassen wurden und derzeit neu geordnet werden müssen.“

Zielgruppen des Museums sind zum einen Ärzte, zum anderen aber auch interessierte Laien. „Schließlich ist heutzutage selbst manchen Lungenfachärzten, die sich früher entsprechend ihrer speziellen Kenntnisse oft auch Tuberkuloseärzte nannten, das Krankheitsbild Tuberkulose nicht mehr in allen Einzelheiten bekannt“, erklärt Herth. „Der Besuch des Museums soll sie an ihre Wurzeln erinnern. Auch Dermatologen, Orthopäden, Thoraxchirurgen und Radiologen sind besonders angesprochen. Andererseits kann natürlich auch die allgemeine Öffentlichkeit Gewinn aus einem Museumsbesuch ziehen, zumal die Darstellung in vielerlei Hinsicht keine speziellen medizinischen Kenntnisse voraussetzt, sondern vielmehr zum Beispiel auch lokale Aspekte des Heilstättenwesens im südwestdeutschen Raum herausstellt. Deshalb bietet sich der Besuch des Museums sicherlich auch für Schulklassen, Mitarbeiter von Krankenversicherungen, Krankenhäusern, Pflegeinstitutionen sowie Sozialstellen an.“ Ebenso sieht der Geschäftsführer der Thoraxklinik Roland Fank eine medizinhistorische Kontinuität gewährleistet: „Die Thoraxklinik ist ursprünglich aus einer Tuberkuloseklinik entstanden. Daher ist es schön, dass wir nun ein Museum, welches diese Erkrankung intensiv thematisiert, bei uns beherbergen können.“

An der festlichen Eröffnungsveranstaltung am 1. Dezember 2011 nehmen neben Herrn Dr. Kropp weitere Persönlichkeiten teil, die für ihre Forschungsarbeiten bzw. klinische Expertise auf dem Gebiet der Epidemiologie, Diagnostik und Therapie der Tuberkulose wohl bekannt sind – wie z.B. Prof. Dr. Robert Loddenkemper (Generalsekretär des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose DZK in Berlin), Prof. Dr. med. Volker Schulz (wie Dr. Kropp Vorstandsmitglied des Deutschen Tuberkulose-Archiv), Prof. Dr. med. Felix Herth (Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Thoraxklinik Heidelberg, Experte für Klinik und Therapie der Tuberkulose), Prof. Dr. Christoph Lange (Leiter des Zentrums für Infektiologie in Borstel, Experte für Epidemiologie und Labordiagnostik der Tuberkulose und Lehrstuhlinhaber an der Uni Bremen), Prof. Dr. Ebert (ehemaliger Chefarzt der Thoraxklinik). „Forschungsarbeiten im Archiv sind aber auch jetzt schon möglich und Anfragen werden beantwortet“, betont Herth. „Offiziell wird das Museum ab Anfang Januar 2012 geöffnet sein, wobei wir noch keine regulären Öffnungszeiten festgelegt haben. Wir beabsichtigenaber, an zwei Wochentagen eine einstündige Besichtigung unter Führung anzubieten.“
...."

Quelle: Heidelberger Thoraxklinik, Pressemitteilung, 30.11.11

s. a.
Osthessen-News, 30.11.11 mit Bildern!
Fuldaer Zeitung, 30.11.11
Weinheimer Zeitung, 30.11.11

Luther-Pokal
Das Historisches Museum im Basel besitzt zwei aus Maserholz gedrechselter Trinkgeschirre, wie sie schon seit dem 13. Jahrhundert im Gebiet Deutschlands und der Schweiz verbreitet waren. Nur etwa 50 der auch als "Doppelkopf" bezeichneten Becher, denen kraft ihres Materials die Fähigkeit zugeschrieben wurde, Gift aus den Getränken zu ziehen, haben sich erhalten, darunter auch - wie der Zwinglibecher in Zürich - Gedächtnisbecher für hervorragende Persönlichkeiten. Unser Exemplar zeichnet eine im Boden der tiaraförmigen Deckelbekrönung eingravierte lateinische Widmung aus: sie besagt, dass dieses Pokale am 25. Juni 1530 vom Kurfürsten Johann dem Beständigen von Sachsen an Martin Luther geschenkt wurde. An diesem denkwürdigen Tag wurde dem Kaiser auf dem Reichstag die Augsburger Konfession vorgelegt, die als wichtigste Bekenntnisschrift der lutherischen Kirche gilt. Während der napoleonischen Besetzung von Wittenberg gelangte der Becher nach 1806 in den Besitz des Befehlshabers eines elsässischen Regiments, Oberst de Graaf, und aus dessen Familie noch vor 1846 nach Basel.



"Zur Herstellung von Lebensmitteln dürfen in der EU Tausende
von Zusätzen wie Aroma- und Farbstoffe, Enzyme und Geschmacksverstärker
beigemischt werden. Viele von ihnen müssen nicht einmal deklariert werden. Selbst
bei Bioprodukten sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt.
Das Deutsche Zusatzstoffmuseum, das gestern von der Hamburger Kultursenatorin
von Welck eröffnet wurde erklärt, warum das so ist: es zeigt wo nicht deklarierte
Zusätze enthalten sein können, wie sie manchmal verschleiert werden und welche
Möglichkeiten bestehen, auf derartige Zusätze zu verzichten.
An der wissenschaftlichen Entwicklung des Deutschen Zusatzstoffmuseums sind die
Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Georg Schwedt und Udo Pollmer beteiligt.
Das Museum ist ein Projekt der Hamburger Lebensmittelstiftung und wird von der
Tiefkühlmarke FRoSTA und der Saftkelterei Walter unterstützt. Beide verzichten bei
der Herstellung ihrer Produkte konsequent auf die oben genannten Zusätze.
„Wir unterstützen das Deutsche Zusatzstoffmuseum, weil wir vor der Umstellung auf
unser Reinheitsgebot selber nicht glaubten, auf Zusatzstoffe komplett verzichten zu
können. Seit 2003 zeigen wir, dass es zwar teurer, aber möglich ist,“ sagt FRoSTA
Geschäftsführer Felix Ahlers. Partner des Museums sind außerdem die
Schweisfurth- Stiftung und das Europäische Institut für Lebensmittel- und
Ernährungswissenschaften (EU.L.E). Weitere Firmen und Organisationen sind
eingeladen, sich zu beteiligen.
Das Deutsche Zusatzstoffmusuem befindet sich auf dem Gelände des Hamburger
Großmarkt. Die Öffnungszeiten sind Mittwochs bis Freitags: 11 - 17 Uhr, Samstag
und Sonntag 10-17 Uhr. Nach Vereinbarung ist für Gruppen ein Besuch auch
außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich!
Eintrittspreise
Erwachsene: 3,50 EUR
Kinder unter 18: 1,50 EUR
Schulklassen: pro Person: 1,00 EUR
Deutsches Zusatzstoffmuseum
Banksstr. 28, Anfahrt über „Auf der Brandshofer Schleuse“
Großmarkt, Tor Ost
20097 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 32027757
Fax: +49 (0)40 32027758
info@zusatzstoffmuseum.de
Weitere Informationen:
Friederike Ahlers, Vorstand Hamburger Lebensmittelstiftung, Theodorstraße 42-90, 22761 Hamburg,
040/ 85 41 40 86, Tel: 01638446447"

Quelle: Pressemitteilung des Museum, 28.5.2008

Facebook-Seite des Msuems

http://centraalmuseum.nl/ontdekken/object/?img_only=1

Über 50.000 Objekte sind online verfügbar. Man kann auch ein Tagging-Spiel spielen.




Via http://joernborchert.twoday.net/

Eine umfangreiche Dokumentation des Nationalmuseums:

http://danmarkskirker.natmus.dk/


 

twoday.net AGB

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