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Otto Verwaart resümiert seine Blog-Erfahrungen:

http://rechtsgeschiedenis.wordpress.com/2014/12/12/legal-history-with-a-dutch-view/

Lesenswert, auch wenn ich Archivalia in der Blogroll vermisse. Der umfangreichste Beitrag

http://rechtsgeschiedenis.wordpress.com/2011/09/09/celebrating-the-utrecht-peace-treaty-of-1713/

bezog sich übrigens auf meine Ausführungen im damaligen AGFNZ-Blog:

http://frueheneuzeit.hypotheses.org/854 (versehentlich nicht verlinkt)

http://www.spreeblick.com/2014/12/12/zum-zehnjaehrigen-jamba-laya/

"So hat der Text über Jamba, die PR-Aktion in den Kommentaren und die folgenden Reaktionen und Medienberichte darüber das Thema “Blogs” meines Wissens in Deutschland zum ersten Mal in größerem Umfang auf den Plan gebracht und – das weiß ich aus vielen Mails – Menschen dazu animiert und motiviert, selbst ein eigenes Blog zu starten. Oder, wie es Felix Schwenzel von wirres.net mal formuliert hat, “ins internet zu schreiben”. Manche davon haben es wieder sein gelassen, andere sind bis heute mit viel Spaß, einige auch sehr erfolgreich dabei. Als alten Punkrocker freut mich das enorm, denn das Credo “Do it Yourself” begleitete mich damals und tut es noch heute.

Obwohl man etwas zähneknirschend attestieren muss, dass der große Boom, den man Blogs noch vor einigen Jahren prophezeit und auch gewünscht hat, nicht zuletzt durch Twitter, Facebook und andere digitale Publikationswerkzeuge ausgeblieben ist, ist das Blog als persönliche, unternehmerische und/oder kommerziell orientierte Publikationsform im Internet ein nicht mehr wegzudenkendes Format, und ich bilde mir einfach mal ein, dass die Jamba-Geschichte, von der neue, junge Bloggerinnen und Blogger vermutlich gar nichts wissen, damals ihren kleinen Teil dazu beigetragen hat. Und nicht zuletzt habe ich selbst unglaublich viel gelernt in den vergangenen zehn Jahren, habe jede Menge tolle, nette, verrückte, kreative, bekloppte und spannende Menschen kennengelernt, habe das Schreiben immer weiter geübt, habe Shitstorms und Flauschattacken er- und überlebt, und das alles verdanke ich Spreeblick und seinen Leserinnen und Lesern."

http://reichwein.hypotheses.org/

Das Blog ist ein Projekt des Universitäts- und Hochschularchivs Osnabrück.

Sinngemäß behauptet dies Anika Meier in ihrem dümmlichen Beitrag zu unserer Bloggerreise nach Karlsruhe und Basel.

http://www.artefakt-sz.net/kritik/wilde-maus-blogger-relations-in-deutschen-museen-ein-kommentar

Die Formulierung stammt von

https://twitter.com/musermeku/status/540185009140006912

In der Erstfassung dieses Beitrags stand als Überschrift eine noch
prägnantere Formulierung aus einem Kommentar Meiers, den sie inzwischen gelöscht hat. (Leider ist mein Entwurf vorgestern trotz stundenlanger Arbeit von Twoday in den Orkus geschickt worden, da ich mich neu einloggen musste und dann durch eine falsche Rückwärtstaste alles unwiederbringlich gelöscht habe.)
Schon diese Zensur zeigt, dass sie vom Bloggen nix begriffen hat. Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nicht "Ruben" bin, der in einem weiteren Kommentar schrieb: "Klaus Graf und Tanja Neumann waren zwei Teilnehmer der Reise. Und das sind für Dich Teilnehmer ohne Relevanz und Reichweite?"

Was ist eigentlich eine Bloggerreise?

Kristine Honig hat eine Antwort versucht:

http://www.kristinehonig.de/2014/09/was-ist-eigentlich-eine-bloggerreise/

Was haben sich die Veranstalter dabei gedacht?

Finanziert wurde die Reise von der Kunsthalle Karlsruhe, der Karlsruhe Tourismus GmbH sowie Art & Design Museums Basel. Es gibt zwei Interviews zu den Hintergründen:

http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas/rueckblickbloggerreise-karlsruhe-basel28-30-november-2014.html

http://www.marlenehofmann.de/blog/2014/11/27/blogger-relations-fuer-museen-die-kunsthalle-karlsruhe-macht-es-vor/
(Interview von Marlene Hofmann und Diskussion zur Reise)

Zitat von Alexandra Hahn: "Blogger berichten auf sehr erfrischende Art in ganz anderen Kreisen, zu denen wir sonst wenig Zugang haben, und auch überregional. Es geht zum einen um die wertvollen persönlichen Empfehlungen der Blogger, zum anderen darum, dass wir ? vermittelt durch die Blogger und unsere Social-Media-Aktivitäten ? dem digitalen Publikum zeitgemäß, kreativ und nahbar gegenüber treten können".

Was gab es umsonst?

Viel! Wir bekamen Anreise und Übernachtung in zwei guten Hotels jeweils in unmittelbarer Bahnhofsnähe finanziert, jeweils ein Abendessen (in Karlsruhe gut, in Basel vorzüglich), in Karlsruhe noch einen Glühwein nach dem Abendessen in urigem Zeltlokal beim Schloss (der Weihnachtsmarkt hatte leider schon zu). In Karlsruhe durften wir die Degas-Ausstellung mit persönlicher Führung kostenlos besuchen. Beide Städte überließen uns Mobilitätstickets (in Karlsruhe samt Gutscheinheft). Von "Kleinigkeiten" wie Touristik-Unterlagen, Presse-Unterlagen zur Degas-Ausstellung, 1
USB-Stick und einer Packung Basler "Läckerli" (haltbar bis zum 30.11.2014) ganz abgesehen.

MERCI VILLMOLS!

Wie sollte man mit solchem Sponsoring umgehen?

Seit Januar 2013 gibt es einen Reiseblogger-Kodex, der dazu eine eindeutige Aussage enthält:

"3.1 Einladungen wie Pressereisen, Bloggerreisen und Events sowie
Unterstützungen von individuellen Reisen sind probate Mittel, um
Recherchereisen zu realisieren.
3.1.1 Unsere journalistische Freiheit bleibt von jeder
Unterstützung/Einladung unangetastet.
3.1.2 Eine Unterstützung/Einladung ist keine Bezahlung. Sie ist die
Grundlage dafür, dass wir unserer Arbeit nachgehen können.
3.1.3 Wir kennzeichnen Inhalte, die durch eine Unterstützung/Einladung
zustande gekommen sind, deutlich.
" (Hervorhebung von mir.)
http://reiseblogger-kodex.com/reiseblogger-kodex/

Es ist also wichtig, transparent mit der Fremdfinanzierung umzugehen (auch wenn dies Neid auslöst, siehe Anika Meier) und sich seine Unabhängigkeit in der Berichterstattung zu bewahren.

Ich selbst habe unzählige Rezensionsexemplare für gedruckte Zeitschriften und dieses Blog kostenlos erhalten, finde aber nicht, dass mich das in einem einzigen Fall gehindert hat, Kritik zu üben ...

Wer war mit dabei?

Außer mir vier supernette junge Bloggerinnen.

Angelika Schoder
http://musermeku.hypotheses.org/2068 (Bericht mit Diskussion)

Tanja Neumann
http://www.museumstraum.de/

Tine Nowak
http://tinowa.de/2014/11/29/kbreise1/ (1. Bericht)
http://mobilvideo.hypotheses.org/

Viviana D'Angelo
http://www.vividangelo.com/
https://vivisdeliriums.wordpress.com/

Wie war der Austausch?

Super, wir haben uns alle sehr gut verstanden.

Angelika ‏@musermeku: Ich kann dem nur zustimmen! RT “@TanjaNeumann: Es war toll mit euch, @tinowa @dangelo_viviana @musermeku @Archivalia_kg! #kbreise14”
https://twitter.com/musermeku/status/539078822357123072

Wie erfolgte die Auswahl?

Angelika schreibt dazu: " Und natürlich gibt es auch unter Kulturbloggern reichweitenstärkere und -schwächere Blogger - aber das war für die Initiatoren der #kbreise14 nicht das Kriterium. Die Vorauswahl potentieller Teilnehmer und die Zusammenstellung einer Verteilerliste fand nach qualitativen Gesichtspunkten statt, wie Alexandra Hahn mir gegenüber in einem Feedback-Gespräch am 1. Dezember 2014 betonte. Und alle sich in diesem Verteiler befindenden Wissenschafts- und Kulturblogger wurden als
gleichwertig angesehen - aus diesem Grund entschied man sich für das "Windhund-Prinzip", d.h. die Schnellsten 5 waren dabei."
http://musermeku.hypotheses.org/2068

Eine Worte zu möglichen Auswahlkriterien. Für deutsche öffentliche
Institutionen wie die Kunsthalle Karlsruhe gibt es verwaltungsrechtliche Vorgaben, die eine willkürliche Auswahl etwa nach persönlicher Sympathie unterbinden. Auch wenn man einen weiten Entscheidungsspielraum bejaht, darf die Auswahl nicht grob unfair sein. Im Hinterkopf ist stets auch das Gleichbehandlungsgebot des Art. 3 GG zu behalten.

Kriterien können sein:

- Losverfahren nach Fristablauf

- Windhundprinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
https://de.wikipedia.org/wiki/Windhundprinzip

- Originalität/Qualität der Anmeldung/eines Probebeitrags

- Reichweite

Die Vergabe nach der Reihenfolge der Anmeldung ist in der deutschen Verwaltungspraxis ein durchaus bewährtes Verfahren, siehe etwa

https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20021030_1bvr193202.html
https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20130412_1bvr099013.html

Vor allem das Quotenargument Meiers stößt mir übel auf. Eine faire Auswahl kann nicht darin bestehen, die immer gleichen reichweitenstarken Blogger und Bloggerinnen zu bevorzugen. Durchaus übertragbar scheint mir die reiche verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zu Fragen der Marktzulassung, bei der es auch um knappe Güter geht, und zum Grundsatz "bekannt und bewährt" (der deutlich aufgelockert wurde), siehe nur

http://www.bverwg.de/entscheidungen/entscheidung.php?ent=240611B8B31.11.0

Wie war die persönliche Betreuung?

Toll! Man hat sich sehr viel Mühe mit uns gegeben. Auch dafür ein
herzliches Dankeschön.

Was kann ich empfehlen?

Ich kannte ja beide Städte seit langem. In Karlsruhe hatte ich ein halbes Jahr 1987 während meines Referendariats am GLAK gelebt, in Basel war ich mehrfach (wenn auch nie im Staatsarchiv mit seinen fantastischen Beständen zum Spätmittelalter). Beide lohnen nicht zuletzt aufgrund ihrer Museen den Besuch.

Die Degas-Ausstellung in der Karlsruher Kunsthalle läuft noch bis zum 1. 15. Februar 2015 und ist für Freunde des Malers sicher sehr sehenswert, zumal sie sich redlich bemüht, die unvermeidlichen Ballerinas nicht in den Mittelpunkt zu stellen.

http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas.html

Degas und die Schau in Karlsruhe, die dem Besucher durchaus gewisse didaktische Elemente wie eine Zeittafel anbot, fand ich viel ansprechender als Courbet in der Fondation Beyeler (Basel), der einfallslos präsentiert wurde:

http://www.fondationbeyeler.ch/courbet

In der Fondation zu sehen waren auch Werke von Peter Doig, die mich aber weniger berührten. Sehr gut: Im teuren Eintritt (19 Euro) war freies WLAN inbegriffen. In den Fondations-Ausstellungen herrschte Fotografierverbot (auch beim gemeinfreien Courbet), die kleine eigene Sammlung durfte fotografiert werden, was aber erst bei Nachfragen kommuniziert wurde.

Die Basler Altstadt mit den vielen Gässli und historischen Hausnamen sowie das sehr gelungene Historische Museum in der Barfüßerkirche

http://www.hmb.ch/

versöhnten mich aber wieder.

Was kann ich nicht empfehlen?

Bis auf Angelika, die Karlsruher Jugendstil genoss, pilgerten wir alle am Samstag Nachmittag zum ZKM,

http://zkm.de/

um dort enttäuscht festzustellen, dass die Hälfte des Museumsbereichs geschlossen war. Es gab nur einen italienischen Künstler und eine Ausstellung über Computerspiele zu sehen. Hier hätte man uns von Veranstalterseite vorwarnen müssen!

Nach dem wunderbaren Abendessen in Basel hatte ich mir in den Kopf gesetzt, die auf dem Programm empfohlene Bar im Messeturm

http://www.barrouge.ch/

aufzusuchen. Die Damen ließen sich überreden, und wir nahmen die Tram zum Messegelände. Da aber alle unter 35 20 Franken Eintritt zahlen mussten, haben wir darauf verzichtet und uns noch gemütlich in einem Hotel neben unserem Hotel zusammengesetzt.

Wo kann man im Netz mehr zu unserer Bloggerreise finden?

Live-Berichterstattung fand vor allem auf Twitter mit #kbreise14 statt (dort auch Fotos bzw. Links zu Instagram usw.). Die Kunsthalle Karlsruhe hat rasch ein Storify gebaut daraus, Dankeschön auch hierfür:

http://www.kunsthalle-karlsruhe.de/de/ausstellungen/degas/rueckblickbloggerreise-karlsruhe-basel28-30-november-2014.html

Auf die beiden Beiträge von Angelika und Tine habe ich oben schon verlinkt. Bei Angelika und Marlene Hofmann (siehe oben) wird auch diskutiert. Alexandra Hahn von der Kunsthalle Karlsruhe hat sich bei Hofmann geäußert:

"Die Bloggerreise hat auch uns sehr gefallen und es hat riesig Spaß
gemacht, die Tweets mitzulesen! Ganz herzlichen Dank noch mal an Tanja Neumann, Tine Nowak, Klaus Graf, Viviana D´Angelo und Angelika Schoder
wir sind super glücklich mit unseren TeilnehmerInnen! - See more at:
http://www.marlenehofmann.de/blog/2014/11/27/blogger-relations-fuer-museen-die-kunsthalle-karlsruhe-macht-es-vor/#sthash.QWIZyiAN.dpuf "

Nadja Elia-Borer, die uns in Basel gastfreundlichst aufnahm, hat bei
Angelika im gleichen Sinn kommentiert.

Tine Nowak hat übrigens schon ein kleines Video gepostet.

http://www.magisto.com/album/video/JHc6XF5OAVV6KToGDmEwCXl6

Und die Kritikpunkte?

Die kamen schon oben, im Storify und bei Angelika zur Sprache. Künftige Veranstalter solcher Reisen sollten vor allem berücksichtigen, dass BloggerInnen (unter uns waren drei Museumsexpertinnen) sich gern mit Verantwortlichen austauschen (Manager, Kuratoren usw.). Für solche Begegnungen, die ja auch im Interesse der Institutionen sind, muss (genügend) Zeit zur Verfügung stehen.

War es das hier mit der Berichterstattung?

Nein! Geplant habe ich mindestens drei weitere Beiträge:

- zur leidigen Frage des Fotografierens

Siehe dazu auch

http://www.museumstraum.de/2014/11/22/der-vernetzte-besucher-wie-wird-das-smartphone-im-museum-zur-bereicherung/
http://www.tanjapraske.de/2014/11/19/14-gruende-warum-museen-kein-social-media-brauchen/#more-571
- ein kritischer Streifzug durch die digitalen Angebote Karlsruher
Kulturinstitutionen mit Ideen für bessere Kooperation (Digital Public
Library KA)

- Degas-Bilder im Netz

Smartphones ins Museum! (Hier ein Beispiel aus dem 19. Jahrhundert, das sich derzeit im Museum, der Kunsthalle KA befindet und sonst im Louvre ;-)

http://blog.archiv.ekir.de/

Der Eintrag «Bloggen» im gerade bei Böhlau erschie­ne­nen Historischen Wörterbuch des Mediengebrauchs ist als Leseprobe online frei zugänglich, meldet

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=34446

[Man hat aber nichts verpasst, wenn man auf die Lektüre verzichtet, sage

ICH.]

Richard Gutjahr im Krautreporter

https://krautreporter.de/171--die-funfte-gewalt

https://achimlandwehr.wordpress.com/2014/11/19/29-histofloxikon-vierte-lieferung/

Die 4. Lieferung thematisiert:

Von der Vergangenheit eingeholt werden

Die Vergangenheit begraben

Ende der Geschichte

Es gab 743 Bewerbungen!

http://www.rhein-zeitung.de/region/panorama_artikel,-Jury-hat-entschieden-Burgenbloggerin-wird-%E2%80%9EWortwalz%E2%80%9C-Jessica-Schober-aus-Muenchen-.html
Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/948993967/
http://archiv.twoday.net/stories/948993544/

Dirk Kurbjuweit schreibt im SPIEGEL 46/2014, S. 133: "Print stand früher für gedruckte Texte. Print steht heute für das Prinzip, dass der einzelne Text ein Juwel sein soll."

Ein Huffy (sagt man so?) widerspricht:

http://www.huffingtonpost.de/marcel-bohnensteffen/an-den-spiegel-journalisten-der-schonschreiber-sein-will_b_6139668.html


 

twoday.net AGB

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