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"Für das Universitätsarchiv suchen wir eine/n wissenschaftliche/n Archivar /Archivarin (E 13 TV-L) in einem Beschäftigungsumfang von 25%, zunächst befristet bis zum 31.12.2016."

//www.ub.uni-tuebingen.de/home/newsfullview-home/article/wissenschaftlicher-archivarin-gesucht.html
Archivar (Gast) meinte am 2015/06/23 21:44:
Ja eine befristete Stelle für 860 € Brutto klingt für min. doppelte Masterabsolventen schon verlockend. 
Dietmar Bartz antwortete am 2015/06/24 10:48:
Frauen, raus aus den Archiven!
Es wäre wünschenswert, wenn es auch in Archiven mehr solche Stellen gäbe, die individuellen Arbeitszeitwünschen entgegenkommen. "Archivar verdient das Geld und Archivarin kümmert sich um die Kinder" – wer so denkt, wird sich über den Kommentar freuen. Ganz schleierhaft ist die Bemerkung über die Höhe des Tarifgehaltes – es geht hier um eineinhalb Tage pro Woche. 
xyz (Gast) antwortete am 2015/06/24 13:26:
Diese Assoziationskette sagt jetzt aber durchaus mehr über Ihr Frauenbild aus, als über die Stelle selbst. Es soll ja auch zunehmend Väter geben, die in Teilzeit arbeiten, bzw. Mütter, die dank Kinderbetreuung gerne auch eine 50 oder gar 100 Prozentstelle antreten würden. Dass diese Befristung ein bewusstes Entgegenkommen für Eltern sein soll, halte ich auch eher für abwegig. 
Archivar (Gast) antwortete am 2015/06/24 17:18:
ich frage mich ja schon, was das jetzt mit Frauen oder Kinderbetreuung o.ä. zu tun hat. Es ist auch eher unwarscheinlich, dass ein archivar dann noch eine zusätzliche 75%-Stelle antritt/antreten kann. 
Dietmar Bartz antwortete am 2015/06/24 18:26:
@xyz: Natürlich gilt mein Einwurf sinngemäß auch für Väter. Aber erstens gibt es von denen nicht so viele, die zuhause bleiben, das dürfte nun wirklich bekannt sein. Zweitens werden in der Stellenanzeige Frauen explizit zur Bewerbung aufgefordert. Und drittens ist es natürlich kein explizites Entgegenkommen, aber meine Kritik bezog sich auf die Meckerei an den 25 Prozent. Als ob das nicht wunderbar zu den individuellen Arbeitszeitwünschen passen könnte. Und da wiederum ist es keine Assoziationskette, sondern Lebenswirklichkeit.

@Archivar: Vielleicht erklären Sie mal, was genau Ihr Einwand eigentlich ist. 
xyz (Gast) antwortete am 2015/06/25 20:14:
Die "individuellen Arbeitszeitwünsche" meiner Lebenswirklichkeit scheitern eigentlich durchgehend an zu kleinen Stellen und zu kurzer Befristung. Dieser Trend ist ein wirkliches Problem. 
Archivar (Gast) antwortete am 2015/06/25 22:57:
Sie wollen das also als tolle Sache und Entgegenkommen verkaufen, wenn eine Stelle mit kurzer Befristung sogar nur als 25%-Stelle ausgewiesen wird? Wer soll deswegen da hinziehen, wenn er nicht ohnehin dort wohnt (gibt es in tübingen für wissensch. Archivare wie gesät oder hab ich was verpasst)? 
Dietmar Bartz antwortete am 2015/06/26 14:09:
Sie haben beide vielleicht ein Anspruchsdenken drauf! Sie können es ja bedauern, dass dieser Job nix für Sie ist oder umgekehrt. Aber diesen Job schlecht zu finden, *weil* er nix für Sie ist, sondern jemandem anderen ganz gut so passen könnte... (und da ist meine Überlegung eben: einer Frau mit Kind), das ist schon nicht ganz fein.

***Absatz selbst gelöscht, war off topic*** 
Klartext (Gast) antwortete am 2015/06/29 09:43:
@Hr. Bartz:
Im Klartext damit es auch der der letzte versteht: Das hat nichts mit Anspruchsdenken zu tun, sondern dem berechtigten Interesse nach leistungsgerechter Bezahlung und Jobs, von denen man auch leben kann. Im Klartext: Die angebotene Stelle der Uni Tübingen ist pure Ausbeutung wie sie gerade für den Wissenschaftsbereich momentan kennzeichnend ist! 
Dietmar Bartz antwortete am 2015/06/29 10:29:
@Klartext
Weder Ihr Benutzername noch die autoritären Formulierungen sind überzeugend. DIe Bezahlung erfolgt nach Tarif (E 13 TV-L), die Stelle ist begenzt und kleine Teilzeitarbeit und sicherlich *nicht* zum Leben ausreichend, wer behauptet das denn? Jedenfalls – bei tarifärer Bezahlung ist nichts daran "pure Ausbeutung"; wieso ist E 13 nicht leistungsgerecht? Niemand in Tübingen erwartet mehr Einsatz als etwa eineinhalb Tage pro Woche für eineinhalb Jahre. Ausbeutung wäre es, wenn dafür "informell" mehr Arbeitszeit verlangt würde. Niemand erwartet ein tägliches Einpendeln aus Konstanz oder Heidelberg. Wir wissen auch nicht, ob die 25 Prozent nicht vielleicht monatlich in eine Arbeitswoche zusammenzufassen sind. Da würde sich bei Anreise von irgendwoher sogar der Unterschlupf bei Bekannten lohnen. (Disclaimer: Habe ich ein Jahr lang zwischen HH und Berlin gemacht, als Mittvierziger.)

Nicht um "Klartext" zu reden, sondern um ehrlich zu sein: Die drei vorstehenden Kritiken passen in puncto "Horizont der Arbeitswelt" eher in die Beamtenmännerwelt der 1970-er Jahre. Von mir aus kann es gerne 50 weitere E13-Stellen für den höheren Archivdienst geben (80 für den gehobenen wären vermutlich produktiver, oder alles auf 80-Prozent-Stellen umbauen – hier jetzt egal). Aber Sie ziehen mit einer Falschbehauptung ("Ausbeutung") über eine Stelle her, die nicht in Ihre mit Verlaub doch sehr unmoderne Vorstellung von Arbeitsbiographie und beruflichem Engagement passt. 
Klartext (Gast) antwortete am 2015/06/29 13:35:
Nur die dümmsten Kälber
wählen ihren Schlächter selber...

Es handelt sich um eine E 13 Stelle also unterste Stufe im höheren Dienst, dazu 25 % und auf max. 1 Jahr befristet.

Sorry, aber wenn das nicht Ausbeutung ist... aber vermutlich sollen die ArchivarInnen froh sein, dass sie noch nicht auf 1,-€-Jobs herabgestuft wurde... 
Klartext (Gast) antwortete am 2015/06/29 13:37:
....modern
ist also mit knapp 1000,- € brutto in der Provinz zu sitzen und zu hoffen, irgendwann mal nicht als Aufstocker zu leben!

Danke für Ihre Offenheit! 
Dietmar Bartz antwortete am 2015/06/29 13:59:
emm... wie ich schon wiederholt schrieb, reicht die Stelle nicht zum Leben. Aber dafür ist es eben auch nur eine 25-Prozent-Stelle. Ob die anderen 75 oder 50 Prozent Unterhaltszahlungen des Kindsvaters sind, eine Projektförderung für eine Publikation, der Verbrauch des Erbes der Tante oder ein Geld vom Sozialamt, ist doch völlig egal. (Und mit der Provinzverachtung wäre auch noch gleich über eine weitere Art der Verachtung zu sprechen.) 
 

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