Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive in der Zukunft
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 
Diarmuid Ó RIAIN hat seinen Artikel in Analecta Bollandiana, 133 (2015), p. 87-165 ins Netz gestellt:

https://www.univie.ac.at/viscom/image/98226_Analecta-Bollandiana-def-87-165%20(FINAL).pdf

Der Autor verfügt im Rahmen des VISCOM-Projekts über nicht öffentlich zugängliche Digitalisate aller 21 überlieferten Handschriften des gewaltigen Sammelwerks, das über 500 Heiligenviten umfasste. Übertroffen wurde es im Mittelalter nur von dem großen Legendar von Böddeken um 1460 mit etwa 900 Legenden (S. 98).

S. 101: "The installation in 1115 of an abbot
from the Benedictine monastery of St. Blaise in Swabia, a centre of the Hirsau monastic reform movement, ushered in Admont’s own period as a reform centre of considerable note within the region of modern-day southern Germany and Austria". Seit wann war St. Blasien ein Hirsauer Reformzentrum???

Ich mag solche politisierten Lektüren nicht, wie sie der Autor schätzt und bin daher für die folgende Einschränkung dankbar: "Equally, whether the compilation or transmission of the MLA
was somehow tied in with Babenberg visions of a monastic landscape
unified under their patronage must remain an open question." (S. 106)

Zur Überlieferung: "The manuscript tradition of the MLA comprises 21 volumes and a single, recently identified fragment. All but one of the manuscripts have been retained by their original owners, the monastic libraries at Admont, Heiligenkreuz, Lilienfeld, Melk and Zwettl. The exception is Cod. 336 of the Austrian National Library (ÖNB)," (S. 106) Um 1470 kopierte Christophorus Lieb (aus Isny s. Krämer: Scriptores) als Melker Mönch sechs Bände.

Vermutet wird die Entstehung in Admont OSB in der Steiermark (S. 135) am Ende des 12. Jahrhunderts.

Zum hirsauischen Admont passt übrigens auch die eher ungewöhnliche Überlieferung der Vita Wilhelms von Hirsau. Zur Überlieferung siehe

https://archive.org/stream/analectabolland01bollgoog#page/n80/mode/2up (Poncelet)
//ordensgeschichte.hypotheses.org/5502 (bei Nr. 143)

***

Siehe auch
https://de.wikipedia.org/wiki/Magnum_Legendarium_Austriacum
//www.geschichtsquellen.de/repOpus_03204.html

Artikel von Poncelet 1898
https://archive.org/stream/analectabolland01bollgoog#page/n34/mode/2up

Petersohn 1999
//www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_rer._Germ._71_S._21

#histmonast
jw_fr (Gast) meinte am 2015/10/26 09:53:
Sankt Blasien war natürlich kein Hirsauer Reformzentrum, sondern Ausgangspunkt einer eigenen kleinen, ursprünglich wohl von Fruttuaria beeinflussten Reform; allerdings bestanden natürlich enge Verbindungen, man könnte an die Gebetsverbrüderung mit Hirsau (später auch mit Muri und Hirsau) und einigen anderen hirsausisch beeinflussten Klöstern (Rheinau, Schaffhausen, Stankt Georgen, Weingarten, Petershausen, Zwiefalten, Reinhardsbrunn, St. Peter im Schwarzwald, Isny (...), aber auch das in den Acta Murensia überlieferten ersten gemeinsamen Reformversuch in Muri 
 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma