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In den "Mitteilungen aus Handschriften I" 1929, S. 5f.
//www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004089+0001.pdf

"Mir scheint es, als habe man die Sitte der Veröffentlichung gelehrter Reiseberichte in den letzten Jahrzehnten zwar nicht ganz aufgegeben, aber doch nicht genug gepflegt. Ich möchte sie heute in einer veränderten Form wieder aufleben lassen, indem ich von Zeit zu Zeit Mitteilungen über Handschriften von mir durchforschter Bibliotheken in Druck gebe, wobei ich jeweils nicht den Gang der Reisen wiederhole, vielmehr die besuchten Sammlungen ortsalphabetisch ordne. Ich beschränke mich auf eine Auslese solcher Beschreibungen, Beobachtungen und Funde, die ich sozusagen nebenbei gemacht habe. Es sollen im Allgemeinen kurze, anspruchslose Hinweise sein, durch die Material für Forschungen anderer Gelehrten meines Faches und nicht zum wenigsten auch derer von Nachbardisziplinen der lateinischen Philologie des Mittelalters zusammengetragen wird, nicht endgiltige, erschöpfende Untersuchungen. Manche andere Reisenotiz wird
ja späterhin bei größeren Arbeiten verwertet werden können. Was
aber soll aus den Blumen und Früchten werden, die man am
Wege gefunden und abgepflückt hat, weil die berufenen Vorgänger
sie übersahen? Spart man sie jahrelang auf, bleiben sie
vielleicht für immer liegen und verkümmern in den Zettelkasten
und Mappen. Diese Gefahr werden auch andere Handschriftenforscher beobachtet haben. Darum erlaube ich mir schließlich noch die Bitte, man möge meinem Beispiele folgen und in Akademiepublikationen oder in Zeitschriften wie dem Zentralblatt für Bibliothekswesen häufiger als bisher solche Miszellen zusammenstellen, die auf die entsprechenden Fachorgane verteilt vielleicht verschwinden würden."

Zum Thema siehe auch Kurt Otto Seidel in Perspicuitas 1999
//www.uni-due.de/imperia/md/content/perspicuitas/handschr.pdf
"Wer mit mittelalterlichen Handschriften arbeitet, sei es zur Vorbereitung einer Edition, sei es im Rahmen
überlieferungs- und textgeschichtlicher Untersuchungen, macht immer wieder Beobachtungen und Funde, die neben
seinem unmittelbaren Untersuchungsinteresse liegen. Man identifiziert mitüberlieferte Texte, man stößt auf
Parallelüberlieferungen, man findet Schreibernamen, Besitzereinträge, Provenienzhinweise und vieles andere. Solche
Funde können einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis literarischer und überlieferungsgeschichtlicher Zusammenhänge
bilden, oft unterbleibt aber ihre Publikation, da es sich nur um eine knappe miszellenartige Notiz handeln würde oder
aber zeitaufwenige weitere Untersuchungen erforderlich wären, um den Fund in Zusammenhänge einzuordnen."

Und natürlich
//archiv.twoday.net/topics/Kodikologie/
clausscheffer meinte am 2012/09/12 15:42:
Paul Lehmann
Also auf nun zu den "Miscellanea Medievalia" oder "Frühneuzeitlichen Fundstücken" ... ka 
Andergast (Gast) meinte am 2012/10/04 16:28:
Wer pflückt nun diese Blume?
Das kodikologische Rätsel fürs Wochenende:

//diglib.hab.de/drucke/190-6-quod-8/start.htm?image=eb01
//diglib.hab.de/drucke/190-6-quod-8/start.htm?image=eb04

Die Metadaten enthalten - versehentlich - keinen Hinweis. 
 

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