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Die 300 heute noch bekannten Handschriftenbände, die einst in der Bibliothek des Benediktinerklosters Lorsch standen, sind in alle Winde zerstreut. Jetzt können Historiker darauf hoffen, dass die Schriften in naher Zukunft im Internet zusammengeführt werden. Dies erklärte Hermann Schefers, der Leiter der Unesco-Welterbestätte in Lorsch.
In den Wirren der Reformation war die Klosterbibliothek 1556 zunächst in den Besitz des Kurfürsten Ottheinrich gekommen, der die Werke in seine Bibliotheca Palatina stellte. In Kisten verpackt wurden die Bände 1622 als Kriegsbeute nach Rom transportiert. So sind viele dieser Werke bis heute in der Bibliothek des Vatikan zu finden. Doch insgesamt wurden die Handschriften der Benediktinermönche auf rund 50 Bibliotheken auf zwei Kontinenten verstreut.
Wie Schefers erläuterte, sind zurzeit Fachleute der Universitätsbibliothek im Auftrag der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Vatikan, um die Lorscher Handschriften zu scannen. Auf diese Weise kann pro Tag ein Werk digitalisiert werden. Weil es sich um 150 Einzelteile handelt, wird es bis Herbst dauern, bis die Handschriften im Computer sind. Im April will Schefers selbst nach Rom reisen. Der Historiker gilt als Spezialist für mittelalterliche Schriften.
Wie mühsam die Datenerfassung ist, machte Schefers an einem Beispiel deutlich: In der Ratsschulbibliothek in Zwickau wird nur ein einziges Blatt aus Lorsch aufbewahrt. Um Vorder- und Rückseite zu scannen, müssen die Fachleute eigens nach Sachsen reisen.
Schefers sagte, mit dem Projekt entstehe die Lorscher Klosterbibliothek in der virtuellen Welt neu. Dafür stünden eine Million Euro zur Verfügung. Diese trage im Moment die Schlösserverwaltung alleine. Die Internet-Bibliothek trage bei zur „Demokratisierung des Wissens“ und eröffne der Wissenschaft neue Forschungsmöglichkeiten.
 

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