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Dietrich Schmidtke: Studien zur dingallegorischen Erbauungsliteratur des Spätmittelalters (1982), S. 32 beschreibt die 1582 datierte Karlsruher Handschrift St. Georgen 98 aus dem Benediktinerinnenkloster Holzen, die von der würdigen Mutter von "mariaburg" an Juliana Relingerin gelangte. Er dachte an Mariaberg bei Reutlingen

//de.wikipedia.org/wiki/Mariaberg_(Gammertingen)
//www.kloester-bw.de/?nr=702

Kaum anzunehmen sei Mariaburghausen bei Haßfurt. Für dieses Zisterzienserinnenkloster entscheiden sich aber die Nachträge (1974) zum Katalog von Längin:

//digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/1013628

Zitat aus dem Begleitbrief mit Namensform "mariaburg" bei Längin:

//digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/1013540

Handschrift im Handschriftencensus:
//www.handschriftencensus.de/17717

Mariaburghausen wird man wohl ausschließen dürfen. "1543 war Äbtissin Ursula von Rotenstein zugleich die einzige noch im Kloster verbliebene Nonne; mit ihrem Tod im Jahr 1582 endet auch die Geschichte der Zisterzienserinnen in Marburghausen. Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (reg. 1575–1617) hob das erloschene Kloster mit päpstlicher Genehmigung auf."
//www.mariaburghausen.de/damals.html
//de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Kreuztal_Marburghausen
//www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/index.php?id=KS0197&templ=relaunch_vorlage_detail_geschichte

Orientiert man sich an der Namensform, so wird man an das 1488 gegründete Chorfrauenstift Marienburg bei Abenberg in der Diözese Eichstätt zu denken haben.

//de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Marienburg_(Abenberg)
//www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/kloester_detailansicht_basisdaten.php?id=KS0199&templ=relaunch_vorlage_detail_geschichte
//daten.digitale-sammlungen.de/bsb00048846/image_78 (Wendehorst/Benz)

Die "frawen zuo Mariaburg" besaßen im frühen 16. Jahrhundert den Cgm 5192:

//www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0492_a526_JPG.htm
//www.mr1314.de/10197

Googlemaps weist für die Route Klosterholzen nach Abenberg 92 km aus, für die Route Klosterholzen - Mariaberg (Sigmaringen) 182 km.

Mariaberg wurde von einer Priorin geleitet. Das Textkorpus der Untersuchung von Uta Nolting: Sprachgebrauch süddeutscher Klosterfrauen des 17. Jahrhunderts (2010) ist online:

//www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=2229anh.pdf&typ=zusatztext

Die Nonne Clara Staiger bezeichnet in ihren Aufzeichnungen die Vorsteherin von "Mariaburg" immer als "w[wirdige] muetter". Wie bei Windesheimer Chorfrauenstiften häufig trug also die Vorsteherin den Titel Mutter.

Die Namensform stimmt überein, desgleichen der Titel der Vorsteherin, und Abenberg liegt näher bei Holzen als Mariaberg. Daher darf man die würdige Mutter im Karlsruher Codex getrost in Mariaburg (heute Marienburg) bei Abenberg suchen.

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