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" .... Namensgeber ist der studierte Rechtswissenschaftler, Historiker, Archivar und Landwirt Friedrich Gustav Habel (1792 - 1867). Geboren in Oranienstein bei Diez an der Lahn, verbrachte er seine Jugend und Schulzeit in Idstein, wo sein Vater seinerzeit den Kalmenhof besaß. Neben seinem regulären Jurastudium in Gießen und Heidelberg widmete er sich seinem Hobby, der Geschichte. Einen Seelenverwandten fand er dabei in Friedrich Creuzer, der in Heidelberg lehrte. Bekannt wurde Creuzer jedoch vor allem dadurch, dass sich seinetwegen seine Geliebte, die Dichterin Caroline von Günderode, in Winkel im Rheingau das Leben nahm.
Habel musste sein Studium abbrechen und Heidelberg verlassen, nachdem er bei einem Säbelduell seinen Gegner lebensgefährlich verletzt hatte. Er ging nach Schierstein, wo sein Vater ebenfalls einen großen Gutshof mit rund 250 Morgen Land besaß. Als Friedrich Gustavs Vater 1814 starb, erbte er dieses Gehöft und war fortan wirtschaftlich unabhängig. So konnte er sich ganz seinem Hobby widmen, ohne seine Zeit in Staatsdiensten verbringen zu müssen.
Habel engagierte sich besonders im Verein für Nassauische Altertumskunde. Gut 30 Jahre lang wirkte er dort als Vereinssekretär. Seine ganz besondere Liebe jedoch galt den mittelalterlichen Burgen in der Region. Viele von ihnen waren im 19. Jahrhundert trotz der Geistesbewegung der Romantik vom endgültigen Verfall bedroht. Habel stemmte sich gegen diese Entwicklung - und ließ sich dies auch eine Stange Geld kosten. Vier Burgen, nämlich die in Eppstein, Burg Gutenfels bei Kaub, Burg "Maus" über St. Goarshausen und schließlich Burg Reichenberg im heutigen Rheinland-Pfalz, kaufte er einfach. Habels wohl größte Leistung war die Ausgrabung des Römerkastells Saalburg im Taunus.
Sein Leben beschloss Habel übrigens nicht in Schierstein. Eines Nachts waren ohne sein Wissen zehn Pappeln auf seinen dortigen Ländereien gefällt worden - auf Befehl des zuständigen Feldgerichtes, das in den Bäumen "schädliche Gewächse" sah. Habel war darüber so erbost, dass er das gesamte Gut verkaufte und nach Miltenberg zog. Hier starb er am 2. Juli 1867. ...."

Wäre schön, wenn weitere Beispiele folgen .....
Quelle:
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3476746
Muelbert meinte am 2008/10/17 21:33:
Die Miltenberger sehen das etwas anders:
"... Dennoch arbeitete er von 1829 - 1837 als Angestellter der Landesbibliothek in Wiesbaden, was ihm den Titel "Archivar" einbrachte, den er bis zum Tode führte. Habel engagierte sich für den Erhalt mittelalterlicher Burgen, weshalb er auch "Schirmherr deutscher Burgen" genannt wurde. In diesem Zusammenhang ist auch sein Kauf der Mildenburg 1858 zu sehen. Er ließ einen kleinen Wohntrakt am Palasgebäude anbauen."
http://www.museum-miltenberg.de/pages/themen/personen.php 
KlausGraf antwortete am 2008/10/17 23:22:
Nicht in Ordnung
ist es, dass mit keiner Silbe hier auf die Habel'sche Archivalien-Sammlung eingegangen wird. Leider sind viele Stücke allgemeinen Inhalts nicht mehr auffindbar. 
Ladislaus meinte am 2008/10/18 11:32:
Eine weitere Straße wurde bereits hier vorgestellt:
http://archiv.twoday.net/stories/3713956/ 
Wolf Thomas antwortete am 2008/10/18 17:31:
Danke ! Immerhin schon 3 Straßen
Hoffentlich gibt es noch mehr. Ich meine mich in Düsseldorf an eine Lacombelt-Str. zu erinnern (Staatsarchivar). In Siegen gibt es ene Hans-Kruse-Str. (1. wissenschaftlicher Archivar). 
Koelges Michael antwortete am 2008/10/18 22:55:
Max Bär
In Koblenz erinnert die Max-Bär-Straße an den Erfinder des "Bärschen Prinzips" (Groß-Tzschacksdorf, Niederlausitz 21.10.1855 - 16.5.1928 Koblenz), der u. a. auch Staatsarchivar in Koblenz war. Da sie Endhaltestelle einer Buslinie ist, prangt die Max-Bär-Straße auch auf den Laufschildern etlicher Stadtbusse, wobei jedoch kaum ein Koblenzer wissen dürfte, um wen es sich bei dem Namensgeber handelt. Übrigens wurde die Straßenbenennung seinerzeit auf Anregung des Stadtarchivs vorgenommen. 
Muelbert meinte am 2008/10/18 21:49:
Franz Josef Mone
Seine Heimatgemeinde ehrte auch ihn:
Die Gemeinde Bad Mingolsheim ehrte Mones Andenken mit der Benennung einer Straße mit seinem Namen. Die Monestraße beginnt mit der Nummer «1» an seinem Geburtshaus am Marktplatz, ist die Verlängerung der Hammerstadt-Straße und reicht nach einer Linkskurve bis zur Brahmsstraße
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Josef_Mone 
KlausGraf antwortete am 2008/10/18 23:02:
Zur Brauerstraße in KA
http://archiv.twoday.net/stories/5262480/ 
Wolf Thomas antwortete am 2008/10/19 11:30:
Weitere Straßenenamen nach Archivierenden
Eine kursorische Auswertung der ersten 10 Seiten der Google-Recherche ergab folgende Benennungen:
Dresden Löbtau
Die frühere Oststraße wurde 1926 in Anton-Weck-Straße umbenannt. Anton Weck (1623-1680) war kurfürstlicher Sekretär und Archivar und schuf eine der ersten historischen Chroniken Dresdens.
Dresden
Die Tittmannstraße wurde als Straße 4 des Stadtteils Neustriesen angelegt und bis zur Jahrhundertwende mit repräsentativen Wohnhäusern bebaut. Leider fiel ein Großteil der Gebäude 1945 dem Luftangriff zum Opfer. Ihren Namen erhielt die Tittmannstraße nach dem Advokaten und Geheimen Archivar Friedrich Wilhelm Tittmann (1784-1864), der ab 1836 im Staatsarchiv tätig war und verschiedene historische Werke verfasste.
Frankfurt/Main-Gallus, Kriegkstraße, Georg Ludwig Kriegk (1805–1878), Geschichtsforscher, ab 1848 Gymnasialprofessor, ab 1863 städtischer Archivar.
Scheffelstraße, Duisburg-Neudorf
Die Scheffelstraße ist die einzige durchgehende Verbindungsstraße zwischen Grabenstraße und Sternbuschweg im Bereich Kolonie- und Kammerstraße.
Die erste Erwähnung des Namens dieser Straße findet sich in städtischen Akten am 19. März 1907. Während sie lt. Adressbuch von 1908 noch unbebaut ist, wird im Adressbuch von 1909 als einziges das Haus Nr. 10 als Eigentum des Lokomotivführers Joachim Heinrichs genannt.
Der Schriftsteller Josef Victor (von) Scheffel (Karlsruhe 16.2.1826 - 9.4.1886 Karlsruhe, 1876 geadelt) studierte zunächst Jura, war Rechtspraktikant u. a. in Säckingen, reiste als Malerpoet nach Italien und wurde 1857 Archivar und Bibliothekar im Schloss Donaueschingen. Freiheitliche Gesinnung und romantische Naturfreude zeichnen seine Dichtung aus. Die bekanntesten seiner Werke sind das lyrisch-epische Gedicht „Der Trompeter von Säckingen“ und der Roman „Ekkehard“.
Puerto de la Cruz
Tomás de Iriarte (1750-1791) Übersetzer, Schriftsteller, Archivar 
 

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