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Ein Schatz, der sich nun in einen Schutthaufen verwandelt hat. Dennoch warnt VdA-Präsident Kretzschmar: „Bitte noch keine Nachrufe auf das Stadtarchiv schreiben.“ Kulturdezernent Quander hofft ebenfalls, dass nicht alles verloren ist. Zwar liegen tief im Krater in der Severinstraße Dokumente auf Grundwasserhöhe – Wasser ist für Papier so verheerend wie Feuer. Aber erste Kartons konnten geborgen werden, von den 20 Archivaren und Restauratoren vor Ort. Ein großer Teil des Archivs könnte den Einsturz unter Regenplanen und Betonmassen sogar überstehen, wenn auch schwer beschädigt.

Genaue Schadenslisten wird es wohl erst nach Wochen geben. Geduld ist geboten. „Wir können nicht mit Schaufelbaggern arbeiten, sondern müssen händisch vorgehen,“ sagt Quander. Der Restaurierungsaufwand wird enorm sein, eine Aufgabe für die gesamte Kulturnation.
Wolf Thomas (Gast) meinte am 2009/03/05 08:49:
Franz Josef Wagner hält sich nicht dran:
"Liebe Kölner,
Ihr habt Euer Gedächtnis verloren, es liegt unter Trümmern von Beton, Stahl. Alles, was in Eurer Stadt je gesagt, gedacht, protokolliert wurde, ist zerstört. Euer Historisches Archiv ist im Grundwasser versunken. Der handschriftliche Brief des legendären Kaisers Barbarossa, der sich auf feinstem Pergament bedankt für die finanzielle Hilfe Kölns für irgendeinen Krieg.
Wie giftig war die Schutt-Wolke? Was ist Archiv? Archiv ist das Protokoll unseres Lebens. Im Archiv befinden sich unsere Tränen, unsere Hoffnungen. Das Archiv ist auch eine Form von Heimweh.
Ihr Kölner müsst ab jetzt in einer Leere leben. Das Museum Eurer Erinnerungen ist tot. Es gibt kein Zeichen von Leben.
Herzlichst
Ihr F. J. Wagner"
Quelle:
//www.bild.de/BILD/news/standards/post-von-wagner/2009/03/05/wagner.html 
Wolf Thomas meinte am 2009/03/05 09:42:
Siegener Gründungsurkunde betroffen, aber:
" ..... Für Historiker im Allgemeinen wäre die Zerstörung der Archivalien ein »Verlust von unschätzbarem Wert«, so Burwitz weiter. Für Geschichtswissenschaftler wie Burwitz im Besonderen ist das Ereignis schlicht »der Super-Gau«! Archivare rechneten mit allem – mit Feuer, Wasser oder Diebstahl etwa. Nicht aber mit der Katastrophe.
Dabei gibt er sich dennoch zuversichtlich: »Vieles, vielleicht gar der größte Teil der Originaldokumente, könnte gerettet werden. Schließlich sind die Dinge gut verpackt und in den Stahlregalen und -schränken gut geschützt gewesen.« Das ist die Hoffnung auf Unversehrtheit. Die wichtigsten Bestände – und dazu zählen eben auch die Urkunden aus dem frühen bis späten Mittelalter – seien zudem »bestimmt auf Mikrofilm zweifach gesichert worden«, so Burwitz. So klingt professionelle Gewissheit mit Blick auf die inhaltliche Überlieferung. ...."
Quelle:
//www.siegener-zeitung.de/nachrichten/aktuell/region/siegen/1/article/95/siegener-urkunde-verloren.html 
 

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