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So kommentiert Reinhard Foertsch in der FAZ den Aufruf der Ewiggestrigen Reuß & Co.

FAZ

Gegen diese Entwicklung haben sich jetzt die Verleger Manfred Meiner, Vittorio Klostermann und KD Wolff gemeinsam mit dem Heidelberger Literaturwissenschaftler Roland Reuß in einem öffentlichen Appell gewandt. Es geht ihnen, wie sie schreiben, „um die völlig unverständliche Lethargie, mit der der zuständige politische Bereich (letztlich Justiz-, Wirtschaftsministerium und Kanzleramt) den Bedrohungen entgegentritt, die durch GoogleBooks und auch die »Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen« entstanden sind.“ Auf möglichst breiter Basis wollen sie die Öffentlichkeit und die Politik dazu aufrufen, endlich tätig zu werden und das Urheberrecht zu schützen.

Leider haben sich auch von mir geschätzte Wissenschaftler den Rattenfängern angeschlossen.

//www.textkritik.de/urheberrecht/

Mehr zu Reuß:

//archiv.twoday.net/search?q=reuß



Parasitenbefall: Photograph © Andrew Dunn, 26 December 2004.
Lizenz: //creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de
ho meinte am 2009/03/22 16:32:
OA bester Schutz
Die irregeleiteten Wissenschaftler (oder sollte man von Zünftlern sprechen? aber dann wüssten sie ja, was sie tun) haben leider nicht verstanden, dass OA der beste Schutz ihrer vermeintlichen Urheberrechte ist - der Aufruf wirkt so, als hätten einige Mönche in den 1450er Jahren ein "Kauft nicht bei Gutenberg!" lanciert... :-) 
belafinster (Gast) meinte am 2009/03/22 17:25:
Gegeninitiative?
Ich vermute mal, dass ein paar Unterstützer gar nicht wussten, was sie da eigentlich fordern (z.B. Kay Sokolowsky) und in welches Wespennest sie sich setzen. Da nun schon Herr Reuß eine Gegenkampagne gegen Google und Open Access führt, wäre es vielleicht nicht sinnvoll, eine Gegenkampagne aufzubauen?
Viellicht Beispiele sammeln, in denen öffentlich Steuergelder für Forschungen gegeben wurden, deren Ergebnisse nun privatisiert sind (mir fällt da ein Beispiel aus Saarbrücken ein, wo Mikrofilme gefährdeter Handschriften in den 80ern mit Millionen erstellt worden sind. Diese Filme sind aufgrund der Forschungsfreiheit nun in Privatbesitz.) 
KlausGraf antwortete am 2009/03/22 17:52:
Wissenschaftler für Open Access
Könnte man aber auch so anlegen:

Wir, die Unterzeichnenden, unterstützen den Gedanken von Open Access im Bereich von Wissenschaft und Bildung. Bei öffentlich geförderter Forschung sollte es selbstverständlich sein, dass deren Resultate der Öffentlichkeit auch auch kostenfrei zur Verfügung stehen. Für eine moderne Wissenschaftsgessellschaft brauchen wir erheblich mehr Open Access als bisher, nicht weniger!

Wir sind der Überzeugung, dass mehr elektronischer Open Access bei Verlagsprodukten sich eher positiv auf die Verkäufe auswirkt als negativ und dass Verlage auch mit Open Access attraktive Geschäftsmodelle entwickeln können, dass aber auf jeden Fall eine un-ideologische Herangehensweise an die unbestreitbaren Probleme des wissenschaftlichen Publikationswesens angemessener erscheint als polemische Manifeste, die die Enteignung der Urheber als Gefahr an die Wand malen.

Wir unterstützen die erheblich größere Sichtbarkeit wissenschaftlicher Publikationen und älterer gemeinfreier Werke durch Google Book Search. Auch wenn die Anliegen der Öffentlichkeit und der Bibliotheken bei dem für die USA ins Auge gefassten Settlement entschieden zu kurz kommen, stimmen wir der durch das Settlement zu erwartenden größeren Sichtbarkeit vergriffener urheberrechtlich geschützter wissenschaftlicher Werke deutschsprachiger Urheber in den USA zu und fühlen uns als Wissenschaftsurheber von der Verwertungsgesellschaft Wort, die Google zunächst das Recht der teilweisen Anzeige vergriffener Werke entziehen will, ganz und gar nicht vertreten.

Soweit wir - insbesondere nach dem § 38 des deutschen Urheberrechtsgesetzes - Rechtsinhaber an unseren wissenschaftlichen Publikationen (Beiträge in Sammelbänden, Bücher) sind, genehmigen wir Google, dass es im Rahmen von Google Book Search die Volltexte dieser unserer Publikationen (die in der Sprache des Settlement als "Beilagen" bezeichnet werden) weltweit kostenfrei zugänglich machen darf.

Wir fordern zugleich, dass als Teil des von Google geplanten Copyright-Registers ein Verzeichnis für Wissenschafts- und andere Autoren etabliert wird, in der diese die freie Anzeige ihrer Publikationen durch Google Book Search und die eventuelle Unterstellung unter freie Lizenzen wie Creative Commons eintragen können.

Siehe auch:
//www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg38235.html 
Gregor Keuschnig meinte am 2009/03/23 08:03:
Interessante Wortwahl: Parasiten. (Das sagt eigentlich fast alles) 
gdschaaf meinte am 2009/03/23 15:52:
"Parasitenbefall"
Sehr geehrter Herr Graf,

nachvollziehbar ist jedes Bedauern über den Ansehensverlust vormals geschätzter Wissenschaftler.

Wer jedoch eindeutig Stellung zu einer Sache bezieht, der muss damit rechnen und akzeptieren, dass andere Leute anderer Meinung sind und das auch ebenso dezidiert äußern.

Wer zudem noch mit seiner Wortwahl in die uralte, unsägliche Schlangengrube dünnhäutiger Wahrheitsbesitzer greift ("Parasiten", "Rattenfänger"), muss sich im klaren sein, dass die Zahl der Zustimmenden infolge Abstoßungserscheinungen weiter rapide abnimmt.

So offen die Open-Access-Gemeinschaft ist, auf Beiträge mit ewiggestrigem Vokabular kann und sollte sie verzichten.

Hochachtungsvoll

Georg Schaaf 
 

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