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Die LINKE will Kulturcents auf urheberrechtlich erloschene Werke für die Förderung junger Kunst erheben

Zitiert nach Steinhauer
//www.wissenschaftsurheberrecht.de/2009/06/29/urheberrecht-bundestagswahl-6418035/

Es gibt etliche Punkte, bei denen meine Position mit der LINKEN übereinstimmt, aber netzpolitisch darf die Partei dann nicht patzen. Das führt für mich zur Abwertung.

Dieser "Goethecent" (früher: Goethegroschen") ist ein Vorschlag aus der Mottenkiste, bekannt als Urhebernachfolgevergütung (siehe den Regierungsentwurf zum UrhG von 1965) oder "domaine public payant" (Literatur bei Katzenberger in Schricker 3. Aufl. § 64 Rz 3f.).

Zu verfassungsrechtlichen Bedenken:
//www.privatfunk.de/literatur.html?/lit/TextLit080.html

Meine Gegenargumente:

Wer für freie Inhalte wie z.B. Wikisource ist, muss für eine extreme Verkürzung der Schutzfrist eintreten und nicht für eine Ausweitung!

Die Public Domaine ist ein zu reiches Gut, als dass man sie einer potentiell korrupten Verwertungsgesellschaft oder anderen Institution zur Schlachtung ausliefern darf.

Es müsste ein überbordender Verwaltungs- und Kontrollapparat geschaffen werden, der alle Nutzungen gemeinfreier Werke kontrolliert und abkassiert.

Was ist mit junger Kunst gemeint? Aktuelle Kunst oder Kunst von jungen Leuten? Im letzteren Fall wäre das eine typische Altersdiskrimierung.

Wie soll der große Batzen gerecht verteilt werden? Es ist doch völlig unrealistisch, dass die bewährten Seilschaften nicht ebenso korrupt wie jetzt einen satten Anteil "Verwaltungskosten" abzocken.

Wie soll das funktionieren, wenn Künstler heute von der GEMA besch*** werden? Siehe etwa:
//archiv.twoday.net/stories/5793150/

Nein, dieser Kulturcent ist SED-like und ganz und gar abzulehnen. Ich wähle daher voraussichtlich die Piratenpartei!
Frank (Gast) meinte am 2009/06/29 21:38:
SED-like
Was ist daran SED-like? Indiesem Fall würde die Linke fordern die gesatme Kulturindustrie in Volkseigentum zu überführen. Wir müssen nicht noch bei Archivalia in diesen unsäglichen "Alles-Schlechte ist auf die DDR zurückzuführen-Chor" einstimmen - es gibt doch deutlich bessere Argumente 
ladislaus (Gast) meinte am 2009/06/30 10:07:
Diese kruden Ideen sind durchaus in guter sozialistischer Tradition, weil sie auf die Enteignung des Volkes hinauslaufen (Goethes Werke gehören uns allen, nicht irgendwelchen jungen Künstlern oder womöglich Verwertungsgesellschaften) und das bisher ausnahmsweise tatsächlich "volkseigene" Kulturkapital nach Gutdünken irgendwelcher selbsternannter Eliten eingesetzt oder eben verschleudert werden soll. Eine abstoßende Vorstellung. 
Frank (Gast) antwortete am 2009/06/30 10:43:
sozialistische Tradition
Enteignung ist sozialistische Tradition -- hhm da scheint jemand Marx mit Smith zu verwechseln oder fängt die Geschichtsklitterung jetzt schon bei Archivalia an...

Kleiner Tipp: Kapital lesen, sonst wird`s peinlich - selbst wikipedia hat die Grundsätze begriffen und das will was heißen ;-) 
Frank (Gast) antwortete am 2009/06/30 10:45:
Enteignung?
abgesehen davon wird keiner enteignet nur weil ein Kulturcent erhobeben wird. Bei aller Sponti-Polemik sollte die Kirche im Dorf bleiben. 
KlausGraf antwortete am 2009/06/30 10:50:
Wir alle werden enteignet
Ich kann nicht erkennen, was z.B. der Hinweis, dass //de.wikisource.org nicht mehr möglich wäre, mit "Sponti-Polemik" zu tun hat und darf mir weitere unqualifizierte Diskussionsbeiträge verbitten. 
 

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