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//www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/facebook-ein-netzwerk-fuer-die-wissenschaft

Der Beitrag ist aus meiner Sicht zu unkritisch geraten. Ich selbst nutze Facebook privat eher sporadisch. Beruflich ist vor allem die geschlossene Facebook-Gruppe Archivfragen sehr wichtig, die erstaunlich lebendig ist und viele wertvolle Hinweise und Diskussionsbeiträge enthält. Standardmäßig werden die Inhalte meines Tumblr-Blogs auf Facebook re-publiziert, gelegentlich teile ich auch Archivalia-Beiträge.

Schmalenstroer schrieb zu seinem Blog-Aggregator: "Ich kann jedem an dieser Stelle nur empfehlen, nicht die Facebook-Variante zu benutzen. Dank derem Ranking-Algorithmus bekommt der User leider nicht alle Beiträge zu sehen, sondern nur einen winzigen Bruchteil. Momentan werden die meisten Beiträge im Durchschnitt von nur einem von 90 Abonnementen gesehen. Ich müsste Facebook jetzt Geld zahlen, um die Beiträge zu promoten oder die Nutzer dazu anregen, möglichst viel mit der Seite zu interagieren. Falls ihr euch schon mal gefragt habt, warum diverse Seiten ständig Aufrufe zum Kommentieren und Liken bringen, wisst ihr es jetzt. Für mich kommt so ein Vorgehen nicht in Frage und ich empfehle euch daher, andere Netzwerke oder gleich die Webseite zu nutzen. Und denkt gar nicht daran, ein historisches Nacherzählungsprojekt wie @9nov38 auf Facebook zu versuchen, der Algorithmus wird es völlig unkontrollierbar zerreißen."

"Interessenlisten" wie "Archive im deutschsprachigen Raum" (angelegt von Maria Rottler) sind dieser bevormundenden Diktatur des Algorithmus zwar nicht unterworfen, können aber nur von angemeldeten Nutzern bezogen werden und verfügen auch nicht über einen RSS-Feed.

Mit der Facebook eigenen Suche habe ich noch nie etwas gefunden, während die Twitter-Suche doch einigermaßen brauchbare Ergebnisse zu aktuellen Themen liefert.

Gebe ich bei Facebook in das Suchfeld pixelio ein, finde ich nur die pixelio-Seite. Google+ liefert mir dagegen Treffer zur aktuellen Abmahnung.

Mit anderen Worten: Um auf dem laufenden zu bleiben, ist dank der Bevormundung Facebook denkbar ungeeignet. Wichtige Hinweise werden einem willkürlich vorenthalten. Und für Seiten-Anbieter ergibt sich der lästige Zwang, ständig zum Liken und Kommentieren animieren zu müssen, sonst sinkt die Reichweite drastisch.

Sicher hat Facebook auch für die Wissenschaftskommunikation nützliche Aspekte, aber aus meiner Sicht hat diesbezüglich Google+ die Nase vorn. Da aber alle Welt bei Facebook ist, muss man zähneknirschend auch da mitmachen (wenn man professionell Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0 betreiben will, z.B.).

MS (Gast) meinte am 2014/02/05 15:40:
Dazu muss man wohl auch noch anmerken, dass Facebook die unangenehme Angewohnheit hat, sich ständig neu zu "erfinden" und alles wild umzukrempeln. Das ist aus Sicht eines Unternehmens notwendig, führt aber zu ständigem Chaos und verlangt vom Wissenschaftskommunikator, dass er ständig seine Arbeitsweise umorientieren muss. 
Michael Jensen (Gast) meinte am 2014/02/05 20:16:
Nebenwirkungen sozialer Netzwerke
"Is social networking making us stupid?" wird heute im Journal of the Royal Society diskutiert: //royalsociety.org/news/2014/social-network-stupid/ 
??? (Gast) meinte am 2014/02/05 21:18:
Da muss niemand mitmachen!
 

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