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Im Namen der Wissenschaft wurde ein Schwein zur Rekonstruktion einer Hexenverbrennung auf einem Holzstoß abgefackelt:
//www.mainpost.de/regional/franken/Hexenverbrennung-nachgestellt-Schwein-in-Flammen;art1727,8139382
B.D. (Gast) meinte am 2014/05/20 18:44:
Schamlose Provokation als Kunstprinzip
Ein Museumsleiter macht mit einem Happening, das an gesellschaftliche Tabus rührt, auf eine unmittelbar bevorstehende Ausstellung aufmerksam und stellt sich damit zugleich in die Tradition des höchst umstrittenen Aktionskünstlers Otto Mühl (1925-2013), der mit derartigen öffentlichen, Ekel und Abscheu erregenden Auftritten in die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung Eingang gefunden hat.

//www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/oesterreichischer-aktionskuenstler-otto-muehl-gestorben-a-902033.html

Derartige PR-Aktionen verlangt doch der "moderne" Kunst- und Kulturbetrieb, um überhaupt noch wahrgenommen und beachtet zu werden. 
Resa (Gast) meinte am 2014/05/21 08:25:
Experimentelle Archäologie?
Was man in der Provinz als experimentelle Archäologie versteht, sieht manhier. Offenbar scheint hier keine fundierte Ausbildung vorzuliegen. Mit Kunst hat dies nichts zu tun. Die Erkenntnisse die dort gewonnen werden sollen, kann man auch anders gewinnen. Im Übrigen ist das Wissen keineswegs so verschollen wie durch den Museumsleiter konstruiert. Es gibt immer nocch Kulturen z.B. Indien, in denen man Menschenkörper auf einer Holzkonstruktion verbrennt. Dafür braucht man kein Schwein. Es gibt Filmaufnahmen, Artikel und man kann vor Ort Verbrennungen beiwohnen um Daten zu erheben. Ein Vergleich ist in der Wissenschaft ein zulässiges Mittel. Fragwürdigkeit wird es allerdings, wenn man ohne kritische Einschränkung totes Schwein mit lebendigen Menschen vergleicht. Das wissen Mediziner mitunter schon vor der Grundlagen Vorlesung in der Gerichtsmedizin. Wir reden nicht von Forensikern oder Brandmeistern die mit fundiertem Wissen entsprechende Fälle klären müssen. Es werden in Europa Krematorien betrieben. Es gibt immer noch Ingenieure die diese konstruieren. Hier sollte es einfach nur ein Happening geben. Leider ein Negativbeispiel für die Zunft. Aber es gibt auch noch Geisteswissenschaftler, die naturwissenschaftlich bewandert sind, und lesen können. Die müssen keine Schweine verbrennen ;o) 
Bibliothekswelt (Gast) meinte am 2014/05/21 15:11:
Sensationsgeile Überschrift
Hier wird so getan als ob ein Schwein - analog zur Hexenverbrennung - lebendig verbrannt worden wäre. Dass der Eber schon geschlachtet war und der Kopf zudem fehlte, wird wohl bewusst verschwiegen. Viel Lärm um (fast) nichts. 
clausscheffer antwortete am 2014/05/21 15:46:
"Wahnsinnsmenge an Holz"
Zitat aus dem MAIN-POST-Artikel:
"Das Ganze war kein dummer Scherz, sondern experimentelle Archäologie. Denn Markus Mergenthaler, Leiter des Knauf-Museums in Iphofen (Lkr. Kitzingen), bereitet derzeit die Ausstellung „Hexenwahn in Franken“ vor, und wollte in diesem Zusammenhang Aufschluss darüber bekommen, ob, so makaber das auch anmuten mag, der zugrunde liegende Bauplan eines Scheiterhaufens funktioniert.

Rund vier Festmeter Holz waren dazu plangetreu aufgeschichtet worden. Bei etwa 5000 Hexenverbrennungen sei da eine „Wahnsinnsmenge an Holz“ benötigt worden, vermutet Mergenthaler.

Eber war ohnehin nicht essbar
Mitglieder der Feuerwehr Seinsheim nahmen als Brandbeschleuniger Lampenöl, das sie auf Reisigbündel schütteten. Glaubt man Verfilmungen, soll auch in der Zeit der Hexenverbrennungen Pech, Harze oder ähnliches Material Verwendung gefunden haben. „Davon gibt es aber keine Beschreibung“, betont der Museumsleiter.

Der verwendete Eber hätte nicht verspeist werden können und wäre normalerweise in der Tierkörperverwertung gelandet, erklärt Mergenthaler. So habe das über 70 Kilo wiegende tote Tier für dieses Experiment genommen werden können. Der Metzger habe es zudem vorher ausgenommen. Interessant sei für die Wissenschaft auch, was von dem Tier dann übrig bleibe. Denn nach den damaligen Vorstellungen sollte eine Hexe vollständig verbrennen.

Film wird im Museum gezeigt
Das Ergebnis dieses Experiments, das auch von einer Filmkamera dokumentiert wurde, präsentiert das Museum dann in der Ausstellung „Hexenwahn in Franken“, die im Knauf-Museum in Iphofen vom 27. Juli bis 2. November zu sehen ist.

Die Ausstellung führt die persönlichen Schicksale von als Hexen verurteilten Frauen, Männern und Kindern vor Augen und möchte dabei eine Vorstellung von den Ängsten am Beginn der Neuzeit vermitteln. Sie will auch einen Einblick geben, wie es zu grausamen Fehlurteilen in der Zeit der Hexenverfolgung kommen konnte. Aber auch herkömmliche Meinungen und Vorurteile werden hinterfragt.

Ob es an der Stelle, an der das Experiment stattgefunden hat, einmal eine Hexenverbrennung gegeben hat, ist nicht bekannt." 
0815 (Gast) antwortete am 2014/05/23 16:50:
Menge an Holz
Ergebnis des Experimentes : wahnsinnsmenge an Holz. Aha und dafür brauchte man ein Experiment. 1. Wird in anderen Kulturen auch mit Holz gemacht, Menge kann man also dort erfahren. 2. Wieviel Holz man benötigt kann man genau errechnen. Ebenso die Abweichungen bei sich verändernden Randbedingungen.
Resultat Film für eine Ausstellung: kann man auch aus Dokumentationen oder ähnlichem übernehmen oder anfertigen lassen etc.
ETC. nur weil das Schwein nicht essbar war, muss man nicht solchen Sch... machen und ihn als Wissenschaft oder so verkaufen 
 

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