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Archivbau



".... Nach dreijähriger Bauzeit wird am 12. Dezember 2011 der Erweiterungsbau des Generallandesarchivs Karlsruhe in einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben.

In dem markanten Gebäude finden die Besucher künftig in den neuen Lesesälen optimale Arbeitsbedingungen. Das Erdgeschoss bietet Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Magazine haben Platz für 14 Regalkilometer Archivgut. Das Generallandesarchiv ist mit dem Neubau gut für die Zukunft gerüstet.

Am Samstag 28. Januar 2012, 10.30 – 17.00 Uhr, präsentiert sich das Haus an einem „Tag der offenen Tür“ der Öffentlichkeit. In Führungen und Kurzvorträgen bieten die Archivarinnen und Archivare den Besuchern Einblicke in die Arbeit des Generallandesarchivs. "

Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Pressemitteilung, 12.12.11



"Avec 66.000 m² de linéaires, le nouveau centre des archives nationales en cours de construction à Pierrefitte-sur-Seine (93), sera le plus grand centre d'archives d'Europe, et l'un des plus modernes et plus sécurisés. Il accueillera dès 2012-2013 l'ensemble des documents datant d'après la Révolution française. "

Es wird empfohlen, den Rechnungshofbericht (siehe //archiv.twoday.net/stories/55769365/ ) wenigstens in seinem ersten Teil ganz durchzulesen und sich nicht auf die hier gegebenen Auszüge aus der Zusammenfassung zu beschränken.

Zum Thema "Vollständigkeit der Aktenführung" heißt es S. 10:

Die wichtige Entscheidung, an welchem Standort der Neubau für das LAV errichtet werden sollte, stellt nach § 36 Abs. 1 der Gemeinsamen Geschäftsordnung der Ministerien
des Landes NRW (GGO)
12
einen schriftlich zu bearbeitenden Vorgang dar, welcher die
sachliche Erledigung erkennen und deren Nachprüfung ermöglichen lassen muss.
Mündliche und fernmündliche Rücksprachen, Anordnungen, Auskünfte und sonstige
wichtige Hinweise sind, soweit sie für die weitere Bearbeitung einer Angelegenheit von
Bedeutung sind, in einem Aktenvermerk festzuhalten (§ 38 Abs. 1 GGO).
Soweit die GGO auf den BLB NRW als Landesbetrieb nicht anwendbar ist und der BLB
NRW dazu keine entsprechende hausinterne Anweisung erlassen hat, ergibt sich für ihn
dieser allgemeine Verwaltungsgrundsatz aus dem Prinzip der Gesetzmäßigkeit der
Verwaltung gemäß Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz. Danach sind Stellen, die öffentliche
Aufgaben wahrnehmen, verpflichtet, einzelne Vorgänge wahrheitsgetreu und vollständig
in den Akten zu dokumentieren.
Die Notwendigkeit einer lückenlosen Dokumentation ist auch vor dem Hintergrund des
Prüfungsrechts der externen Finanzkontrolle zu sehen. Fehlende oder mangelhafte Dokumentationen lassen dieses Recht ins Leere laufen.


Siehe hier:
//archiv.twoday.net/search?q=vollst%C3%A4ndigkeit+aktenf%C3%BChrung

Man gewinnt den Eindruck, dass bei der Standortentscheidung archivfachliche Belange keinerlei Rolle gespielt haben. Man suchte ein denkmalgeschütztes Objekt und die Staatskanzlei fand das dann im Duisburger Binnenhafen.

S. 12 heißt es: "Der BLB NRW hat seinerzeit noch nicht einmal die Wiederverwendung der Altbausubstanz näher geprüft. Die Bausubstanz des Speichers wurde erst 2010 untersucht. Da die
Lagerung von Archivakten selbst in einem ca. 40 Meter hohen Getreidespeicher neben
besonderen Klima- und Brandschutzanforderungen vornehmlich eine besondere Statik
erfordert, war bereits zum damaligen Zeitpunkt bautechnisch zumindest fraglich, ob die
Gebäudesubstanz des Speichers im Duisburger Innenhafen den statischen Anforderungen gewachsen war. Daher hätte der BLB NRW dieser Frage zwingend vor Ansatz eines Abschlages bei der Berechnung der Baukosten nachgehen müssen. Bei der späteren Verwirklichung des Bauprojekts hat sich sehr schnell gezeigt, dass die Altbausubstanz aus statischen Gründen umfassend ertüchtigt werden musste, sodass sich ein
entsprechender Abschlag bei der Standortentscheidung als nicht gerechtfertigt erwiesen
hat."

Unberücksichtigt bleibt der Mehraufwand für die archivfachliche Klimatisierung, die in einem Altbau womöglich aufwändiger zu realisieren ist als in einem neuen Archivzweckbau.

2009 stürzte das Kölner Stadtarchiv ein. Die Standortentscheidung war bereits vorher gefallen. Irgendwelche Erwägungen zum Katastropenschutz wurden bezeichnenderweise mit Ausnahme eines Grundwasserkonflikts nicht angestellt. Dabei sollte man schon in der archivischen Baumschule lernen, dass ein Standort in Nähe eines großen Fließgewässers archivfachlichen Anforderungen NICHT genügt.

Dazu: "außerdem schlägt zusätzlicher Hochwasserschutz mit weiteren 653.000 Euro zu Buche. Weil der Rhein im Januar des laufenden Jahres im Duisburger Hafen für einen - offenbar unerwarteten - Pegelstand von 27 Meter gesorgt hat, fallen in einer weiteren Kategorie noch einmal 500.000 Euro an. Die Baugrube musste sogar geflutet werden, weil sich die Bodenplatte ansonsten gelöst hätte und dem Bau ein ähnliches Schicksal wie dem Gebäude der Deutschen Welle in Bonn drohte, das im Anschluss an ein Hochwasser jahrelang still lag."
//archiv.twoday.net/stories/31622454/

Es ist absolut unverständlich, dass die Leitung des Landesarchivs sich einen völlig ungeeigneten Standort, der zudem noch den Nachteil einer erheblichen Entfernung von den abliefernden Zentralbehörden aufweist und sich auch aus Benutzersicht als wenig günstig erweist (Düsseldorf ist leichter erreichbar als Duisburg), hat aufs Auge drücken lassen. Gegen die dem Korruptionsverdacht unterliegende Entscheidung, den Neubau als teures Renommierprojekt in klarer Gefahrenlage zu errichten, wäre mit Nachdruck zu remonstrieren und mit allen Mitteln vorzugehen gewesen. Wer sich bei einer solchen eklatanten Fehlentscheidung feige zurückhält, sollte keine Leitungsposition innehaben.

Es wäre meines Erachtens an der Zeit, dass auch im Landesarchiv Köpfe rollen.

Benutzer Concord schrieb mir in der Wikipedia:

Serendipity: Dein Hinweis bei Archivalia auf die Commons-Kategorie zur Stadtbibliothek Mainz brachte mich zu einem Bild eines Lipman-Regals, was mich veranlasste, eine wegen der Erwähnung ohne link in Stadtbibliothek (Lübeck) schon lange geplante Recherche zum Anbieter Wolf Netter & Jacobi zu unternehmen - eine erstaunliche Gechichte des Herstellers von Archiv- und Bibliotheksregalen und sonstigem Zubehör in Deustchland - bis zur "Arisierung" durch Mannesman 1938... Die verlinkten Sammlungsstücke auf Internet Archive (besser zugänglich als beim Leo Beack Institute selbst...) bieten reichlich Material, auch Fotos zur Geschichte des Bibliotheksbaus im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Carl Leopold Netter ist auch noch dabei abgefallen... Grüsse --Concord 23:25, 4. Nov. 2011 (CET)

//de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Netter_%26_Jacobi
//de.wikipedia.org/wiki/Carl_Leopold_Netter


//www.stadtarchiv-neuss.de/



//commons.wikimedia.org/wiki/Category:Stadtarchiv_Neuss



Eingereicht bei Wiki loves monuments von Sissssou
//creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

"Gemeinsam mit dem Büro für Präventive Konservierung und Depotplanung k3-artservices sowie dem Projektentwickler Ottmann GmbH & Co Südhausbau KG veranstaltete das Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege Benediktbeuern des Fraunhofer IBP die Tagung „Das Modulare Nullenergiedepot – neue Wege für Depot- und Archivbauten“. Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik, begrüßte die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im stimmungsvollen Ambiente des Barocksaals im Kloster Benediktbeuern und führte durch das Programm.

Im Mittelpunkt stand vor allem das Bewahren der Museums- und Archivsammlungen unter konservatorischen Gesichtspunkten mit besonderem Hinblick auf Planung, Bewirtschaftung, Klima und Gesamtbilanzierung. Anhand von aktuellen Beispielen aus der Schweiz, Dänemark, Schweden, Österreich und Deutschland wurden Lösungsmöglichkeiten für wirtschaftliche, energieeffiziente und kostengünstige Depot- und Archivbauten aufgezeigt und Schwierigkeiten diskutiert. Dabei wurden sowohl Neubauten, umgebaute Bestandsgebäude und neu genutzte Baudenkmale vorgestellt, in welchen die umfangreichen Sammlungen von Museen und Archiven aufbewahrt werden."

Quelle: Denkmalpflegezentrum Benediktbeuren, 12.5.11

//www.augias.net/index.php?ref=inc_7481.html

Äußerlich fallen am Archiv die weitgehend geschlossenen, großen Fensterläden aus grünem Stahlblech auf. Bis auf das spätbarocke Portal wirkt das schnörkellose Gebäude mit den klaren Linien auf den Betrachter ungewöhnlich streng. Trotzdem wurde das Archiv mit sehr hohem Aufwand erbaut und war in der Herstellung erheblich teurer als beispielsweise die benachbarte Hofbibliothek, die äußerlich einen großzügigeren Eindruck hinterlässt. Hinter den schlichten Fassaden des Archivs verbirgt sich dagegen ein für seine Zeit äußerst innovatives Gebäude.

Als es der Fürstlich Fürstenbergische Baudirektor und Architekt Franz-Josef Salzmann in den Jahren 1756 bis 1763 entwarf und erbaute, richtete er alles konsequent auf ein Ziel aus: die sichere Aufbewahrung von Urkunden, Akten und Bücher. Es entstand eines der ersten selbständigen Archivgebäude im Deutschen Reich überhaupt, ein Gebäude, in dem zum Schutz vor Feuer und Eindringlingen moderne bauliche Maßnahmen wie Brandschutztüren und feuerbeständige Tragkonstruktionen Anwendung fanden. Der Architekt Salzmann antwortete auf seine Aufgabenstellung mit genau den gleichen bautechnischen Mitteln, wie sie auch heute noch in ähnlicher Form zum Einsatz kommen.


Update: //www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/donaueschingen/Einblicke-in-F-F-Geschichte;art372512,5104656

Archives Départementales (Centre de Marseille) from Love Maps on Vimeo.

Les Archives conservent des documents reflétant l'activité des institutions civiles, religieuses, administratives, politiques ou judiciaires des Bouches-du-Rhône du IXe au XXIe siècle. L'usage et le fonction du bâtiment (la préservation et l'étude) en a déterminé la forme imaginée par l'architecte Corinne Vezzoni. Depuis les passerelles longeant le littoral cet édifice a la particularité de d'offrir deux apparence différentes selon qu'il est vu de jour ou de nuit.



Termingerecht ist der neue Tagungsband vom letztjährigen 80. Deutschen Archivtag 2010 in Dresden erschienen und wird in diesen Tagen allen persönlichen und korporativen VdA-Mitgliedern zugestellt.

Archive unter Dach und Fach. Bau, Logistik, Wirtschaftlichkeit. 80. Deutscher Archivtag in Dresden (=Tagungsdokumentationen zum Deutschen Archivtag, Band 15), Fulda 2011, 255 S. [ISBN 978-3-9811618-4-7]

Link zur Online-Bestellung

Quelle: VdA, Aktuelles v. 25.8.2011

 

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