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Kirchenarchive

//www.erzbistum-muenchen.de/Page006352_26133.aspx

Aufgrund der abwegigen Rechtsauffassung der katholischen Kirchenarchivare können Nutzer nicht online, sondern nur vor Ort auf zahlreiche digitalisierte Quellen zugreifen. Siehe dazu

//archiv.twoday.net/stories/534898861/

Doktorand und Blogger Marc Mudrak macht sich im Rahmen der Blogparade "Mein faszinierendes Kulturerlebnis" Gedanken: Verweigertes Kulturgut. Über ein Kirchenarchiv, freie Forschung und Laizismus.

//catholiccultures.hypotheses.org/1773

"Freie Forschung braucht freien Zugang zu den Archiven und freie, moderne Arbeitsbedingungen in diesen. Auch in Kirchenarchiven. In Regensburg ist das auf eine empörende und skurrile Art nicht möglich."

Ich habe keinen Zweifel, dass die Darstellung von Mudrak zutrifft. Einem Presseartikel zufolge duldet das Bistumsarchiv Münster keine Kopien:

//archiv.twoday.net/stories/498222992/

Und vor einiger Zeit erhielt ich folgenden Bescheid, nachdem ich um eine Kopie des Orts- bzw. Klosterartikels Obermedlingen gebeten hatte:

"das von Ihnen genannte Manuskript des Steichele / Schröder Bandes über das Landkapitel Lauingen befindet sich im Archiv des Bistums Augsburg und gehört zum Nachlass Schröder bzw. zum Nachlass Rückert.
Eigentümer des Nachlasses „Schröder“ ist der “Verein für Augsburger Bistumsgeschichte“.

Die Richtlinien des Archivs des Bistums Augsburg sehen vor, dass grundsätzlich keine ganzen Akten oder größere Teile daraus vervielfältigt werden (Vgl. Benutzungsordnung für das Archiv des Bistums Augsburg § 12. In: Amtsblatt für die Diözese Augsburg. 120. Jahrgang. Augsburg: 21. Juni 2010. S. 279).
Diese Richtlinie hat sich auch der „Verein für Augsburger Bistumsgeschichte“ zu Eigen gemacht.

Aus o. g. Grund ist es uns deshalb leider nicht möglich, den von Ihnen genannten Abschnitt zu reproduzieren. "

Erinnern möchte ich auch an meine "Schandsaul" (colonna infame) von 2007:

//archiv.twoday.net/stories/4196325/

Eine wirksame innerkirchliche verwaltungsrechtliche Beschwerdemöglichkeit (Rekurs) existiert nicht:

//books.google.de/books?id=odc4-0T-dccC&pg=PA79

Vor vielen Jahren hatte ich einen solchen Rekurs in einer Datenschutzfrage laufen, der dann in Rom lapidar mit einem Schreiben beendet wurde, dass das Päpstliche Staatssekretariat geruhe, die Nichtbefassung mit meinem Anliegen mitzuteilen.

Ob sich weltliche Verwaltungsgerichte der Problematik annehmen werden, ist zweifelhaft. Zu Kirchenbüchern:

//books.google.de/books?id=8Gt3isx6SA0C&pg=PA157

//www.univie.ac.at/paecht-archiv-wien/dateien/Quellen-St-Hieronymus-Wien.html

Ich habe sie gewürdigt in:

//ordensgeschichte.hypotheses.org/6074

"Rolands Publikation möchte ich als Modell einer (allein zeitgemäßen) Open-Access-Veröffentlichung verstanden wissen, die ordensgeschichtliche Quellen nicht in teuren gedruckten Publikationen oder nicht im Netz recherchierbaren Ebooks wegsperrt, sondern in einer auf Korrektur und Ergänzung angelegten Fassung präsentiert (jeder Abschnitt ist mit einem Link zur Mailadresse Rolands versehen), und die die Möglichkeit der Vernetzung mit Digitalisaten via Hyperlinks vorbildlich nutzt."

Update:
//www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=29373

Als Fachblatt für das Schreibkalenderwesen

//archiv.twoday.net/search?q=schreibkalender

können wir nicht umhin, auf diese Publikation hinzuweisen:

Helga Penz, die Kalendernotizen des Hieronymus Übelbacher, Propst von Dürnstein 1710-1740. Edition und Kommentare (unter Mitarbeit von Edeltraud Kando und Ines Weissberg), Böhlau Verlag, Wien 2013 (= Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Bd. 11, hrsg. von Brigitte Merta und Andrea Sommerlechner)

510 Seiten, 13 SW-Abb. und 1 Karte
24 x 17 cm
Preis: € 98.00

//www.jakob-prandtauer.at/2013/10/07/die-kalendernotizen-des-d%C3%BCrnsteiner-propstes-hieronymus-%C3%BCbelbacher/

Natürlich ist das als gedruckte Publikation purer Unsinn und wirft ein ungutes Licht auf die Herausgeberin Helga Penz.

Sie hat nichts kapiert. In den Wiener Kongressakten von 2005 habe ich schon die Argumente für Open Access bei Editionen hinreichend benannt:

//nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1137963

Keine gedruckte Publikation bietet die Möglichkeiten eines Volltexts. Bei Quellenausgaben ist ein Volltext unverzichtbar, denn auch das beste Register kann immer nur einen Teil des Inhalts erschließen.


Beim Blättern im "Schlern" in Bozen stiess ich auf diesen Seligen, Patron der Glasmaler, der auf dem Lienzer Dominikanerstammbaum 1650/60 abgebildet ist. Ich habe ihm jetzt einen Wikipedia-Artikel gewidmet:

https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Griesinger

Leider habe ich in Bologna nicht auf sein Werk und seine Kultzeugnisse in der Dominikanerkirche geachtet.

Waxwork of Blessed James of Ulm in a glass coffin. //creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en

//ordensgeschichte.hypotheses.org/6022

Aus meinem kurzen Bericht:

"Die Archivbestände beziehen sich überwiegend auf den Bozener Raum, auch wenn auch Materialien aus Muri vorhanden sind. Eine kleine, aber feine (und nicht gerade billige) Neuerwerbung wurde mir stolz präsentiert, da ich den Hinweis auf dieses Angebot bei Zisska gegeben hatte: “”Verzeichnis von Einnahmen aus Naturalabgaben zugunsten der Kapelle St. Jakob am Hof im alten Ortsteil Hof in Gries” (saec. XV). Der Abtei Muri-Gries ist sehr zu danken, dass sie dieses Stück für die Bozener Geschichtsforschung gerettet hat (Bild unten)."

Update: das Stück im Handschriftencensus:
//www.handschriftencensus.de/24191


Das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern blickt der Eröffnung seines Neubaus am 23.09.2013 entgegen. Bilder vom Neubau in Nürnberg gibt es hier:

//www.nordbayern.de/region/nuernberg/landeskirchliches-archiv-erstrahlt-in-vollem-glanz-1.3160036?offset=0#ancTitle

//www.lkan-elkb.de/379.php

Und hier ein Bericht des Bayerischen Rundfunks vom 16.09.2013:

//www.br.de/nachrichten/mittelfranken/landeskirchenarchiv-nuernberg-100.html

s.a.

//archiv.twoday.net/stories/38775495/

//archiv.twoday.net/stories/38783021/

Aber wie siehts mit der Bestandserhaltung aus?

Unpassende Musik am Anfang!

Danke MR!

Die historische Überlieferung der Barfüßerkirche in Augsburg galt seit deren Zerstörung 1944 als verschollen. Jetzt wurden Kirchenbücher, Rechnungsbücher, Akten, eine Chronik u.a.m. aus dem Zeitraum 16.-20. Jh. gefunden, berichtet die Augsburger Allgemeine in ihrer Onlineausgabe v.04.06.2013:

//www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Sensationsfund-in-der-Barfuesserkirche-Frau-findet-Jahrhunderte-altes-Archiv-id25494546.html

Augsburger Allgemeine vom 25.4.2013

//www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Archiv-des-Bistums-zieht-in-eine-Kirche-id24966161.html

Der Umzug ist schon seit einigen Jahren im Gespräch, immer wieder gab es aber Verzögerungen, nicht zuletzt durch den Rücktritt von Bischof Mixa.
Da dem Archiv mit dem Umzug zukünftig wesentlich größere Magazinkapazitäten zur Verfügung stehen, hat das Ganze sicher ein Gutes. Andererseits zieht das Archiv aus der Stadtmitte in den Stadtteil Oberhausen, der nicht zu den besten Wohnlagen Augsburgs zählt, um es einmal so zu formulieren. Aber da Kollege Naimer dem Umzug mittlerweile recht zuversichtlich entgegensieht, will ich das Projekt nicht schlechtreden. Man wird sehen, wie sich das Archiv an seinem neuen Standort entwickelt und Kollege Naimer und seinTeam werden sicher das Beste daraus machen.

 

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