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Nachlässe

//www.blog.pommerscher-greif.de/nachlass-otto-lilienthal/ bemerkt zurecht: "Leider sind die zahlreichen Objekte alle mit einem sehr auffälligen und unschönem Wasserzeichen versehen und auch die Auflösung lässt zu wünschen übrig."

Bei den Korrespondenzen gibt es nur E-Texte.

"Max Horkheimer, neben Theodor W. Adorno Hauptvertreter der Frankfurter Schule, hinterließ bei seinem Tod im Jahre 1973 ein herausragendes wissenschaftliches Erbe. Ein Jahr nach seinem Tod erhielt die damalige Stadt- und Universitätsbibliothek insgesamt 250.000 Seiten archivische Dokumente sowie die 16.000 Bände umfassende Privatbibliothek.

Aufgrund der zunehmenden internationalen wissenschaftlichen Benutzung und aus konservatorischen Gründen wurde der gesamte Nachlass digitalisiert.
Ein Teil des Materials wird hier - im Rahmen der geltenden urheber- und archivrechtlichen Bestimmungen – online zugänglich gemacht, darunter u.a. mehrere tausend Briefe der Vertreter der Kritischen Theorie und der Frankfurter Schule, die bislang noch nie veröffentlicht wurden. "

//sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/horkheimer


Thomas Trenkler nimmt sich die Streitschrift von Alois Schöpf zum Vorlass-Handel vor:

//derstandard.at/2000004446084/Groteske-Hysterie-um-Kartelle-im-Literaturbetrieb

Siehe
//archiv.twoday.net/stories/776250677/

Das Institut für Zeitgeschichte in München untersucht in
einem neuen Projekt, wie viel Privatsphäre das NS-Regime
seinen „Volksgenossen“ ließ. Dabei analysieren die Wissenschaftler
verschiedene Aspekte von privatem Leben und fragen danach, wie weit der Eingriff der Diktatur in das Leben des Einzelnen tatsächlich reichte. Um einen aussagekräftigen Einblick in den Alltag der Menschen im NS-Staat zu gewinnen, ist es unbedingt notwendig auch private Unterlagen wie beispielsweise Briefe, Tagebücher und Fotoalben in die Untersuchung einzubeziehen.

Da solche Dokumente jedoch häufig noch nicht den Weg in öffentlich zugängliche Archive gefunden haben, rufen Forschungsabteilung und Archiv des IfZ nun Bürgerinnen und Bürger auf, ihre in Familienbesitz befindlichen Unterlagen aus den Jahren 1933 bis 1945 für die wissenschaftliche Auswertung zur Verfügung zu stellen.

Gesucht werden insbesondere Tagebücher, Erinnerungen, Familienchroniken, Briefe sowie Fotografien und Fotoalben zu folegnden Themen:

Fronturlaub: Erfahrungen des Wehrmachtsoldaten und seiner Angehörigen vor, im und mit dem Aufenthalt in der Heimat
Schwangerschaft und Mutterschaft in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes sowie verwandte Themen wie Sexualität, Verhütung und Abtreibung
Gerichtsverfahren: juristische Auseinandersetzungen aus dem privaten Bereich, vor allem Ehescheidungen, aber auch Pfändung und Zwangsvollstreckung

Nähere Informationen auf der Projekt-Homepage: //www.ifz-muenchen.de/aktuelles/themen/das-private-im-nationalsozialismus/historische-spurensuche/

//www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/vergleichende-kulturwissenschaft/medien/repertorium_schoenwerth.pdf

Via
//histbav.hypotheses.org/2768

Vom März 2014

//www.artexperts.ch/fileadmin/user_upload/Publikationen/SIK_NACHLASSSTUDIE.pdf

"Aus dem Arbeitskreis Archive der Leibniz-Gemeinschaft (AK Archive) heraus ist in den letzten Jahren die Initiative „Sammeln im Verbund“ entstanden. Ziel ist ein abgestimmtes bundesweites Konzept zu einem gemeinschaftlichen Sammeln von nichtamtlichem Archivgut, das von Nachlässen über Schriftgut von Firmen, Verbänden und Vereinen bis hin zu Handschriften, Plakaten, Karten, Plänen und AV-Materialien reicht. Am 24. Oktober 2013 fand hierzu in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin die Auftaktkonferenz statt."

Tagungsbericht Sammeln im Verbund. Archive und eine nationale Sammlungsstrategie. 24.10.2013, Berlin, in: H-Soz-u-Kult, 12.05.2014, //hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5359

Mehr dazu:

//www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=31844

Update: //archiv.twoday.net/stories/948994908/


Caspar David Friedrich an Adolf, Heinrich und Christian Friedrich, 2./3. Oktober 1825; Pommersches Landesmuseum, Greifswald

Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald hat 55 Briefe von und an Caspar David Friedrich (1774-1840) erworben. Die Kulturstiftung der Länder unterstützte den Ankauf.
Er wusste sich zu inszenieren: Mit Sätzen wie „Die Kunst mag ein Spiel sein, aber sie ist ein ernstes Spiel“ etablierte Caspar David Friedrich seinen Ruf als tiefsinniges Künstlergenie – konform dem Ideal der Romantik. Werke wie „Der Mönch am Meer“ wurden als schönste Sinnbilder der Einsamkeit interpretiert, und im Rückschluss unterstellte man dem Privatmann Friedrich wenn schon nicht düstere Schwermut, so doch allemal Ernsthaftigkeit. Dass der Meister des Melancholischen aber privat durchaus spielerische Freude am Trivialen hatte, verrät eine wertvolle Sammlung von Friedrich-Briefen, die nun das Pommersche Landesmuseum in Greifswald erwerben konnte. In den Zeilen an seinen Bruder Christian aus dem Jahre 1808 frönt Caspar David durchaus auch den Wonnen des Dorfgeredes, nonchalant berichtet er vom Erbprinzen von Weimar: „Daß Gerücht geht hier sehr stark, dass [er] verliebt sein soll (pikant, da er verheiratet war), versteht sich, in ein Mädchen.“

So manch überraschenden Einblick in die Persönlichkeit Caspar David Friedrichs (1774–1840) gewährt das 55 Schriftstücke umfassende Konvolut mit 32 eigenhändigen Briefen des Künstlers, 22 aus der Feder von Geschwistern und Freunden sowie mit einem Manuskript der vermutlich von Johann Friedrich Wizani stammenden Erzählung „Die Überfahrt“. Die seltenen Stücke aus den Jahren 1807 bis 1830 zeugen auch von Friedrichs tiefem Glauben und den engen Banden der Greifswalder Familie. Aus Dresden – hier hatte sich der Maler dauerhaft niedergelassen – klagt der Freischaffende den Verwandten in der Greifswalder Heimat seine Geldnöte oder berichtet aus dem Schaffensprozess neuer Werke. Zahlreiche Witze und Anekdoten, mit denen er seine Briefe würzt, verraten, dass Friedrich seinen Humor auch dann nicht verliert, wenn der Geldbeutel mal wieder leer und die „gegenwärtige Lage drükkend“ ist. Kulturgeschichtlich erweisen sich die zumeist mit dunkler Tinte beschriebenen dünnen Blätter – übrigens solche, wie sie Friedrich auch für Zeichnungen verwendete – freilich als ebenso spannend, liest man sie als Kommentar zur damaligen pommerschen Kunstszene und zum politischen Geschehen in Zeiten der französischen Besetzung unter Napoleon.

Diese sogenannten Geschwisterbriefe finden jetzt mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Hermann Reemtsma Stiftung ihren Weg nach Greifswald – die Geburtsstadt des Malers. Das kostbare Konvolut erweitert die Romantiksammlung des Pommerschen Landesmuseums, das sich unter anderem dem Erbe Caspar David Friedrichs verschrieben hat. Es gesellt sich zu sieben Friedrich-Gemälden und einem umfangreichen Grafikbestand. Zu bestaunen ist der intime Briefwechsel in einer Ausstellung ab dem 30. August 2014, wenn Greifswald den 240. Geburtstag Friedrichs feiert: In der Gemäldegalerie wird man dann auch einen erhellenden Blick hinter die Fassade des oftmals als scheu und introvertiert dargestellten Künstlers werfen können.
Quelle: Pressemitteilung der Kulturstiftung der Länder, 18.3.2014

Rüdiger Hoffmann, fraktionslos, wollte von der Landesregierung wissen, welche Maßnahmen sie angesichts fehlender Strukturen und unzureichender personeller und finanzieller Ausstattung der Landesmuseen für Bildende Kunst vorsehe, um ihrer Verantwortung zur Sicherung herausragender Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern gerecht werden zu können. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Sabine Kunst, hat geantwortet:

//gerd-ruediger-hoffmann.de/uploads/media/140227_MdL-Dr-Hoffmann_MA_Kuenstlernachlaesse_Frage-Antwort.pdf

Nebenbei stieß ich darauf, dass Anfang April eine Datenbank „Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ ans Netz gehen soll:

//www.zzf-pdm.de/site/317/default.aspx#Datenbank
//www.private-kuenstlernachlaesse-brandenburg.de/
//www.htw-berlin.de/organisation/?typo3state=projects&lsfid=1902

 

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