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Wissenschaftsbetrieb

In einer seltenen Aufwallung von Kritik bemängelt Josef Pauser, dass das DoktorandInnen-Netzwerk Thesius seine Dissertationendatenbank (zu Recht und Wirtschaft) nur intern zugänglich macht. Ein Kommentator berichtet aus dem Innenleben:

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=31288

Hochschulschriften sind mittels KVK und DNB als solche gut ermittelbar - was soll dann eine solche Datenbank? Ungleich wichtiger wäre eine öffentliche Datenbank der Abschlussarbeiten mit Standortangaben

http://archiv.twoday.net/stories/472713645/

http://lj.libraryjournal.com/2014/03/industry-news/just-the-tip-of-the-iceberg-peer-to-peer-review/#_

Kevin L. Smith hat durchaus Recht, wenn er seine Bemerkungen zu den Peer-Review-Skandalen Labbé

http://archiv.twoday.net/stories/706567518/

und Bohannon

http://archiv.twoday.net/search?q=bohannon

mit der Forderung nach mehr Transparenz beschließt, wie sie etwa PeerJ praktiziert

http://archiv.twoday.net/stories/714909606/

Die Wissenschaftsverlage Springer und IEEE haben über 120 Artikel aus ihren Datenbanken entfernt, nachdem der französische Informatiker Cyril Labbé aufgedeckt hatte, dass sie computergenerierter Nonsense sind, erstellt mit einer 2005 veröffentlichten Software SCIgen, mit der MIT-Forscher zeigen wollten, wie man mit Unsinns-Aufsätzen von Konferenzen akzeptiert werden könne. Wie schon der Bohannon-Sting wirft auch dieser Befund die Frage auf, wie es mit der Qualität von Peer Review in der Wissenschaft bestellt ist.

http://www.zeit.de/wissen/2014-02/wissenschaftsverlage-zufallsgenerierte-fachartikel

http://www.nature.com/news/publishers-withdraw-more-than-120-gibberish-papers-1.14763

http://retractionwatch.com/2014/02/24/springer-ieee-withdrawing-more-than-120-nonsense-papers/

http://hal.archives-ouvertes.fr/docs/00/71/35/55/PDF/0-FakeDetectionSci-Perso.pdf

http://www.hna.de/lokales/goettingen/plagiat-ex-messechef-goehrmann-verliert-seinen-doktortitel-3386487.html

Nach Ansicht des Fakultätsrats stellt die [2009 eingereichte] Dissertation des heute 75-Jährigen (Titel: „Beitrag zum technologisch-wirtschaftlichen Vergleich des gepulsten zum kontinuierlichen Laserstrahlschweißen“) keine selbstständige wissenschaftliche Arbeit dar. Goehrmann habe neben substantiellen Textpassagen und wissenschaftlichen Kernaussagen auch Abbildungen, Tabellen und Fotos aus dem Forschungsbericht übernommen. Als er die schriftliche Promotion eingereicht habe, sei der Bericht des Laser Zentrums noch nicht öffentlich einsehbar gewesen. Deshalb könne den Clausthaler Gutachtern auch nicht unterstellt werden, von dem Plagiatsfall gewusst zu haben. Die Mitglieder der Prüfungskommission sähen sich vielmehr getäuscht.

Das Laserzentrum, aus dem große Teile der Arbeit stammen sollen, ist ein wichtiger Kooperationspartner der Clausthaler Hochschule. Goehrmann war dort Kuratoriumsvorsitzender. Aufgedeckt hatte den Fall der Plagiatsfahnder Martin Heidingsfelder

In seinem Überblick macht Erbloggtes unter anderem auf den empörenden Versuch der Publizistik-Wissenschaft aufmerksam, Plagiatsvorwürfe in Rezensionen zu verbieten:

http://erbloggtes.wordpress.com/2014/02/16/drei-jahre-plagiatsdebatte/

Die ZEIT thematisiert den betrüblichen Umstand, dass Hochschullehrer Studierende faktisch zwingen können, von ihnen verfasste teure Lehrbücher zu kaufen. Die Möglichkeit freier Lehrbücher (textbooks), wie sie in den USA schon realisiert wurden, kommt gar nicht zur Sprache.

http://www.zeit.de/campus/2014/02/professoren-eigene-buecher-pruefungsstoff

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-02/interview-professor-pflichtlektuere

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-02/Interview

Zu open textbooks:

http://archiv.twoday.net/search?q=textbooks

Offensichtlich weil das den Universitäten schnurzpiepegal ist. Zum Thema Forschungsaktivitäten im Alter gibt es einen schmalen Sammelband (2012) von 90 Seiten mit falscher ISBN, Ertrag einer Kölner Tagung 2009, der laut KVK so gut wie nicht in wissenschaftlichen Bibliotheken vorhanden ist - nur ein weiteres Beispiel für meine These, dass die wissenschaftliche Literaturversorgung aus den Fugen geraten ist. Und Open Access ist anscheinend kein einziger Aufsatz. Und nein, auf Verdacht und nur aufgrund des im Netz verfügbaren Inhaltsverzeichnisses kaufe ich ihn nicht für 10,50 EUR.

An Universitätsbibliotheken im deutschsprachigen Raum haben den Band "Alter forscht!": Bern, Erlangen, Hamburg, Trier und Wuppertal. Also keine Bibliothek in BW oder Hessen, von RP usw. ganz zu schweigen.

Update: Zur Uni Ulm:
http://forschendes-lernen.de/

Der angesprochene Sammelband:
A. Costard / M. Haller / H. Meyer-Wolters / U. Pietsch-Lindt (Hg.): Alter forscht! Forschungsaktivitäten im Seniorenstudium. Forschendes Lernen, Aktionsforschung und Ageing Studies (= DGWF Beiträge 51). Hamburg 2012

http://www.roehrig-verlag.de/Literaturwissenschaft/Alter-lernt-und-forscht

Blogpost von Rainer Schreg:

http://archaeologik.blogspot.de/2014/02/blindes-sparen-nach-dem-zufallsprinzip.html

In Leipzig tobt ein Kampf um die Rettung der renommierten klassischen Archäologie, die dem Spardiktat zum Opfer fallen soll. Der deutsche Archäologenverband hat eine Petition gestartet:

http://www.change.org/de/Petitionen/prof-dr-dr-sabine-von-schorlemer-erhalt-des-instituts-für-klassische-archäologie-und-des-antikenmuseums-der-universität-leipzig

http://erbloggtes.wordpress.com/2014/02/09/das-jahr-nach-schavans-rucktritt/

"Heike Schmoll (FAZ) und Roland Preuß (SZ) etwa, die bis zu Schavans Rücktritt federführend in allen schavanistischen Angelegenheiten gewirkt hatten, äußerten sich qua fehlender Ressortkompetenz fortan seltener zu Schavan. Schmoll vielleicht auch, weil sie mitsamt dem FAZ-Justiziariat damit beschäftigt war, juristisch gegen Blogger Klaus Graf und dessen Formulierung “Schavan-Freundin Schmoll” vorzugehen.[9] Erfolglos übrigens."

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=schavan

Zwei lange Kommentare von Dr. Dammann zur Causa Schavan

http://archiv.twoday.net/stories/658904228/#664972923

 

twoday.net AGB

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