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Wo finden sich freie Volltexte von deutschen Historikern im Netz? (Ausgeklammert werden Dissertationen und andere Abschlussarbeiten.)

* In retrodigitalisierten Zeitschriften

Siehe dazu http://archiv.twoday.net/stories/239778/

* Auf universitären, institutionellen oder privaten Homepages

Eine Liste von HistorikerInnen-Homepages existiert nicht, viele sind von dem Wiener Historiker Anton Tantner in seinem Weblog angezeigt worden:

http://adresscomptoir.twoday.net/topics/HistorikerInnen/?start=1

Allerdings enthält nur ein kleiner Teil Volltexte, sehr wenige viele Volltexte.

Auf dem Stand von 2007 ist eine offenbar inzwischen aus dem Netz verschwundene Linkliste Tantners, die im Internetarchiv noch abrufbar ist:

http://web.archive.org/web/20080403231823/http://www.univie.ac.at/Geschichte-Meta/internet/i_g.html#HistorikerInnen

Dezidiert für Open Access setzt sich ein der Oldenburger Althistoriker Joachim Losehand:

http://www.losehand.net/publ_ge.html

Beispiel einer Wissenschaftlerhomepage auf einem Uni-Server mit vergleichsweise vielen Volltexten:

Publikationen von Wolfgang Behringer
http://www.uni-saarland.de/fak3/behringer/HP/publi.html

* Im Rahmen von Netzprojekten, Portalen usw.

Beispiele:

http://www.perspectivia.net/

http://www.historicum.net (früher Server Frühe Neuzeit)

http://www.kakanien.ac.at/ Kakanien revisited

http://www.zeitgeschichte-online.de/

Im Jahr 2000 wurden die gesammelten Aufsätze des Konstanzer Mediävisten Alexander Patschovsky ins Netz gestellt:

http://www.uni-konstanz.de/FuF/Philo/Geschichte/Patschovsky/aufsaetze/index.html

2007 publizierte historicum.net ausgewählte Schriften von Winfried Schulze:
http://www.historicum.net/lehren-lernen/schriften-winfried-schulze/

* In Repositorien (v.a. Hochschulschriftenserver), sogenannter "grüner Weg" von Open Access

Ein geschichtswissenschaftliches Repositorium existiert nicht. Es ist am ehesten von der Bayerischen Staatsbibliothek zu erwarten.

Sehr viele historische Beiträge (derzeit über 500), vor allem zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte/historischen Sozialforschung enthält - vor allem aufgrund der Kooperation mit Zeitschriften/Verlagen - das Social Sciences Open Access Repository

http://www.ssoar.info/de/blaettern.html?ext=%2Fssoar%2FBrowse%2Fdomain%3Dssoar-typo3%2F&virtclassificationde&order=_pubyear%3E&selcat=Geisteswissenschaften%3E%3EGeschichtswissenschaft%3E%3E

Für die Alte Geschichte ist einschlägig Propylaeum-DOK
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/
"Die Publikationsplattform bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit die Möglichkeit, ihre Veröffentlichungen zur Ägyptologie, Alten Geschichte, Altorientalistik, Byzantinistik, Klassischen Archäologie, Klassischen Philologie, Mittel- und Neulateinischen Philologie sowie Vor- und Frühgeschichte kostenlos und in elektronischer Form, nach den Grundsätzen des Open Access, im WWW verfügbar zu machen."

Kunstgeschichte ART-Dok
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/

Beispiel: Schriften von Dagmar Eichberger (25)
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/schriftenreihen_ebene2.php?sr_id=16&la=de
Ab 2010 ist online Ostdok für Osteuropa-Forschungen
http://www.ostdok.de/

Bildungsgeschichte/Historische Bildungsforschung
http://www.pedocs.de/

Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft
http://www.germanistik-im-netz.de/gindok/

Internationale disziplinäre Repositorien:
http://oad.simmons.edu/oadwiki/Disciplinary_repositories

Hochschulschriftenserver

Ich bin nicht die über 100 Hochschulschriftenserver einzeln durchgegangen, es ist durchaus wahrscheinlich, dass mir Historiker mit vielen Volltexten, die auf mir weniger vertrauten Gebieten publizieren, entgangen sind.

Universität Freiburg i. Br. (Freidok)
http://www.freidok.uni-freiburg.de/

Die über 300 Eprints aus dem Historischen Seminar sind nicht wie sonst meist Dissertationen. Es liegen viele Volltexte vor u.a. von Bernd Martin, Dieter Mertens, Birgit Studt, Thomas Zotz. Aus dem Bereich der Mittellateinischen Philologie kommen hinzu Publikationen von Felix Heinzer. (Auch von mir sind an die 40 Volltexte vertreten). Siehe auch

http://archiv.twoday.net/stories/3024246/

Uni Frankfurt a. M.
Liste
177 Dokumente zu den Geschichtswissenschaften, etliche Dissertationen, aber auch über 40 Volltexte von Heribert Müller

Uni Stuttgart
http://elib.uni-stuttgart.de/opus/institut.php?fakultaet=09&la=de
Über 60 Volltexte von Franz Quarthal. Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/6002425/

Uni Kassel (KOBRA)
https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/handle/urn:nbn:de:hebis:34-2006052312371
Über 40 Volltexte von Ingrid Baumgärtner

***

Zum Auffinden der Beiträge in den Repositorien kann - nach dem Ende von OAIster in der bisherigen Form - auf die Bielefelder Suchmaschine BASE verwiesen werden:

http://www.base-search.net/

Zu beachten ist, dass viele Hochschulschriftenserver (z.B. FU Hagen) vielfach lediglich bibliographische Angaben, aber keine Volltexte enthalten, ohne dass dies in BASE sichtbar wird.

Die meisten Volltexte der Historiker sind nach meiner Erfahrung NICHT über Google Scholar auffindbar:

http://scholar.google.de/

Fazit: Es ist noch viel zu tun, bis "Open Access" auch in der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft Fuß gefasst hat!
KHSchneider meinte am 2009/10/20 22:31:
Dateinamen
Was ich ja mal richtig gut fände, wenn die pdf-Dateien auch Dateinamen hätten, die halbwegs eine Zuordnung ermöglichen würden, etwa zum Autor; drei Stichproben: 01-text, dissende, meinungsbildende (wenn da der Name Behringer voran gestellt worden wäre, hätte es ja noch was gehabt). Außerdem fehlen durchweg bei den Metadaten sinnvolle Einträge. Bei der Uni Bibliothek Frankfurt wird zwar auf der Website eine URL angegeben, aber weder unter Dateieigenschaften noch in den Metadaten ist sie zu finden (und auf einer probeweise herunter geladenen Datei auch nicht), aber der Nutzer muss ja auch was zu tun haben. 
Wolf Thomas (Gast) meinte am 2009/10/21 11:44:
Beispiel: Publikations- und Dokumentenserver der Universibibliothek Siegen
Auch auf dem Siegener OPUS ( http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/index.php?la=de ) finden sich unter dem Schlagwort "Geschichte" einig, wenige Arbeiten (!!), wie z. B. Gudrun Clemens MAgisterarbeit "Stadtrechnungen als Quelle zu Alltags- und Sozialgeschichte: Schmalkalden im 16. Jahrhundert" (2003) ( http://dokumentix.ub.uni-siegen.de/opus/volltexte/2006/245/pdf/clemen.pdf
 

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