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Patrick Bahners hat sich die Produktion Raders vorgenommen - mit vernichtendem Ergebnis:

//www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/der-plagiatsfall-grosse-seeschlachten-12924883.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Auszüge:

"Statt sich bei Janning zu bedanken, überzieht ihn der Verlag in der Pressemitteilung vom 29. April mit Gegenvorwürfen. Die haltlose Formulierung, das ganze Buch sei zusammenkopiert, und die Vermutung, Fördergelder seien verschwendet worden, hatte Janning schnell zurückgezogen. Der Verlag behauptet jetzt: „Die Plagiatsverdächtigungen gegen Arne Karsten erweisen sich als haltlos.“ Mehrere Beispiele Jannings’ stammten allerdings aus dem Epilog, der nach Verlagsangaben von Olaf Rader „im Namen beider Autoren“ geschrieben wurde. War für Janning ersichtlich, dass Rader den Epilog allein verfasst hat? Und tut es überhaupt etwas zur Sache, wenn Rader ihn doch zugleich im Namen seines Mitautors schrieb?"

Absolut richtig! Siehe auch
//archiv.twoday.net/search?q=seeschlacht

"Der Textvergleich ergibt, dass Rader direkt bei Hannebauer abgeschrieben hat. Er hat noch nicht einmal das dort genannte Radbruch-Buch konsultiert, obwohl dessen Kapitel über die falschen Friedriche wohl als der locus classicus zu seinem Thema zu gelten hat. Rader paraphrasiert also die Radbruch-Paraphrasen der Internet-Nacherzählerin."

Siehe auch den Textstellenvergleich zu Übernahmen aus Gamber 1977:

//www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/friedrich-ii-biographie-ein-textstellenvergleich-raders-entlehnungen-12927466.html

"Wie Gerätehersteller ihren Kunden die jüngste Version naturgemäß auch dann verkaufen wollen, wenn die zweitjüngste noch tadellose Dienste tut, beruht das Geschäftsmodell der historischen Sachbuchverlage auf dem Versprechen, dass die neueste Biographie Friedrichs II. oder Darstellung der Kreuzzüge die beste ist. Sie bewegt sich tänzerisch auf der Höhe der Forschung und ist natürlich - so circa hundert Prozent aller Beck-Klappentexte - glänzend geschrieben! Nicht selten wird aber das ältere, gründlich gearbeitete Buch dem mit großem Tamtam daherkommenden jüngeren vorzuziehen sein, zumal dann, wenn der Autor wie Rader auch stilistisch ein Blender ist, dem regelmäßig Grammatikfehler unterlaufen."

Zum Stil des Seeschlachtenbuchs siehe auch meine Notiz:

//archiv.twoday.net/stories/790549776/

Vorübergehender Beobachter (Gast) meinte am 2014/05/08 09:12:
Trau schau wem
Herr Bahners hat nun seinen "Plagiatsfund" online gestellt und dokumentiert die Parallelen Rader/Gamber 1977. Hier ein Auszug:

"Die Sporen, versilbert oder vergoldet, ein Standesattribut des Adels, hatten gerade Bügel mit Riemenösen und gerade verdickte Stachel. […] Neben den Stachelsporen gab es als neue Erfindung kleine Radsporen.
Ortwin Gamber, Die Bewaffnung der Stauferzeit

Ein wichtiges Standesattribut waren die den Reiter kennzeichnenden Sporen, meist versilberte Bügel, die man mit Riemen am Fuß befestigte und die anfangs einen verdickten Sporn, später ein Stachelrad aufwiesen.
Olaf B. Rader: Friedrich II. Der Sizilianer auf dem Kaiserthron, S. 101"

Sagen Sie mir offen und ehrlich, Herr Graf: Ist das auch für Sie ein Plagiat? Ich fürchte, bei solch einer Auslegung kann man jedem Werk eines nachweisen. 
Martin Bauch (Gast) meinte am 2014/05/08 14:23:
Nicht alles, was Krach macht, ist auch ein Volltreffer
Ich sehe den Artikel von Bahners, wie schon mein Vorredner hier, sehr viel kritischer. Siehe obigen Link zu meinem Blogbeitrag 
 

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