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Digitale Bibliotheken

Am 18. Januar 2007 sprach sich die Leiterin der Deutschen Nationalbibliothek, Elisabeth Niggemann, in der Frankfurter Rundschau für die Digitalisierung der Bücher in den Bibliotheken aus und begrüßte das Google-Projekt.

"Das deutsche Urheberrecht schützt die Rechte der Urheber noch 70 Jahre nach deren Tod. Das ist eine gute Regelung für die Literatur, für Autoren und Verlage. Für die Deutsche Nationalbibliothek kommt dadurch eine Teilnahme am bisherigen Digitalisierungsprogramm von Google allerdings nicht in Betracht. Da die Sammlung erst 1913 beginnt, fällt der überwiegende Teil der Bestände unter den Schutz des Urheberrechts. So können zwar keine digitalisierten Bücher aus dem urheberrechtsgeschützten Bestand angeboten werden, die Angebote an Informationssuchende sollen aber auf anderen Wegen ausgebaut werden, etwa durch Kooperation mit dem Projekt Volltextsuche Online des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, das vor allem den digitalen Zugang zu Neuerscheinungen und zur aktuellen Produktion der Verlage schaffen wird."

Wieso ist das eine gute Regelung? Es gibt genügend Stimmen, die die 70jährige Frist für inakzeptabel erklären. Mit welchem Recht wird beispielsweise eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit dem vor 1900 entstandenen Werk von Gerhard Hauptmann, der einfach das Glück hatte sehr lange zu leben, verhindert? Was ist mit den unzähligen verwaisten Werken, deren Rechteinhaber beim besten Willen nicht ermittelbar sind? Wer nicht testamentarisch vorsorgt, dessen Urheberrechte befinden sich 60 Jahre nach seinem Tod womöglich in den Händen von 10 oder 20 Rechtsnachfolgern, die gemeinsam zustimmen müssen.

Und aufgrund § 31 IV UrhG in der jetzigen Fassung liegen die Rechte für Werke, die vor 1995 erschienen sind, ohnehin so gut wie nie bei den Verlegern. Soweit die Verleger solche Werke digitalisieren, tun sie das genauso unrechtmäßig wie Google.

Man kann die 70-Jahre-Regel respektieren, aber dass sie "gut" ist, ist eine völlig unbewiesene Behauptung.

http://fama2.us.es/fde/ocr/2007/handlexikon.pdf

Neu bei Pixelegis
http://bib.us.es/guiaspormaterias/ayuda_invest/derecho/pixelegis.htm

http://commons.wikimedia.org/wiki/Herda_Erz%C3%A4hlungen_und_Gem%C3%A4lde

Der Titel ist in der ZDB gemeinsam mit der Vorgängerzeitschrift Johann Georg Pahls (bei Herder in Freiburg 1811-1815, ebenfalls auf Commons, dort leider ohne die Titelkupfer) angesetzt. Erschienen ist 1841 in Karlsruhe und Freiburg offenbar nur der erste Band der neuen Folge. Verfasser war Josef Bader.

Bader war Archivar (und Sagensammler). Siehe zu ihm:
Klein, Michael: Eine frühe "Sammlung" im Generallandesarchiv Karlsruhe : Das "Historische Archiv" und Josef Bader (1805-1883).
In: Aus der Arbeit des Archivars : Festschrift für Eberhard Gönner / Hrsg.: Richter, Gregor. - Stuttgart, 1986. - S. 339-360 Sein Nachlass befindet sich im Stadtarchiv Freiburg.

Baders Herda ist selten: Nachweise für Pahl/Bader im KVK/ZDB nur für die UBs HD und TÜ, LB Stuttgart, HAAB Weimar. Davon 1841, also Bader: nur Heidelberg und Weimar.

Das Inhaltsverzeichnis beginnt:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:De_Erz%C3%A4hlungen_und_Gem%C3%A4lde_%28Bader%29_006.png
(Um ungefähr zur Seite zu kommen: von der gewünschten Seitenzahl 74 abziehen.)

Das auf Commons digitalisierte Exemplar stammt aus der aufgelösten Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen und befindet sich nun in Privatbesitz in Neuss. Ich vermittle den Kontakt zum Eigentümer ;-)

http://mgh-new.level7.ro/dmgh_new/

Die Suche (Phrasensuche funktioniert mit "", Trunkierung mit *) macht einen guten Eindruck. Es ist allerdings nicht klar, welche Reihen bereits erfasst sind.

Wir verdanken die Mitteilung Frau Grabowsky:
http://www.annette-grabowsky.de/blog/archives/352-dMGH-Volltextsuche-beta.html

http://www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/projekte/digiesl/index_ger.html

Über viele Jahre hinweg war dieses mit viel Geld von der DFG geförderte Projekt, über das man heute eigentlich nur noch lächeln kann, ein Ärgernis, weil man der Suchmaske auch mit viel Findigkeit nie irgendwelchen Inhalt entlocken konnte. Das hat sich geändert, allerdings ist die Qualität der JPGs für heutige Maßstäbe zu schlecht. Man sollte die etwas besseren Tiffs herunterladen.

Aachen Aachen in Werk von 1616

Der Leiter der Bodleian Library (Oxford) am 11.1.07 in der Frankfurter Rundschau:

Link zum Artikel

Dem Recherchenblog
http://recherchenblog.ch/index.php/weblog/nebis_verknuepft_zur_e_collection_der_eth_zuerich/
verdanke ich den Hinweis auf die folgende Arbeit:

Google Buchsuche : Chance oder Gefahr für die Bibliothekswelt?
Pia Dietrich, Andrea Faedi, Inge Hosennen, Margrit Stapleton
Praxisarbeit Hochschule für Wirtschaft Luzern, 2006; [s.n.], 2006

Online (61 S.)
http://e-collection.ethbib.ethz.ch/show?type=dipl&nr=275

Auszug:

Mit einer schriftlichen Anfrage an Google Schweiz haben wir versucht, einen Interviewtermin
zu vereinbaren. Unsere Fragen hätten – wie wir in unserem Brief an
Google formuliert haben – auf das Projekt „Google Buchsuche“ abgezielt. Leider
blieb unsere Anfrage unbeantwortet. Es ist allgemein bekannt, dass Google über das
Projekt keine Angaben machen möchte. Ähnliche Erfahrungen machen wohl auch
die mit Google beim Digitalisierungsprojekt kooperierenden Bibliotheken. Die bisher
einzige europäische Bibliothek, die mit Google zusammenarbeitet, ist die englische
„Bodleian Library“ der Oxford Universität. Alice Keller von der „Bodleian Library“
konnte uns auf unsere E-mail-Anfrage keine Auskunft darüber erteilen, wie Google
beim Scannen der Bücher vorgeht. In Oxford werden die Bücher in eine Scan-
Zentrale geliefert und danach wieder in die Bibliothek zurückgebracht. Was genau in
dieser Scan-Zentrale mit den Dokumenten geschieht, wird streng geheim gehalten.
Bekannt ist, dass ca. 10'000 Bücher pro Woche gescannt werden. Um keine Urheberrechte
zu verletzen wird in Oxford keine aktuelle Literatur gescannt, sondern nur
Dokumente aus dem Zeitraum von 1800-1900.

Zwar ist es möglich, über Google Books den einen oder anderen interessanten Beleg zu finden, aber von einer vollständigen Erfassung des Volltextes kann nicht die Rede sein.

Bei der Suche nach "von Rinderbach" stieß ich auf ein mir wohlbekanntes Werk, meine Magisterarbeit "Gmünder Chroniken", von der es bei Google nur Snippets gibt.

Angeblich kommt die Phrase "von Rinderbach" nur zweimal in dem Buch vor, was bereits ein Blick ins Register
http://www.literature.at/webinterface/library/ALO-BOOK_V01?objid=12643&page=354&zoom=3&ocr=
widerlegt.

Sucht man nur nach Rinderbach, werden 24 Seiten gefunden, aber nur 3 Treffer als Snippets angezeigt.

Der Suche nach Reckerode werden nur 3 der 6 Vorkommen gefunden.

Bei Ravensburg wird keiner der beiden relevanten Treffer gefunden.

Zu Rink verzeichnet das Register 8 Treffer, Google gibt den ersten und den letzten.

Die Frage ist, ob wenigstens mindestens ein Treffer je Buch sicher gefunden wird. Verschiedene Stichproben ließen diesen Schluss zu, allerdings gibt es auch Gegenbeispiele.

Die Phrase "Veit Hack" (S. 135) wird nicht gefunden, ebensowenig die Kombination Lapidea Haug auf der gleichen Seite. Auch nicht: Dewangen Pfersbach. Seite 135 scheint überhaupt nicht erfasst zu sein.

Die OCR ist als gut zu bezeichnen.

Das zu "aubent und nacht ist" gebotene Snippet wird unzutreffend auf S. 18 lokalisiert, es befindet sich auf S. 282. Gleiches gilt für die beiden Treffer zu "rinderbacher thor".

Siehe auch:
http://wiki.netbib.de/coma/GooglePrint

Update Jan. 2011:

Google Books und HathiTrust findet zu Reckerode nurmehr 2 Treffer, abgesehen von den abweichenden Namensformen liegt das daran, dass die Fußnotenziffer zum Wort gezogen wird.

Es wurde offenbar eine neue OCR durchgeführt, z.B. wird Veit Hack nun gefunden.

Rinderbach: nunmehr 25 Treffer (HathiTrust: 26, S. 343 fehlt bei Google), "von rinderbach" 18 in Google (17 in HT)

http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/dda/aktuell/neu_070102.html

Folgende Einzeltitel aus der Bibliothek Oettingen-Wallerstein sind neu im Dokumentenarchiv verfügbar:

Links:

* Fides Et Leges Mohammaedis [...], 1646
* Ueber die Grundsätze der Bau-Oekonomie, 1835
* Der Graf von Walltron, oder die Subordination, 1776
* Semiramis und Ninias, 1786
* Solche Streiche spielt die Liebe, 1786
* La Passione, 1772
* Commentatio de linguis peregrinis atque insulis ignotis, 1714
* Meine Gedanken ueber die vor kurzem erschienene Schrift: Deutschlands Erwartungen vom Fuerstenbunde, 1788
* Kurze historische Nachricht von der großen Einsicht des Durchlauchtigsten Fuersten Moritz [...], 1757
* Ueber das Staatsnothrecht als Grund des Rechtes zu säcularisiren, 1800
* Der Frau von Staël Verbannung aus Frankreich, 1813
* Ecclesiae Roggenburgensis iamnum Sexcentenariae Triumphus Praesidii, Et Debitae Gratitudinis Tessera, 1726
* Vita Sancti Simperti Episcopi Augustani, 1615
* Der Kirchenzwist der Pollen historisch kritisch beleuchtet, 1781
* Ueber die Gefahr, die den Thronen, den Staaten und dem Christenthume den gaenzlichen Verfall drohet [...], 1791
* Fortification-Bau, 1642
* Versuch ueber die Wichtigkeit der Vorstellungen in der Theorie von den Empfindungen, 1780
* Ueberzeugender Beweis, daß die Kantische Philosophie der Orthodoxie nicht nachtheilig [...] sei, 1788
* Tabellen ueber die Staatswirthschaft eines europaeischen Staates [...], 1786
* Ueber Holzmangel, Theurung, Wucher und Cultur, 1798
* Beytraege zur Beantwortung der Frage: Wie ist Wucher ohne Strafgesetze aus einem Staate zu verbannen?, 1791
* Forst-Ordnung fuer die Schlesischen Gebuergsforsten [...], 1777
* Denkschrift über die von der Königlich Preussischen Staatsregierung beabsichtigte neue gesetzliche Regulirung [...], [1872]
* Hoch-Fuerstliche Aychstaettische Holtz- und Forst-Ordnung, [1666]
* Eobani Hessi Elegia, recens scripta de Calumnia, [1538]
* Oberon, König der Elfen, 1790 [ca.]

Lunig, Johann Christian, 1662-1740.
Bibliotheca curiosa deductionum, worinn eine zuverlassige Nachricht vieler merckwurdiger Schrifften vorhanden ...
Leipzig : Friedrich Lanckischens Erben, 1717

Digitalisiert von der UB Waseda
http://archive.wul.waseda.ac.jp/kosho/bunko08/bunko08_e0104/

Siehe auch:
http://wiki.netbib.de/coma/DigiMisc unter Japan

Die Marktschreierei der gelehrten geißelte:
http://archive.wul.waseda.ac.jp/kosho/bunko08/bunko08_e0126/

 

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