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Kommunalarchive

http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Wohin-mit-dem-Stadtarchiv;art779,7807532

Zum Stadtarchiv Ochsenfurt siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/3393051/

Ein Einwand von Herrn Opitz zu meinen Ausführungen über eine ehemals Raymund Krafft gehörende Handschrift

http://archiv.twoday.net/search?q=krafft+ulm

ließ mich erneut einen Blick in das Findbuch des Familienarchivs Krafft im Stadtarchiv Ulm werfen.

http://www.onlinekatalog-stadtarchiv.ulm.de/EKrafftakten.pdf

Es heißt dort:

"Lange Zeit befanden sich Archiv und Bibliothek der Krafft'schen Stiftungen im Stiftungshaus in der Frauenstraße,
bis dieses 1840 ebenso wie die Bibliothek verkauft wurde (vgl. E Krafft Akten Nr. 1, 397 und 556 sowie E
Krafft Urkunden Nr. 340). Vom Stiftungshaus in der Ulmer Kramgasse wurden die Unterlagen des Krafft'schen
Stiftungsarchivs dann während des 2. Weltkriegs zur Sicherung ins Ulmer Münster gebracht und lagerten dort im
nördlichen Chorturm. Nach dem Krieg wurde ein kleiner Teil (vormals StA Ulm D Krafft) von der Evangelischen
Kirchenverwaltung ans Stadtarchiv abgegeben, der andere Teil Anfang der 1960er Jahre zur Erschließung
an den Historiker Hans-Peter Köpf (Nagold). Nachdem vom Stadtarchiv Ulm mit den Vertretern der Familie
Krafft, Heinrich und Erhart Krafft von Dellmensingen, am 26.5.1989 ein Depositalvertrag geschlossen worden
war, der dem Archiv die Aufgaben der Erschließung und Verwahrung des Krafft'schen Familienarchivs übertrug,
wurden die Unterlagen (300 ca. Urkunden und ca. 4,3 lfd. m Akten) am 6.5. 1991 von Köpf an das Stadtarchiv
übergeben. Dieser Bestand wurde bei der aktuellen Erschließung mit dem älteren Bestand "D Krafft" vereinigt."

Nähere Details der dubiosen Aushändigung an den umstrittenen Historiker Köpf sind für die nächsten Jahrzehnte womöglich nur auf dem Verwaltungsgerichtswege einklagbar, denn es bestehen erhebliche Zweifel, ob es sinnvoll und rechtmäßig war, die Akten bis 2040 zu sperren:

"E Krafft Akten 584 1964 - 1990 (1999)
A.A.-Sign.: unverz.

Auffindung des Krafft'schen Stiftungsarchivs durch den Historiker Hans Peter Köpf aus
Nagold im Ulmer Münster (ca. 1961), Verwahrung und Herausgabe des Archivs sowie
Abschluss eines Depositalvertrags mit dem Stadtarchiv Ulm
Enthält v. a.:
- Korrespondenz
- Vertragskonzepte
3 Bü (6 cm)
Sperrfrist bis 2040, davor nur interner Gebrauch"

Die Provenienz dieser Akten wird nicht angegeben, man wird davon ausgehen können, dass sie aus der Familie stammen. Soweit das Stadtarchiv Ulm beteiligt war, ist es zweifelhaft, dass diesbezügliche Schriftstücke ebenfalls bis 2040 der Öffentlichkeit vorenthalten werden können.

Köpf erachte ich persönlich nicht als seriösen Historiker. Alle seine Publikationen, die ich bisher las, enthalten in großer zahl hypothetische, ja höchst spekulative genealogische und besitzgeschichtliche Kombinationen. So ist beispielsweise die Ableitung der Krafft von Edelfreien anzuzweifeln:

http://augsburg-stadtlexikon.de/index.php?id=114&tx_ttnews[tt_news]=4474&tx_ttnews[backPid]=113&cHash=8a191b1d3d

Köpf hat - methodisch noch schlimmer als Heinz Bühler - genealogisch-besitzgeschichtliche Aussagen getroffen, die der Forschung aus meiner Sicht eher geschadet als genützt haben (etwa in der Ortsgeschichte Illertissen).

Zu einer Fehlleistung von Köpf in UO 2011:
http://archiv.twoday.net/stories/453139221/

https://www.facebook.com/jedesstueckzaehlt

"Hilf jetzt mit und rette die Geschichte Kölns mit einem Klick! Retter Sven Schöller spendet für jeden neuen "gefällt mir" Klick auf dieser Seite 1€ an die Stiftung Stadtgedächtnis bis morgen 14.00 Uhr."

Update: Es kamen gut 3900 Euro zusammen, ein Tropfen auf einen heißen Stein.




An seinem alten Standort im neuen Rathaus platzte das Stadtarchiv so langsam aus allen Nähten. Zudem waren die Arbeitsbedingungen für die Angestellten wie für die Besucher nicht gerade die besten. Das ist nun Vergangenheit.

Die Kritik von Margret Ott ist nur zu berechtigt.

http://www.blog.pommerscher-greif.de/stralsund-chance/


Aufgrund eines EU-Programms konnte die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek Lindau umgebaut werden. Jetzt wurde sie wieder eröffnet. Stadtarchivar Stauder, ohne den ich von diesem Event nichts mitbekommen hätte, nannte sie ein flächendeckendes W-LAN-Netz.

http://www.schwaebische.de/region/bodensee/lindau/stadtnachrichten-lindau_artikel,-Ein-flaechendeckendes-W-LAN-Netz-von-1538-_arid,5517092.html

http://www.schwaebische.de/region/bodensee/lindau/stadtnachrichten-lindau_artikel,-Kosmos-des-Wissens-wird-neu-ins-Bild-gesetzt-_arid,5512312.html

"Seit 1951 ist die Bibliothek im Erdgeschoss des Alten Rathauses untergebracht – bis 2008 zusammen mit dem Stadtarchiv. Nach dessen Auszug konnte in den vergangenen Monaten ein Bündel an Maßnahmen zur Verbesserung der Aufbewahrungsbedingungen und der Zugänglichkeit umgesetzt werden, so Stauder. Neu installiert wurde etwa eine Temperierung, die ein konservatorisch bedenkliches Auskühlen im Winter verhindert.
Des Weiteren wurde ein Glaskubus geschaffen, der wie eine große Vitrine die Regale umschließt und damit die Bücher vor zu hoher Luftfeuchtigkeit sowie unberechtigtem Zugriff schützt. Zugleich gibt der Kubus aber den Blick auf die alten Folianten frei. Und schließlich gibt es jetzt in der Bibliothek eine Präsentationswand. Sie informiert die Besucher über die Einrichtung und ihr Domizil, das Alte Rathaus. Auf ihr wird der Kosmos des Wissens ins Bild gesetzt – ein Werk der Designgruppe Koop, die bereits mehrere Museen gestaltet hat."

Zur Bibliothek:

https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsst%C3%A4dtische_Bibliothek_Lindau

http://www.lindau2.de/index.php?sid=1023&ses=400ce198e77cf474fc007e228f572c29

http://fabian.sub.uni-goettingen.de/?Stadtbibliothek_(Lindau)

Foto Stadtarchiv


Maria Rottler machte mich auf einen Kommentar zu einem Bericht über den denkmalschutzrechtlich umstrittenen Neubau des Kreisarchivs in Zons aufmerksam:

http://www.ngz-online.de/dormagen/nachrichten/landrat-archiv-erweiterung-nur-in-zons-1.3754597

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/ZWICKAU/Stadtarchiv-Teilumzug-im-Fruehjahr-geplant-artikel8571776.php

Das Stadtarchiv Mannheim ist nicht nur kein Bürgerarchiv, es ist das Gegenteil von einem Bürgerarchiv, indem es den größtmöglichen Profit anstrebt und jeden Anstand bei der Abzocke vermissen lässt.

Das profitorientierte Digitalisierungszentrum macht unter 25 Euro 50 (je angefangene halbe Stunde) keine Hand krumm. Auf der Gebührenseite erfährt man, dass man je digitaler Datei 9 Euro 80 zu berappen hat.

Das Archiv nimmt noch mehr an Eintrittsgebühr als Bremen, Tageskarten gibt es keine, jegliche Befreiung für wissenschaftliche Zwecke Fehlanzeige:

"Allgemeine Benutzungsgebühr (Beratung, Ermittlung, Vorlage und Reponierung von Archivalien

Wochenkarte 8 Euro
Monatskarte 25 Euro
Jahreskarte 50 Euro

Schriftliche Auskünfte und Transkriptionen

nach Aufwand, pro angefangene Viertelstunde 15 Euro"

Siehe auch
http://www.stadtarchiv.mannheim.de/dienstleistung/gebuehren.html

Man kann zwar T-Shirts erwerben, aber kostenlose digitale Angebote gibt es kaum, sieht man von den Schrifttafeln der "Standpunkte" und der Dokumentation des Jüdischen Friedhofs ab. Selbstverständlich stehen die vergriffenen Veröffentlichungen NICHT zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Sehen wir davon ab, dass der Bibliothekskatalog ein dysfunktionales ästhetisch abscheuliches Monstrum ist:
http://www.stadtarchiv.mannheim.de/bibliostar/

Sehen wir davon ab, dass der Chronikstar für wissenschaftliche oder auch nur fachliche Zwecke völlig wertlos ist, da es keine Nachweise gibt:
http://chronikstar.mannheim.de/

Sehen wir davon ab, dass trotz heftiger Abzocke nicht genügend Geld zur Verfügung stand, alle sechs (in Zahlen: 6) Links auf der doch recht übersichtlichen Online-Datenbanken-Seite zu testen, denn der letzte funktioniert nicht:
http://www.stadtarchiv.mannheim.de/verlassenhome.htm

Einer der 6 Links auf
http://stadtarchiv.codepoetry.de/infos_recherche
ist ebenfalls defekt.

Nicht absehen möchte ich davon, dass das Stadtarchiv vor Benutzung von Findstar jeden zwingt, eine satte Copyfraud-Erklärung zu bestätigen:

"Rechtlicher Hinweis:

Alle Rechte vorbehalten.
Angezeigte Ergebnisse und Dokumente unterliegen dem Schutz des Urheberrechts.
Die Nutzung und Verwertung ist nur mit Genehmigung des Inhabers der Rechte gestattet.

Inhaber von Rechten, die bislang noch nicht ermittelt werden konnten, werden um Mitteilung gebeten.

Jedes Herunterladen von Dateien, Digitalisaten usw. bedarf gemäß der Archivsatzung der Stadt Mannheim in der Fassung vom 1.1.2008 der Genehmigung durch das Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte und ist gegebenenfalls gebührenpflichtig. Insbesondere entsteht durch das Herunterladen kein Verwertungsrecht an Bildern, Filmen und Plakaten sowie bei Dokumenten einschließlich des historischen Pressespiegels.

Der Nutzer verpflichtet sich, die Persönlichkeitsrechte und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung Dritter zu wahren. Der Nutzer stellt das Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte von Haftung bei der Verletzung von Rechter Dritter frei."

Selbstverständlich sind Reproduktionen gemeinfreier Fotos nicht durch das Urheberrecht geschützt. Für Fotos hat das die Entscheidung Bibelreprdoduktion des BGH geklärt.

Und selbstverständlich kann man beim Ansehen von Bildern und anderen Medien ein (temporäres) Herunterladen überhaupt nicht vermeiden.

Den möchte ich sehen, der dieses jämmerliche Findstar allen Ernstes benutzungsfreundlich nennen kann. Sicher gibt es noch schlechtere Archivsoftware, aber diese ist schon mies genug.

Aus dem GIF-Schrank:


Sicher ist im Hochschularchiv der RWTH, meinem Archiv, nicht alles ideal (man sollte nicht vergessen, dass ich als Teilzeitmitarbeiter nur 4 Hilfskräfte habe). Aber diese regelmäßigen dümmlichen Retourkutschen habe ich gefressen. Das finanziell ganz anders ausgestattete Stadtarchiv Mannheim zeigt nur Thumbnails und hat seine Fotos in der Findbuchdatenbank. Die Fotos des Hochschularchivs wurden mit MIDOSA verzeichnet, aber noch nicht in die Internetdatenbank eingespielt, die meisten Bilder sind digitalisiert. Wer bei uns nach einem Bild fragt, bekommt einen kostenlosen Scan und - falls wir sie haben - die Veröffentlichungsrechte, ebenfalls kostenlos. Was ist denn nun benutzerfreundlicher?

Jeden Freitag veröffentlichen wir Fotos oder Scans bei unserem "Bilderfreitag" auf Facebook oder Google+. Das Stadtarchiv Mannheim platziert auf Facebook gern Wasserzeichen auch auf gemeinfreien Fotos.

Wer die Benutzungsunfreundlichkeit zum obersten Prinzip erhoben hat wie das Stadtarchiv Mannheim sollte nicht das Maul aufreißen.


"Am 8. Oktober 2013 übergab Dr. Gustava Everding den umfangreichen Nachlass ihres im Jahr 1999 verstorbenen Mannes, des Regisseurs und Kulturmanagers August Everding, dem Stadtarchiv München."
via
http://histbav.hypotheses.org/372

 

twoday.net AGB

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